Ukrainische Nationale NachrichtenagenturUS-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

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Handrij
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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#26 Beitrag von Handrij » Donnerstag 8. März 2018, 00:35

Kolobok hat geschrieben:
Mittwoch 7. März 2018, 22:54
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 7. März 2018, 16:51
Ja, Petja und seine Bande haben bis zum 28.02. noch getönt, dass sie kein russisches Gas kaufen brauchen und die Ukraine energieunabhängig und von der russischen Gasnadel gesprungen sei. Und huch plötzlich ab dem 1. März sieht die Sache ganz anders aus? Dass Gasprom irgendwelche Differenzen begleichen müsste, ist erst einmal wieder ein frommer Wunsch von Naftohas. Mal schauen, wann sie die angeblich abgeschlossenen Verträge präsentieren.
Wahrscheinlich weißt auch du als eigentlich gut informierter Mensch, dass die Dinge viel komplizierter sind, als du sie hier darstellen willst. Ich bleibe mal die Links schuldig und führe mal ein paar Argumente aus dem Gedächtnis auf.
- Man hat kein Gas mehr in Russland gekauft, weil man sich damit in eine schwächere Position vor Gericht begeben hätte, weil das wie ein Zugeständnis ausgelegt werden hätte können. Ich bin kein Jurist, aber scheinbar war man mit der Taktik erfolgreich.
- Auch dir lieber Handrij wurde bestimmt in den letzten Tagen des öfters erklärt wie so ein Gasnetz, insbesondere in der Ukraine funktioniert. Das die großen Gasspeicher im Westen des Landes liegen und die großen Verbraucher eher im Osten des Landes anzutreffen sind. Es ist auch kein Geheimnis, dass selbst wenn noch genug Gas in den Speichern ist, man zum Ende des Winters das Gas nicht mehr im genügenden Tempo, wie es beim letzten Kälteeinbruch notwendig gewesen wäre, aus den Speichern bekommt um das Gas umzuverteilen.
- Ja und man sollte auch nicht vergessen, dass der "zuverlässige" Partner Russland, just in diesem Augenblick den Druck an seinen Übergabestellen mal um 20% gesenkt hat. Wahrscheinlich wollte man mal wieder in einer schwierigen Situation auf die Gasdiebe in der Ukraine zeigen. Bei einigen würde so was ohne zu hinterfragen ja wieder beklatscht werden. Eigentlich ist die Ukraine diesmal recht zivilisiert aus dem Streit raus gekommen. Da auch Gazprom etwas Recht bekommen hat, wäre das doch eigentlich eine gute Basis für einen Neuanfang. Aber mit dem heutigen Russland geht so etwas scheinbar nicht mehr.
Vielleicht noch einmal zur Verdeutlichung der Absurdität des Ganzen die Situation aus der Sicht von Naftohas oder von mir aus "der Ukraine":
Ende Februar, Anfang März brach aus unerfindlichen Gründen noch einmal der Winter aus. Die tägliche Entnahme aus den Gasspeichern näherte sich den 200 Millionen Kubikmetern am Tag. Zum 28. waren etwas weniger als 10 Milliarden Kubikmeter in den vor allem Westen befindlichen Gasspeichern, obgleich fast zwei Milliarden Kubikmeter als im Jahr zuvor. Je weniger Gas drin ist, um so schwerer wird es das Gas wieder zu heben. Es ergab sich ein tögliches Defizit von 20 Millionen Kubikmeter. Man ersuchte in Moskau um Hilfe und überwies schon mal Geld. Gazprom zeigte aus bekannten Gründen den Stinkefinger und verwies auf die formale sich aus den Verträgen ergebende Prozedur: erst technische Verträge, dann Geld, dann Gas. Naftohas schlug Alarm, Petja stimmte mit Wowa H. ein. Zu Hilfe "Ukrainer, dreht für das Vaterland die Heizung runter". die Kinder bleiben zu Hause, dann sparen wir die Heizung für Kindergärten und Schulen, die Unis waren ja eh schon zu. Großverbraucher der Industrie tragen ebenso ihr Schärflein bei. Einen Tag später wird Entwarnung gegeben. "Ukrainer, ihr seid großartig!". Ganze 14 Prozent Gas seien eingespart worden. Aus Polen wurden 60 Millionen Kubikmeter für den März versprochen = etwa weniger als 2 Millionen Kubikmeter am Tag, wobei ja das Defizit trotz Einsparungen dann immer noch bei 17 Millionen gelegen haben soll. Wie dem auch sei. Krise überwunden, die Krise hat die Nation zusammengeschweißt und Europa gezeigt, dass die Russen unzuverlässig sind.

Zur Erinnerung: 2009 als die Russen das Gas komplett abdrehten, stellte die damalige Naftohas-Mannschaft das System komplett auf Revers um. Damals lief die Industrie noch auf einem höheren Niveau und Krim und Sepigebiete mussten auch mit versorgt werden. Wie die Batkiwschtschyna-Leute jetzt wohl zu recht betonten, wurden damals keine Heizungen runtergedreht und weder Kindergärten noch Schulen oder Universitäten geschlossen. Es ist sicherlich einfacher das komplette System umzustellen, doch war damals der Verbrauch ungleich höher als heute und die Vorratshaltung wesentlich besser und damals gab es die seit 2014 gelaufenen Geschichten noch nicht.

Jetzt stellt sich mir die Frage, wieso die verantwortlichen Manager immer noch auf ihrem Posten sind, haben sie doch, wenn man die ganze Erzählung glaubt, das angeblich im Krieg mit Russland befindliche Land - Krim, Ostukraine - gerade in eine Situation gebracht, in der sie Gas beim Kriegsgegner in einem Wintermonat also zu einem erwartbar hohen Preis kaufen müssen? Die Manager von Naftohas liefern das Land der Gnade des Todfeinds aus? Wie bescheuert ist das denn? Wieso sind die Jungs noch auf ihrem Posten? Wenn Stockholm wie von Naftohas erwartet am Ende zum Kauf von russischem Erdgas verpflichtet, dann sollte das doch in den Sommermonaten erfolgen, um nicht in die peinliche Situation zu kommen, die russische Armee mehr als nötig zu finanzieren.

Die Geschichte ist hanebüchen und stinkt von vorne bis hinten. IMHO ging es nur darum, auf Nord Stream 2 aufmerksam zu machen und das wieder mehr als ungeschickt und vermutlich eher sogar mit negativen Folgen nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland zumindest für Petjas Wahlkampagne. Aber wer weiß, die Fans fressen sicherlich alles.

