Politik | Alte und neue Extremisten

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Alte und neue Extremisten

#1 Beitragvon Handrij » Montag 12. November 2012, 13:28

Eine der Überraschungen der jüngsten Parlamentswahlen in der Ukraine ist das starke Abschneiden der nationalistisch ausgerichteten Partei Swoboda. Bei der «Allukrainischen Vereinigung Swoboda», wie sie mit vollem Namen heisst, handelt es sich um eine vor allem in der Westukraine verankerte Gruppierung, die dort seit einiger Zeit kräftig in der Regionalpolitik mitmischt, auf gesamtstaatlicher Ebene bisher aber wenig bedeutend war. Von Aussenstehenden wird Swoboda als rechtsextremistisch-nationalistisch, xenophob und bisweilen auch antisemitisch beschrieben. Ihr Chef Oleh Tjahnibok hingegen behauptet, man messe zwar dem nationalstaatlichen Gedanken grosse Bedeutung zu, setze die ukrainische Nation aber nicht über andere und sei damit weder chauvinistisch noch faschistisch.


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Dass die Commierhetorik immer noch so einen Schrecken im Westen hervorruft, erstaunt mich immer wieder. Hier in der Ukraine ist doch klar, dass die Kommunisten nur ein Businessprojekt sind.

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Kurt Simmchen - galizier
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Re: Alte und neue Extremisten

#2 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Montag 12. November 2012, 14:43

Sicher können sich einige noch auf dem lecken Schiff "Kommunismus" ihr Brot verdienen und ab und an das Zünglein an der Waage spielen, trotzdem sollte man bei den jetzt 60jährigen eine bestimmte Nostalgie nicht unterbewerten.
Die Sehnsucht nach der gewohnten sozialen Hängematte ist shr groß, auch wenn die Matte oft so tief hing, dass die Stoppeln am Gesäß kratzten. Das spielt jetzt in der Erinnerung aber eine geringere Rolle. Ich konnte das hier bei den zugewanderten/delegierten Einwohnern aus der Ost-UA und aus Russland beobachten.

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Re: Alte und neue Extremisten

#3 Beitragvon Jensinski » Montag 12. November 2012, 16:18

galizier hat geschrieben:Die Sehnsucht nach der gewohnten sozialen Hängematte ist shr groß, auch wenn die Matte oft so tief hing, dass die Stoppeln am Gesäß kratzten.

Das ist ganz und gar nicht der einzige Grund. Selbst unter unseren Verwandten gab es welche, die die Kommunisten wählten. NEA Das sind hart arbeitende Menschen, denen das "Experiment Freie Marktwirtschaft" keinen Segen brachte. Es ist ja auch nicht jeder zum Unternehmer geboren. Wenn ich frage, wann es ihnen denn am Besten ging, kommt eindeutig "Unter Breschnew! Wir hatten Arbeit, wir hatten Freizeit, wir hatten Geld, die Pension reichte unsren Eltern. Wir hatten Geld fürs Essen und man konnte sparen, dass man sich auch mal eine Schrankwand oder neues Bett kaufen konnte.". Ich kann diese Leute auch verstehen. Es sind einfache, genügsame, ehrliche und liebenswerte Menschen und in keinster Weise ideologisch verpestet.

LG,
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Re: Alte und neue Extremisten

#4 Beitragvon eurojoseph » Montag 12. November 2012, 22:10

Jensinski hat geschrieben:
galizier hat geschrieben:Die Sehnsucht nach der gewohnten sozialen Hängematte ist shr groß, auch wenn die Matte oft so tief hing, dass die Stoppeln am Gesäß kratzten.

Das ist ganz und gar nicht der einzige Grund. Selbst unter unseren Verwandten gab es welche, die die Kommunisten wählten. NEA Das sind hart arbeitende Menschen, denen das "Experiment Freie Marktwirtschaft" keinen Segen brachte. Es ist ja auch nicht jeder zum Unternehmer geboren. Wenn ich frage, wann es ihnen denn am Besten ging, kommt eindeutig "Unter Breschnew! Wir hatten Arbeit, wir hatten Freizeit, wir hatten Geld, die Pension reichte unsren Eltern. Wir hatten Geld fürs Essen und man konnte sparen, dass man sich auch mal eine Schrankwand oder neues Bett kaufen konnte.". Ich kann diese Leute auch verstehen. Es sind einfache, genügsame, ehrliche und liebenswerte Menschen und in keinster Weise ideologisch verpestet.

