Ukraine-Nachrichten.deDie Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

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Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#1 Beitrag von RSS-Bot-UN » Sonntag 10. August 2014, 16:15

Die Clownerie Ljaschkos wurde nur zu einem Zweck aufgespielt: um leichtgläubige Bürger zu täuschen und ihnen alles zu nehmen, was sie haben – ihre Stimme bei der Wahl
Herkunft: Ukraine-Nachrichten: Politik: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten

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Jensinski
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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#2 Beitrag von Jensinski » Donnerstag 14. August 2014, 09:57

NONO Dass Ljaschko irgendetwas verraten hätte, stimmt nicht. Das wurde, laut meiner Frau, auch im ukr. TV klargestellt. Für mich ist das ein proruss., verunglimpfender Propaganda-Artikel, der hier absolut nichts zu suchen hat! Wieso der trotzdem hier auftaucht? [smilie=fool.gif] Ist schon eigenartig, dass im Schnitt 3-5 Artikel die Woche übersetzt werden. Bei einer sehr großen Auswahl! Und gerade dieser ist dabei? UN lässt nach, das war schon viel besser...

Vor allem, auf der einen Seite wirft man der Ukraine vor, zu wenig Medienwirksam zu sein, wenn dann einer was macht und das gezeigt wird, ist es auch nicht richtig? Dann ist man gleich ein Clown, den man mit dem russischen Hassprediger Schirinowski gleichsetzt? Was wollen die denn. Babys knuddelnde Politiker mit einer hohlen Birne?

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Jensinski
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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#3 Beitrag von Jensinski » Donnerstag 14. August 2014, 23:24

Heute in der Rada:



Dieser Drecksack gegenüber Ljaschko hat laut meiner Frau wohl die Tourismusbranche im Griff, inklusive Schutzgelderpressungen, usw.

Danke, dass es noch Menschen gibt, die gegen diese Ratten vorgehen und Schande über die, die mit Falschmeldungen solche Menschen diskreditieren! Ich spucke auf Euch!

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#4 Beitrag von Handrij » Donnerstag 14. August 2014, 23:41

Jensinski hat geschrieben: Danke, dass es noch Menschen gibt, die gegen diese Ratten vorgehen und Schande über die, die mit Falschmeldungen solche Menschen diskreditieren! Ich spucke auf Euch!
Wenn es dir Erleichterung verschafft, nur zu ...

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#5 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 15. August 2014, 00:12

Jensinski hat geschrieben: Danke, dass es noch Menschen gibt, die gegen diese Ratten vorgehen und Schande über die, die mit Falschmeldungen solche Menschen diskreditieren! Ich spucke auf Euch!
Ich fand an dem Artikel viel Nachvollziehbares und ich halte ihn nicht für Verleumdung. Das hat nichts mit Falschmeldung zu tun, sondern einfach mit einer Meinung, die man ja nicht teilen muss. So sehr ich begrüße, dass sich Ljaschko aufmacht, gegen die Terroristen zu kämpfen, so sehr verurteile ich seine Erniedrigungen von Gefangenen. Wir hatten das schon an anderer Stelle. Du kannst gern auf mich dafür spucken, ich kann das ab. Aber du kannst auch gern konkretisieren, wen du mit "Euch" meinst.
Um wieder zur Sache zu kommen, macht dich der Ausblick des Artikels nicht unruhig?
Kurz gesagt, die uns aufgebundene Anwesenheit dieses, wie man klar sagen muss, Schauspielers im Gebiet der Anti-Terror-Operation und seine Beliebtheit in den Medien schafft den Eindruck, dass der ukrainische Staat an sich gar kein Staat ist. Dass die freiwilligen Bataillone im Gebiet der Kampfhandlungen nicht Muster von Patriotismus, sondern Anarchie und Herrschaft der Warlords bedeuten. Dass im ukrainischen Staat Gesetze unwirksam sind und es keine Gerichtsbarkeit gebe, sondern nur noch die Macht des Stärkeren. Die Erniedrigung der Menschenwürde der Gefangenen und das Fehlen entsprechender Reaktionen staatlicher Organe und der ukrainischen Gesellschaft legen sich wie schmutzige Flecke auf den edlen Kampf für die ukrainische Souveränität, demokratische Werte und schlicht für seine Zukunft. Ist das nicht ein zu hoher Preis für die Meinungsmache für einen einzigen, selbst sehr talentierten Clown?
Wofür sind die Leute auf dem Maidan auf die Strasse gegangen und wofür sind sie gestorben? Dass ein Ljaschko Recht mit Füßen tritt?

