Politik" Anna Veronika Wendland: Ein Jahr Ukraine-Russland-Krise"

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" Anna Veronika Wendland: Ein Jahr Ukraine-Russland-Krise"

#1 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 30. Januar 2015, 11:30

Nicht zuletzt aber ist der Krieg in der Ukraine auch ein Stresstest für unsere Konzepte von wahr und falsch, von Faktum und Phantasie, von Aufklärung und Gegenaufklärung. Ein britischer Analytiker der russischen Informationspolitik hat es folgendermaßen formuliert: Journalisten, die sich dem investigativen Ethos der bürgerlichen Qualitätspresse verpflichtet fühlen, sind ist im Informationskrieg um die Ukraine dem russischen Produzenten von Nachrichten im Staatsaufrag hoffnungslos unterlegen. In der Zeit, die ein seriöser Journalist benötigt, um ein Ereignis zu recherchieren und voneinander unabhängige Quellen aufzutun, und alle Seiten dabei zu hören, hat die russische Staatsmedienmaschine bereits zehn Versionen produziert. Diese können auch noch so absurd sein, sich auch gegenseitig widersprechen – sie verankern in der russischen Zuhörerschaft die Botschaft, die Wahrheit sei relativ, und auch die elfte Version, das Ergebnis der sauberen Recherche, sei nur eine „Versija“ – eine Version eben.

In der westlichen Zuhörerschaft macht sich aber – da wir gewohnt sind, „auch die andere Seite“ zu hören, und nicht vorbereitet sind auf einen Krieg, der mit medialen Mitteln geführt wird – die Auffassung breit, die Wahrheit in diesem Krieg liege sicherlich irgendwo in der Mitte zwischen der westlichen und der russischen Version; auch im Westen werde manipuliert, wenn auch subtiler, und „beide Seiten“ – die ukrainische Seite und die russische, „aber vor allem die USA“ verbreiteten Unwahrheiten und trügen Mitschuld an dem Konflikt, vor allem durch die Expansionspolitik der NATO im östlichen Europa und durch Einflussnahme auf die Regierung in Kiew. Die Wahrheit ist relativ, sie ist nur eine Version: dieses Gift wirkt auch bei uns.
http://de.euromaidanpress.com/2015/01/2 ... and-krise/

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Re: " Anna Veronika Wendland: Ein Jahr Ukraine-Russland-Krise"

#2 Beitrag von toto66 » Freitag 30. Januar 2015, 14:58

In der Zeit, die ein seriöser Journalist benötigt, um ein Ereignis zu recherchieren und voneinander unabhängige Quellen aufzutun, und alle Seiten dabei zu hören, hat die russische Staatsmedienmaschine bereits zehn Versionen produziert. Diese können auch noch so absurd sein, sich auch gegenseitig widersprechen – sie verankern in der russischen Zuhörerschaft die Botschaft, die Wahrheit sei relativ, und auch die elfte Version, das Ergebnis der sauberen Recherche, sei nur eine „Versija“ – eine Version eben.

das triffts. Und es wirkt leider auch. Nicht nur bei Russen. Unsere "Prorussen" hier haben uns ja neben anderem auch schon mindestens 5 Versionen von MH17 verkauft. Auch ansonsten folgen sie gern der im Artikel angesprochenen verqueren "Logik".
Viele traurige Wahrheiten in dem Artikel. Danke, Sonnenblume !
Das muss ich aus dem Artikel dann doch noch zitieren:
Wie es die Novoe Vremja, der letzte Petersburger Leuchtturm eines russischen Journalismus, der diesen Namen noch verdient, in ihrem sarkastischen russisch-ukrainischen Kriegswörterbuch formulierte: „Krieg: Situation, wenn sich Menschen, die russisch sprechen, mit russischen Waffen auf dem Territorium der Ukraine gegenseitig umbringen“.