LG,
Jens

Na ja lieber Jens - das konnte man natürlich auch für viele NSDAP Wähler im 3.Reich sagen...und ja wer in der SU gekuscht hat, dem gings gut, die andren waren im Gulag oder in der Psych ! - sollte man NIE vergessen - vom russischen Imperialismus - siehe auch Lettland und Estland oder "Moldawien" ganz zu schweigen - na ja und der Holodomor is gaaaaanz sicher nur eine westliche Erfindung .....ganz sicher ....Lenin hätt sich über solche einfachen und ehrlichen Leute sicher gefreut
.....und gabs da nicht sogar Gschichterln von einem Knaben, der seinen Papa verpfiffen hat (der deshalb in Gulag musste...) - und den verblendeten Buben, welchen dann die Dörfler m.m. zumindest verständlich - abgemurkst haben - diese Ostalgie die sich so auf den vollen Bauch beschränkt - diese - nicht zu vergessen - Diktatur der angepassten - dies ist so eine bedrohliche Fratze, so ein Lynchmob - mir kommt eher das Grausen....mein Ex-Schwiegervater wählt auch die Commies - vorher war er mir nur suspekt - jetzt bin ich froh, das dies alles ex ist...irgendwie kann man alles verstehen und erklären, auch die Arbeitslosen, denen Hitlers Rüstungswahnsinn Arbeit und Brot brachte, ehrliche, genügsame, herzliche Menschen, hilfsbereit - was auch immer - keine Furien, keine Nazi-Schergen - alles verständlich (und sicher auch privat ganz liebenswert...) - und trotzdem
- ich kann die nicht gut finden ....irgendwie auch - achtung Lenin - Zitat - Nützliche Idioten - ich mein er hat es auf Andre bezogen - auf die westlichen Sovietapologeten....ach ja die Sehnsucht nach der "guten" Diktatur....
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Re: Alte und neue Extremisten

#5 Beitragvon Jensinski » Montag 12. November 2012, 23:01

eurojoseph hat geschrieben:Na ja lieber Jens - das konnte man natürlich auch für viele NSDAP Wähler im 3.Reich sagen...und ja wer in der SU gekuscht hat, dem gings gut, die andren waren im Gulag oder in der Psych ! - sollte man NIE vergessen - vom russischen Imperialismus - siehe auch Lettland und Estland oder "Moldawien" ganz zu schweigen - na ja und der Holodomor is gaaaaanz sicher nur eine westliche Erfindung .....ganz sicher ....Lenin hätt sich über solche einfachen und ehrlichen Leute sicher gefreut
.....und gabs da nicht sogar Gschichterln von einem Knaben, der seinen Papa verpfiffen hat (der deshalb in Gulag musste...) - und den verblendeten Buben, welchen dann die Dörfler m.m. zumindest verständlich - abgemurkst haben - diese Ostalgie die sich so auf den vollen Bauch beschränkt - diese - nicht zu vergessen - Diktatur der angepassten - dies ist so eine bedrohliche Fratze, so ein Lynchmob - mir kommt eher das Grausen....mein Ex-Schwiegervater wählt auch die Commies - vorher war er mir nur suspekt - jetzt bin ich froh, das dies alles ex ist...irgendwie kann man alles verstehen und erklären, auch die Arbeitslosen, denen Hitlers Rüstungswahnsinn Arbeit und Brot brachte, ehrliche, genügsame, herzliche Menschen, hilfsbereit - was auch immer - keine Furien, keine Nazi-Schergen - alles verständlich (und sicher auch privat ganz liebenswert...) - und trotzdem
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Wow, bist ja ein ganz Radikaler. Seltsam, dass die immer aus Österreich kommen...