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Jensinski
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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#6 Beitrag von Jensinski » Freitag 15. August 2014, 01:53

Ok, da muss ich mich wohl entschuldigen, was ich hiermit tue. Habe ehrlich gesagt nur bis zu dem Punkt gelesen, an dem man ihn mit Schirinowski verglich (und die letzten Sätze). Das hatte mir gereicht. [smilie=blush.gif]

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#7 Beitrag von Wassermann3000 » Freitag 15. August 2014, 01:55

Jensinski hat geschrieben:Dieser Drecksack gegenüber Ljaschko hat laut meiner Frau wohl die Tourismusbranche im Griff, inklusive Schutzgelderpressungen, usw.

Danke, dass es noch Menschen gibt, die gegen diese Ratten vorgehen und Schande über die, die mit Falschmeldungen solche Menschen diskreditieren! Ich spucke auf Euch!
Sorry, mich interessiert nicht, wer schuld ist und wer Böses gesagt hat. Einfach peinlich.

Solche Bilder laden nicht zur Solidarität ein. In den letzten Tagen ging die Diskussion auch darüber, warum westliche Bürger bereits gegen den jetzigen geringen Aufwand der EU protestieren. Auch eine wirkliche Aufbauhilfe durch Investitionen der Wirtschaft wird wohl eher zurückhaltend sein. Neben Korruption und geringem Vertrauen in das Rechtssystem sind es gerade solche Bilder.

"Der hat doch geschlagen" ist eine billige Ausrede. Ein weiser und verantwortlicher Politiker provoziert solche Situationen nicht. Wer das nicht kann und keine Kontrolle über sich hat, ist als Politiker schon disqualifiziert, selbst wenn er noch so viele ansprechende Showauftritte inszenieren kann.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#8 Beitrag von Optimist » Freitag 15. August 2014, 22:20

"Ein weiser und verantwortlicher Politiker provoziert solche Situationen nicht. "
Dann besser wie es Putin macht!

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#9 Beitrag von Optimist » Freitag 15. August 2014, 22:24

Wenn man die Leute hier nicht aufmerksam macht, geht die ganze Korruptionsgeschichte weiter. Und wirklich, mit einigen Menschen kann man hier nur so sprechen, damit sie es verstehen. Ich befürworte das auch nicht, nur, wenn nichts anderes hilft, alles so lassen?

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#10 Beitrag von Wassermann3000 » Samstag 16. August 2014, 00:23

Und Du meinst, daß sich das durch solch eine Keilerei ändert?

Aber ich kann Dir sagen, was daraus wird:

Der Tenor vieler Meldungen heute lautet: "Die Ukraine rutscht immer tiefer in die Krise ... Streit um den Konvoi, die Zivilbevölkerung leidet, erste militärische Konflikte direkt mit Rußland und auch im Parlament fliegen die Fäuste." Putin beschreibt die Ukraine als ein Land, welches im Chaos versinkt. Das wird doch indirekt bestätigt.

Und Du wunderst Dich, daß die EU-Bürger nicht so sonderlich stark zu Opfern und zu mehr Engagement in der Ukraine bereit sind?

