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Ahrens & Schwarz

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Der niederländisch-britische Öl- und Gaskonzern Royal Dutch Shell will nach Angaben des ukrainischen Präsidentenstabes rund 600 Millionen US-Dollar in die Förderung von Schiefergas in der Ukraine investieren.


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Handrij wrote:
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Der niederländisch-britische Öl- und Gaskonzern Royal Dutch Shell will nach Angaben des ukrainischen Präsidentenstabes rund 600 Millionen US-Dollar in die Förderung von Schiefergas in der Ukraine investieren.


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JA BITTE !!!!!!!! [smilie=kosak_4]

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Während die Polen schon seit August mit der Testphase für die Exploration begonnen haben (Shell und Exxon Mobile sind in Polen aktiv) hat UA erst jetzt Kontrakte zustande gebracht. Dabei wird man nennenswerte Schiefergas Mengen höchstwahrscheinlich erst 2017-2019 in UA fördern können. Auch die Umstellung der Energieversorgung auf Kohlebestände dauert mind. 2-3 Jahre. So lange werden wir am zentralasiatischen und (besonders) rus. Trop hängen.

Ich bin mal gespannt wo dieser Schiefergas Hype endet. Neben Polen haben nämlich auch Deutschland und Frankreich nennenswerte Schiefergasvorkommen. Frankreich hat aber eine sehr starke Atomlobby die Druck auf Sarkozy ausgeübt hat. Es wurde ein Gesetz erlassen das besagt das Schiefergasförderung auf franz. Boden ohne weiteres nicht erlaubt ist. Frankreich hat im Gegensatz zu Deutschland vor den Ausbau von Atomkraftwerken voran zu treiben.
Bei Deutschland haben wir eine ganz andere Situation. Die Deutschen wollen z. B. via. Windkrafträder aus der Nordsee und Ostsee die Stromversorgung in Süddeutschland sichern. Das entsprechende Stromleitungsnetz kann man aber nicht von heute auf morgen auf erneuerbare Energie umstellen, vor allem muss hierfür auch die Infrastruktur errichtet werden. Das heißt Deutschland wäre aus der Sicht vom rus. Gas noch abhängiger, allerdings will das Land die Atomkraftwerke bis 2021 abschalten. Bis dahin können die entsprechenden Probleme gelöst werden. Was das Schiefergas in GER anbelangt, so herrscht bekannter maßen in Deutschland ein sehr goßes Umweltbewusstsein. Deswegen wurden die Schiefergasprojekte für's erste auf's Eis gelegt (liegt am fracking -> Chemikalien die mit Wasser in den tiefen Boden gepumpt werden). Allerdings wurde die Schiefergasförderung nur für's erste eingestellt und nicht verboten, es kann auch sein das GER dem zustimmt -> man bedenke das selbst Umweltschützer in GER sich über Schiefergas nicht einig sind wie es bei Atomkraft der Fall ist.

Das alles zusammen könnte maßgeblich zur Umgestaltung des Gasmarktes in der EU führen. Es ist fraglich ob dann noch das ukr. Gasnetz gebraucht wird (vor allem South Stream und Nabucco). Da ist ein großes Fragezeichen langfristig gesehen (man denke nur an die USA die vom Gasimporteur, zum Gasexporteur wurden und mittlerweile größter Gasproduzent sind).


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PostPosted: Tuesday 6. September 2011, 08:32 
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Hier eine etwas andere Stimme zum URL is visible only for registered users. Register here.
Bei den ganzen Jubelmeldungen über die riesigen auszubeutenden Vorkommen, sollte man wohl den Hypefaktor nicht vergessen, da die reale Menge nur geschätzt werden kann. Was sich wirklich "ausbeuten" lässt, zeigt sich erst in der Praxis.
Nichtsdestotrotz ist Schiefergas für die Ukraine eine Chance, nur hätte man sich wohl schon etwas früher darum bemühen können.
Die niedrigen Importgaspreise bis 2005 gaben aber keinen Anreiz für eine Suche nach Alternativen.


