Allgemeines Diskussionsforum | Begriff "Nation"

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Optimist
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Re: Begriff "Nation"

#51 Beitragvon Optimist » Dienstag 17. Juli 2012, 00:22

Als Deutscher lebe ich hier in der Ukraine mit meiner ukrainischen Familie, ich behaupte, dass ich und meine Familie hier derzeit auch unter Janukowitsch mehr Freiheiten geniessen als in Deutschland. Ein Nationalismus würde unsere Freiheit einschränken.
Bitte darum uns das Gegenteil zu beweisen!

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Re: Begriff "Nation"

#52 Beitragvon mbert » Dienstag 17. Juli 2012, 09:12

Optimist, beweisen lässt sich bie so etwas offenbar wenig, denn viel hat ja mit dem subjektiven Erleben zu tun. Viele Leute, die ich kenne, leiden fast schon körperlich unter der Willkür im Land, und damit meine ich jetzt nicht ein Russifizierungsgesetz,sondern Gerichte, die auf Bestellung arbeiten, Polizei, bei der auch schon mal jemand draufgeht, dann natürlich diese unerträglichen Gangster-Gesichter, die man schon in den 90ern gehasst hat, die einen jetzt in feinen Anzügen vom Fernsehen angrinsen. Dann die Rückkehr des Propagandafunks auf den staatlichen Sendern. Die Liste lässt sich fortsetzen. Ich glaube, wenn ich von denen jemand fragte, ob sie sich frei fühlen, würden sie etwas die Stirn runzeln.

Ich glaube zu verstehen, dass es Dir darum gerade nicht geht, sondern eher um ein Lebensgefühl, eine Mentalität. Die kenne und schätze ich auch von dem Land (nur: die ist ja kein Verdienst von Janukovytsch). Nur habe ich Zweifel, dass ein normaler Ukrainer das so empfindet, zumal dem auch materielle Probleme im Wege stehen - wer einen Job hat, muss oft noch einen zweiten machen, um mit der Familie normal leben zu können. Ich weiß nicht, von welchem Geld Du lebst, geht mich auch nichts an, aber meine Erfahrung ist, dass wenn man etwas Geld aus D bezieht, sich das Leben in UA sehr viel besser anfühlt.

Insofern lässt mich diese Äußerung insgesamt doch mit etwas gemischten Gefühlen zurück.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Begriff "Nation"

#53 Beitragvon eurojoseph » Dienstag 17. Juli 2012, 10:11

mbert hat geschrieben:Ich weiß nicht, von welchem Geld Du lebst, geht mich auch nichts an, aber meine Erfahrung ist, dass wenn man etwas Geld aus D bezieht, sich das Leben in UA sehr viel besser anfühlt.

Insofern lässt mich diese Äußerung insgesamt doch mit etwas gemischten Gefühlen zurück.

mir geht es genauso........und weil es in D eine ziemliche Ueberregulierung gibt ist es leicht sich freier zu fühlen...allerdings kann ich mir vorstellen, das die Bullen wieder so frech kassieren wie vor den Orangen Zeiten...
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Re: Begriff "Nation"

#54 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 17. Juli 2012, 10:27

Bogonag hat geschrieben:Im Gegenteil ich weiß es aus eigener Erfahrung das die Hebräer in D alles bevorzugt bekamen, teilweise sogar in übertriebener Weise, aus falsch verstandenem Wiedergutmachungswillen.

Was heißt in übertriebener Weise? Keiner kann das wieder gut machen, was denen angetan wurde. Da von Übertreibungen bei Wiedergutmachung zu sprechen, halte ich für grenzwertig.

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Re: Begriff "Nation"

#55 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 17. Juli 2012, 10:29

eurojoseph hat geschrieben:
mbert hat geschrieben:Ich weiß nicht, von welchem Geld Du lebst, geht mich auch nichts an, aber meine Erfahrung ist, dass wenn man etwas Geld aus D bezieht, sich das Leben in UA sehr viel besser anfühlt.

Insofern lässt mich diese Äußerung insgesamt doch mit etwas gemischten Gefühlen zurück.

mir geht es genauso........und weil es in D eine ziemliche Ueberregulierung gibt ist es leicht sich freier zu fühlen...allerdings kann ich mir vorstellen, das die Bullen wieder so frech kassieren wie vor den Orangen Zeiten...

Die "Bullen" haben auch zu orangenen Zeiten frech kassiert und als dann noch der Strafenkatalog verschärft wurde, war es noch schlimmer!

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Re: Begriff "Nation"

#56 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 17. Juli 2012, 10:35

mbert hat geschrieben: Viele Leute, die ich kenne, leiden fast schon körperlich unter der Willkür im Land, und damit meine ich jetzt nicht ein Russifizierungsgesetz,sondern Gerichte, die auf Bestellung arbeiten, Polizei, bei der auch schon mal jemand draufgeht...

Und das ist im ganzen Land so, im Westen, wie im Osten, im Süden wie im Norden. Und dies abzuschaffen, wäre mal ein Grund zusammenzustehen und sich nicht auseinanderdividieren zu lassen. Aber das wird wohl immer ein frommer Wunsch für die Ukrainer von mir bleiben...

