Ukrainische Nationale Nachrichten | 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

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56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#1 Beitragvon RSS-Bot-UNN » Sonntag 30. Dezember 2012, 22:17

UNN

Kiew. 30. Dezember. UNN. Heute, im Tag des 90. Jubiläums der Bildung der UdSSR machte das Allrussische Zentrum des Studiums der öffentlichen Meinung die Daten darüber bekannt, dass die Russen den Zerfall der UdSSR bedauern. Darüber informiert das Presseamt des Zentrums.


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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#2 Beitragvon eurojoseph » Montag 31. Dezember 2012, 15:31

RSS-Bot-UNN hat geschrieben:UNN
Kiew. 30. Dezember. UNN. Heute, im Tag des 90. Jubiläums der Bildung der UdSSR machte das Allrussische Zentrum des Studiums der öffentlichen Meinung die Daten darüber bekannt, dass die Russen den Zerfall der UdSSR bedauern. Darüber informiert das Presseamt des Zentrums.

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Ach wie traurig...56% bedauern keine Herrenmenschen mehr sein zu dürfen vom Baltikum bis zum schwarzen Meer, vom Kaukasus bis Mittelasien...mein Beileid aber auch !
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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#3 Beitragvon Optimist » Montag 31. Dezember 2012, 16:35

Ich empfehle eine ausgiebige Russlandreise, um diese "Herrenmenschen" nur ein klein wenig kennenzulernen! Welche Schubladen gibt es denn noch für andere Völker? Leg mal los...
Zuletzt geändert von Optimist am Montag 31. Dezember 2012, 20:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#4 Beitragvon Handrij » Montag 31. Dezember 2012, 17:05

wahrscheinlich ist der prozentsatz derjenigen, die den zerfall der udssr bedauern, auch in der ukraine und in den anderen ehemaligen sowjetrepubliken ziemlich hoch. die frage ist dabei, womit die befragten die untergegangene sowjetunion verbinden

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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#5 Beitragvon eurojoseph » Mittwoch 2. Januar 2013, 21:04

Optimist hat geschrieben:Ich empfehle eine ausgiebige Russlandreise, um diese "Herrenmenschen" nur ein klein wenig kennenzulernen! Welche Schubladen gibt es denn noch für andere Völker? Leg mal los...

Also mir reicht, was ich in der Ostukraine erlebt habe - und vor allem im Baltikum und Moldawien - in Transnistrien war ich gleich mal dann gar nicht mehr...uebrigens ich war auch sowohl in Moskau -wuerg- und in Pyatigorsk - wie man dort ueber Tschetschenen redet - oder Georgier - oder Dagestani.....Uebrigens reicht es eh schon wenn man schaut wie die Russen im Standard posten....oder was in Mari El - mit den nicht-Russen, den Finn-ugrischen Mari- passiert.....pfui Teufel....
Uebrigens brauch ich eh nur dort hin fahren, wo sie bis 1991 als Besatzer waren...gar nicht weit....
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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#6 Beitragvon UkraineInteressierter » Donnerstag 3. Januar 2013, 12:33

Ach wie traurig...56% bedauern keine Herrenmenschen mehr sein zu dürfen vom Baltikum bis zum schwarzen Meer, vom Kaukasus bis Mittelasien...mein Beileid aber auch !


So ein Quatsch! Dass du dich aber sehr gerne unerträglicher Vorurteile und Klischees bedienst (und das anscheinend auch wirklich selbst glaubst), hat man aber schon gesehen.

Dass 56% der Russen den Zerfall der Sowjetunion bedauern, hat ganz andere Gründe, auch wenn du das sicher nicht hören willst. In der Sowjetunion gab es ein wesentlich ausgeprägteres Sozialsystem, die Arbeitslosigkeit war deutlich niedriger und auch die durchschnittliche Lebenserwartung war in der Sowjetunion höher als heute. Das Risiko aus dem sozialen Raster herauszufallen war ebenfalls geringer. Und hättest du den Artikel mal zu Ende gelesen, würdest du sehen, dass diejenigen, die sich die SU zurückwünschen, anscheinend auch diejenigen sind, denen es heute schlechter geht als damals. In der Regel bedauern es 45-Jährige (70-83 %), Menschen, die keine Ausbildung haben (72 %), die kein Internet benutzen (75 %), Ähnliche Tendenzen gibt es in Deutschland auch, wo viele ehemalige DDR-Bürger denen es heute schlechter geht als damals, der "guten alten DDR" nachtrauern.

Auch in anderen Sowjetrepubliken gibt es viele, die der Sowjetunion nachtrauern oder ihr zumindest ambivalent gegenüberstehen. Denn die UdSSR hatte, trotz all ihrer Verbrechen und Repression, doch einige Vorteile, besonders in der Spätphase.


.uebrigens ich war auch sowohl in Moskau -wuerg- und in Pyatigorsk


Merkst du eigentlich wie lächerlich deine Argumentation ist?
Ich war schon mal in Lwiw (kotz) und Ternopil (iiiih). Alles voller Nationalisten und Faschisten, wie die dort über Russen, Polen und Juden reden.... das reicht mir absolut. Nein, im Gegensatz zu dir meine ich das nicht alles bierernst und würde nie auf den Gedanken kommen, wegen ein paar persönlicher Erfahrungen auf ein ganzes Volk zu schließen. Würde ich das tun, würde ich vermutlich keinen Fuß breit mehr in die Westukraine setzen, denn dort sind mir schon einige Dinge passiert, die alles andere als schön waren.

Also mir reicht, was ich in der Ostukraine erlebt habe - und vor allem im Baltikum und Moldawien - in Transnistrien war ich gleich mal dann gar nicht mehr...

In Moldawien gibt es eigentlich relativ wenig Probleme mit "den Russen". Übrigens wohnen dort aber auch sehr viele Ukrainer und die wählen auch bevorzugt "pro-russische" Parteien. Die müssen doch bestimmt verrückt sein, oder? In Transnistrien haben übrigens bewaffnete Kämpfer der ultrarechten, ukrainischen UNA-UNSO für die Unabhängigkeit von Pridnestrowje gekämpft.

Zu den baltischen Ländern: Deren Bevölkerung wuchs bis 1990. Unmittelbar nach der Unabhängigkeit hat dann ein sehr starker Bevölkerungsrückgang eingesetzt, seitdem ist deren Bevölkerung in einem in der Geschichte der drei Länder noch nie dagewesenen Umfang zurückgegangen. Ich glaube, genau das, was diese Länder jetzt brauchen ist eine Politik, die die Minderheiten möglichst effektiv aus dem Lande ekelt, damit deren Bevölkerung noch stärker sinkt. Vielleicht sollte man dieses ganze Russenpack auch gleich abschieben, das wäre doch noch effektiver? [smilie=dash2.gif]

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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#7 Beitragvon eurojoseph » Donnerstag 3. Januar 2013, 13:49

