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Handrij
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Ukraine

27. Januar 2017, Eutin: "Die Massaker von Babyn Yar"

#1 Beitrag von Handrij » Dienstag 24. Januar 2017, 10:32

Auf Einladung des Arbeitskreises 27. Januar und des Friedenskreises Eutin wird Prof. Dr. Frank Golczewski am Freitag, 27. Januar, um 19.30 Uhr in der Kreisbibliothek Eutin einen Vortrag halten. Der Historiker der Universität Hamburg spricht über „Die deutsch-ukrainischen Beziehungen heute – 75 Jahre nach den Massenerschießungen in der Schlucht von Babyn Yar“.

Die einzelnen Bereiche der Ukraine entwickelten sich, wie es in einer Pressemitteilung heißt, bereits im Mittelalter sehr unterschiedlich. Die westlichen Landesteile wie Galicien und Wollhynien seien über lange Zeiten in die Herrschaftsbereiche von Österreich-Ungarn, Polen und Litauen geraten und damit zugleich in den Einfluss der griechisch-katholischen sowie der römisch-katholischen Kirche. Die östlichen Bereiche hingegen seien der russischen Kultur und russisch-orthodoxen Religion unterlegen. Während die guten Böden im mittleren und westlichen Teil des Landes die Landwirtschaft begünstigten, sei im östlichen Donbass dank reicher Bodenschätze früh ein Zentrum der Schwerindustrie entstanden.

Bevölkerungs-, Sprach- und Einkommensunterschiede hätten immer wieder ein friedliches Zusammenleben erschwert und schließlich zu den schon jahrelangen opferreichen Kämpfen und beidseitigen Menschenrechtsverletzungen im Osten des Landes geführt. „Auch wenn diese gefährliche Situation angesichts des Syrienkrieges aus den Schlagzeilen verschwunden ist, bleibt sie ein großer Gefahrenherd für ganz Mitteleuropa,“ heißt es weiter in der Mitteilung.

Prof. Dr. Golczewski werde die Besonderheit der Verflechtung Deutschlands in die Situation der Ukraine darstellen. Dazu gehörten bei uns kaum bekannte Massentötungen währedn des Zweiten Weltkriegs im östlichen Europa.

Bereits ein halbes Jahr vor der Wannsee-Konferenz, bei der im Januar 1942 die industrielle Massentötung der europäischen Juden beschlossen wurde, wurde die Schlucht von Babyn Yar in Kiew Schauplatz des bis dahin größten Massakers an jüdischen Männern, Frauen und Kindern: Im September 1941 wurden dort 33 000 und bis Mitte Oktober weitere 18 000 Menschen erschossen. Durch die Beteiligung des Bundespräsidenten Joachim Gauck an der Gedenkstunde zum 75. Jahrestag des Massakers war auch dieses deutsche Kriegsverbrechen thematisiert worden.

Ziel der Veranstaltung am Freitag sei es, auf diese unmenschlichen Taten hinzuweisen und sie im Zusammenhang mit dem Ablauf des Zweiten Weltkrieges, den ideologischen Plänen der Nationalsozialisten und ihrer Berücksichtigung in der Erinnerungskultur der heutigen Zeit zu kommentieren.

Am Vormittag des 27. Januar werden die Veranstalter um 10 Uhr am Mahnmal der Opfer der Cap Arkona in Sierksdorf und um 11.30 am Gedenkfriedhof Haffkrug (Autobahnabfahrt Eutin) an die grausamen Vorkommnisse am 3. Mai 1945 erinnern. Gäste sind willkommen.

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