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Re: Begriff "Nation"

#57 Beitragvon Handrij » Dienstag 17. Juli 2012, 11:18

Optimist hat geschrieben:Als Deutscher lebe ich hier in der Ukraine mit meiner ukrainischen Familie, ich behaupte, dass ich und meine Familie hier derzeit auch unter Janukowitsch mehr Freiheiten geniessen als in Deutschland. Ein Nationalismus würde unsere Freiheit einschränken.
Bitte darum uns das Gegenteil zu beweisen!


Im Prinzip hat es mbert schon gesagt. Deine Probleme fangen dann an, wenn du jemandem auf die Füße trittst (veröffentliche Artikel über Missstände in einer Zeitung und benenne konkret den Verantwortlichen bzw. starte den Versuch) oder du ein Problem hast, für dessen Lösung dir nur Geld deine Freiheit gibt und du hast dieses Geld nicht.

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Re: Begriff "Nation"

#58 Beitragvon Bogonag » Dienstag 17. Juli 2012, 11:28

Sonnenblume hat geschrieben:
Bogonag hat geschrieben:Im Gegenteil ich weiß es aus eigener Erfahrung das die Hebräer in D alles bevorzugt bekamen, teilweise sogar in übertriebener Weise, aus falsch verstandenem Wiedergutmachungswillen.

Was heißt in übertriebener Weise? Keiner kann das wieder gut machen, was denen angetan wurde. Da von Übertreibungen bei Wiedergutmachung zu sprechen, halte ich für grenzwertig.




Übertriebener Weise heißt , das ich es erlabt habe das ein Deutscher Marktbetreiber vom Marktmeister bei einem Stadtest trotz Zusage auf einen Platz, vom Marktmeister entfernt wurde um einem pol. Jüdischen Aussteller den Platz zu machen.

Apropo Wiedergutmachung ... da Du ja so gute Kontakte nach RU unterhälst und Dich um die Ukrainer berechtigte Sorgen machst, setz Dich dann doch mal in RU dafür ein das aller Schaden welcher am ukrainischen Volk ... nur seid der Zeit Lenin/ Stalin - Holodomor ( das geraubte Getreide und andere Agrarprodukte) bis 1991, ersetzt wird . Das wäre ein verdammt guter Beitrag zur Wiedergutmachung und für das Wohl der Ukrainer.

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Re: Begriff "Nation"

#59 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 17. Juli 2012, 12:50

Bogonag hat geschrieben:Apropo Wiedergutmachung ... da Du ja so gute Kontakte nach RU unterhälst und Dich um die Ukrainer berechtigte Sorgen machst, setz Dich dann doch mal in RU dafür ein das aller Schaden welcher am ukrainischen Volk ... nur seid der Zeit Lenin/ Stalin - Holodomor ( das geraubte Getreide und andere Agrarprodukte) bis 1991, ersetzt wird . Das wäre ein verdammt guter Beitrag zur Wiedergutmachung und für das Wohl der Ukrainer.

Ich habe an anderer Stelle schon gesagt, dass ich weiß, wie man sich als Gast in einem Land zu verhalten hat und dies auch tue. Und mit deiner Signatur "Wenn mein Gast, mein Freund und Mitbewohner mir meine Ruhe und meine Ordnung in meinem Hause lässt, dann wird er niemals meine Angst spüren !!!" sagst du ja, dass du das im Grunde nicht anders siehst.

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Re: Begriff "Nation"

#60 Beitragvon mbert » Dienstag 17. Juli 2012, 12:55

Sonnenblume hat geschrieben:Ich habe an anderer Stelle schon gesagt, dass ich weiß, wie man sich als Gast in einem Land zu verhalten hat und dies auch tue.

... und abgesehen davon ist es nun wirklich nicht Deine Aufgabe, Russland "auf Kurs" zu bringen. Dass man da, wo es sich anbietet (und auch jemand zuhören würde), dann auch mal seinen Mund aufmacht, halte ich für selbstverständlich und muss nicht weiter erwähnt werden. Ich finde auch, dass das nun hier wirklich nicht das Thema sein sollte.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Begriff "Nation"

#61 Beitragvon Optimist » Dienstag 17. Juli 2012, 14:14

Mit mehr Freiheit meine ich z.B. :
In Deutschland muss jeder noch so kleine "Pubs" gesetzlich geregelt sein. Passiert etwas oder gibt es Probleme wird nach dem Staat gerufen ( "ICH bezahle schliesslich Steuern, warum ist der Schee nicht geräumt auf der Strasse?")
Kinder und Hühner machen Krach und sie dürfen dies in der Ukraine, hoffentlich noch lange.
Man kann sagen, so ist meine Erfahrung, werden wir hier nicht so gegängelt in vielen Dingen, wie in Deutschland.
Und wenn es Probleme gibt, wird nicht wie in Deutschland, gleich nach der Polizei gerufen.
Der gesamte Kontrollmechanismus wie in Deutschland exsistiert hier nicht.
Bin zufrieden, zumal das Stück Land auf dem ich lebe, in Deutschland nicht bezahlbar und unterhaltbar wäre ( und vermutlich erheblichen bürokratischen Aufwand auslösen würde, Versicherung, Steuer, Kanalisationskontrollen, Schornsteinfeger und und und ) hier gehts ohne!

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