Zu den baltischen Ländern: Deren Bevölkerung wuchs bis 1990. Unmittelbar nach der Unabhängigkeit hat dann ein sehr starker Bevölkerungsrückgang eingesetzt, seitdem ist deren Bevölkerung in einem in der Geschichte der drei Länder noch nie dagewesenen Umfang zurückgegangen. Ich glaube, genau das, was diese Länder jetzt brauchen ist eine Politik, die die Minderheiten möglichst effektiv aus dem Lande ekelt, damit deren Bevölkerung noch stärker sinkt. Vielleicht sollte man dieses ganze Russenpack auch gleich abschieben, das wäre doch noch effektiver? [smilie=dash2.gif][/quote]
Ach - aus dem Lande ekeln heisst das, wenn man ihnen die Okkupantenposition nicht zurückgibt...
Bevölkerungsrückgang - da wär ich vorsichtig...den Bevölkerungsrückgang durch Deportation und Ermordung und daraus Umvolkung der Letten und Esten und "Auffüllung" durch mehrheitlich Russen und ein paar andren Sovietbürger ( um die Autochthonen zu brechen) sollte man vielleicht berücksichten ....abschieben sollte man nur solche wie den Bäckmann - aber natürlich finde ich es gut, wenn JENE Russen die dort leben und sich NICHT integrieren wollen (die andren haben schon längst die lettischen/estnischen Pässe...) weiterhin vom politischen Leben ferngehalten werden - ja und wenn sie öffentlich gegen Estland/Lettland hetzen wären Gesetze (Hochverrat) und daraus folgende Abschiebungen sicher das Beste ....aber nicht auf Grunde der Herkunft sondern wegen deren Tätigkeit als 5.Kolonne - das Baltikum war lang (und schmerzhaft) genug besetzt !!!
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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#8 Beitragvon UkraineInteressierter » Donnerstag 3. Januar 2013, 14:59

1959 haben in Lettland z.B. mehr Letten gelebt als heute, das Land wird bald weniger Einwohner haben als 1935, bevor irgendwelche Deportationen oder der Zweite Weltkrieg stattgefunden haben. Übrigens waren schon 1935 mehr als 10 Prozent der Bevölkerung russischsprachig und viele lettische und estnische Städte, darunter Riga und Tallin/Reval waren bereits vor der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert russischsprachig. Alfred Rosenberg, der Chefideologe der Nazis, sprach zeitlebens besser Russisch als Deutsch und ist seinen russischen Akzent nie ganz losgeworden - er ist 1892 im damaligen Reval geboren worden. Teilweise sind Russen im Baltikum auch schon sehr lange ansässig.

Zum Okupantenstatus: Das Baltikum, von Litauen mal abgesehen, war seit zirka 1000 Jahren fast durchgehend "okkupiert". Sei es durch den Deutschen Orden, durch die Dänen, die Schweden oder später durch die Russen. Und keine der Besatzungsmächte ist dort sonderlich umsichtig vorgegangen. Warum wird hier immer nur die Schuld der Russen hervorgehoben?
Der einfache Russe (oder auch Ukrainer, Weißrusse, Tatare, etc) im Baltikum ist genauso wenig Besatzer wie ein einheimischer Lette oder Este. Er ist gekommen (und dann geblieben) weil die sowjetische Regierung damals gezielt versucht hat, Arbeitskräfte ins Baltikum zu locken. Sicherlich hat die Schwächung der Autochthonen damals eine große Rolle gespielt, aber nicht nur. Teilweise wollte man damit auch nur die Industrialisierung der Region vorantreiben, die bis dahin eher agrarisch geprägt war. Die meisten Russen (oder Ukrainer, etc) im Baltikum sind heute dort geboren und aufgewachsen, wieso sollten das Okkupanten sein? Du kannst nicht eine heutige Generation für die Verbrechen ihrer Großeltern verantwortlich machen. Im Übrigen haben auch damals die allerwenigsten Russen persönlich Verbrechen an den Balten begangen, der damalige politische Führer der Sowjetunion war damals sogar ein gewisser Georgier.
Spätestens ab den 1970er-Jahren hat der Anteil der nicht-Balten im Baltikum hauptsächlich aus einem anderen Grund zugenommen: den Geburtenraten. Die baltischen Völker hatten bereits zur Zeit der Sowjetunion die mit weitem Abstand niedrigsten Geburtenraten aller Unionsrepubliken, und diese Geburtenrate ist jetzt nochmal deutlich gesunken. Die Zukunftsprognose für das Baltikum sieht miserabel aus wenn man sich mal die aktuelle Bevölkerungsprognose ansieht.

Die Russen im Baltikum sind dort oft genauso heimisch wie die Letten oder Esten, sie sind dort geboren und aufgewachsen. In dem du so jemanden als Okkupanten bezeichnest, nimmst du ihm das Recht auf Heimat. Vom einen Tag auf den anderen war im Baltikum auf einmal Russisch nicht mehr erwünscht und alle sollen verpflichtend eine ihnen fremde Sprache sprechen. Dass das Probleme gibt, ist klar. Was soll ein 45-jähriger Russe machen, der Lettisch nie gelernt hat? Er kann alleine aus diesem Grund schon nicht am politischen Leben teilhaben, selbst wenn er möchte, denn ohne halbwegs gute Lettischkenntnisse gibt es keine Staatsbürgerschaft. Und Lettisch und Estnisch sind beides sehr schwere Sprachen, das lernt man nicht mal eben nebenbei, besonders nicht im fortgeschrittenen Alter. Ich habe im Jahr 2010, als ich in Riga war, einen dort lebenden Esten getroffen. Rate mal in welcher Sprache er im öffentlichen Leben und mit seinen Arbeitskollegen bevorzugt kommuniziert? Richtig, es ist Russisch. Lettisch kann er bis heute kaum.
Und wenn auch im unabhängigen Lettland oder Estland ein großer Teil der Menschen bevorzugt auf Russisch kommuniziert, so ist das der Willen der Bürger und der Staat sollte das respektieren und nicht dagegen ankämpfen. Die baltischen Staaten (genauso wie die Ukraine unter den Orangenen) verweigern sich dabei der sprachlichen Realität.

Und um zum Thema zurückzukommen: Die Sowjet-Nostalgie ist ein Phänomen das längst nicht nur auf Russland beschränkt ist.

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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#9 Beitragvon eurojoseph » Donnerstag 3. Januar 2013, 17:50

UkraineInteressierter hat geschrieben:1959 haben in Lettland z.B. mehr Letten gelebt als heute, das Land wird bald weniger Einwohner haben als 1935, bevor irgendwelche Deportationen oder der Zweite Weltkrieg stattgefunden haben. Übrigens waren schon 1935 mehr als 10 Prozent der Bevölkerung russischsprachig und viele lettische und estnische Städte, darunter Riga und Tallin/Reval waren bereits vor der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert russischsprachig. Alfred Rosenberg, der Chefideologe der Nazis, sprach zeitlebens besser Russisch als Deutsch und ist seinen russischen Akzent nie ganz losgeworden - er ist 1892 im damaligen Reval geboren worden. Teilweise sind Russen im Baltikum auch schon sehr lange ansässig.