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Re: Alte und neue Extremisten

#6 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Dienstag 13. November 2012, 12:44

Zitat Jensinski:
...denen das "Experiment Freie Marktwirtschaft" keinen Segen brachte.

Gab es denn eine Marktwirtschaft oder gibt es sie, geschweige denn eine freie?

Diese gegen den Strich gebürstete kommunistische Planwirtschaft hat doch mit Marktwirtschaft absolut nichts zu tun. Warum verlassen so viele ausländische Firmen die Ukraine?

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Re: Alte und neue Extremisten

#7 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 13. November 2012, 12:56

galizier hat geschrieben:Zitat Jensinski:
...denen das "Experiment Freie Marktwirtschaft" keinen Segen brachte.

Gab es denn eine Marktwirtschaft oder gibt es sie, geschweige denn eine freie?

Diese gegen den Strich gebürstete kommunistische Planwirtschaft hat doch mit Marktwirtschaft absolut nichts zu tun. Warum verlassen so viele ausländische Firmen die Ukraine?

Er hat ja "Experiment Freie Marktwirtschaft" in Striche gesetzt. Und eine kommunistische Planwirtschaft ist das in der Ukraine gleich gar nicht. Ich würde es eher Raubtierkapitalismus nennen, was hier läuft.

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Re: Alte und neue Extremisten

#8 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 13. November 2012, 13:04

eurojoseph hat geschrieben:...und ja wer in der SU gekuscht hat, dem gings gut, die andren waren im Gulag oder in der Psych !...

Wieso gehst du immer davon aus, dass alle, denen es in der SU gut ging, gekuscht haben? Die Mehrzahl hat einfach ihr Leben gestaltet und keinen Gedanken daran verschwendet, jemanden von oben zum Munde zu reden oder vor denen zu kuschen.
eurojoseph hat geschrieben:- sollte man NIE vergessen - vom russischen Imperialismus - siehe auch Lettland und Estland oder "Moldawien" ganz zu schweigen - na ja und der Holodomor is gaaaaanz sicher nur eine westliche Erfindung .....ganz sicher ....Lenin hätt sich über solche einfachen und ehrlichen Leute sicher gefreut
.....und gabs da nicht sogar Gschichterln von einem Knaben, der seinen Papa verpfiffen hat (der deshalb in Gulag musste...) - und den verblendeten Buben, welchen dann die Dörfler m.m. zumindest verständlich - abgemurkst haben - diese Ostalgie die sich so auf den vollen Bauch beschränkt - diese - nicht zu vergessen - Diktatur der angepassten - dies ist so eine bedrohliche Fratze, so ein Lynchmob - mir kommt eher das Grausen....mein Ex-Schwiegervater wählt auch die Commies - vorher war er mir nur suspekt - jetzt bin ich froh, das dies alles ex ist...irgendwie kann man alles verstehen und erklären, auch die Arbeitslosen, denen Hitlers Rüstungswahnsinn Arbeit und Brot brachte, ehrliche, genügsame, herzliche Menschen, hilfsbereit - was auch immer - keine Furien, keine Nazi-Schergen - alles verständlich (und sicher auch privat ganz liebenswert...) - und trotzdem
- ich kann die nicht gut finden ....irgendwie auch - achtung Lenin - Zitat - Nützliche Idioten - ich mein er hat es auf Andre bezogen - auf die westlichen Sovietapologeten....ach ja die Sehnsucht nach der "guten" Diktatur....

Genau, und dein Landsmann wäre der heldenhafte Befreier aller von den Commis Unterdrückten in Osteuropa gewesen. Die wären so frei gewesen, dass er sie sogar von ihrer Sprache befreit hätte, inclusive Mitsprache.
Was die nützlichen Idioten betrifft, so bist du (auch) einer und ich weiß auch für wen.

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Re: Alte und neue Extremisten

#9 Beitragvon eurojoseph » Mittwoch 14. November 2012, 08:36

Sonnenblume hat geschrieben:Genau, und dein Landsmann wäre der heldenhafte Befreier aller von den Commis Unterdrückten in Osteuropa gewesen. Die wären so frei gewesen, dass er sie sogar von ihrer Sprache befreit hätte, inclusive Mitsprache.
Was die nützlichen Idioten betrifft, so bist du (auch) einer und ich weiß auch für wen.