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Kolobok
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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#27 Beitrag von Kolobok » Donnerstag 8. März 2018, 18:58

Handrij hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 00:35
Die Geschichte ist hanebüchen und stinkt von vorne bis hinten. IMHO ging es nur darum, auf Nord Stream 2 aufmerksam zu machen und das wieder mehr als ungeschickt und vermutlich eher sogar mit negativen Folgen nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland zumindest für Petjas Wahlkampagne. Aber wer weiß, die Fans fressen sicherlich alles.
Hanebüchend wird die Geschichte erst, wenn man bei seinen "Argumenten" mal schnell ein paar Tatsachen weg lässt, dafür aber kaum nachprüfbare Behauptungen aufstellt. Wenn ich mich an 2009 zurück erinnere, dann gab es da eine Ukraine, die keine Probleme mit Kohle hatte und einige Anlagen "problemlos" von Gas auf Kohle umgestellt hat.
Wie man sieht, hat sich die Ukraine ja gerade nicht der Gnade des Todfeindes ausgeliefert, sondern diesen regelrecht vorgeführt. Das sieht man natürlich nur, wenn man nicht total verblendet ist. Russland hat demonstriert, dass es seine Rohstoffe auch als Waffe einsetzt und nicht kompromissbereit ist. Früher hatte Russland wohl keine Probleme damit, das Gas auch mal ohne technische Verträge zu liefern, Hauptsache das Geld war da. Die Ukraine hat gezeigt, dass sie in der Not das Gas auch aus dem Westen bekommen kann. Dem Westen hat sie gezeigt, dass nicht alle Bemühungen umsonst waren, sondern die Ukraine ein zuverlässiger Partner ist, auch wenn es ihr schwer fällt. Ich würde sagen, alles richtig gemacht. So ein bisschen Theaterdonner gehört auch dazu. Wenn die Ukraine die westlichen Politiker schon nicht mit $$$ locken kann, dann kann sie wenigsten mal zeigen, was da für Spinner im Kremel sitzen.

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#28 Beitrag von Handrij » Donnerstag 8. März 2018, 21:17

Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 18:58
Handrij hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 00:35
Die Geschichte ist hanebüchen und stinkt von vorne bis hinten. IMHO ging es nur darum, auf Nord Stream 2 aufmerksam zu machen und das wieder mehr als ungeschickt und vermutlich eher sogar mit negativen Folgen nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland zumindest für Petjas Wahlkampagne. Aber wer weiß, die Fans fressen sicherlich alles.
Hanebüchend wird die Geschichte erst, wenn man bei seinen "Argumenten" mal schnell ein paar Tatsachen weg lässt, dafür aber kaum nachprüfbare Behauptungen aufstellt. Wenn ich mich an 2009 zurück erinnere, dann gab es da eine Ukraine, die keine Probleme mit Kohle hatte und einige Anlagen "problemlos" von Gas auf Kohle umgestellt hat.
Kohleprobleme gibt es derzeit angeblich auch nicht. Siehe Rotterdam+, Südafrika, Pennsylvania ... Und umzustellende "Anlagen" gibt es jetzt auch einige weniger als 2009.

Was soll nicht nachprüfbar sein? Die ganze Naftohas-Argumentation? Ja, die müssen wir glauben. Die Zahlen, die müssen wir auch glauben:

1. März Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...&:
Gazprom refusal to supply gas violates Stockholm Tribunal ruling

1 March 2018, Kyiv — Naftogaz is surprised to learn of Gazprom’s decision not to supply gas to Ukraine in March. Naftogaz has already provided full prepayment for deliveries in line with an invoice received from Gazprom under the terms of the supply contract amended by the Stockholm Arbitral Tribunal.
The company regards Gazprom’s refusal to supply gas as a contractual violation and non-compliance with the Tribunal’s award. Naftogaz will demand that Gazprom provides compensation for the damage caused by this violation.
“We have prepaid for Russian gas, fulfilling the award of the Stockholm Tribunal. By refusing to supply this prepaid gas, Gazprom prevents Naftogaz from fulfilling the award regarding the purchase of minimum contract volumes,” commented Naftogaz CEO Andriy Kobolyev.
According to Kobolyev, over the past four years of gas purchases from European suppliers, Naftogaz never encountered a comparable situation where the company did not receive prepaid fuel.
Naftogaz calls on its European partners to draw their own conclusions regarding the reliability of a counterparty that can provide an invoice, receive payment, and then refuse to supply gas.
“In light of this arbitrary behavior, we invite our European partners to consider whether it is wise to let this counterparty strengthen its influence, which is already significant, on their market through the construction of Nord Stream 2,” Kobolyev observed.
Corporate Communications Department

NJSC Naftogaz of Ukraine
2. März Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...:
Das Energieministerium der Ukraine hat Einschränkungen beim Gasverbrauch wegen des Problems in der Gasbilanz in Höhe von 15 bis 20 Millionen Kubikmeter täglich eingeführt.
Das gab der Energieminister der Ukraine, Ihor Nasalyk, in der Fragestunde der Regierung im Parlament bekannt. Ein Krisenstab unter der Leitung von Stepan Kubiw habe gestern einen nationalen Aktionsplan beschlossen.
Der Plan tritt ab heute in Kraft. Er sieht laut dem Minister die Umstellung von Stromproduzenten von Gas auf Heizöl vor. Damit würden täglich 15 bis 20 Millionen Kubikmeter gespart werden.
Nasalyk sagte weiter, der Stab hätte empfohlen, den Betrieb in de Schulen, Kindergarten und Hochschulen einzustellen. Er hätte auch Produzenten gebeten, Produktionsprozesse zu ändern, um Gas zu sparen.
Nach Angaben des Ministers würden Probleme mit der Gasbilanz bis zum 5./6. März dauern.
Der ukrainische Energiekonzern Naftogaz hatte zuvor mitgeteilt, dass der russische Gazprom sich weigerte, das im Voraus bezahlte Gas im Rahmen des durch das Stockholmer Schiedsgericht geänderten Vertrags im März zu liefern.
Der Krisenplan vom 1. März mit den Maßnahmen der Schließung der Kindergärten, Schulen, Universitäten und anderer Sparmaßnahmen btw. Masut statt Gas usw.:
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2. März Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...&:
Naftogaz urgently buys gas from PGNiG after Gazprom’s withdrawal from starting deliveries to Ukraine
2 March 2018, Warsaw — Naftogaz and Poland’s PGNiG have signed a contract for urgent gas supplies following the yesterday’s Gazprom’s decision to refuse starting supply of gas to Naftogaz, which happened a day after the announcement of the award of the Stockholm Tribunal.
The contract with PGNiG is effective until the end of March 2018. The contracted volume totals over 60 mcm. The delivery started today at 6 a.m. through Hermanowice node that connects Polish and Ukrainian gas transmission systems.
“The current situation around gas supply proves that our focus on diversification of supplies was the right decision. Thanks to our Polish partners, yet another attempt of Moscow to use gas as a political weapon against Ukraine has failed. I hope that the EU and governments of the relevant member states will consider this case when making their final decision on Nord Stream 2 ,” commented Naftogaz CEO Andriy Kobolyev.
“Energy solidarity and good cooperation between neighboring countries is our duty. Especially now that Ukraine has problems with deliveries from Russia and the demand for natural gas for household heating purposes has been on the rise due to harsh winter conditions”, said Piotr Woźniak, President of PGNiG Management Board. Mr. Wozniak also explained that “We are prepared to increase the volume of deliveries or extend the effective term of the contract, depending on Ukrainian market demand. PGNiG can ensure stable and secure gas supplies thanks to its diversified portfolio of, which is a mix of domestic production in Poland and import supplies including regular deliveries of LNG from Qatar and USA.
PGNiG delivered to Ukraine over 1 bcm by the end of 2017.
Naftogaz is Ukraine’s national group of companies operating in all segments of the oil and gas market, including trading, production, transportation, storage, refining and distribution. It accounts for about 80% of domestic production. The group sees its mission in promoting an efficient Ukrainian gas market integrated with the European Union to ensure affordable and secure energy supply to Ukrainian consumers.
PGNiG (Polish Oil and Gas Company) is the leader of the Polish natural gas market. The company’s core business includes exploration and production of natural gas and crude oil. Its subsidiaries import, store, sell and distribute gaseous fuels. They also generate and trade heat and electricity. PGNiG holds stake in 30 companies including entities that provide professional geophysical, drilling and maintenance services. PGNiG holds exploration and production licenses in Norway and in Pakistan. One of its subsidiaries PGNiG Supply & Trading GmbH with a seat in Munich deals with gas trading in Western Europe and established its London international LNG trading office.
Corporate Communications Department
NJSC Naftogaz of Ukraine
Petja gibt am 3. früh Entwarnung:


und weil es so schön, war gestern nochmal mit ein paar Statisten:

Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 18:58
Wie man sieht, hat sich die Ukraine ja gerade nicht der Gnade des Todfeindes ausgeliefert, sondern diesen regelrecht vorgeführt. Das sieht man natürlich nur, wenn man nicht total verblendet ist. Russland hat demonstriert, dass es seine Rohstoffe auch als Waffe einsetzt und nicht kompromissbereit ist. Früher hatte Russland wohl keine Probleme damit, das Gas auch mal ohne technische Verträge zu liefern, Hauptsache das Geld war da. Die Ukraine hat gezeigt, dass sie in der Not das Gas auch aus dem Westen bekommen kann. Dem Westen hat sie gezeigt, dass nicht alle Bemühungen umsonst waren, sondern die Ukraine ein zuverlässiger Partner ist, auch wenn es ihr schwer fällt. Ich würde sagen, alles richtig gemacht. So ein bisschen Theaterdonner gehört auch dazu. Wenn die Ukraine die westlichen Politiker schon nicht mit $$$ locken kann, dann kann sie wenigsten mal zeigen, was da für Spinner im Kremel sitzen.
Im Hintern von Petja und Wowa muss es ganz schön dunkel sein ...

28.12.2017 Petja im Gebiet Odessa:
«Was ging vor sich in den vergangenen zwei Jahren? Wir sind energietechnisch unabhängig. Sie (Russland) klopfen an: vielleicht nehmt ihr unser Gas? Nein, bei uns ist alles gut. Wenn es billig und fair, nicht korruptionsbehaftet ist, bitte sehr»


Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... "Noch vor kurzem waren wir mit allen Energieressourcen von der Russischen Föderation abhängig. Das wurde immer als Instrument des Drucks und der Erpressung genutzt. Heute leben wir mehr als 720 Tage ohne einziges Quentchen russischen Gases. Es wurden nicht wenige Anstrengungen unternommen, um diese Unabhängigkeit zu erreichen."


Und etwas mehr als zwei Monate später stimmt das nicht mehr? Wann haben die Typen dann gelogen? Damals oder Anfang März? Für Kolobok ist das bestimmt weiter völlig widerspruchsfrei und "die Ukraine" hat dem Feind mal wieder richtig gezeigt, was eine Harke ist. Vor allem haben die EU-Staaten nochmal richtig mit "Theaterdonner" gezeigt bekommen, dass es auf dieser Transitstrecke nie aus heiterem Himmel zu unerwarteten Problemen kommen kann. Kiew hat da alles im Griff. Im Zweifel dreht "der Ukrainer" lieber an der eigenen Heizung, als das dem mal an der Westgrenze weniger Gas ankommt. Aufopferungsvoll wird auch weiterhin Europa in der Ukraine verteidigt!! Nur ob die verfetteten Europäer das dargebrachte Opfer überhaupt zu schätzen wissen?

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#29 Beitrag von Kolobok » Donnerstag 8. März 2018, 23:19

Handrij hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 21:17

Was soll nicht nachprüfbar sein? Die ganze Naftohas-Argumentation? Ja, die müssen wir glauben. Die Zahlen, die müssen wir auch glauben:
Na nimm doch einfach mal diese deine Aussage:
Handrij hat geschrieben: Die Manager von Naftohas liefern das Land der Gnade des Todfeinds aus?
Aber sag mal, bist du erfolgreicher Manager? Welche Anzeichen hätten denn für dich schon im Sommer dafür gesprochen, wann das Gericht wie entscheiden wird? Wie hättest du dich für den Winter mit Erdgas eingedeckt, wenn du nicht gerade so viel Geld hast? Auf der sicheren Seite wäre man wohl nur, wenn man davon ausgeht, dass vom 1. November bis 1.April dauerhaft 20 Grad Frost sind. Was wäre deine fachmännische juristische Meinung, wie es die Entscheidung des Gerichtes beeinflusst hätte, wenn du während des Prozesses plötzlich wieder Gas bei Gazprom zu deren Bedingungen gekauft hättest?
Da du ja so viel Verständnis für das Verhalten von Gazprom hast, kannst du ja mal erklären, warum Gazprom so plötzlich nach dem Gerichtsbeschluss den Druck in den Leitungen senken musste? Gab es eine Havarie?
Mal sehen ob es dazu auch lange Copy & Past Antworten gibt.
So wie ich das sehe, hätten die "Deppen" in Kiew die paar kalten Tage auch noch überstanden. Das Gerichtsurteil hätte für beide Seiten eine gute Basis für einen Neuanfang sein können. Was wäre denn passiert, wenn Russland sofort Verhandlungsbereitschaft gezeigt hätte? Wäre die Präsentation von Putins Wunderwaffen nicht so glorreich rüber gekommen? Hätte dann das Bild nicht mehr gepasst, dass die ganze böse Welt gegen Russland ist?