Zum Okupantenstatus: Das Baltikum, von Litauen mal abgesehen, war seit zirka 1000 Jahren fast durchgehend "okkupiert". Sei es durch den Deutschen Orden, durch die Dänen, die Schweden oder später durch die Russen. Und keine der Besatzungsmächte ist dort sonderlich umsichtig vorgegangen. Warum wird hier immer nur die Schuld der Russen hervorgehoben?
Der einfache Russe (oder auch Ukrainer, Weißrusse, Tatare, etc) im Baltikum ist genauso wenig Besatzer wie ein einheimischer Lette oder Este. Er ist gekommen (und dann geblieben) weil die sowjetische Regierung damals gezielt versucht hat, Arbeitskräfte ins Baltikum zu locken. Sicherlich hat die Schwächung der Autochthonen damals eine große Rolle gespielt, aber nicht nur. Teilweise wollte man damit auch nur die Industrialisierung der Region vorantreiben, die bis dahin eher agrarisch geprägt war. Die meisten Russen (oder Ukrainer, etc) im Baltikum sind heute dort geboren und aufgewachsen, wieso sollten das Okkupanten sein? Du kannst nicht eine heutige Generation für die Verbrechen ihrer Großeltern verantwortlich machen. Im Übrigen haben auch damals die allerwenigsten Russen persönlich Verbrechen an den Balten begangen, der damalige politische Führer der Sowjetunion war damals sogar ein gewisser Georgier.
Spätestens ab den 1970er-Jahren hat der Anteil der nicht-Balten im Baltikum hauptsächlich aus einem anderen Grund zugenommen: den Geburtenraten. Die baltischen Völker hatten bereits zur Zeit der Sowjetunion die mit weitem Abstand niedrigsten Geburtenraten aller Unionsrepubliken, und diese Geburtenrate ist jetzt nochmal deutlich gesunken. Die Zukunftsprognose für das Baltikum sieht miserabel aus wenn man sich mal die aktuelle Bevölkerungsprognose ansieht.

Die Russen im Baltikum sind dort oft genauso heimisch wie die Letten oder Esten, sie sind dort geboren und aufgewachsen. In dem du so jemanden als Okkupanten bezeichnest, nimmst du ihm das Recht auf Heimat. Vom einen Tag auf den anderen war im Baltikum auf einmal Russisch nicht mehr erwünscht und alle sollen verpflichtend eine ihnen fremde Sprache sprechen. Dass das Probleme gibt, ist klar. Was soll ein 45-jähriger Russe machen, der Lettisch nie gelernt hat? Er kann alleine aus diesem Grund schon nicht am politischen Leben teilhaben, selbst wenn er möchte, denn ohne halbwegs gute Lettischkenntnisse gibt es keine Staatsbürgerschaft. Und Lettisch und Estnisch sind beides sehr schwere Sprachen, das lernt man nicht mal eben nebenbei, besonders nicht im fortgeschrittenen Alter. Ich habe im Jahr 2010, als ich in Riga war, einen dort lebenden Esten getroffen. Rate mal in welcher Sprache er im öffentlichen Leben und mit seinen Arbeitskollegen bevorzugt kommuniziert? Richtig, es ist Russisch. Lettisch kann er bis heute kaum.
Und wenn auch im unabhängigen Lettland oder Estland ein großer Teil der Menschen bevorzugt auf Russisch kommuniziert, so ist das der Willen der Bürger und der Staat sollte das respektieren und nicht dagegen ankämpfen. Die baltischen Staaten (genauso wie die Ukraine unter den Orangenen) verweigern sich dabei der sprachlichen Realität.

Und um zum Thema zurückzukommen: Die Sowjet-Nostalgie ist ein Phänomen das längst nicht nur auf Russland beschränkt ist.

Schön das der Genozid sowohl in Estland wie auch in Lettland so relativiert werden kann - und es ist einem 45jährigen (einer alten Omi nicht) sehr wohl zuzubilligen die Landessprache zu lernen und anzuerkennen das man (zumindest) der Offspring ist von Okkupanten - auch wenn es nicht deren Motivation war ist es Fakt das man zum Russifizieren hingeschickt hat - und freiwillig is keines der 3 Länder der SU beigetreten...und welcher Realität sich die Balten verweigern das möcht ich sehen - ich seh ÜBERALL wo es Minderheiten gibt - auch autochthone, was die Russen NICHT sind, so lernt man die Sprache der Titularnation - einfach aus Respekt - aber da sind wir schon wieder beim Problem - die Herrenmenschen lernen keine "Kuh-" oder "Bauernsprachen" - Der Lette oder Este habe gefälligst in Okkupantisch mit ihnen zu kommunizieren - gehts noch - und ja der Georgier hat sich in Moskau ganz allein auf den Zarenthron gehievt und dort alles georgisiert....und die Viehwaggons nach Sibirien hat er auch noch selber gefüllt....
Ja - wenn D so entnazifiziert worden wär wie RU entkommunisiert worden wär ....aber was red ich mit einem der Okkupationen relativiert wenn es nur die "Richtigen" tun...sind eh alle so unschuldig wie damals die Deutschen nach 1945....und überhaupt sollen die Balten doch froh sein an der russischen Kultur partizipieren zu dürfen - diese Bauern, die aus dem Nichts gekommen sind...
Ich will gar nicht weiter drüber schreiben, weil es kein Ex-SU-Forum ist - mich hat nur diese SU-Nostalgie gereizt - nur die SU kommt nimmer, genausowenig wie das grossrussische Imperium, da können Kyrill und Putin noch so wühlen lassen, bzw. die Commies ....Die Regionalny wollen ihre Pfründe nicht mit Moskau teilen (zu unberechenbar) und wenn mal eine richtige, nicht korrumpierte Westorientierung kommt (so wie im Baltikum oder Moldawien z.B.) is es sowieso vorbei mit SU-Nostalgie und "Russkie mir....) wenn nicht RU vorher noch selber implodiert - wenn z.B. Gas und Öl (Schiefergas/Schieferöl-Revolution) billig genug sind, so das dem "Bärchen" die Luft ausgeht...
Ich würd mich darüber freuen, im Namen aller, die nicht am russischen Wesen genesen wollen - im Namen der unterdrückten Völker in und rund um RU - und damit steig ich aus diesem Thread aus - nur eines noch - die andren Okkupanten wie Deutscher Ritterorden, Schweden etc oder deren Offspring - die sind alle nimmer da - oder gibt es z.B. Forderungen von Deutschbalten (OK maybe in der NPD oder bei Vertriebenenverbänden - aber das wär wie der sprichwörtliche chinesische Sack Reis) hingegen hetzt RT fast täglich gegen die Balten - und das nur so nebenbei....welch ein wehleidiges Volk von Opfern diese Russen doch sind - im Ausland....
P.S. Noch zu den Geburtenraten - es waren die DEPORTATIONEN welche die Balten schrumpfen liesen, das ist schon fast Hohn zu sagen die Balten hätten sich nicht vermehrt wie alle andren auch....is schon fast wie stalinistische Wiederbetätigung - das KANN ich so nicht im Raum stehen lassen....Wusste gar nicht, das z.B. der lettische Katholizismus die 1 Kind-Politik gepredigt hätte !!!
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#10 Beitragvon UkraineInteressierter » Donnerstag 3. Januar 2013, 19:23

Schön das der Genozid sowohl in Estland wie auch in Lettland so relativiert werden kann - und es ist einem 45jährigen (einer alten Omi nicht) sehr wohl zuzubilligen die Landessprache zu lernen und anzuerkennen das man (zumindest) der Offspring ist von Okkupanten - auch wenn es nicht deren Motivation war ist es Fakt das man zum Russifizieren hingeschickt hat - und freiwillig is keines der 3 Länder der SU beigetreten...und welcher Realität sich die Balten verweigern das möcht ich sehen - ich seh ÜBERALL wo es Minderheiten gibt - auch autochthone, was die Russen NICHT sind, so lernt man die Sprache der Titularnation - einfach aus Respekt - aber da sind wir schon wieder beim Problem - die Herrenmenschen lernen keine "Kuh-" oder "Bauernsprachen" - Der Lette oder Este habe gefälligst in Okkupantisch mit ihnen zu kommunizieren - gehts noch - und ja der Georgier hat sich in Moskau ganz allein auf den Zarenthron gehievt und dort alles georgisiert....und die Viehwaggons nach Sibirien hat er auch noch selber gefüllt....