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PostPosted: Monday 12. September 2011, 10:32 
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Aus dem heutigen "Kommersant": Polen hat am Freitag zum ersten Mal Schiefergas gefördert. Polen hat dabei insgesamt bereits 100 Förder-Lizenzen ausgeben und den Schätzungen für 2030 nach (also völlig aus dem Kaffeesatz), könnte Polen dann zwischen 10-30 Mrd. Kubikmeter Schiefergas fördern.
Der Gasverbrauch Polens liegt bei etwa 14 Mrd. Kubikmeter und 11,5 Mrd. werden dem Artikel nach von Gasprom bezogen. Die Ukraine hat einen wesentlich größeren Gasverbrauch von etwa 50-60 Mrd. Kubikmeter bei einer derzeitigen Eigenproduktion von etwa 19 Mrd. Kubikmeter, da sollte die Schiefergasförderung doch etwas ändern können. Die Vorräte werden in der Ukraine dem Artikel nach auf 1,5-2,5 Billionen Kubikmeter geschätzt, macht grob über den Daumen gepeilt - bei gleichem Verbrauch wie jetzt - zwischen 25 und 50 Jahren Vorräte, allein an Schiefergas.
1990 hatte die Ukraine übrigens noch 118 Mrd. Kubikmeter verbraucht.
Attachment:
File comment: Gasverbrauch der Ukraine von 1988 bis 2010.
Quelle: http://www.naftogaz.com/www/2/nakweb.nsf/0/7DDCDC3A61C04C9BC22573FE00442E7F#

Gasverbrauch-Ukraine-laut-Naftohas-1988-2010.gif
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Польша первой в Европе получила сланцевый газ, запасы которого в стране оцениваются на уровне 5 трлн кубометров. Скважину власти называют "очень перспективной", но оператор месторождения — 3Legs Resources — пока не может сказать, будет ли она коммерческой. Если добыча сланцевого газа в стране окажется рентабельной, Варшава намерена пересмотреть газовые контракты с Россией. Подобные заявления ранее делала и Украина.


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Handrij wrote:
Aus dem heutigen "Kommersant": Polen hat am Freitag zum ersten Mal Schiefergas gefördert. Polen hat dabei insgesamt bereits 100 Förder-Lizenzen ausgeben und den Schätzungen für 2030 nach (also völlig aus dem Kaffeesatz), könnte Polen dann zwischen 10-30 Mrd. Kubikmeter Schiefergas fördern.
Der Gasverbrauch Polens liegt bei etwa 14 Mrd. Kubikmeter und 11,5 Mrd. werden dem Artikel nach von Gasprom bezogen. Die Ukraine hat einen wesentlich größeren Gasverbrauch von etwa 50-60 Mrd. Kubikmeter bei einer derzeitigen Eigenproduktion von etwa 19 Mrd. Kubikmeter, da sollte die Schiefergasförderung doch etwas ändern können. Die Vorräte werden in der Ukraine dem Artikel nach auf 1,5-2,5 Billionen Kubikmeter geschätzt, macht grob über den Daumen gepeilt - bei gleichem Verbrauch wie jetzt - zwischen 25 und 50 Jahren Vorräte, allein an Schiefergas.
1990 hatte die Ukraine übrigens noch 118 Mrd. Kubikmeter verbraucht.
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Gasverbrauch-Ukraine-laut-Naftohas-1988-2010.gif


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Польша первой в Европе получила сланцевый газ, запасы которого в стране оцениваются на уровне 5 трлн кубометров. Скважину власти называют "очень перспективной", но оператор месторождения — 3Legs Resources — пока не может сказать, будет ли она коммерческой. Если добыча сланцевого газа в стране окажется рентабельной, Варшава намерена пересмотреть газовые контракты с Россией. Подобные заявления ранее делала и Украина.


Wenn man bedenkt, das die Einwohnerzahlen zwischen Polen und Ukraine nicht so wahnsinnig divergieren...na ja Schwerindustrie wird halt auch mehr sein in der UA...trotzdem VERSCHWENDUNG wie in der SU.....

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Energieaufwand und Kosten für die Förderung sind aber auch nicht besonders gering, teuer wird es in jedem Fall, nachwachsen werden diese Rohstoffe auch nicht... vielleicht doch umdenken?


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PostPosted: Tuesday 13. September 2011, 10:51 
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eurojoseph wrote:
Wenn man bedenkt, das die Einwohnerzahlen zwischen Polen und Ukraine nicht so wahnsinnig divergieren...na ja Schwerindustrie wird halt auch mehr sein in der UA...trotzdem VERSCHWENDUNG wie in der SU.....


Wenn du die oben angeführte genauer betrachtet hättest, dann würdest du feststellen, dass der Gasverbrauch sich halbiert hat. Daher ist der Vergleich Verschwendung, wie in der SU etwas irreführend. Wenn wir den realen Output von damals und von heute mit dem dafür eingesetzten Gas vergleichen, dann - so meine These - würde sich herausstellen, dass die Verschwendung heute größer ist, da einfach die Technik in all den Jahren kaum ersetzt wurde und nur auf Verschleiß fährt. Daher wäre die richtige Variante: Verschwendung, wie in der Ukraine!