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#30 Beitrag von Handrij » Freitag 9. März 2018, 00:15

Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
Na nimm doch einfach mal diese deine Aussage:
Handrij hat geschrieben: Die Manager von Naftohas liefern das Land der Gnade des Todfeinds aus?
Was verstehst du daran nicht? Ist es zu schwer für dich zu begreifen, dass zu der Situation nicht das vorhersehbare Nichtentgegenkommen Gasproms geführt hat? Das heißt für den entsprechenden Manager, dass er immer vom schlechtesten Fall auszugehen hat und das schließt bspw auch mögliche Fröste im März ein.
Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
Aber sag mal, bist du erfolgreicher Manager?
Dämliche Frage ... ich muss mit dir in einem Forum diskutieren, also offensichtlich nicht.
Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
Welche Anzeichen hätten denn für dich schon im Sommer dafür gesprochen, wann das Gericht wie entscheiden wird?
Du hast offensichtlich nichts verfolgt und antwortest nur aus der Annahme heraus, dass Petja und Co. immer recht haben, weil sie die Kämpfer des Guten gegen das Böse sind.
Ansonsten hättest du vor bspw. vor Augen, dass Naftohas im Mai vorigen Jahres bereits den Sieg im Gaslieferprozess vorfeierte, sie also das Urteil in Grundzügen kannten (Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...&). Allerdings steht wohl kaum im Dezember erfolgten Urteil, dass sie ab 1. März Gas bei Gasprom kaufen müssen, sondern allenfalls die Jahresabnahmemenge von fünf Milliarden Kubikmeter. Zudem wussten sie, dass das Reexportverbot wegfällt, das heißt, überschüssiges Gas hätten sie im Zweifelsfall weiterverkaufen können.
Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
Mal sehen ob es dazu auch lange Copy & Past Antworten gibt.
Erst wegen "kaum nachprüfbaren Behauptungen" greinen und dann sich über zu viel Lesestoff beschweren.
Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
So wie ich das sehe, hätten die "Deppen" in Kiew die paar kalten Tage auch noch überstanden. Das Gerichtsurteil hätte für beide Seiten eine gute Basis für einen Neuanfang sein können. Was wäre denn passiert, wenn Russland sofort Verhandlungsbereitschaft gezeigt hätte? Wäre die Präsentation von Putins Wunderwaffen nicht so glorreich rüber gekommen? Hätte dann das Bild nicht mehr gepasst, dass die ganze böse Welt gegen Russland ist?
Das Urteil zu den Lieferbedingungen kam bereits in vollem Wortlaut im Dezember. Wann sie, wie lange verhandelt haben wissen wir nicht und wir wissen auch nicht, ob es überhaupt eine Vereinbarung gab. Kobolew hatte selbst noch am 23. Februar gesagt, dass es keine Einigung mit Gasprom gäbe (Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...). Fünf Tage später gab es laut Naftohas eine Einigung und dann die beiderseitige Bestätigung von der nicht erfolgten Geldzahlung.

Also nochmal ganz langsam:
Die Jungs glauben entweder nicht selbst an ihre Kriegsrhetorik und gingen von einem für Naftohas günstigen Verhalten Gasproms aus oder sie haben eine Krisensituation riskiert oder sogar simuliert mit dem Ziel PR gegen Nord Stream 2 zu machen. Du bist anscheinend davon begeistert. Ich halte es hingegen für kontraproduktiv.

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#31 Beitrag von Kolobok » Freitag 9. März 2018, 18:27

Handrij hat geschrieben:
Freitag 9. März 2018, 00:15
Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
Aber sag mal, bist du erfolgreicher Manager?
Dämliche Frage ... ich muss mit dir in einem Forum diskutieren, also offensichtlich nicht.
Dafür weißt du aber recht genau, wie sich die Manager zu verhalten gehabt hätten.
Handrij hat geschrieben:
Freitag 9. März 2018, 00:15
Das heißt für den entsprechenden Manager, dass er immer vom schlechtesten Fall auszugehen hat und das schließt bspw auch mögliche Fröste im März ein.
So als Techniker kann ich dir aus meiner Erfahrung sagen, dass immer ein Restrisiko bleibt. Wie groß dieses ist, hängt auch davon ab wie wirtschaftlich es ist, dieses weiter zu minimisieren und welche Pläne man im Schadenfall hat.
Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
Du hast offensichtlich nichts verfolgt und antwortest nur aus der Annahme heraus, dass Petja und Co. immer recht haben, weil sie die Kämpfer des Guten gegen das Böse sind.
Ansonsten hättest du vor bspw. vor Augen, dass Naftohas im Mai vorigen Jahres bereits den Sieg im Gaslieferprozess vorfeierte, sie also das Urteil in Grundzügen kannten (Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...&).
Lass mal gut sein mit deinen Annahmen über mich. Gerade weil ich es verfolgt habe, weiß ich das damals auch Gazprom die Entscheidung noch als Sieg verkauft hat.
Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
Erst wegen "kaum nachprüfbaren Behauptungen" greinen und dann sich über zu viel Lesestoff beschweren.
Naja Qualität lässt sich halt nicht so einfach durch Quantität ersetzen. Ich habe ja so einige Fragen gestellt die mich interessieren.

Aber ist schon klar, du hast ja volles Verständnis für russische Knebelverträge die total wasserdicht sind. Es war sicherlich auch total in Ordnung als Russland keinen Vorzugspreis mehr gewährte weil man die Militärbasis in Sewastopol ja nicht mehr mieten musste na usw.

Aber wenn die Ukraine zur Lösung von Streitigkeiten vor Gericht zieht, alles tut um zu gewinnen und das Ergebnis entsprechend ausschlachtet, dann kocht bei dir das Blut.

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#32 Beitrag von Handrij » Samstag 10. März 2018, 17:03

Kolobok hat geschrieben:
Freitag 9. März 2018, 18:27
Dafür weißt du aber recht genau, wie sich die Manager zu verhalten gehabt hätten.
Ah, "die da oben wissen schon". Der Plebs soll gefälligst seinen Mund halten und die da machen lassen. Kritik und Nachprüfen unerwünscht, denn "die da oben sehen das besser".
Kolobok hat geschrieben:
Freitag 9. März 2018, 18:27
So als Techniker kann ich dir aus meiner Erfahrung sagen, dass immer ein Restrisiko bleibt. Wie groß dieses ist, hängt auch davon ab wie wirtschaftlich es ist, dieses weiter zu minimisieren und welche Pläne man im Schadenfall hat.
Da hat ja jemand Amerika für uns entdeckt.
Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
Lass mal gut sein mit deinen Annahmen über mich. Gerade weil ich es verfolgt habe, weiß ich das damals auch Gazprom die Entscheidung noch als Sieg verkauft hat.
Natürlich hat jeder das erstmal als seinen Sieg verkauft. Das Argument, das Naftohas damals bereits wusste, was auf sie zukommen könnte und das mit Fristen, interessiert dich aber weiterhin nicht. Insgesamt ist dieser Winter aber nicht anders als die vorherigen einzuschätzen, da das Urteil erst für 2018 gilt und die ukrainische Propaganda tönt ja seit über zwei Jahren, dass sie gar kein russisches Gas brauchen. Dass dann aber plötzlich ein Notstand eingetreten sein soll, der dann ebenso plötzlich innerhalb eines Tages beseitigt worden sein soll, interessiert dich ebenso nicht.
Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
Handrij hat geschrieben: Erst wegen "kaum nachprüfbaren Behauptungen" greinen und dann sich über zu viel Lesestoff beschweren.
Naja Qualität lässt sich halt nicht so einfach durch Quantität ersetzen. Ich habe ja so einige Fragen gestellt die mich interessieren.
Nix mitbekommen, wann war das gleich nochmal?
Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
Aber ist schon klar, du hast ja volles Verständnis für russische Knebelverträge die total wasserdicht sind. Es war sicherlich auch total in Ordnung als Russland keinen Vorzugspreis mehr gewährte weil man die Militärbasis in Sewastopol ja nicht mehr mieten musste na usw.
Und wieder einer aus der Palette: Kritik an der ukrainischen Führung und nachprüfen der Aussagen unerwünscht, weil könnte ja dem Russen nutzen. Jeder der Petja und seinen Trupp kritisiert, ist ein Russland-Versteher oder zumindest ein Gasprom-Versteher. Dass die "wasserdichten" Verträge damals zum Nachteil des Landes waren, ist eine Binsenweisheit. Die Kritik daran kannst du an Julia schicken. Oh, sie hatte damals auch einen Preisnachlass fast bis zu den Präsidentschaftswahlen ausgehandelt, die sie dann unerwartet verlor. Bloß gut, dass am 31.12.2019 das Kapitel dann vorbei ist.
Kolobok hat geschrieben:
Donnerstag 8. März 2018, 23:19
Aber wenn die Ukraine zur Lösung von Streitigkeiten vor Gericht zieht, alles tut um zu gewinnen und das Ergebnis entsprechend ausschlachtet, dann kocht bei dir das Blut.
Irrtum, mir gefällt nur nicht, wenn die Typen einen für Vollidioten halten und einem jede Woche etwas anderes auftischen. Dir gefällt das offensichtlich, Hauptsache da ist ein Dreizack draufgepappt.