Ich habe hier gar nichts relativiert, die Sowjetunion hat schreckliche Verbrechen in den baltischen Ländern verübt und das habe ich auch nie bestritten. Nach der gängigen Definition von "Genozid" oder Völkermord ist das aber nicht als Genozid zu bezeichnen. Ob die Russen eine autochthone Minderheit sind, haben außerdem nicht wir zu entscheiden und können das ohne genaue und nachweisbare Fakten auch gar nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass es bereits vor 120 Jahren eine signifikante (wenn auch noch nicht so große) russische Minderheit im ganzen Baltikum gab und bereits damals einige Städte mehrheitlich russischsprachig waren.

Ja - wenn D so entnazifiziert worden wär wie RU entkommunisiert worden wär ....aber was red ich mit einem der Okkupationen relativiert wenn es nur die "Richtigen" tun...sind eh alle so unschuldig wie damals die Deutschen nach 1945....und überhaupt sollen die Balten doch froh sein an der russischen Kultur partizipieren zu dürfen - diese Bauern, die aus dem Nichts gekommen sind...


Ja, es stimmt, in Russland wurde die Vergangenheit nie wirklich aufgearbeitet, was meiner Meinung nach absolut überfällig wäre. Eine Aufarbeitung der Vergangenheit fehlt aber in vielen Ländern, z.B. in Italien oder auch in der Ukraine. Vor ein paar Tagen gab es an vielen Orten in der Ukraine Gedenkmärsche zu Stepan Banderas Geburtstag. Man stelle sich einen Gedenkmarsch zu Ehren von z.B. Heinrich Himmler in Deutschland vor. Natürlich ändert das aber nichts daran, dass eine Aufarbeitung der Vergangenheit in Russland dringend notwendig ist.

Und im Übrigen hatte der Stalinismus nur noch sehr wenig mit dem von Marx und Engels entwickelten Kommunismus zu tun, um genau zu sein fast gar nichts.

P.S. Noch zu den Geburtenraten - es waren die DEPORTATIONEN welche die Balten schrumpfen liesen, das ist schon fast Hohn zu sagen die Balten hätten sich nicht vermehrt wie alle andren auch....is schon fast wie stalinistische Wiederbetätigung - das KANN ich so nicht im Raum stehen lassen....Wusste gar nicht, das z.B. der lettische Katholizismus die 1 Kind-Politik gepredigt hätte !!!


Die wichtigste Religion in Lettland war traditionell der Protestantismus, erst dann kam der Katholizismus. Nur so. Natürlich haben sich die Balten "vermehrt", aber sie haben trotzdem schon zu sowjetischen Zeiten wenig Kinder gekriegt, und zwar weniger als z.B. ethnische Russen. Die Massendeportationen waren spätestens nach Stalins Tod beendet. Die Zahl der Letten ist während der Sowjetunion ab den 1950er-Jahren sogar gestiegen, erst nach der Unabhängigkeit ist sie gefallen und wird es laut Prognosen auch in Zukunft noch tun. Die Zahl der Neugeborenen hat sich in den baltischen Ländern seit dem Ende der Sowjetunion mehr als halbiert und die Zahl der Auswanderer ist auf Rekordhoch. Lettland hat seit 1991 den größten Bevölkerungsrückgang seiner Geschichte, stärker als er durch Deportationen je war. Und da dran sind die Russen überhaupt nicht schuld, ob's dir gefällt oder nicht, das ändert nichts an den Fakten. Und die baltischen Ländern brauchen jetzt vieles, aber sicher keine Politik, die die Minderheiten aus dem Land ekelt.

wenn nicht RU vorher noch selber implodiert - wenn z.B. Gas und Öl (Schiefergas/Schieferöl-Revolution) billig genug sind, so das dem "Bärchen" die Luft ausgeht...
Ich würd mich darüber freuen, im Namen aller, die nicht am russischen Wesen genesen wollen


Sorry, dieser Satz sagt doch alles über deine Einstellung aus, und ich habe auch keine Lust mich weiter so auf Stammtisch-Niveau mit dir zu unterhalten. Nur konnte ich deine teils willkürlichen Aufzählungen von negativen Klischees über die Russen hier einfach nicht so stehen lassen. Bei wirklich jedem Beitrag, der auch nur entfernt mit Russland zu tun hat, stellst du irgendwelche, abenteuerlichen Zusammenhänge zu den teils lächerlichsten Klischees über Russen oder "die russische Welt" her - von Sowjetnostalgie kommst du zu Patriarch Kyrill (als ob sich irgendein religiöser Verteter die Sowjetunion wieder wünschen würde).

Dein Beitrag zeigt es ja ganz deutlich, du kannst Russland und die dazugehörige Kultur und Sprache absolut nicht leiden und wünschst diesem Land anscheinend nur Unglück. Wenn jemand schreibt "ich war schon in Moskau (kotz)", von ostukrainischen Holzköpfen redet (in einem anderen Thema) und den Russen wünscht, dass sie implodieren, dann kann man ihn ja schon gar nicht mehr ernst nehmen. Jedenfalls sind es gerade Menschen mit einer solchen Einstellung wie du, die dafür sorgen, dass es kein besonders gutes Auskommen zwischen Ost- und Westukrainern gibt.

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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#11 Beitragvon Optimist » Donnerstag 3. Januar 2013, 20:22

Ja , es ist nicht einfach mit diesem europäischen Demokraten. Persönliche Abneigungen werden zur Weltanschauung. Woher kenn ich das nur?

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#12 Beitragvon eurojoseph » Donnerstag 3. Januar 2013, 20:46

UkraineInteressierter ;Dein Beitrag zeigt es ja ganz deutlich, du kannst Russland und die dazugehörige Kultur und Sprache absolut nicht leiden und wünschst diesem Land anscheinend nur Unglück. Wenn jemand schreibt "ich war schon in Moskau (kotz)", von ostukrainischen Holzköpfen redet (in einem anderen Thema) und den Russen wünscht, dass sie implodieren, dann kann man ihn ja schon gar nicht mehr ernst nehmen. Jedenfalls sind es gerade Menschen mit einer solchen Einstellung wie du, die dafür sorgen, dass es kein besonders gutes Auskommen zwischen Ost- und Westukrainern gibt.[/quote]
Jeder missversteht so gut er kann - ich wünsche mir, das die RF - nicht die "Russen" implodiert - um der Freiheit ALLER Nichtrussen willen - die wurden von Russen schon viel zu lange unterdrückt und russifiziert...Holzköpfe ist übrigens nicht mein Stil - wenn ich von Russen gegenüber kleineren Völkern rede/schreibe würde ich eher Betonherzen schreiben - oder Eisenfäusten (wenn die so können wie sie wollen - siehe grad wieder Tataren auf der Krim) ....ja und es hat mich tatsächlich angekotzt wie die Miliz mit den Einheimischen herumgesprungen ist - ich war eh privilegiert - aber das nur so nebenbei...im Falle das es nicht nur persöhnliche Anwürfe sein sollen - vor Publikum - dann wenigstens PM - ja und es stimmt - ich kann die Kultur und Sprache nicht leiden, vor allem wenn sie als besser hingestellt werden, bzw andren aufgezwungen werden sollen - z.B. wie kommt ein Ukrainer dazu in seinem Land russisch reden oder verstehen zu müssen - oder ein Lette, Este, Moldawier ??? Nur weil sein Land okkupiert war, vom Zarenreich oder den Roten ? - Ein Unrecht wird durch Verjährung nicht weniger Unrecht....Ich fand es übrigens genauso schlimm, wenn unsre deutschsprachigen Beamten in Prag bis 1918 z.B. nicht tschechisch konnten und finde es deshalb gut, das diese Monarchie zugrunde gegangen ist ! Ich bin auch nicht dagegen, das die Menschen in der Ostukraine untereinander russisch reden - wieso auch nicht ?? Auch in z.B. Riga nicht - aber wenn ich hie wie dort als Ukrainer bzw. als Lette hingeh - dann möcht ich mit Respekt behandelt werden (und in der Landessprache angeredet als Einheimischer zumindest, wenns dann klar ist )- und nicht sowas wie Kuhsprache (im schlimmsten Fall) oder -Nie ponemaj- im weniger schlimmen Fall zu hören kriegen ...Hab das übrigens noch nie in Mukachevo von den dortigen Ungarn -nem ertem - gehört -
und ich war oft, sehr oft dort ! Die haben alle ukrainisch mit mir gesprochen - manche ältere eher Surschik - aber das is eh schon OK....
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#13 Beitragvon eurojoseph » Donnerstag 3. Januar 2013, 20:49

