Termine3. Juni 2014, Arte: "Ukraine - wohin? Ein Land im Ausnahmezustand"

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Re: 3. Juni 2014, Arte: "Ukraine - wohin? Ein Land im Ausnahmezustand"

#26 Beitrag von Anuleb » Sonntag 8. Juni 2014, 11:31

selfmade hat geschrieben:
Anuleb hat geschrieben:Die Ukrainer sind keine Russen, und dementsprechend keine Idioten.
"Die Russen" sind momentan verblendet, aber keine Idioten. NONO
Tut mir leid, wenn ich Dir widersprechen muss, aber die Russen waren schon immer weitesgehend Nationalisten, und sind dementsprechend auch heute nicht "verblendet" Dafür sorgt schon die russische Geschichte, inwelcher sich Russland mittels List, Tücke, Brutalität und Gewalt die grösste Landmasse angeeignet hat, welche ein Staat sein eigen nennen darf. Die alte Sovjetunion bestand doch im wesentlichen nur aus Russland. Die anderen angeeigneten Flächen, wie z. B. das Baltikum, Ukraine, Belarus und all die anderen GUS-Staaten wurden mittels Russen als Herrenmenschen unterdrückt.

Heutzutage stellt sich die Sachlage so dar, dass viele der ehemaligen angeeigneten Staaten souverän sind, und einen teilweise nicht unerheblichen Anteil an russischer Bevölkerung haben, welche sich nach wie vor standhaft dagegen wehren, die jeweiligen Landessprachen zu erlernen. Das Resultat ist, dass sie am zivilen Leben nur unzureichend teilhaben können, und natürlich am rumjammern sind, dass sie stigmatisiert werden. In der eigenen Weltanschauung sind und bleiben sie eben Herrenmenschen.

Putin ist in Russland nur deshalb beliebt, sofern denn die Umfragen stimmen, weil er die Wünsche und Hoffnungen der russischen Bevölkerung anspricht. Und diese lauten Weltherrschaft, Weltherrschaft und nochmal Weltherrschaft. Wenn man sich dann noch vor Augen hält, dass Putin auf die glorreiche Idee gekommen ist, Wolgograd wieder in Stalingrad umzubenennen, dann weiss man, dass ich mit meiner Sicht der Dinge nicht ganz falsch liege. Schliesslich geht es dabei nicht darum, einem der grössten Blutsäufer des letzten Jahrhunderts ein Denkmal zu setzen, sondern eher darum, ein Symbol für die Unbesiegbarkeit des russischen Volkes zu haben.

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Re: 3. Juni 2014, Arte: "Ukraine - wohin? Ein Land im Ausnahmezustand"

#27 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 8. Juni 2014, 12:00

Anuleb hat geschrieben:
selfmade hat geschrieben:
Anuleb hat geschrieben:Die Ukrainer sind keine Russen, und dementsprechend keine Idioten.
"Die Russen" sind momentan verblendet, aber keine Idioten. NONO
Tut mir leid, wenn ich Dir widersprechen muss, aber die Russen waren schon immer weitesgehend Nationalisten, und sind dementsprechend auch heute nicht "verblendet" Dafür sorgt schon die russische Geschichte, inwelcher sich Russland mittels List, Tücke, Brutalität und Gewalt die grösste Landmasse angeeignet hat, welche ein Staat sein eigen nennen darf. Die alte Sovjetunion bestand doch im wesentlichen nur aus Russland. Die anderen angeeigneten Flächen, wie z. B. das Baltikum, Ukraine, Belarus und all die anderen GUS-Staaten wurden mittels Russen als Herrenmenschen unterdrückt.

Heutzutage stellt sich die Sachlage so dar, dass viele der ehemaligen angeeigneten Staaten souverän sind, und einen teilweise nicht unerheblichen Anteil an russischer Bevölkerung haben, welche sich nach wie vor standhaft dagegen wehren, die jeweiligen Landessprachen zu erlernen. Das Resultat ist, dass sie am zivilen Leben nur unzureichend teilhaben können, und natürlich am rumjammern sind, dass sie stigmatisiert werden. In der eigenen Weltanschauung sind und bleiben sie eben Herrenmenschen.