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#33 Beitrag von Kolobok » Sonntag 11. März 2018, 10:55

Handrij hat geschrieben:
Samstag 10. März 2018, 17:03

Nix mitbekommen, wann war das gleich nochmal?
Na dann fasse ich für dich noch einmal zusammen:
1. Warum drosselte Gazprom just am Tag der Urteilsverkündung den Druck in den Gasleitungen? Gab es eine Havarie oder sonstige ungewöhnliche Umstände?
2. Was wäre geschehen wenn Naftogas schon während der Gerichtsverhandlung Gas bei Gazprom gekauft hätte? Hätte dies die Entscheidung der Richter beeinflussen können?
3. Wie hätten sich die Naftogas Manager perfekt auf den Winter, unter den gegebenen Rahmenbedingungen, vorbereiten müssen?

Deine Antwort auf Frage drei war bisher ja nur, dass du eigentlich keine Fachkompetenz hast, aber genau weißt, dass man es anders machen muss. Jeder Zweifel an deiner Aussage ist eine Lobhudelei der Bande in Kiew.
Handrij hat geschrieben:
Samstag 10. März 2018, 17:03
Dass die "wasserdichten" Verträge damals zum Nachteil des Landes waren, ist eine Binsenweisheit.
Das die Verträge wasserdicht wären, hat eigentlich nur immer Gazprom behauptet. Wie man sieht, lagen sie damit auch diesmal falsch. Aber Gazprom ist bei dir ja außerhalb jeder Kritik. Ist genau so, wie ich es jeden Tag im russischen Mainstream lesen kann.

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#34 Beitrag von Handrij » Sonntag 11. März 2018, 12:21

Kolobok hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 10:55
Na dann fasse ich für dich noch einmal zusammen:
1. Warum drosselte Gazprom just am Tag der Urteilsverkündung den Druck in den Gasleitungen? Gab es eine Havarie oder sonstige ungewöhnliche Umstände?
Wenn du die Veröffentlichungen von Ukrtransgas wirklich zur Kenntnis genommen hättest, dann hättest du wissen können, dass Gasprom bereits angeblich seit geraumer Zeit den Gasdruck an der Übergabestelle nicht gewährleistet. Also nochmal die Frage, warum setze ich dann als verantwortungsvolles Management eines Konzerns in einem Land, das sich ständig im Krieg mit diesem Nachbarn wähnt, dann genau auf diesen Nachbarn? Schizophrenie oder Taschen vollhauen?
Kolobok hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 10:55
2. Was wäre geschehen wenn Naftogas schon während der Gerichtsverhandlung Gas bei Gazprom gekauft hätte? Hätte dies die Entscheidung der Richter beeinflussen können?
Lesen kannst oder willst du offensichtlich nicht oder auch nur selektiv, halt das was dir in deinen Kram passt. Das ist genau das, was ich oben bereits erläutert habe. Nochmal zur Erinnerung:
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 7. März 2018, 12:49
Naftohas hat die von Januar 2009 bis Ende Dezember 2019 geltenden Verträge 2014 in Stockholm aufgrund der aufgetretenen wirtschaftlichen Probleme und der Unerfüllbarkeit der Bedingungen angefochten und diese bewusst nicht umgesetzt, um der eigenen Argumentation nicht zu schaden.
Kolobok hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 10:55
3. Wie hätten sich die Naftogas Manager perfekt auf den Winter, unter den gegebenen Rahmenbedingungen, vorbereiten müssen?
Wieder hast du nichts von dem gelesen, was ich weiter oben bereits schrieb. Ich bezweifle, dass es überhaupt eine Notsituation gab. Ich unterstelle, dass es allein dein geliebter "Theaterdonner", also eine billige PR-Show war. Hätteste du alles schon vor ein paar Tagen lesen können. Ich verweise nur auf die vorhandenen Gasvorräte und die blitzschnelle Beseitigung der "Notsituation" mit seltsam geringen Mengen eingekauften Gases. Dies gleichzeitig mit der Verhöhnung des Durchschnittsukrainers durch Präsidenten und Naftohas-Führung, der doch bitte die Heizung runterdrehen soll, um die Gasvorräte zu schonen.
Kolobok hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 10:55
Deine Antwort auf Frage drei war bisher ja nur, dass du eigentlich keine Fachkompetenz hast, aber genau weißt, dass man es anders machen muss. Jeder Zweifel an deiner Aussage ist eine Lobhudelei der Bande in Kiew.
Was machst du sonst hier ständig? Argumente bringst du ja eher nicht und auf Argumente meinerseits gehst du prinzipiell nicht ein.
Kolobok hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 10:55
Das die Verträge wasserdicht wären, hat eigentlich nur immer Gazprom behauptet. Wie man sieht, lagen sie damit auch diesmal falsch. Aber Gazprom ist bei dir ja außerhalb jeder Kritik. Ist genau so, wie ich es jeden Tag im russischen Mainstream lesen kann.
Ui, da kommt er wieder mit Allgemeinplätzen. Die Frage ist weiter, wieso begebe ich mich in eine Abhängigkeit von einem unsicheren Vertragspartner, wenn ich es nicht muss und zudem gab es ja diese Abhängigkeit nur ein paar Tage vorher überhaupt nicht.