Sippenhaftung Länderweise ??? Ach ja etwas Westukrainer - und Österreicher - das muss aber eine teuflische Mischung sein....
und wessen nützlicher Idiot bin ich den ?? Des Westens, der Weisen von Zion ??? Von Svoboda oder von Barack Obama ??? Ich bin mindestens soviel Antinazi wie Antikommunist ....das ich es einfach nicht toll finde , wie die breshnewsche SU verklärt wird, - egal aus welchen Motiven - scheint einigen sauer aufzustossen hier - verwundert mich doch - zumindest ein bisschen....aber wie heisst´s so schön - viel Feind - viel Ehr...
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Re: Alte und neue Extremisten

#10 Beitragvon eurojoseph » Mittwoch 14. November 2012, 09:40

Warum wird eigentlich immer gleich massives unterstellt - Sonnenblümchen ??? Selber möglicherweise pro-kommunistisch ?? Ich verurteile nicht, das die Menschen versucht haben zu überleben (und da MUSSTE man kuschen) - denn wer abweichende Ideen hat in einem totalitären System WIRD verfolgt - deswegen gab es auch 2 Wahrheiten - die offizielle - und die zu Haus - schon vergessen wie die Kinder in der Schule lügen mussten wegen "Westfernsehen" z.B. - wie es Zeiten gab wo die Lehrer in der Schule fragten ob die Fernsehuhr Punkte oder Striche hatte - um rauszufinden ob zuhause West geschaut wurde...man musste offiziell ALLE Lügen nachplappern, egal wie falsch das war ....klar kann es einem egal sein, das es einen Holodomor gab - man kann ihn sogar leugnen - und das gilt für JEDE Schweinerei, die die Kommunisten anstellten - aber IMHO ist das kuschen - ich verurteile das nicht, weil individuelles Heldentum nur kohlhaasisch ist - und überleben ist nun mal 1.Bürgerpflicht wenn man so sagen will - aber wer dieses Regime heut verklärt und freiwillig die Commies wählt der rechtfertigt im Nachhinein alles - so wie umgekehrt bei uns die "kleinen" Nazis - die sagen eigentlich gehört ein "kleiner Hitler" her, sozusagen das mit den Juden und der Angriffskrieg war schlecht, aber alles andre eh super....ist das schon alles vergessen, gab es zu Breshnews Zeiten keine Gulags und psychatrischen Kliniken für Abweichler etc ?
Ich versteh das nicht, wie im Nachhinein ALLES gerechtfertigt wird, die einen tun es mit den Nazis - die andren mit den Commies - und nocheinmal - ich verlange und erwarte (und wär wahrscheinlich selber auch kein Held !) nicht das die Leute DAMALS Helden gewesen wären - mich kotzt nur die Ostalgie an....das es eh alle so gut hatten, nur weil es einen bescheidenen Lebensstandard für alle gab...und da wird dann auch immer gleich der Mangel verdrängt - das Beziehungsgeflecht um überhaupt an hochwertigere Konsumgüter überhaupt ranzukommen, etc. etc...
Ich kenn dies von der DDR noch viel detailierter als von der UKraine und das WAR widerlich - und da mein ich natürlich nicht das private ...sondern den Mangel aber auch, und wie auch gegen ökonomische Vernunft ein Mangelsystem Staatsraison war....
Die "gute alte Zeit" vergisst alles was nicht so toll war....
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Re: Alte und neue Extremisten

#11 Beitragvon eurojoseph » Mittwoch 14. November 2012, 09:51

Jensinski hat geschrieben:
eurojoseph hat geschrieben:hilfsbereit - was auch immer - keine Furien, keine Nazi-Schergen - alles verständlich (und sicher auch privat ganz liebenswert...) - und trotzdem
- ich kann die nicht gut finden ....irgendwie auch - achtung Lenin - Zitat - Nützliche Idioten - ich mein er hat es auf Andre bezogen - auf die westlichen Sovietapologeten....ach ja die Sehnsucht nach der "guten" Diktatur....