Ich erzähle den Leuten immer, daß die Ukraine ein wunderbares Land mit tollen Leuten ist, daß es trotz Problemen eine starke Gemeinsamkeit gibt, daß die Radikalen nur eine Randerscheinung sind und ansonsten die politischen Prozesse durchaus zivilisiert ablaufen und daß das Land enorm entwicklungsfähig ist, wenn endlich die Aggression von außen unterbleibt. Diese Leute haben mir heute allesamt - mal wieder - den Vogel gezeigt.

Und das alles nur, weil da ein Möchtegernpolitiker seine Hormone nicht im Griff hat.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#11 Beitrag von Optimist » Samstag 16. August 2014, 08:08

Du, der Ljaschko hat nicht einen Schlag ausgeteilt und hat auch nicht angegriffen! Er wurde angegriffen, da musst du schon bei der Wahrheit bleiben!

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#12 Beitrag von Wassermann3000 » Samstag 16. August 2014, 13:21

Ich hatte doch am Anfang schon geschrieben, egal wer geschlagen hat. Mächtig provoziert hat er aber schon. Und ein Politiker - der also Mit-Verantwortung für die Führung eines Volks übernehmen will - muß die Konsequenzen seines handeln und die Folgen VORHER im Auge haben. Bei der Szene war doch abzusehen, daß er wütend wird (nicht unbedingt, daß er schlägt). Und, was sollte das bringen?
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#13 Beitrag von Optimist » Samstag 16. August 2014, 23:36

Also ich möchte hier einmal darauf verweisen, dass die Ukraine sich derzeit gegen äussere und innere Feinde wehren muss, es ist ein Überlebenskampf. Polizei, Staatsanwaltschaft, Parlament und andere Einrichtungen sind durchsetzt mit korrupten Banditen. Klar in Deutschland kann man sich so eine Situation nicht vorstellen. Warum auch? Die Nato wird es schon richten. Die "Schutzmächte" haben die Ukraine in Budapest nur verarscht. Aber der erhobene Zeigefinger, der ist immer da! Der hilft aber nichts, nicht einmal Putin beachtet diesen oder die Sanktionen, er zeigt einfach den ausgestreckten Mittelfinger. Es interessiert kein Völkerrecht, keine Genfer Konvention... nichts! Also den Zeigefinger erheben.
Ja wäre das gleiche Problem in Deutschland würde man sich friedlich zusammensetzen und reden und die Probleme lösen, auf der Grundlage der Verträge und Gesetze. Der äussere und der innere Feind bekommen danach soviel Angst, dass sie verschwinden. Das funktioniert leider in der Ukraine noch nicht, man arbeitet daran, wird aber leicht gestört!
Ich hab nun viele Leute kennengelernt die helfen, die will es einfach nicht interessieren, was Klitschko & Co. treiben. Die helfen! Das gilt für Deutsche und Ukrainer, wer nicht helfen will muss auch keine Ausrede suchen.
Vielleicht bist Du nur mit den falschen Leuten zusammen?

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#14 Beitrag von Wassermann3000 » Sonntag 17. August 2014, 11:27

Ich verstehe Dich sehr gut. Aber danach fragt niemand.

Der Konflikt mit Rußland wird noch einige Kosten und damit auch Öpferchen in den USA und der EU verursachen. Das muß die Bevölkerung bereit sein, zu schultern. Von Anfang an war da keine geschlossene Zustimmung. Vielen bereitet mehr Sorge, daß sie vielleicht eine kleine Preis- oder Steuererhöhung erwarten dürfen. Bilder beeinflussen die Meinungsbilder sehr stark. Deswegen ist es einfach schädlich, wenn so etwas die Runde macht.

Später braucht die Ukraine die internationale Wirtschaft als Investor. Die stehen auch nicht unbedingt auf so etwas.

Rußland sagt, die Ukraine versinkt im Chaos, und diese Bilder vermitteln dann eben einen solchen Eindruck. In der Wirkung also negativ.

