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RSS-Bot-UN
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Ein Ausweg für die Ukraine - UN

#1 Beitrag von RSS-Bot-UN » Dienstag 10. Februar 2015, 00:15

Wiktor Baloga spricht von der Notwendigkeit ein Referendum durchzuführen, um den „Südosten loszulassen“, wenn sich nicht die Mehrheit der Ukrainer für eine Verlängerung der Kriegshandlungen ausspricht. Gennadij Korban empfiehlt der ukrainischen Regierung, mit wem auch immer einen Frieden zu vereinbaren, „wenn ein Blitzkrieg nicht gelingt“. Solche Launen greifen die russischen Massenmedien gerne auf und beteuern, dass die Position der legendären „Kriegspartei“ in der ukrainischen Führung geschwächt wird – jetzt sind in ihr keine Balogas, keine Kolomojskijs. Und vor allem finden diese Launen sogar unter den Ukrainern Unterstützung, die nicht verstehen, weshalb man in ihrem Land kämpft und wofür Menschen sterben. Für die territoriale Einheit? Für den Donbass? Aber wenn doch die Mehrheit der Bewohner der okkupierten Gebiete wirklich nicht mit dem ganzen anderen Land an einer neuen Ukraine bauen will, wenn sie selbst einige Monate nach dem Krieg Russland noch nicht für einen Aggressor hält, welchen Sinn macht dann dieser Widerstand?
Herkunft: Ukraine-Nachrichten: Politik: Ein Ausweg für die Ukraine

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Sonnenblume
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Re: Ein Ausweg für die Ukraine - UN

#2 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 10. Februar 2015, 11:14

Ich selbst könnte ein ganzes Referat darüber schreiben, wie die Grenzen der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik (USSR) errichtet wurden, die die Ukraine geerbt hat.
Und dass Lenin und Stalin die Vereinigung des „proletarischen Donbass“ mit der für ihre Trennung vom Imperium kämpfenden „christlichen Ukraine“ für eine Falle hielten, ist kein Geheimnis. Aber seitdem ist ein ganzes Jahrhundert vergangen. Und unser Staatswesen ist aus territorialer Sicht keine Nachfolgerin der UNR (Ukrainische Volksrepublik 1917-1920), sondern der USSR.
Können wir uns davon lossagen? Vielleicht, zur Beendigung eines Krieges ist alles möglich. Aber wie soll man mit den Bewohnern der okkupierten Gebiete verfahren? Glauben wir, dass sie sich in Anwesenheit der Kämpfer eines der abscheulichsten Regime der modernen Welt frei äußern können? Oder denken wir vielleicht, dass die Russen selbst, Einwohner des Aggressor-Staates frei wählen? Warum gingen sie dann zu Hunderttausenden zu Protesten, als Putin und andere Hütchenspieler zum wiederholten Mal die Ergebnisse der Parlamentswahlen fälschten? Oder glauben wir zusammen vielleicht an die Echtheit der Ergebnisse des „Referendums“ auf der okkupierten Krim?
Nein, solche Abstimmungen kann man nur unter der Bedingung der Abwesenheit von Besatzungsarmeen, konkurrierenden Positionen, freien Massenmedien und Übergangszeiten durchführen. Wenn man Putin seinen Willen lässt, stimmt morgen Finnland für die Vereinigung mit dem Leningrader Gebiet. Warum auch nicht? Wyborg gehört doch uns.
Herkunft: Ukraine-Nachrichten: Politik: Ein Ausweg für die Ukraine

Absolut lesenswert!

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