Wow, bist ja ein ganz Radikaler. Seltsam, dass die immer aus Österreich kommen...

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Jens

Was ist radikal wenn man gegen Commie und Nazi-Nostalgie ist ??? Natürlich haben diese totalitären Regime versucht die "einfachen Leute" mit irgendwas zu ködern - um ihr Terroregime gegen Abweichler aufrecht zu erhalten und ihre eigenen Pfründe zu sichern...und wie ich in einem andren Post schreib - ich erwarte nicht, das jemand damals Held war - man sollte schon Argumente haben...
mich als Radikalen zu bezeichnen und auf Hitler anzuspielen - das find ich nur peinlich ....
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Re: Alte und neue Extremisten

#12 Beitragvon mbert » Mittwoch 14. November 2012, 10:24

Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang die Analyse von Andreas Umland hier auf UN:
[...]
Erstaunlich ist nicht nur, dass die schon bei Umfragen mehrere Wochen vor den Wahlen identifizierte Wählerschaft Swobodas ebenso pro-europäisch eingestellt ist, wie die Unterstützer der Parteien Batkiwschtschyna/Vaterland und UDAR. Während 65 % bzw. 69 % der Wähler der letztgenannten Parteien einen EU-Beitritt der Ukraine unterstützen, liegt dieser Wert im September 2012 für Swoboda-Wähler bei 64 %. Lediglich bei der Einstellung gegenüber der Russland-geführten Zollunion (57 %, 47 % bzw. 69 % dagegen) sowie der NATO (55 %, 49 % bzw. 42 % für einen Beitritt) ergibt sich ein relevanter Abstand zwischen den Demokraten und den Ultranationalisten: Swoboda-Wähler sehen diese beiden Organisationen deutlich skeptischer.
[...]
Nichtideologische Motivationen der "Swoboda"-Wähler
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Alte und neue Extremisten

#13 Beitragvon Jensinski » Mittwoch 14. November 2012, 11:28

@Eurojoseph: Du musst Dich nun mal entscheiden. Haben sie Deiner Meinung nach damals alle "gekuscht" oder verstehst Du es, dass nicht jeder ein Held sein konnte?

Noch etwas zur "Ostalgie". Das ist auch so ein Begriff, den der Westen uns aufdrückt. Warum soll ich nicht sagen dürfen, dass im Alltag des Ostens etwas besser gelöst war als im Westen, dass es hier und da Rückschritte gab und gibt? Ohne ideologische Verblendung würde man das ernsthaft diskutieren können. Aber die Arroganz des Westens holt lieber die Holodomorkeule aus dem Schrank, um jedwede Kritik am eigenen System zu ersticken. Ist doch wie bei Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...!

Gruß,
Jens

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Re: Alte und neue Extremisten

#14 Beitragvon eurojoseph » Mittwoch 14. November 2012, 11:46

Jensinski hat geschrieben:@Eurojoseph: Du musst Dich nun mal entscheiden. Haben sie Deiner Meinung nach damals alle "gekuscht" oder verstehst Du es, dass nicht jeder ein Held sein konnte?

Noch etwas zur "Ostalgie". Das ist auch so ein Begriff, den der Westen uns aufdrückt. Warum soll ich nicht sagen dürfen, dass im Alltag des Ostens etwas besser gelöst war als im Westen, dass es hier und da Rückschritte gab und gibt? Ohne ideologische Verblendung würde man das ernsthaft diskutieren können. Aber die Arroganz des Westens holt lieber die Holodomorkeule aus dem Schrank, um jedwede Kritik am eigenen System zu ersticken. Ist doch wie bei Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...!