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Handrij wrote:
Aus dem heutigen "Kommersant": Polen hat am Freitag zum ersten Mal Schiefergas gefördert. Polen hat dabei insgesamt bereits 100 Förder-Lizenzen ausgeben und den Schätzungen für 2030 nach (also völlig aus dem Kaffeesatz), könnte Polen dann zwischen 10-30 Mrd. Kubikmeter Schiefergas fördern.
Der Gasverbrauch Polens liegt bei etwa 14 Mrd. Kubikmeter und 11,5 Mrd. werden dem Artikel nach von Gasprom bezogen. Die Ukraine hat einen wesentlich größeren Gasverbrauch von etwa 50-60 Mrd. Kubikmeter bei einer derzeitigen Eigenproduktion von etwa 19 Mrd. Kubikmeter, da sollte die Schiefergasförderung doch etwas ändern können. Die Vorräte werden in der Ukraine dem Artikel nach auf 1,5-2,5 Billionen Kubikmeter geschätzt, macht grob über den Daumen gepeilt - bei gleichem Verbrauch wie jetzt - zwischen 25 und 50 Jahren Vorräte, allein an Schiefergas.


Na da liegen die Schätzungen aber weit auseinander:

Quote:
Также чиновник сообщил, что, по консервативным оценкам западных компаний и агентств, запасы сланцевого газа в Украине составляют около пяти триллионов кубометров.


Demnach haben wir Rund 5 Billionen Kubikmeter Vorkommen an Schiefergas in der Ukraine.
Di Zahlen von Naftogas die du aufführst sind interessant, aber laut ukr. Presse sollte das Land seine Energieeffizienz nach dem Vorbild polens weite steigen um weniger auf Gas angewiesen zu sein.

Interessant ist auch dieser Abschnitt:

Quote:
"А в ближайшие три месяца мы подпишем контракт еще с пятью компаниями, среди которых Exxon Mobil, RWE, Eni. Все они имеют опыт добычи сланцевого газа или угольного метана, который является для нас чрезвычайно актуальным", - отметил Бойко.


http://korrespondent.net/business/econo ... nnogo-gaza

So viel ich weiß hat man schon die nötigen Abkommen mit RWE und Exxon Mobile abgeschlossen. Ersterer erschließt Schiefergas am Schwarzen Meer, der Zweite in der West-Ost und Mittelukraine. Allerdings wird mit RWE die Höhe des Investitionsvolumens noch erörtert, so dass das Ding noch nicht ganz durch ist.
Hat einer eigentlich irgendwas von Eni und Total gehört? Gerade Total wollte besonders in die Westukraine investieren. Na ja, in den kommenden 3 Monaten wissen wir ja mehr.

Im übrigen haben wir nach Schätzung vieler Geologen auch hohe Öl-Vorkommen am Schwarzen Meer so wie in den Karpaten und es sollte neben Schiefergas auch nicht das herkömmliche Gas vergessen werden welches man am Schwarzen Meer erschließen könnte.


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Optimist wrote:
Energieaufwand und Kosten für die Förderung sind aber auch nicht besonders gering, teuer wird es in jedem Fall, nachwachsen werden diese Rohstoffe auch nicht... vielleicht doch umdenken?


Deswegen war ja Yanu auch in Duschanbe. Er hat mit den Turkmenen vereinbart das UA ca. 2015-2017 5 Billionen Kubikmeter Gas aus Turkmenistan beziehen könnte. Da aber Russland ein Transitmonopol für kaspisches Gas aus Zentralasien hat, werden die Preise steigen (anstelle von 200$ können es sehr schnell 300$ werden).
Eine Hoffnung wäre die Transkaspische Pipeline aus Turkmenistan via Baku, Tiblissi, Ankara und bis nach Europa. Wenn das Ding wirklich gebaut werden sollte (und Europa scheint aktiver geworden zu sein in der Hinsicht), dann kann Turkmenistan über diese Leitung auch Gas für UA an Russland vorbei liefern. Turkmenisches Gas kommt dabei bis nach Georgien, wird komprimiert und anschließend über den Schiffsverkehr wird das Flüssigas nach UA exportiert. Ob das aber wirklich realisiert werden kann ist fraglich. Aber die 5 Billionen Kubikmeter Turkmenengas haben wir auf jedenfall.


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