Putin ist in Russland nur deshalb beliebt, sofern denn die Umfragen stimmen, weil er die Wünsche und Hoffnungen der russischen Bevölkerung anspricht. Und diese lauten Weltherrschaft, Weltherrschaft und nochmal Weltherrschaft. Wenn man sich dann noch vor Augen hält, dass Putin auf die glorreiche Idee gekommen ist, Wolgograd wieder in Stalingrad umzubenennen, dann weiss man, dass ich mit meiner Sicht der Dinge nicht ganz falsch liege. Schliesslich geht es dabei nicht darum, einem der grössten Blutsäufer des letzten Jahrhunderts ein Denkmal zu setzen, sondern eher darum, ein Symbol für die Unbesiegbarkeit des russischen Volkes zu haben.
Vielleicht noch ne kleine Ergänzung zu einem der Chefideologen Russlands:
https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaen ... a-la-dugin
http://kurier.at/politik/inland/heilige ... 68.660.733

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stefko
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Re: 3. Juni 2014, Arte: "Ukraine - wohin? Ein Land im Ausnahmezustand"

#28 Beitrag von stefko » Sonntag 8. Juni 2014, 16:23

retlaw hat geschrieben: Nimmt man nun an, dass die Zahlen der zentralen Wahlkommission stimmen sollten, was ich stark bezweifle dann sind 59,57 %.[3] der Wahlberechtigten wählen gewesen.
Die Wahlbeteiligung von annähernd 100% bei den "Referenden" auf der Krim und in Donezk und der Ostukraine ist natürlich glaubwürdiger.

Was mich zu etwas bringt, dass sie im Absatz davor geäußert haben
retlaw hat geschrieben: Man kann sich sogar vorstellen, dass Swoboda und der Rechte Sektor auch noch festgelegt haben, wer Terrorist ist, somit nicht wahlberechtigt und wer wählen darf...
Das erklärt natürlich warum weder die Wahlbeteiligung höher noch das Ergebnis für Swoboda und Prawyj Sektor besser war. Ich bin mir sicher, dass Sie natürlich eine absolut logische Erklärung für diese Widersprüche haben. Vielleicht können Sie dabei auch erklären, wie es auf der Krim und im Osten gelingen konnte, in der kurzen Zeit vollständige Wählerverzeichnisse usw. zu erstellen.
retlaw hat geschrieben:
Davon haben 54,70 % für den korrupten Oberoligarchen gestimmt, Das sind also nur 32,58% der Wahlberechtigten?? Nun erzählen sie mir was von „das ukrainische Volk“
Das Prinzip demokratischer Wahlen haben Sie wohl nicht verstanden. Es ist ein Recht zu wählen, von dem man Gebrauch machen kann oder auch nicht. Es ist müssig darüber zu diskutieren, welche Meinung diejenigen, die nicht von diesem Recht Gebrauch gemacht haben, haben oder auch nicht haben. Wenn sie wenigstens ungültig gestimmt hätten, wüsste man, dass sie mit den Kandidaten nicht einverstanden waren. Aber nicht wählen gehen kann man aus unterschiedlichsten Gründen.

Es ist natürlich Aufgabe des Staates sicherzustellen, dass alle von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen können. Es ist klar, dass dies im Osten nicht gegeben war. Allerdings ist das Ergebnis so deutlich, dass selbst wenn alle, die auf Grund der derzeitigen Situation nicht die Möglichkeit hatten, ihre Stimme abzugeben, gegen Poroschenko gestimmt hätten, sich noch immer eine Mehrheit für Poroschenko ergeben hätte.

Weiters stellt sich die Frage, wie demokratisch es ist, wenn kleine, nicht demokratisch legitimierte Gruppe - in diesem Fall die "Separatisten" - durch das Stiften von Unsicherheit, die Durchführung von Wahlen verhindert.

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Re: 3. Juni 2014, Arte: "Ukraine - wohin? Ein Land im Ausnahmezustand"

#29 Beitrag von selfmade » Sonntag 8. Juni 2014, 17:27

Dugin ist vor allem durch seine kruden Aussagen im TV bekannt: Europa solle – auf friedlichem Wege zwar, aber dennoch - russisches Protektorat werden: „Wir müssen Europa erobern und anschließen.“
(http://kurier.at/politik/inland/heilige ... 68.660.733)

W... t... f...
Zuletzt geändert von selfmade am Sonntag 8. Juni 2014, 22:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 3. Juni 2014, Arte: "Ukraine - wohin? Ein Land im Ausnahmezustand"

#30 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 8. Juni 2014, 18:32

selfmade hat geschrieben:
Dugin ist vor allem durch seine kruden Aussagen im TV bekannt: Europa solle – auf friedlichem Wege zwar, aber dennoch - russisches Protektorat werden: „Wir müssen Europa erobern und anschließen.“
(http://kurier.at/politik/inland/heilige ... 68.660.733)

W... t... f...
Natürlich sind das für uns krude Ideen. Er ist aber nicht irgendwer und findet Gehör in den russischen Schaltstellen bzw. ist Teil dieser. Das macht ihn gefährlich und es ist dumm, ihn als Spinner abzutun.
PS: Deine Seite öffnet sich nicht.

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