Optimist hat geschrieben:Ja , es ist nicht einfach mit diesem europäischen Demokraten. Persönliche Abneigungen werden zur Weltanschauung. Woher kenn ich das nur?

Wenn man gegen den Imperialismus ist dann hab ich gern diese Weltanschauung .... :-D oder gibts auch einen EU-Imperialismus - wär mir neu.....
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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#14 Beitragvon UkraineInteressierter » Donnerstag 3. Januar 2013, 21:53

Jeder missversteht so gut er kann - ich wünsche mir, das die RF - nicht die "Russen" implodiert - um der Freiheit ALLER Nichtrussen willen - die wurden von Russen schon viel zu lange unterdrückt und russifiziert...Holzköpfe ist übrigens nicht mein Stil - wenn ich von Russen gegenüber kleineren Völkern rede/schreibe würde ich eher Betonherzen schreiben - oder Eisenfäusten (wenn die so können wie sie wollen - siehe grad wieder Tataren auf der Krim) ....


Ich glaube nicht, dass es sinnvoll oder erstrebenswert wäre, die Russische Föderation nochmal in teilweise kaum alleine lebensfähige 25 bis 30 Einzelstaaten mit zum Teil nur ein paar hunderttausend Einwohnern aufzuspalten. Vor allem gibt es in den meisten Teilrepubliken der RF überhaupt kein Interesse an Unabhängigkeit. Besonders interessant finde ich diese Ansicht, weil du z.B. Abchasien und Südossetien sehr kritisch gegenüberstehst. Wird deiner Meinung nach nur in der RF unterdrückt?

eurojoseph hat geschrieben:Wenn man gegen den Imperialismus ist dann hab ich gern diese Weltanschauung .... oder gibts auch einen EU-Imperialismus - wär mir neu.....

Ein gewisses Interesse den eigenen Einflussbereich auszudehnen hat jedes größere politische Gebilde, auch die EU. In einem anderen Thread hast du deine Wertschätzung gegenüber den USA ausgedrückt, und die verfolgen eine extrem aggressive, teilweise menschenverachtende imperialistische Politik. Ich sage nur Abu Ghraib oder Guantanamo.

Ich bin auch nicht dagegen, das die Menschen in der Ostukraine untereinander russisch reden - wieso auch nicht ?? Auch in z.B. Riga nicht - aber wenn ich hie wie dort als Ukrainer bzw. als Lette hingeh - dann möcht ich mit Respekt behandelt werden (und in der Landessprache angeredet als Einheimischer zumindest, wenns dann klar ist )- und nicht sowas wie Kuhsprache (im schlimmsten Fall) oder -Nie ponemaj- im weniger schlimmen Fall zu hören kriegen ...Hab das übrigens noch nie in Mukachevo von den dortigen Ungarn -nem ertem - gehört -
und ich war oft, sehr oft dort ! Die haben alle ukrainisch mit mir gesprochen - manche ältere eher Surschik - aber das is eh schon OK....


Also im Baltikum können die jungen Russen meist viel besser Lettisch/Estnisch als die jungen Letten oder Esten Russisch. Habe da vor kurzem eine Studie dazu gefunden. Dass Russophone ihr Gegenüber wirklich nicht verstehen wollen, selbst wenn sie es könnten, halte ich für ein Ding der Vergangenheit, zumindest bei unter 35-jährigen. Vermutlich können sie andernfalls die Sprache wirklich nicht.

Ich habe in Dnepropetrowsk, der Heimatstadt meines Vaters, wo ich selbst auch einige Zeit gelebt habe, nur ein einziges Mal eine Szene erlebt, wo jemand, der Ukrainisch sprach, wegen seiner Sprache blöd angeredet wurde. Damals hat ein offensichtlich westukrainischer Gast in einem Restaurant die zirka 50 jährige Kellnerin auf ukrainisch um irgendwas gebeten, diese hat ihm daraufhin (auf ukrainisch) gesagt, dass sie nicht gut Ukrainisch spricht und ob er es auf Russisch nochmal sagen könnte. Daraufhin hat er die Kellnerin sehr laut gefragt ob sie Russin oder Ukrainerin sei und sie so lange in eine Diskussion über Sprachen verwickelt, bis diese angefangen hat zu weinen. Daraufhin hat der Restaurantbetreiber den Gast rausgeworfen.

Du siehst negative Beispiele gibt es auch der Gegenseite. Und die Sprache der jeweiligen, ehemaligen Titularnation ist in vielen Regionen für die Menschen wie eine Fremdsprache. Sei es im lettischen Daugavpils, wo nur zirka 15 Prozent Lettisch als Muttersprache haben, oder sei es in der Ostukraine.

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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#15 Beitragvon Optimist » Donnerstag 3. Januar 2013, 23:15

"Wenn man gegen den Imperialismus ist dann hab ich gern diese Weltanschauung.. "
Das ist o.k., nur man muss sich nicht über andere Menschen oder Orte stellen, nur weil man in der heilen Welt geboren wurde. Mit kotz, würg und Abneigung hat bis jetzt keiner menschenunwürdige Verhältnisse verändert. Schlimm genug, dass man Menschen in unwert oder wertvoll einteilt, je nach ihrem Wohnsitz.
Dann doch lieber zu Hause bleiben, wenn es einem doch nur schlecht geht!

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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#16 Beitragvon Optimist » Donnerstag 3. Januar 2013, 23:15

"Wenn man gegen den Imperialismus ist dann hab ich gern diese Weltanschauung.. "
Das ist o.k., nur man muss sich nicht über andere Menschen oder Orte stellen, nur weil man in der heilen Welt geboren wurde. Mit kotz, würg und Abneigung hat bis jetzt keiner menschenunwürdige Verhältnisse verändert. Schlimm genug, dass man Menschen in unwert oder wertvoll einteilt, je nach ihrem Wohnsitz.
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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#17 Beitragvon Sonnenblume » Donnerstag 3. Januar 2013, 23:56

UkraineInteressierter hat geschrieben:Die Massendeportationen waren spätestens nach Stalins Tod beendet. Die Zahl der Letten ist während der Sowjetunion ab den 1950er-Jahren sogar gestiegen, erst nach der Unabhängigkeit ist sie gefallen und wird es laut Prognosen auch in Zukunft noch tun. Die Zahl der Neugeborenen hat sich in den baltischen Ländern seit dem Ende der Sowjetunion mehr als halbiert und die Zahl der Auswanderer ist auf Rekordhoch. Lettland hat seit 1991 den größten Bevölkerungsrückgang seiner Geschichte, stärker als er durch Deportationen je war. Und da dran sind die Russen überhaupt nicht schuld, ob's dir gefällt oder nicht, das ändert nichts an den Fakten. Und die baltischen Ländern brauchen jetzt vieles, aber sicher keine Politik, die die Minderheiten aus dem Land ekelt.