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#35 Beitrag von Kolobok » Sonntag 11. März 2018, 13:24

Handrij hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 12:21
Kolobok hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 10:55
Na dann fasse ich für dich noch einmal zusammen:
1. Warum drosselte Gazprom just am Tag der Urteilsverkündung den Druck in den Gasleitungen? Gab es eine Havarie oder sonstige ungewöhnliche Umstände?
Wenn du die Veröffentlichungen von Ukrtransgas wirklich zur Kenntnis genommen hättest, dann hättest du wissen können, dass Gasprom bereits angeblich seit geraumer Zeit den Gasdruck an der Übergabestelle nicht gewährleistet. Also nochmal die Frage, warum setze ich dann als verantwortungsvolles Management eines Konzerns in einem Land, das sich ständig im Krieg mit diesem Nachbarn wähnt, dann genau auf diesen Nachbarn? Schizophrenie oder Taschen vollhauen?
Äh, ich verstehe jetzt nicht an welcher Stelle deiner Frage die Antwort auf mein "Warum" steht. Bist du Politiker oder gab es deiner Meinung kein Absenken des Gasdruckes durch Gazprom?
Ich versuche mal auf dein "Warum" zu antworten. Warum macht die Ukraine das. Ich gehe mal davon aus, dass sie so ihren Verpflichtungen für den Gastransit nach Europa nachkommt. Da das Gas ja nicht von allein durch die Röhren strömt, bedeutet ein Absenken des Gasdruckes durch Russland einen erhöhten Aufwand für die Ukraine in einer mieslichen Situation. Die Manager von Naftogas werden bestimmt nicht schlecht verdienen, aber das machen die bei Gazprom auch. Deshalb wäre doch gerade der letzte Gerichtsbeschluss ein guter Punkt für einen Kompromiss und einen Neuanfang gewesen. Ich glaube, das habe ich schon des öfteren geschrieben. Aber wie ich sehe ist beschimpfen ja viel einfacher als sachlich zu diskutieren.

Ansonsten verstehe ich dich jetzt langsam so, dass die Naftogas Manager eigentlich alles richtig gemacht haben. Da das aber nicht sein darf, muss man sich jetzt lautstark über ihre öffentliche Auftritte und zwei Tage Verwirrung in einem mehrjährigen Gastreit aufregen. Wenn es dir dadurch besser geht, bitte, du hast natürlich vollkommen recht.

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#36 Beitrag von Handrij » Sonntag 11. März 2018, 14:21

Kolobok hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 13:24
Äh, ich verstehe jetzt nicht an welcher Stelle deiner Frage die Antwort auf mein "Warum" steht.
Du verstehst ja offensichtlich so einiges nicht.
Kolobok hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 13:24
Bist du Politiker oder gab es deiner Meinung kein Absenken des Gasdruckes durch Gazprom?
Ich versuche mal auf dein "Warum" zu antworten. Warum macht die Ukraine das. Ich gehe mal davon aus, dass sie so ihren Verpflichtungen für den Gastransit nach Europa nachkommt. Da das Gas ja nicht von allein durch die Röhren strömt, bedeutet ein Absenken des Gasdruckes durch Russland einen erhöhten Aufwand für die Ukraine in einer mieslichen Situation. Die Manager von Naftogas werden bestimmt nicht schlecht verdienen, aber das machen die bei Gazprom auch.
Also du glaubst UkrTransHas/Naftohas aufs Wort, einzig und allein, weil dort ein Dreizack draufgepappt ist. Dann schau dir doch mal bitte schön diese beiden Grafiken über den Gasdruck in Sudscha aus unverfänglicher Quelle an.

01.03.2018
presure-sudzha-01-03-2018.jpg
26.10.2017
sudzha-ukr-26-10-2017.png
Deiner der Regierungspropaganda entlehnten Argumentation folgend, hätte Gasprom also auch im Januar und im Oktober vorigen Jahres ein durch das Schiedsurteil bedingtes Absenken des Gasdrucks verursacht. Allein, wo war die Gaskrise? Ah ja, lass mich raten, damals gab es keine niedrigen Temperaturen und erheblich höhere Gasvorräte, alles klar. Nur sieht das Sinken des Gasdrucks für mich als Laien eher erratisch als gezielt verursacht aus. Der Techniker, der an der Messstation immer die Lampe hält, hat da bestimmt eine andere Begründung parat. Und wir müssen wohl auch auf Anhieb glauben, dass UkrTransHas uns nicht mit angegebenen vertraglichen Bedingungen die Taschen vollhaut.
Kolobok hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 13:24
Deshalb wäre doch gerade der letzte Gerichtsbeschluss ein guter Punkt für einen Kompromiss und einen Neuanfang gewesen. Ich glaube, das habe ich schon des öfteren geschrieben.
Dein Wort in Naftohas und Gasproms Ohr ...
Kolobok hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 13:24
Aber wie ich sehe ist beschimpfen ja viel einfacher als sachlich zu diskutieren.
Du hast dir das Beschimpfen aufgrund deiner konsequenten Ignoranz redlich verdient.
Kolobok hat geschrieben:
Sonntag 11. März 2018, 13:24
Ansonsten verstehe ich dich jetzt langsam so, dass die Naftogas Manager eigentlich alles richtig gemacht haben. Da das aber nicht sein darf, muss man sich jetzt lautstark über ihre öffentliche Auftritte und zwei Tage Verwirrung in einem mehrjährigen Gastreit aufregen. Wenn es dir dadurch besser geht, bitte, du hast natürlich vollkommen recht.
Du stehst offensichtlich darauf verarscht zu werden, solange es "der Sache" dient.

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#37 Beitrag von Kolobok » Sonntag 11. März 2018, 19:16

Ach Handrij, du kannst doch einfach sagen, dass du nicht weißt warum Gazprom so kurzfristig den Druck noch weiter als üblich gesenkt hat. Hast du dir deine Grafiken mal angeschaut?
Für dich scheint es ja total in Ordnung zu sein, wenn Gazprom beständig unter seinen Verpflichtungen bleibt. Da ist es dann auch gar nicht schlimm, wenn es noch estwas weiter runter geht.
Bist du beim Fleischer auch so großzügig wenn er dich übers Ohr haut? Oder sind daran dann auch die Deppen in Kiew schuld?