Also, ob berechtigt oder nicht, ob es miese Gauner gibt oder nicht, ob Wut berechtigt oder nicht, solche Ereignisse lösen nun überhaupt nichts. Und zwar sowohl der Faustschlag als auch die verbale Provokation vorher.

Ich würde auch manchen Leuten gerne öffentlich ins Gesicht spucken. Damit bediene ich aber in erster Linie mein Bedürfnis und trage nicht zu einer Lösung bei. Auch, wenn es durchaus berechtigt wäre.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#15 Beitrag von mbert » Sonntag 17. August 2014, 16:52

Ich sehe das wie Rüdiger. In einer Situation wie jetzt ist es nur natürlich, dass Menschen Hoffnung in radikale und leidenschaftliche Führer stecken. Nur werden die, so wie es aussieht, das Land nicht retten. Neben den Punkten, die Rüdiger anspricht, möchte ich zu bedenken geben, dass das Land am meisten Führer braucht, die vor allem eines sind - klug und gute Taktiker. Auf mich wirkt Ljaschko eher wie ein schlichtes Gemüt. Das mag täuschen, aber ich traue dem definitiv nicht zu, das Land gegen einen mit allen Wassern gewaschenen Feind zu retten.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#16 Beitrag von Wassermann3000 » Sonntag 17. August 2014, 17:08

Ich möchte dazu noch einen Nachtrag machen:

Die Ukraine ist im Moment in einer Situation, wo sie die Unterstützung von Leuten braucht, die man eigentlich gar nicht mehr haben will (z.B. so manche Oligarchen). D war nach dem II. WK in einer ähnlichen Situation, wir hatten aber den Vorteil, daß es eine externe Ordnungsmacht gab (die Besatzungsmächte), die die absolute Autorität hatten). Und selbst die haben vereinzelt auf NS-Fachleute zurückgegriffen.

Insoweit sah ich die vollständige sofortige Auflösung von Berkut auch als problematisch an. Damit wurden auf einen Schlag viele gut ausgebildete Kämpfer frei, die sich dann ja ein neues Betätigungsfeld suchen mußten und es ja auch wohl getan haben. Also die, die man nicht sofort wegen konkreter Taten in Haft nehmen konnte hätten eine neue Perspektive bekommen müssen. Kompromisse sind leider nie eine 100% Befriedigung, aber sie sind oft ein besserer Schritt zur Lösung, als die mehr aus der eigenen Emotion geleitete Konsequenz.

Politik ist nicht ganz so einfach, wie den alten Hausrat komplett auf den Sperrmüll zu tun und kurzerhand neu einzurichten.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#17 Beitrag von Optimist » Sonntag 17. August 2014, 17:24

Praktisches aktuelles Beispiel: Hier gibt es Personen die Hilfsleistungen für unsere Soldaten versuchen zu stören oder gar zu blockieren, Personen auf verschiedenen Posten. Das wissen die Kämpfer. Deren Reaktion: " Wenn wir nach Hause kommen, räumen wir auf!"
Glaubwürdig und vollkommen nachvollziehbar!

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#18 Beitrag von Wassermann3000 » Sonntag 17. August 2014, 17:35

Kann ich seeehhhhr gut nachvollziehen. Würde ich auch nicht verurteilen. Aber eben so geht es nicht. Entweder auf dem gesetzlichen Wege oder eben publizistisch/politisch. Da Du nicht mehr Details geschrieben hast, kann ich das nur so allgemein beantworten.

Bitte mißversteh mich nicht. Ich will das nicht verurteilen oder den Moralapostel spielen. Es gib viele Schweinereien und manche Leute verdienen es wirklich nicht anders. Trotzdem, bei jeder Handlung erst darüber nachdenken, was danach folgt.

Als Beispiel auf deutsche Rechtsverhältnisse übertragen. ie kommen wütend an und wollen in seiner Wohnung aufräumen, Polizei wird geholt und danach sitzen die eigentlichen Opfer wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Brandstiftung, Raub und Körperverletzung im Bau, während der eigentliche Täter als armes Opfer da steht. Und was wurde dann erreicht?