Genauso ist das!

Eurojoseph, ich war gerade einige Tage in England und habe mit Letten zusammen Silvester gefeiert. Alles junge Leute, die in Lettland studiert haben und keinen anderen Ausweg für sich sahen, als sich im Ausland Arbeit zu suchen, um sich und ihre Familie zu ernähren. Frag die mal, warum es den Bevölkerungsrückgang da gibt. Oder sind das auch Knechte Moskaus, die da England zu Hauf bevölkern? Übrigens, unterhalten haben wir uns mit ihnen auf englisch. Ich hatte übrigens gefragt und russisch konnten nur die, die mindestens ein russisches Elternteil hatten.
Zuletzt geändert von Anonymous am Freitag 4. Januar 2013, 00:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#18 Beitragvon Sonnenblume » Donnerstag 3. Januar 2013, 23:59

Optimist hat geschrieben:Ja , es ist nicht einfach mit diesem europäischen Demokraten. Persönliche Abneigungen werden zur Weltanschauung. Woher kenn ich das nur?

Und wen das nicht schon genug wäre, nennt sie so jemand noch "eurojoseph" - oder soll das Ironie sein und ich hab es nur nicht bemerkt?

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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#19 Beitragvon eurojoseph » Freitag 4. Januar 2013, 15:37

Sonnenblume hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:Ja , es ist nicht einfach mit diesem europäischen Demokraten. Persönliche Abneigungen werden zur Weltanschauung. Woher kenn ich das nur?

Und wen das nicht schon genug wäre, nennt sie so jemand noch "eurojoseph" - oder soll das Ironie sein und ich hab es nur nicht bemerkt?
Übrigens gibt es sowas wie europäische Werte - und die sind im Gegensatz zu "russkie mir" zu verstehen....Übrigens ist die Apathie gegenseitig - die "Eurasier" verachten uns als dekadente Westler mit Bürgerrechten,Liberalen Werten etc...siehe Orthodoxie versus gay-rights und wie die Politik dabei mitzieht etc, etc...Kaminer hat gesagt es gibt 2 Russlaender, 2 russische Völker - max 20% westlich-liberale und 80% östlich-despotische ...wird schon was dran sein, der weiss da mehr als ich....
Ich hab eine PM geschickt, abder dies nur für alle, die es interessiert ....aus WIKI
Lettlands Bevölkerung nach ethnischer Herkunft 1935–2010 in Tausend 1935* 1959 1970 1979 1989* 2000* 2005 2011*
Ethnische Herkunft Anzahl Prozent Anzahl Prozent Anzahl Prozent Anzahl Prozent Anzahl Prozent Anzahl Prozent Anzahl Prozent Anzahl Prozent
Letten 1 467,0 77,0 1 297,9 62,0 1 341,8 56,8 1 344,1 54,0 1 387,8 52,0 1 370,7 57,7 1 357,1 58,8 1 284,2 62,1
Russen 168,3 8,8 556,4 26,6 704,6 29,8 821,5 32,8 905,5 34,0 703,2 29,6 669,7 28,6 556,4 26,9
Juden 93,4 4,9 36,6 1,7 36,7 1,6 28,3 1,1 22,9 0,9 10,3 0,4 9,9 0,4 6,4 0,3
Deutsche 62,1 3,3 1,6 0,1 5,4 0,2 3,3 0,1 3,8 0,1 3,5 0,1 3,9 0,2 3,0 0,1
Polen 48,6 2,6 59,8 2,9 63,0 2,7 62,7 2,5 60,4 2,3 59,5 2,5 56,5 2,5 44,7 2,2
Weißrussen 26,8 1,4 61,6 2,9 94,7 4,0 111,5 4,5 119,7 4,5 97,1 4,0 88,3 3,8 68,2 3,3
Litauer 22,8 1,2 32,4 1,5 40,6 1,7 37,8 1,5 34,6 1,3 33,4 1,4 31,7 1,4 24,4 1,2
Esten 6,9 0,4 4,6 0,2 4,3 0,2 3,7 0,1 3,3 0,1 2,6 0,1 2,5 0,1 2,0 0,1
Roma 3,8 0,2 4,3 0,2 5,4 0,2 6,1 0,2 7,0 0,3 8,2 0,3 8,5 0,4 6,4 0,3
Ukrainer 1,8 0,1 29,4 1,4 53,5 2,3 66,7 2,7 92,1 3,4 63,6 2,7 59,0 2,6 45,7 2,2
Andere 4,2 0,2 1,8 0,1 2,7 0,1 3,8 0,2 29,4 1,0 25,0 1,1 28,4 1,2 26,2 1,3
Gesamt 1905,9 100,0 2086,4 100,0 2352,7 100,0 2489,5 100,0 2666,6 100,0 2377,4 100,0 2306,4 100,0 2067,8 10
Man kann sehen das in Zeiten der SU die Letten auf 52% schrumpften (von 77%) und die Russen von 8,8% auf 34% - wer sehen kann sieht !!!!
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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#20 Beitragvon eurojoseph » Freitag 4. Januar 2013, 15:59

Optimist hat geschrieben:"Wenn man gegen den Imperialismus ist dann hab ich gern diese Weltanschauung.. "
Das ist o.k., nur man muss sich nicht über andere Menschen oder Orte stellen, nur weil man in der heilen Welt geboren wurde. Mit kotz, würg und Abneigung hat bis jetzt keiner menschenunwürdige Verhältnisse verändert. Schlimm genug, dass man Menschen in unwert oder wertvoll einteilt, je nach ihrem Wohnsitz.
Dann doch lieber zu Hause bleiben, wenn es einem doch nur schlecht geht!

Na überall geht es mir nicht schlecht, bzw. überall muss man nicht mitansehen, wie die Bevölkerung vom Staat drangsaliert wird ....mein Würg in Moskau hat sich primär darauf bezogen, wie Jugendliche in der Metro von der Miliz behandelt wurden - und da mein ich nicht mal misshandelt - sondern nur so runtergemacht - so ach ich muss schon wieder kotzen....Ich teil niemand in unwert oder wert ein.....ich halt nur einige Gesellschaftzsformen mehr destruktiv als andre....die mir bekannte "russkie mir" gehört eindeutig zu den destruktiveren....
wie behandelt man Abweichler, Minderheiten, Behinderte .....nun - ich fühl mich auf der sicheren Seite....
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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#21 Beitragvon UkraineInteressierter » Freitag 4. Januar 2013, 17:06

Ja, natürlich ist der Anteil der Letten gesunken, aber die absolute Gesamtzahl der Letten ist in dieser Zeit gestiegen. Das kannst du auch gut in der von dir geposteten Statistik lesen. Das ist kein Widerspruch. In den USA leben in absoluten Zahlen mehr Weiße als je zuvor, aber deren Anteil an der Gesamtbevölkerung ist momentan der niedrigste in der amerikanischen Geschichte.

Im übrigen: Du kannst nicht Moskau, oder gleich das gesamte Land auf Grund einiger persönlicher Erfahrungen beurteilen. Wie ich schon gesagt habe, mir ist in Lemberg schon so einiges passiert, was meine (sicherlich nicht immer rationalen) Vorurteile gegen Westukrainer bestätigt hat, aber deswegen würde ich nie die ganze Stadt oder Region verurteilen.

