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Handrij
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Ukraine

11. Januar 2011 Berlin: Nieznajowa - Das verschwundene Dorf

#1 Beitrag von Handrij » Freitag 7. Januar 2011, 15:06

NIEZNAJOWA - DAS VERSCHWUNDENE DORF

Fotoausstellung von Oleksy Kachmar, Lviv Kurator: Björn Jungius, Berlin

Es ist schwer zu leben in der Fremde |Es ist schwer sich einzugewöhnen |Aber das Schwierigste für uns Lemken ist | Unsere Heimat zu vergessen.
(Lemkisches Lied)

Im September 1944 ist die Westverschiebung Polens beschlossene Sache. Die Sowjetunion und die kommunistische polnische Regierung unterzeichnen ein Abkommen über einen 'Bevölkerungsaustausch'. Nicht nur Grenzen, auch Menschen werden 'verschoben': Hunderttausende Polen müssen die Sowjetunion verlassen, im Gegenzug verlieren Hunderttausende in Polen lebende Ukrainer ihre Heimat - sie werden in die Sowjetukraine zwangsausgesiedelt. Betroffen sind auch die etwa 250 Einwohner des polnischen Karpatendörfchens Nieznajowa. Sie sind Lemken, Angehörige der rusynischen Minderheit, die den Ukrainern zugerechnet wird. Im Frühsommer 1945 wird das gesamte Dorf zum Bahnhof der Kreisstadt Gorlice gebracht, dort auf einen Güterzug verladen. Eine wochenlange Reise in den Donbass beginnt. Beim Versuch in ihr Dorf nach Polen zurückzukehren, stranden die meisten Deportierten in Kalusch, Westukraine, wo sie bis heute leben. Von Nieznajowa blieben nur Fragmente. Die Ausstellung ist eine fotografische Reise in das verschwundene Dorf und zu seinen ehemaligen Bewohnern nach Kalusch. Neben Fotos, werden auch Ausschnitte aus Interviews mit ehemaligen Nieznajowern gezeigt.

Vernissage am Dienstag, den 11. Januar 2011 Beginn 19:00 Uhr Galerie Traktor Wildenbruchstr. 81, 12045 Berlin (unweit U-Bhf. Rathaus Neukölln), Telefon: 0163 666 03 66 Eintritt frei


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Die gezeigten Fotos und Interviews entstanden im Rahmen des Projekts 'Stimmen der Vergangenheit' der Geschichtswerkstatt Europa im April 2010. Zum Projektteam gehören die polnisch-lemkische Künstlerin Natalia Hladyk, der deutsche Politologe Björn Jungius, der ukrainische Fotograf Oleksiy Kachmar sowie die ukrainische Historikerin Julia Kysla.

Mehr Informationen zum Projekt unter:

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Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln der Stiftung 'Erinnerung, Verantwortung, Zukunft'.

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