Ich weiß, daß vieles in der Ukraine sehr schwer ist. Gerade deswegen ist erst Überlegen, und dann Handeln angesagt.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#19 Beitrag von Optimist » Sonntag 17. August 2014, 17:59

Das ist der Unterschied, die Ukraine ist nicht Deutschland. Was ist Deutschland vielleicht funktionieren würde, sollte Deutschland sich einmal in so einer katastrophalen Lage befinden, funktioniert hier nicht!
Sag, nur mal so, an wen dürfen sich die Kämpfer und Helfer denn derzeit mit diesem Problem wenden. Hier in den Provinzen sitzen die Regionalen noch fest im Sattel, die müssen auch ihren luxuriösen Lebensstil erhalten, die sind nicht besonders kooperativ. Welche Details? Kleinigkeiten bis Sabotage sind hier noch an der Tagesordnung. Was erwartet ihr, wie schnell soll hier das System sich ändern?

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#20 Beitrag von Wassermann3000 » Sonntag 17. August 2014, 18:08

Du hast doch Recht, das ist nach wie vor das Kernproblem in der Ukraine (und wird es auch noch einige Zeit bleiben).

Trotzdem bleibt nur der politische Weg. Im Gulag haben die Leute auch Eingaben geschrieben, Klagen eingereicht, die Öffentlichkeit gesucht, ziviler Ungehorsam etc. und immer wieder nach Lücken gesucht, das System mit ihren eigenen Methoden auszutricksen, aber eben nicht Selbstjustiz verübt. Meinst Du, sie wären schneller vorwärts gekommen, wenn sie einen Lagerkommandanten vermöbelt hätten? Es hat trotzdem Jahrzehnte gedauert. Für die Ukraine will ich keine Zeitprognose abgeben.
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#21 Beitrag von Optimist » Sonntag 17. August 2014, 21:27

Es gibt Situationen im Leben, da muss man sich mit Gewalt befreien, der Maidan würde bis heute Eingaben schreiben. In unserer unrühmlichen deutschen Geschichte gibt es genug, gelungene und nicht gelungene Beispiele. Im persönlichen Leben gibt es auch genug derer Beispiele!
Nur wir Deutschen haben verlernt, und uns auf Demokratie und Friedenswillen in Europa verlassen. Einen Plan für den Fall, dass einer der Partner durchdreht, gibt es nicht! Jetzt regiert die Angst! Aber die zeigt man nicht, sondern spricht von Diplomatie! Ich versteh das, ich lebe auch am Brennpunkt.

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#22 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 17. August 2014, 22:25

Wassermann3000 hat geschrieben:Du hast doch Recht, das ist nach wie vor das Kernproblem in der Ukraine (und wird es auch noch einige Zeit bleiben).

Trotzdem bleibt nur der politische Weg. Im Gulag haben die Leute auch Eingaben geschrieben, Klagen eingereicht, die Öffentlichkeit gesucht, ziviler Ungehorsam etc. und immer wieder nach Lücken gesucht, das System mit ihren eigenen Methoden auszutricksen, aber eben nicht Selbstjustiz verübt. Meinst Du, sie wären schneller vorwärts gekommen, wenn sie einen Lagerkommandanten vermöbelt hätten? Es hat trotzdem Jahrzehnte gedauert. Für die Ukraine will ich keine Zeitprognose abgeben.
Aber vielleicht wären sie schneller vorwärts gekommen, wenn sie dem Lagerkommandanten glaubhaft vermittelt hätten, dass er sich nur nicht zu sicher fühlen soll?

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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#23 Beitrag von Wassermann3000 » Sonntag 17. August 2014, 23:19

Sonnenblume hat geschrieben:
Wassermann3000 hat geschrieben:Du hast doch Recht, das ist nach wie vor das Kernproblem in der Ukraine (und wird es auch noch einige Zeit bleiben).