Gruß,
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Jens es geht darum, wie man JETZT dazu steht - und nicht das man damals versucht hat nicht aufzufallen - und was heisst besser gelöst - klar muss man Sklaven füttern und behausen - und wenn dich der Staat/die Partei als sein Eigentum behandelt - muss er für die Grundbedürfnisse sorgen
- dafür heisst es das Denken an der Rezeption abgeben - was heisst Holodomorkeule ?? War der oder nicht - und gab es bis zum Ende der SU Verbannung, Gulag und Psychiatrie-Terror....
Was heisst jede Kritik am eigenem System zu ersticken...es gibt keine optimalen Systeme - nur wie Winston Churchill sagte - die Wahl für das kleinere Übel ....Ich wüsste nicht wo Denunziation im Westen ( Denkmal für Pawel Trofimowitsch Morosow z.B.) jemals Staatsraison war und ist.....
aber vielleicht war eh alles gut, weil es im Westen auch Probleme gibt - welche Logik....
aber ich lass mich gern vom Gegenteil überzeugen....
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Re: Alte und neue Extremisten

#15 Beitragvon paracelsus » Mittwoch 14. November 2012, 12:08

Jensinski hat geschrieben:
galizier hat geschrieben:Die Sehnsucht nach der gewohnten sozialen Hängematte ist shr groß, auch wenn die Matte oft so tief hing, dass die Stoppeln am Gesäß kratzten.

Das ist ganz und gar nicht der einzige Grund. Selbst unter unseren Verwandten gab es welche, die die Kommunisten wählten. NEA Das sind hart arbeitende Menschen, denen das "Experiment Freie Marktwirtschaft" keinen Segen brachte. Es ist ja auch nicht jeder zum Unternehmer geboren. Wenn ich frage, wann es ihnen denn am Besten ging, kommt eindeutig "Unter Breschnew! Wir hatten Arbeit, wir hatten Freizeit, wir hatten Geld, die Pension reichte unsren Eltern. Wir hatten Geld fürs Essen und man konnte sparen, dass man sich auch mal eine Schrankwand oder neues Bett kaufen konnte.". Ich kann diese Leute auch verstehen. Es sind einfache, genügsame, ehrliche und liebenswerte Menschen und in keinster Weise ideologisch verpestet.

LG,
Jens



Das sehe ich ähnlich. Für die meisten Menschen ist Politik nachrangig. Es geht Ihnen vorrangig um die soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit in ihren Lebensbedingungen.

Wenn die Politik es nicht schaft die Lebenswirklichkeit gerecht und einigermassen ausgewogen zu gestalten, kommen extremistische Gruppierungen auf. Das gilt nicht nur für die Ukraine.

Wenn ich meinen Bekannten und Freunden den Sozialstaat Deutschland beschreibe, ihnen von Kindergeld, Arbeitslosenunterstützung, Wohngeld, BAFöG usw. erzähle, dann tritt zumeist ein ungläubiges Staunen auf. Sie halten das für ein Paradies. Wenn ich Ihnen dann erkläre, weswegen unser vorletzter Bundespräsident zurücktreten musste, ein Verteidigungsminister wegen einer weitgehend kopierten Doktorarbeit abtrat, dann lachen sie sich allerdings scheckig.... .

Sie sehen nur bedingt ein, dass sich die Wohltaten eines Staates nur aus der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Gesellschaft ergeben können. Oft werden dann Ausreden für das eigene Engagement gesucht, wie daran sind die Russen schuld, unser Staat ist korrupt, unsere Politiker sind Gangster und so weiter. Der Gedanke, - "Der Staat sind wir " - erscheint mir in den drei ostslavischen, postsovjetischen Nachfolgestatten, in die ich gute Beziehungen habe, nicht besonders ausgeprägt zu sein. Mich, als einem im Westen Deutschlands aufgewachsenen Menschen, wundert immer wieder der Fatalismus der oft mit einem erstaunlichen Pragmatismus einhergeht, der Bevölkerung. Vielleicht macht aber gerade das die Menschen dort oft so liebenswert. Ich kenne einige meiner Bekannten seit 30 Jahren, die allermeisten wünschen sich keinen Sovjetkommunismus zurück und ihnen geht es zumeist besser als unter Breschnev, aber ich kenne auch einige Menschen in "postsovjetischen" Dörfern deren Arbeitsplätze heute nicht mehr existent sind............................ .