Übrigens gibt es sowas wie europäische Werte - und die sind im Gegensatz zu "russkie mir" zu verstehen....Übrigens ist die Apathie gegenseitig - die "Eurasier" verachten uns als dekadente Westler mit Bürgerrechten,Liberalen Werten etc...siehe Orthodoxie versus gay-rights und wie die Politik dabei mitzieht etc, etc...Kaminer hat gesagt es gibt 2 Russlaender, 2 russische Völker - max 20% westlich-liberale und 80% östlich-despotische ...wird schon was dran sein, der weiss da mehr als ich....


In wie fern unterscheiden sich denn die europäischen von den "russischen" Werten? Hier versuchst du eine Andersartigkeit der Russen zu betonen, welche nicht der Fall ist. Im Grunde genommen sind die Russen ganz klar der europäischen Kultur zugehörig und deren Wertevorstellungen sind den unseren sehr, sehr ähnlich. Dass es in der praktischen Umsetzungen von grundlegenden Bürgerrechten dort noch immer hapert, ist eine andere Sache. Besonders als Ukrainer kann man meiner Meinung nach überhaupt nicht sagen, dass Russland "eine andere Welt" ist, denn so gesehen wäre die Ukraine auch eine andere Welt. Russland ist genau so europäisch oder nicht europäisch wie die Ukraine. Bloß weil Russen auch östlich des Urals siedeln heißt das nicht, dass die Russen Asiaten sind. Ich habe auch noch nie gehört, dass die Russen uns ernsthaft wegen unserer Demokratien dekadent finden. Wenn sowas von Schirinowski oder einem anderen Spinner kommt würde ich das nicht ernstnehmen, diese Leute sind auch nicht repräsentativ für Russland.

Was es in Russland tatsächlich gibt, ist eine weitverbreitete Enttäuschung über die europäische und amerikanische Außenpolitik und eine Doppelmoral in westlichen Medien, die mir auch schon oft aufgefallen ist. Russland wird massiv kritisiert wenn es versucht auf seine Nachbarländer Einfluss zu nehmen, Menschenrechtsverletzungen in Russland (Pussy Riot) werden ausgeschlachtet bis zum geht nicht mehr und Russlands Unterstützung für Syrien oder den Iran werden ebenfalls mehr als kritisch beäugt. Dass Russland eine teils fragwürdige Außenpolitik betreibt will ich gar nicht abstreiten, aber auch die USA unterstützen verbrecherische Regime, der Wikileaks-Informant Bradley Manning wird bis an sein Lebensende eingesperrt, Guantanamo gibt es immer noch, wenn sich der Kosovo einseitig für unabhängig erklärt ist das OK, wenn das Abchasien tut ist das russische Okkupation, und das amerikanische "Raketenabwehrsystem" in Europa, das wirklich niemand braucht, ist scheinbar auch in Ordnung. All das hat in breiten Kreisen der russischen Öffentlichkeit eine gewisse Ablehnung gegenüber dem Westen verursacht. Aber diese Ablehnung wird durch Politik verursacht und nicht durch unterschiedliche Wertevorstellungen.

Zu den Rechten Homosexueller: Ich möchte nicht wissen, wie Swoboda mit Schwulen umgehen will. Dass es um die Rechte von Homosexuellen in Russland nicht besonders gut bestellt ist, hat andere Gründe, aber sicher nicht, weil Russland "anders" als die Europäer ist. Die selben Probleme hast du in Polen oder Bulgarien auch, und das sind EU-Länder.

Zu Wladimir Kaminer: Ich habe fast alle seine Bücher gelesen; der Mann hat eine sehr sarkastische, übertreibende und teilweise ironische Art, und macht sich oft auf Kosten seiner Heimat oder auch auf seine eigenen Kosten lustig. Das was er schreibt kann man nicht alles 100% ernst nehmen.

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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#22 Beitragvon eurojoseph » Freitag 4. Januar 2013, 17:24

UkraineInteressierter hat geschrieben:Ja, natürlich ist der Anteil der Letten gesunken, aber die absolute Gesamtzahl der Letten ist in dieser Zeit gestiegen. Das kannst du auch gut in der von dir geposteten Statistik lesen. Das ist kein Widerspruch. In den USA leben in absoluten Zahlen mehr Weiße als je zuvor, aber deren Anteil an der Gesamtbevölkerung ist momentan der niedrigste in der amerikanischen Geschichte.

Im übrigen: Du kannst nicht Moskau, oder gleich das gesamte Land auf Grund einiger persönlicher Erfahrungen beurteilen. Wie ich schon gesagt habe, mir ist in Lemberg schon so einiges passiert, was meine (sicherlich nicht immer rationalen) Vorurteile gegen Westukrainer bestätigt hat, aber deswegen würde ich nie die ganze Stadt oder Region verurteilen.

Übrigens gibt es sowas wie europäische Werte - und die sind im Gegensatz zu "russkie mir" zu verstehen....Übrigens ist die Apathie gegenseitig - die "Eurasier" verachten uns als dekadente Westler mit Bürgerrechten,Liberalen Werten etc...siehe Orthodoxie versus gay-rights und wie die Politik dabei mitzieht etc, etc...Kaminer hat gesagt es gibt 2 Russlaender, 2 russische Völker - max 20% westlich-liberale und 80% östlich-despotische ...wird schon was dran sein, der weiss da mehr als ich....


In wie fern unterscheiden sich denn die europäischen von den "russischen" Werten? Hier versuchst du eine Andersartigkeit der Russen zu betonen, welche nicht der Fall ist. Im Grunde genommen sind die Russen ganz klar der europäischen Kultur zugehörig und deren Wertevorstellungen sind den unseren sehr, sehr ähnlich. Dass es in der praktischen Umsetzungen von grundlegenden Bürgerrechten dort noch immer hapert, ist eine andere Sache. Besonders als Ukrainer kann man meiner Meinung nach überhaupt nicht sagen, dass Russland "eine andere Welt" ist, denn so gesehen wäre die Ukraine auch eine andere Welt. Russland ist genau so europäisch oder nicht europäisch wie die Ukraine. Bloß weil Russen auch östlich des Urals siedeln heißt das nicht, dass die Russen Asiaten sind. Ich habe auch noch nie gehört, dass die Russen uns ernsthaft wegen unserer Demokratien dekadent finden. Wenn sowas von Schirinowski oder einem anderen Spinner kommt würde ich das nicht ernstnehmen, diese Leute sind auch nicht repräsentativ für Russland.

Was es in Russland tatsächlich gibt, ist eine weitverbreitete Enttäuschung über die europäische und amerikanische Außenpolitik und eine Doppelmoral in westlichen Medien, die mir auch schon oft aufgefallen ist. Russland wird massiv kritisiert wenn es versucht auf seine Nachbarländer Einfluss zu nehmen, Menschenrechtsverletzungen in Russland (Pussy Riot) werden ausgeschlachtet bis zum geht nicht mehr und Russlands Unterstützung für Syrien oder den Iran werden ebenfalls mehr als kritisch beäugt. Dass Russland eine teils fragwürdige Außenpolitik betreibt will ich gar nicht abstreiten, aber auch die USA unterstützen verbrecherische Regime, der Wikileaks-Informant Bradley Manning wird bis an sein Lebensende eingesperrt, Guantanamo gibt es immer noch, wenn sich der Kosovo einseitig für unabhängig erklärt ist das OK, wenn das Abchasien tut ist das russische Okkupation, und das amerikanische "Raketenabwehrsystem" in Europa, das wirklich niemand braucht, ist scheinbar auch in Ordnung. All das hat in breiten Kreisen der russischen Öffentlichkeit eine gewisse Ablehnung gegenüber dem Westen verursacht. Aber diese Ablehnung wird durch Politik verursacht und nicht durch unterschiedliche Wertevorstellungen.