Heute äusserte sich auch so ein scheinheiliger Vertreter der Linken, der Bartsch zu Griechenland und dazu ob der die Beteiligung der Rechten an der Regierung in Griechenland und der Ukraine nicht mit zweierlei Maß messe:
http://www.deutschlandfunk.de/neue-regi ... _id=310137

Natürlich misst er mit 2erlei Maß....

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Re: " Anna Veronika Wendland: Ein Jahr Ukraine-Russland-Krise"

#3 Beitrag von paracelsus » Freitag 30. Januar 2015, 16:23

Propaganda gibt es nur auf der russischen Seite.

Schliesslich hat die Ukranine ein "Wahrheitsministerium" und darum ein Monopol auf journalistische Wahrheit.
Da ist doch Recherche vollkommen überflüssig, es sei denn sie steht im Dienst der "Wahrheit
Dosis sola facit venenum (Allein die Dosis macht das Gift).
Die es gut meinen, das sind die schlimmsten.
Paracelsus (Philippus Aureolus Theophrastus Bombast von Hohenheim) 1493 - 1541

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Re: " Anna Veronika Wendland: Ein Jahr Ukraine-Russland-Krise"

#4 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 30. Januar 2015, 16:28

paracelsus hat geschrieben:Propaganda gibt es nur auf der russischen Seite.

Schliesslich hat die Ukranine ein "Wahrheitsministerium" und darum ein Monopol auf journalistische Wahrheit.
Da ist doch Recherche vollkommen überflüssig, es sei denn sie steht im Dienst der "Wahrheit
Ein typischer paracelsus. Wo bleibt denn die Danksagung von Handrij?

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Re: " Anna Veronika Wendland: Ein Jahr Ukraine-Russland-Krise"

#5 Beitrag von toto66 » Freitag 30. Januar 2015, 17:20

Ничего святого: как «русская весна» стирает культурные коды
http://slon.ru/russia/nichego_svyatogo_ ... 0010.xhtml

lohnt sich zu lesen wie vieles auf deren sites

Absurdistan treibt in Moskau immer neue Blüten, gut passend zum Eingangsartikel. ....

Duma überprüft "Annexion" der DDR durch die BRD
Hat die Bundesrepublik die DDR unrechtmäßig annektiert? Im russischen Unterhaus soll eine Resolution zur deutschen Wiedervereinigung erarbeitet werden.

Im russischen Unterhaus gibt es Zweifel daran, dass bei der deutschen Wiedervereinigung alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Es solle eine Resolution zur Verurteilung der "Annexion" der DDR durch die Bundesrepublik erarbeitet werden, sagte Duma-Präsident Sergej Naryschkin im Parlament in Moskau. Er habe den Ausschuss für Auswärtige Beziehungen damit beauftragt, eine Erklärung zu verfassen.
...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015 ... nexion-ddr

und das ist ein Leserkommentar dazu:
das ist wohl eine ernste Frage, es war ja sogar noch schlimmer als auf der Krim - man hat die DDR einfach gekauft und hat "das Volk" NIE gefragt, ob es mit dieser Entwicklung so einverstanden ist,
Heute daraus noch einen Strick zu drehen, erscheint unrealistisch, aber die Nachfrage ist durchaus berechtigt.

In der Zeit", nicht bei "Bild" oder "Junge Welt"

Ich überlege ernsthaft den deutschen Pass abzugeben [smilie=dash2.gif]

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Re: " Anna Veronika Wendland: Ein Jahr Ukraine-Russland-Krise"

#6 Beitrag von Anuleb » Freitag 30. Januar 2015, 19:04

Schon klar. Und als nächstes wird dann sicherlich festgestellt, dass auch hier in Deutschland viele von Russland und Kasachstan vertriebene Russlanddeutsche leben, welche von der deutschen Bevölkerung diskriminiert und eingeschüchtert werden. Womit dann auch schon klar wäre, wo die nächsten putinschen grünen Männchen auftauchen.

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