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#38 Beitrag von Handrij » Mittwoch 14. März 2018, 19:02

Wie üblich gehst du nicht auf das vorher Geschriebene ein. Ich liste noch einmal die sich für mich ergebenden Fragen auf:
  • Ist die von UkrTransHas angegebene untere Grenze für den Gasdruck wirklich aus irgendwelchen Verträgen korrekt zu entnehmen oder ist das eine Behauptung, die wir glauben müssen? Wenn du einen Beleg hast, wäre es schön, wenn du diesen allen zur Verfügung stellen würdest. Wenn der von UkrTransHas behauptete Mindestdruck Gegenstand der Verträge ist, wieso wurde das nicht in Stockholm Teil der Klage? IMHO ging es immer nur um die Transitmengen insgesamt.
  • Wenn die von UkrTransHas bereitgestellten Zahlen stimmen, wieso wird dann behauptet, dass der Abfall des Gasdrucks etwas mit Stockholm zu tun habe, wobei doch ersichtlich ist, dass es ähnlich starke und tiefe Abfälle bereits im Januar, Oktober und auch im vorigen März gab?
  • Wenn die von UkrTransHas bereitgestellten Zahlen stimmen, wieso hat Naftohas nicht entsprechend vorgesorgt, um "Notkäufe" in Polen zu vermeiden?
  • Wenn Gasprom sich also unvorhersehbar verhält, wieso setzt Naftohas dann angeblich ausgerechnet auf diesen Lieferanten in einer Periode des Jahres, in der es jedes Jahr einen erhöhten Bedarf sowohl im Eigenverbrauch als auch im Transit zu erwarten gibt? Zur Erinnerung: Stockholm schreibt soweit zumindest mir bekannt ist nicht vor, dass Naftohas eben am 1. März mit den Käufen bei Gasprom zu beginnen habe.
  • Wieso konnte die angebliche Krise innerhalb eines Tages mit nach der vorhergehenden Darstellung der Schwierigkeit der Situation völlig unzureichenden Mengen beigelegt werden?
  • Wieso sollten westeuropäische Unternehmen auf Lieferungen über das ukrainische Gastransportsystem setzen, wenn sich derartige Situationen ständig wieder ergeben können?

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#39 Beitrag von Kolobok » Mittwoch 14. März 2018, 23:31

Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 19:02
Wie üblich gehst du nicht auf das vorher Geschriebene ein.
Das gebe ich gerne zurück. Der Druck in der Gasleitung wird geringer und du erklärst mir, dass der gar nicht da sein müsste?
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 19:02
[*] Ist die von UkrTransHas angegebene untere Grenze für den Gasdruck wirklich aus irgendwelchen Verträgen korrekt zu entnehmen oder ist das eine Behauptung, die wir glauben müssen?
Es soll da technische Zusatzvereinbarungen geben in denen alles festgelegt ist. Ich denke, dass es so was gibt, ist selbstverständlich bei den Größenordnungen um die es da geht. Da kannst du gerne nachschauen und die Kiewer Bande der Lüge überführen. Ansonsten guck dich mal bei dir zu Hause um. Dir wird eine gewisse Spannung in der Steckdose garantiert. Ohne einen gewissen Wasserdruck würde deine Waschmaschine nicht funktionieren na und Gas bekommst du auch nicht 6 Monate ganz viel und den Rest wenig. Hauptsache die Menge stimmt. Aber bei solchen Kleinigkeiten von Milliarden von $$$ wird man da flexibler sein?
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 19:02
[*] Wenn die von UkrTransHas bereitgestellten Zahlen stimmen, wieso wird dann behauptet, dass der Abfall des Gasdrucks etwas mit Stockholm zu tun habe, wobei doch ersichtlich ist, dass es ähnlich starke und tiefe Abfälle bereits im Januar, Oktober und auch im vorigen März gab?
Aus diesem Grund habe ich dich ja jetzt schon öfter gefragt, welchen anderen Grund es in Russland gerade geben könnte, Havarie oder so? Aber vor der Antwort drückst du dich ja.
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 19:02
[*] Wenn die von UkrTransHas bereitgestellten Zahlen stimmen, wieso hat Naftohas nicht entsprechend vorgesorgt, um "Notkäufe" in Polen zu vermeiden?
[*] Wenn Gasprom sich also unvorhersehbar verhält, wieso setzt Naftohas dann angeblich ausgerechnet auf diesen Lieferanten in einer Periode des Jahres, in der es jedes Jahr einen erhöhten Bedarf sowohl im Eigenverbrauch als auch im Transit zu erwarten gibt? Zur Erinnerung: Stockholm schreibt soweit zumindest mir bekannt ist nicht vor, dass Naftohas eben am 1. März mit den Käufen bei Gasprom zu beginnen habe.
Ich dachte die Sache mit dem Restrisiko wäre dir klar gewesen. Du schriebst etwas nettes wie "Amerika entdecken"
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 19:02
[*] Wieso konnte die angebliche Krise innerhalb eines Tages mit nach der vorhergehenden Darstellung der Schwierigkeit der Situation völlig unzureichenden Mengen beigelegt werden?
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 19:02
[*] Wieso sollten westeuropäische Unternehmen auf Lieferungen über das ukrainische Gastransportsystem setzen, wenn sich derartige Situationen ständig wieder ergeben können?
Jetzt hörst du dich schon wie Herr Heyden an.
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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#40 Beitrag von Handrij » Donnerstag 15. März 2018, 11:23