Zu den Rechten Homosexueller: Ich möchte nicht wissen, wie Swoboda mit Schwulen umgehen will. Dass es um die Rechte von Homosexuellen in Russland nicht besonders gut bestellt ist, hat andere Gründe, aber sicher nicht, weil Russland "anders" als die Europäer ist. Die selben Probleme hast du in Polen oder Bulgarien auch, und das sind EU-Länder.

Zu Wladimir Kaminer: Ich habe fast alle seine Bücher gelesen; der Mann hat eine sehr sarkastische, übertreibende und teilweise ironische Art, und macht sich oft auf Kosten seiner Heimat oder auch auf seine eigenen Kosten lustig. Das was er schreibt kann man nicht alles 100% ernst nehmen.

Weisst du überhaupt was "russkie mir" bedeutet ???
Das ist keine Folkloreveranstaltung - da geht es um beinharte Unterdrückung alles nichtrussischen
- sowas gibt es in Europa (zumindest seit dem Ende der Nazis - Gottseidank - nirgens mehr...
aber wie gesagt - wir hijacken hier einen Threat - ich hab dir schon eine PM geschrieben - hier antwort ich nimmer...
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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#23 Beitragvon UkraineInteressierter » Freitag 4. Januar 2013, 19:55

Weisst du überhaupt was "russkie mir" bedeutet ???
Das ist keine Folkloreveranstaltung - da geht es um beinharte Unterdrückung alles nichtrussischen
- sowas gibt es in Europa (zumindest seit dem Ende der Nazis - Gottseidank - nirgens mehr...


Weißt du überhaupt wovon du redest? Russki Mir heißt russische Welt, für mich bedeutet das ungefähr das selbe wie z.B. Francophonie oder "Deutschsprachige Länder", falls dir das geläufig sein sollte. Du hast anscheinend einen tiefen Hass gegen alles Russische und verbindest mit einer Sprache gleich eine repressive Politik. Im übrigen gibt es gezielte Sprachunterdrückung immer noch auch in den Kernländern der EU, schau dir mal die Sprachpolitik im ehemals deutschsprachigen Elsass-Lothringen an, das heute zu Frankreich gehört. Der Weg der Südtiroler zu ihren Minderheitenrechten war auch sehr hart.

In deiner PN sagst du, dass halb Europa "die Russen" hasst und dass die Russen so ziemlich das unterdrückerischste, überheblichste und abscheulichste Volk auf Erden sind. Grundsätzlich bei jeder Meldung, die entfernt etwas mit Russland zu tun hat, lässt du keine Möglichkeit aus, zu betonen wie böse die Russen sind. Dass die Russen andere Völker unterdrückt haben, habe ich weder geleugnet noch versucht zu relativieren. Andere Völker haben aber ebenfalls schreckliche Verbrechen an anderen begangen, nicht nur die Russen haben sich im Laufe der Geschichte schuldig gemacht. Wenn du konsequent gegen Imperialismus und Unterdrückung bist, wie du ja gesagt hast, solltest du zum Beispiel Englisch noch viel mehr verteufeln. Das ist heute nur die Weltsprache, weil das British Empire es am effektivsten von allen anderen Großmächten geschafft hat, die Welt zu unterjochen. Englisch wurde ja ursprünglich nicht mal auf der ganzen Insel Großbritannien gesprochen.

Deine PN liest sich so als wären wir im Krieg, du drohst mir was "uns" (den Russen?) so alles droht - und das bloß weil ich einen pro-russischen Standpunkt vertrete und die russische Kultur nicht verteufle? Soweit ich weiß war in den letzten drei Generationen meiner Familie kein einziger Russe, ich bin (halber) Ostukrainer, in so fern wäre ich ja eher Angehöriger des Opfervolks. Muss ich mich rechtfertigen, wieso ich die Russen nicht hasse? Ich habe wie die meisten Ostukrainer überhaupt kein Interesse daran, Russland zu verteufeln, was soll das auch bringen? Wir sollten die Zukunft aufbauen und nicht in den Wunden der Vergangenheit herumstochern. Ich weiß nicht wie alt du bist, ich bin Anfang 20 und kenne die Verbrechen "der Russen" nur aus den Medien und aus Erzählungen, und wenn du nach 1953 geboren bist, wird das bei dir vermutlich auch der Fall sein. Übrigens hasse ich auch nicht "die Westukrainer". Würden alle Menschen so denken wie du, würde überhaupt niemand mehr friedlich mit dem anderen auskommen und die Ukraine hätte sich schon längst aufgeteilt.

Ich wundere mich wie man derartig engstirnig, nationalistisch denken kann - und gleichzeitig die EU gut finden kann. Da geht es elementar darum, Staatsgrenzen zu überwinden und transnational zu denken.

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Siggi
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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#24 Beitragvon Siggi » Freitag 4. Januar 2013, 21:03

UkraineInteressierter hat geschrieben:Ich wundere mich wie man derartig engstirnig, nationalistisch denken kann - und gleichzeitig die EU gut finden kann.

Ich bin auch zu den Hochzeiten des kalten Krieges zur Schule gegangen. Die Sowjetunion wurde uns als der Vorhof der Hölle dargestellt. Alles Russische verteufelt. Daher kommt vermutlich diese Denkweise: Die westliche Agitation hat funktioniert!

Gruß
Siggi

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paracelsus
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Re: 56 % Russen bedauern den Zerfall der UdSSR - die Umfrage - UNN

#25 Beitragvon paracelsus » Samstag 5. Januar 2013, 10:53

Siggi hat geschrieben:
UkraineInteressierter hat geschrieben:Ich wundere mich wie man derartig engstirnig, nationalistisch denken kann - und gleichzeitig die EU gut finden kann.

Ich bin auch zu den Hochzeiten des kalten Krieges zur Schule gegangen. Die Sowjetunion wurde uns als der Vorhof der Hölle dargestellt. Alles Russische verteufelt. Daher kommt vermutlich diese Denkweise: Die westliche Agitation hat funktioniert!

Gruß
Siggi


Als nationalistisch würde ich des Euronen-ösis Geschreibsel noch nicht einmal ansehen. In meinen Augen erinnert es mich eher an eine Form des Rassismus. Irgendwie kommen mir mehr die demokratisch, freiheitlichen Ritter des KU KLUX KLAN in den Sinn. Es waren sind zwar keine Europäer, dafür halt aufrechte, fromme Amerikaner..........

Wenn Agitation auf eine dissoziative Störung in der Persönlichkeit trifft, dort noch eine gewisse Intelligenz in Verbindung mit relativer Kreativität und Durchsetzungswillen, gepaart mit einer gewaltigen Prise Fanatismus antrifft, der bekommt in besonders schlimmen Fällen einen "Anders Breivik" zum Ergebnis.

Davon ist m.E. eurojoseph selbstverständlich Lichtjahre entfernt.
Dosis sola facit venenum (Allein die Dosis macht das Gift).
Die es gut meinen, das sind die schlimmsten.
Paracelsus (Philippus Aureolus Theophrastus Bombast von Hohenheim) 1493 - 1541

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