Gerade solche Gruppierungen wie Svoboda, halte ich für nicht nützlich die ukrainische Lebenswirklichkeit zu verbessern. Es sind bestenfalls Populisten, schlimmstenfalls echte Faschisten. Die Ukraine bringt nur eine Verbesserung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit nach vorne. Ich bezweifele, dass eine Gruppierung die nationalsozialistiche Maxime in ihrem "Parteiprogramm" stehen hat, die Wettbewerbsfähigkeit befördern kann. Dazu kommt ein, in meinen Augen, pathologischer Antirussismus, der die schon vorhanden ukrainischen Gräben noch weiter vertiefen wird.
Dosis sola facit venenum (Allein die Dosis macht das Gift).
Die es gut meinen, das sind die schlimmsten.
Paracelsus (Philippus Aureolus Theophrastus Bombast von Hohenheim) 1493 - 1541

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Re: Alte und neue Extremisten

#16 Beitragvon mbert » Mittwoch 14. November 2012, 12:46

Jensinski hat geschrieben:Noch etwas zur "Ostalgie". Das ist auch so ein Begriff, den der Westen uns aufdrückt. Warum soll ich nicht sagen dürfen, dass im Alltag des Ostens etwas besser gelöst war als im Westen, dass es hier und da Rückschritte gab und gibt? Ohne ideologische Verblendung würde man das ernsthaft diskutieren können. Aber die Arroganz des Westens holt lieber die Holodomorkeule aus dem Schrank, um jedwede Kritik am eigenen System zu ersticken. Ist doch wie bei Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...!

Einerseits bin ich ganz Deiner Meinung. Andererseits empfinde ich die "Arroganz des Westens" auch als eine Art ideologische Verblendung.
Es gab hier im Westen 1990 genug kritische Stimmen, die dem "Vereinigungs-Hurra" entgegentraten und erklärten, dass das mit Sicherheit so einfach nicht sei. Diese Leute wollte aber gerade im Osten keiner anhören.
Sehen wir es mal so: wir haben uns von beiden Seiten einander annähern müssen, und wenn man andere Länder zum Vergleich heranzieht, ist uns das trotz mancher Konflikte eigentlich ganz gut gelungen. Beide Seiten sollten m.E. darauf verzichten, sich mit Vorwürfen von Arroganz, Motzki, Besserwessi etc. zu begegnen.

Etwas OT, aber musste mal raus :)
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Alte und neue Extremisten

#17 Beitragvon Jensinski » Mittwoch 14. November 2012, 13:39

mbert hat geschrieben:Es gab hier im Westen 1990 genug kritische Stimmen, die dem "Vereinigungs-Hurra" entgegentraten und erklärten, dass das mit Sicherheit so einfach nicht sei. Diese Leute wollte aber gerade im Osten keiner anhören.


mbert, ich nehme das Thema so persönlich, weil ich auch zu den Hunderttausenden bei den Montagsdemos gehörte, in der Firma endlich mal den Mut hatte und den Mund aufmachte... das ist heute noch in meinen Erinnerungen eine sehr bewegte Zeit und ja, ich bin auch ein wenig stolz darauf. Das Interessante war aber, dass wir Anfangs eine andere DDR wollten, mit mehr Freiheiten, mehr Selbstbestimmung, weniger Ideologie. Das Thema Wiedervereinigung - davon hatte doch niemand zu träumen gewagt! Es ging dann alles irgendwie rasend schnell, wir wurden mit unseren Ideen überrollt. Alles weitere war dann wieder Sache der "großen" Politik, kritische Stimmen wollte auf beiden Seiten keiner hören. Was die "Arroganz des Westens" angeht: Da muss ich schmunzeln, denn der einfache Bürger im Westen verhält sich doch wenig anders als der Bürger der SU/des Ostblocks. Es wird gejammert und geschimpft, geseufzt und weitergemacht ;)

LG,
Jens

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Re: Alte und neue Extremisten

#18 Beitragvon mbert » Mittwoch 14. November 2012, 14:44

Jensinski hat geschrieben:mbert, ich nehme das Thema so persönlich, weil ich auch zu den Hunderttausenden bei den Montagsdemos gehörte, in der Firma endlich mal den Mut hatte und den Mund aufmachte... das ist heute noch in meinen Erinnerungen eine sehr bewegte Zeit und ja, ich bin auch ein wenig stolz darauf. Das Interessante war aber, dass wir Anfangs eine andere DDR wollten, mit mehr Freiheiten, mehr Selbstbestimmung, weniger Ideologie. Das Thema Wiedervereinigung - davon hatte doch niemand zu träumen gewagt!