Trotzdem bleibt nur der politische Weg. Im Gulag haben die Leute auch Eingaben geschrieben, Klagen eingereicht, die Öffentlichkeit gesucht, ziviler Ungehorsam etc. und immer wieder nach Lücken gesucht, das System mit ihren eigenen Methoden auszutricksen, aber eben nicht Selbstjustiz verübt. Meinst Du, sie wären schneller vorwärts gekommen, wenn sie einen Lagerkommandanten vermöbelt hätten? Es hat trotzdem Jahrzehnte gedauert. Für die Ukraine will ich keine Zeitprognose abgeben.
Aber vielleicht wären sie schneller vorwärts gekommen, wenn sie dem Lagerkommandanten glaubhaft vermittelt hätten, dass er sich nur nicht zu sicher fühlen soll?
Daß meine ich doch, aber das ist mehr Politik als Prügelei.

Es geht nicht darum, die Klappe zu halten und ja zu sagen. Jeder hat seinen wunden Punkt, auch die Mächtigen. Da soll man sie ja treffen.

Und letztlich haben das die Dissidenten in der SU auch immer gemacht. Es gab Menschenrechtsorganisationen im Westen und es gab Dissidenten im Land. Die Parteiführung hat das immer als enorme Bedrohung gesehen.
Freundliche Grüße
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Re: Die Abenteuer des braven Volksabgeordneten Ljaschko und seine Welten - UN

#24 Beitrag von Wassermann3000 » Sonntag 17. August 2014, 23:22

Optimist hat geschrieben:Es gibt Situationen im Leben, da muss man sich mit Gewalt befreien, der Maidan würde bis heute Eingaben schreiben. In unserer unrühmlichen deutschen Geschichte gibt es genug, gelungene und nicht gelungene Beispiele. Im persönlichen Leben gibt es auch genug derer Beispiele!
Nur wir Deutschen haben verlernt, und uns auf Demokratie und Friedenswillen in Europa verlassen. Einen Plan für den Fall, dass einer der Partner durchdreht, gibt es nicht! Jetzt regiert die Angst! Aber die zeigt man nicht, sondern spricht von Diplomatie! Ich versteh das, ich lebe auch am Brennpunkt.
Wir sind etwas vom Thema abgekommen. Es ging ursprünglich um die Prügelei im Parlament und die Außenwirkung. Ja, manchmal ist Gewalt notwendig, manchmal ist es auch notwendig, daß Menschen ganz illegal heimtückisch ermordet werden. Man sollte nur nicht allzu leichtfertig damit umgehen.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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    Freitag 1. Juni 2012, 17:15
  • 26. Juli 2017, Berlin: Vortrag "Zwischen zwei Welten: verlorene und gefundene ukrainische Identität"
    von Handrij » Dienstag 25. Juli 2017, 11:29 » in Termine
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    Dienstag 25. Juli 2017, 11:29
  • Fußball - EM: Abenteuer EM: Deutschland-Fans fahren durch die Ukraine
    von Handrij » Donnerstag 14. Juni 2012, 14:02 » in Sport
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    Donnerstag 14. Juni 2012, 14:02
  • Experte: EU-Abenteuer bringt die Ukraine um Souveränität im Handel
    von Handrij » Samstag 19. Oktober 2013, 11:43 » in Politik
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    Samstag 19. Oktober 2013, 11:43
  • Putinsches Abenteuer in Donbass gehe zu Ende – Ex-Premier der Russischen Föderation - UI
    von RSS-Bot-UI » Mittwoch 11. Juni 2014, 13:15 » in Ukrainische Nationale Nachrichtenagentur
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    Mittwoch 11. Juni 2014, 19:48
  • Moskau: Nordkorea muss atomare „Abenteuer“ einstellen
    von RSS-Bot-RIA » Freitag 9. September 2016, 17:12 » in RIA Nowosti
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    Freitag 9. September 2016, 17:12