Kolobok hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 23:31
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 19:02
Wie üblich gehst du nicht auf das vorher Geschriebene ein.
Das gebe ich gerne zurück. Der Druck in der Gasleitung wird geringer und du erklärst mir, dass der gar nicht da sein müsste?
Mit dem Verstehen der deutschen Sprache hast du offenbar auch so deine Probleme. Meine Frage zielte darauf ab, ob diese Norm wirklich so in der Form fixiert ist, wie es UkrTransHas uns erzählt. Kann es vielleicht sein, dass Gasprom von vertraglich zulässigen Abweichungen Gebrauch macht? Wenn Gasprom in diesem Fall gegen die vertraglich vorgeschriebene Norm verstößt, wieso wurde das nicht auch zum Thema vor Gericht?
Kolobok hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 23:31
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 19:02
[*] Ist die von UkrTransHas angegebene untere Grenze für den Gasdruck wirklich aus irgendwelchen Verträgen korrekt zu entnehmen oder ist das eine Behauptung, die wir glauben müssen?
Es soll da technische Zusatzvereinbarungen geben in denen alles festgelegt ist. Ich denke, dass es so was gibt, ist selbstverständlich bei den Größenordnungen um die es da geht. Da kannst du gerne nachschauen und die Kiewer Bande der Lüge überführen. Ansonsten guck dich mal bei dir zu Hause um. Dir wird eine gewisse Spannung in der Steckdose garantiert. Ohne einen gewissen Wasserdruck würde deine Waschmaschine nicht funktionieren na und Gas bekommst du auch nicht 6 Monate ganz viel und den Rest wenig. Hauptsache die Menge stimmt. Aber bei solchen Kleinigkeiten von Milliarden von $$$ wird man da flexibler sein?
Den Transitvertrag kannst du hier einsehen:
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Ja, hier wird mir eine gewisse Spannung garantiert ROFL Das Lichtflackern und Durchbrennen von Lampen hat bestimmt nichts zu bedeuten. Unter der Dusche frag ich mich auch immer, ob gleich die kochend heiße Phase oder die eiskalte kommt und halte die eine Hand immer am Regler. Ziemlich oft frage ich mich auf den tröpfelnden Hahn schauend, ob überhaupt Wasser kommt. Zu den hier üblichen Abweichungen von der Norm im Stromnetz gibt es einen kleinen Ausschnitt im Film der Deutschen Welle zum Thema: politik-pipelines-t90775.html#p129030
Den Grafiken von UkrTransHas ist zu entnehmen, dass der von Gasprom gewährleistete Druck zwischen 50 und 65 kgf/cm² schwankt. Vertraglich sollen den Worten von UkrTransHas 60-65 nach vorgeschrieben sein. Warum ist das nicht Gegenstand der Klage? Das sind ja immerhin Mehraufwendungen, wenn auf der Ausgangsseite eben dieser Normdruck dann von Seiten UkrTransHas hergestellt werden muss.
Kolobok hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 23:31
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 19:02
[*] Wenn die von UkrTransHas bereitgestellten Zahlen stimmen, wieso wird dann behauptet, dass der Abfall des Gasdrucks etwas mit Stockholm zu tun habe, wobei doch ersichtlich ist, dass es ähnlich starke und tiefe Abfälle bereits im Januar, Oktober und auch im vorigen März gab?
Aus diesem Grund habe ich dich ja jetzt schon öfter gefragt, welchen anderen Grund es in Russland gerade geben könnte, Havarie oder so? Aber vor der Antwort drückst du dich ja.
Ich drücke mich nicht vor einer Antwort, da ich sie nicht weiß. Kann es sein, dass es wenn es in der Ukraine kalt wird, in Russland auch kalt wird und es dementsprechend einen höheren Gasbedarf gibt, den die Gaspromtechniker wiederum aufgrund der eigenen Unzulänglichkeiten nur schwer decken können? Wie bereits oben geschrieben, sehen die Schwankungen erratisch also durch technische Unzulänglichkeiten bedingt aus. Für dich als Techniker ist das natürlich klar, dass das reine Willkür von Gasprom ist und dass sie alle vier mal in denen sie negative Entscheidungen in Stockholm hinnehmen musste, den Kleinrussen mal wieder etwas Druck runternahmen. Oder noch besser: die haben da einen Typen extra eingestellt, der den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat, als an irgendwelchen "virtuellen Ventilen" zu drehen bzw. Knöpfen zu drücken, damit ja nicht der Normdruck zustande kommt. Die Kleinrussen müssen halt auf Trab gehalten werden.
Willkür wegen der Stockholm-Entscheidung wäre es für mich, wenn wir eine stabile Norm im Vorfeld gesehen hätten, die dann genau zu dem Datum nicht mehr eingehalten wird. Aber du siehst ja offensichtlich andere Grafiken von UkrTransHas als ich.
Kolobok hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 23:31
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 19:02
[*] Wenn die von UkrTransHas bereitgestellten Zahlen stimmen, wieso hat Naftohas nicht entsprechend vorgesorgt, um "Notkäufe" in Polen zu vermeiden?
[*] Wenn Gasprom sich also unvorhersehbar verhält, wieso setzt Naftohas dann angeblich ausgerechnet auf diesen Lieferanten in einer Periode des Jahres, in der es jedes Jahr einen erhöhten Bedarf sowohl im Eigenverbrauch als auch im Transit zu erwarten gibt? Zur Erinnerung: Stockholm schreibt soweit zumindest mir bekannt ist nicht vor, dass Naftohas eben am 1. März mit den Käufen bei Gasprom zu beginnen habe.
Ich dachte die Sache mit dem Restrisiko wäre dir klar gewesen. Du schriebst etwas nettes wie "Amerika entdecken"
Bei zwei Milliarden Kubikmeter höheren Vorräte als im Vorjahr schließe ich den unkalkulierbaren Faktor des "Restrisikos" aus. Btw 200 Millionen Kubikmeter Gasbedarf Anfang März sollten bei den in der Ukraine doch vorkommenden Wintern nicht überraschend und unkalkulierbar sein. Zudem erinnere ich noch einmal an die seltsam schnelle Behebung des Problems mit schnell eingekauften Gasmengen, die weit unter dem angeblich existierenden Fehlbedarf lagen. Darüber hinaus noch die alberne PR-Kampagne "Dreh die Heizung runter" mit welcher die Durchschnittsukrainer verhöhnt wurden.
Kolobok hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 23:31
Handrij hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 19:02
[*] Wieso sollten westeuropäische Unternehmen auf Lieferungen über das ukrainische Gastransportsystem setzen, wenn sich derartige Situationen ständig wieder ergeben können?
Jetzt hörst du dich schon wie Herr Heyden an.
Wer sagt dir, dass hier nicht UH schreibt?
Kolobok hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 23:31
Die Ukraine hat doch ihre Verpflichtungen erfüllt!
Und waren sie jemals in Gefahr? War es klug den Geschäftspartnern einen Schrecken einzujagen bzw. es zu versuchen?

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#41 Beitrag von Mario Thuer » Donnerstag 15. März 2018, 11:57

Es wäre ja mal interessant zu wissen wie der Gasdruck nach dem 1. März sich entwickelt hat.

Auch fehlt komischerweise im Diagramm vom letzten Jahr der Dezember.
Es ist ja Anfang Dezember (12.12.) die Gasverteilstation in Österreich explodiert und in Folge dessen ist bekannt dass 30% weniger Gas aus der Ukraine kam.
Wie hat sich der Druck da geändert?
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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#42 Beitrag von Handrij » Donnerstag 15. März 2018, 12:06

Mario Thuer hat geschrieben:
Donnerstag 15. März 2018, 11:57
Es wäre ja mal interessant zu wissen wie der Gasdruck nach dem 1. März sich entwickelt hat.

Auch fehlt komischerweise im Diagramm vom letzten Jahr der Dezember.
Es ist ja Anfang Dezember (12.12.) die Gasverteilstation in Österreich explodiert und in Folge dessen ist bekannt dass 30% weniger Gas aus der Ukraine kam.
Wie hat sich der Druck da geändert?
Einige Daten des ukrainischen Gastransportsystems lassen sich mit einer gewissen Verzögerung hier einsehen:
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Dabei auch zum erfolgten Transit über die einzelnen Gasmessstrationen, wie bspw. die Station Sudscha und das auch im Rückblick, was übrigens eine großartige Neuerung nach 2014 war.

Die Diagramme zum Gasdruck geben sie nur unregelmäßig heraus.
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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#43 Beitrag von Mario Thuer » Donnerstag 15. März 2018, 12:22

die Kurven auf
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sagen ja eigentlich schon alles.

Wenn man vom Transit ausgeht ist nichts auffällig um den 1. März herum.
Viel weniger Gas als da kam ja Ende Januar.
Man sieht da auch gut den kurzen Einbruch um den 12.12.
"Glaube nichts bevor es der Kreml dementiert!" :-)

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Re: US-Außenministerium: Russland sollte nicht Gas als politische Waffe einsetzen

#44 Beitrag von Mario Thuer » Donnerstag 15. März 2018, 12:30

ich mag die interaktiven highchart.com Diagramme
Nutze ich für meine Anlagen auch.

Eigentlich war um den 1. März herum das Maximum an Transit
Gas.jpg
"Glaube nichts bevor es der Kreml dementiert!" :-)

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