Ja, das war für uns auch eine ziemliche Lawine. Und was Eure damaligen Ideale betrifft, gab es ja gleichzeitig im Westen eine ganze Reihe Menschen, die eine ähnliche Einstellung hatten, nicht nur über die DDR, sondern überhaupt, was eine offene und menschliche Gesellschaft betrifft. Nur muss man leider konstatieren, dass das in der Summe zwischen Ost und West einfach am Ende nicht mehrheitsfähig war. Ich bedaure das auch, aber es ist letztlich eine demokratische Entwicklung gewesen, die nicht den von mir (uns?) gewünschten Verlauf nahm. Das kann man am Ende nur anerkennen....
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Re: Alte und neue Extremisten

#19 Beitragvon Robert » Dienstag 20. November 2012, 00:17

wenn Du als letztes Wort nicht "anerkennen" , sondern z. Bsp . "als Tatsache hinnehmen" [oder so ähnlich ! ] geschrieben hättest - Marbert
-könnte sogar ich dein Statement unterschreiben

Gruß ! Robert
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Re: Alte und neue Extremisten

#20 Beitragvon mbert » Dienstag 20. November 2012, 10:31

Robert hat geschrieben:wenn Du als letztes Wort nicht "anerkennen" , sondern z. Bsp . "als Tatsache hinnehmen" [oder so ähnlich ! ] geschrieben hättest - Marbert
-könnte sogar ich dein Statement unterschreiben

Die Formulierung "als Tatsache hinnehmen" fände ich durchaus auch adäquat. Bin aber schon der Meinung, dass zu Demokratie auch dazugehört, mehrheitliche Entscheidungen, über die man selber nicht glücklich ist, zu akzeptieren...
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Alte und neue Extremisten

#21 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 20. November 2012, 11:00

mbert hat geschrieben:
Robert hat geschrieben:wenn Du als letztes Wort nicht "anerkennen" , sondern z. Bsp . "als Tatsache hinnehmen" [oder so ähnlich ! ] geschrieben hättest - Marbert
-könnte sogar ich dein Statement unterschreiben

Die Formulierung "als Tatsache hinnehmen" fände ich durchaus auch adäquat. Bin aber schon der Meinung, dass zu Demokratie auch dazugehört, mehrheitliche Entscheidungen, über die man selber nicht glücklich ist, zu akzeptieren...

Ja, akzeptieren wäre auch besser gewesen als anerkennen ;)

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Re: Alte und neue Extremisten

#22 Beitragvon Robert » Dienstag 20. November 2012, 17:01

schön schön ........ GOOD
( wiewohl ich schon die Intension Deiner Worte erkannt hatte , wollt ich halt mal wieder von mir hören lassen [smilie=mail1.gif] als Lebenszeichen nach längerer Pause quasi )

Gruß ! Robert (in alter Frische )
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Re: Alte und neue Extremisten

#23 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 20. November 2012, 17:18

Robert hat geschrieben:schön schön ........ GOOD
( wiewohl ich schon die Intension Deiner Worte erkannt hatte , wollt ich halt mal wieder von mir hören lassen [smilie=mail1.gif] als Lebenszeichen nach längerer Pause quasi )

Gruß ! Robert (in alter Frische )

Schönes neues Profilfoto hast du! GOOD

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Re: Alte und neue Extremisten

#24 Beitragvon Robert » Mittwoch 21. November 2012, 22:28

schön schon ....... jedoch als Avatar zu klein

[Denn Galina hatte mich extra dahin , vor das ( hier nichtmehr sichtbare ) Schild praktiziert um zu posen .....
auf welchem steht "Hunde sind an der Leine zu führen"]

ein Schelm , wer Arges dabei denkt
NONO

Gruß ! Robert
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