VermischtesBesuch in Donezk: Was bleibt

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Besuch in Donezk: Was bleibt

#1 Beitrag von Handrij » Mittwoch 20. Juli 2016, 23:43

Seit zwei Jahren reist unser Autor regelmäßig nach Donezk. Während um die Stadt im Donbass weiter gekämpft wird, feiern die Menschen in Donezk wieder Partys – und stellen sich grundsätzliche Fragen nach der Zukunft.
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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#2 Beitrag von Malcolmix » Samstag 23. Juli 2016, 17:54

Dieser Passus ist entscheidend:

"Der Modus „Überleben“ ist vorbei, die Menschen leben wieder. Aber sie stellen sich nun ganz grundsätzliche Fragen, zuallererst: Gibt es hier eine Zukunft? Wenn die „Volksrepubliken“ weiter in dem heute herrschenden Schwebezustand bleiben, werden natürlich jene bleiben, die keine Wahl haben: Rentner, Beamte und Bergmänner. Aber die jungen Donezker, die sich heute fragen, was sie später mal mit dem Diplom einer nicht anerkannten Republik anfangen können, werden die Gebiete verlassen."

Wirtschaftlich haben die Volksrepubliken nichts zu bieten. Russland und die Ukraine wären die erste mögliche Alternative, aber Russlands Wirtschaft könnte langfristig stärker ins Schlingern geraten als die der Ukraine, wenn sich die Rohstoffpreise nicht erholen. Dann werden diese besser Ausgebildeten über die Ukraine versuchen, in den Westen zu kommen.

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#3 Beitrag von Handrij » Samstag 23. Juli 2016, 17:59

Modell ukrainischer und russischer Pass gleichzeitig. Ukrainischer vor allem wenn die Visafreiheit mit dem Schengenraum Realität ist. Transnistrien hat es vorgemacht ...

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#4 Beitrag von Malcolmix » Samstag 23. Juli 2016, 19:06

Transnistrien als großes Vorbild zu preisen klingt auch abenteuerlich...

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#5 Beitrag von Handrij » Samstag 23. Juli 2016, 19:08

Vorbild? Es ist das, worauf es hinausläuft und womit offenbar alle irgendwie einverstanden sind.

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#6 Beitrag von Malcolmix » Samstag 23. Juli 2016, 19:21

Da würde ich eher sagen: Was Moldawien und die Ukraine hinnehmen müssen...

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#7 Beitrag von Handrij » Samstag 23. Juli 2016, 19:42

Ah, wie dumm von mir, wie konnte ich nur unterstellen, dass Kiew ganz zufrieden mit dem jetzigen Zustand ist. Ich hab natürlich wieder alle beharrlichen doch leider vergeblichen Versuche der Regierung, nein Entschuldigung, den täglichen aufopferungsvollen Kampf Kiews um die eigene von den Kreml-Orks unterdrückte Bevölkerung der okkupierten Gebiete unterschlagen. Die Bewohner von Donezk und Luhansk warten ungeduldig auf den Abzug der Besatzer und sind bereit in jedem Moment blau-gelb zu hissen und die Befreier mit Brot und Salz zu begrüßen.
Ähnliches gilt natürlich auch für alle anderen von Russland annektierten und okkupierten Gebiete.

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#8 Beitrag von Malcolmix » Samstag 23. Juli 2016, 19:54

Mit leichter Ironie und gewisser Selbstüberheblichkeit läßt sich wunderbar diskutieren. Gerne schalte ich auch auf diesen Modus und verweise darauf, das die dort lebende Bevölkerung ganz bestimmt freiwillig abstimmt. Darum sind ja auch nur so wenige geflüchtet und man hat größte Probleme, in der Ukraine einen Flüchtling aus den besetzten Gebieten zu finden. Gell?

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#9 Beitrag von Handrij » Samstag 23. Juli 2016, 21:13

Wer hindert Kiew daran, die sich aus Minsk ergebenden Verpflichtungen zu erfüllen und dabei in die eigenen Gesetze Bedingungen zu schreiben? Beispiel war das Donbass-Sondergesetz vom September 2014. Wo ist ein Sonder-Wahlgesetz, das genau noch einmal die Voraussetzungen wiederholt, wann Wahlen unter welchen Bedingungen stattfinden können - beispielsweise vollständiger Waffenabzug bestätigt von den OSZE-Beobachtern, vollständiger Waffenstillstand über drei Monate, gewährleisteter freier Zugang für die Medien usw. Ähnliches lässt sich auch mit der Verfassungsänderung veranstalten, die ja nur besagt, dass ein gesondertes Gesetz alles vorschreibt. In dem Gesetz kann alles mögliche stehen. Danach lässt sich wunderbar und berechtigt mit dem Finger auf die andere Seite zeigen ... Dass sie verfassungswidrig die Verfassung im Krieg - oder haben wir etwa gar keinen Krieg??? - ändern können, haben die Volksvertreter ja vor kurzem schön gezeigt.
Wo sind die Renten- und Sozialzahlungsstellen hinter den Kontrollpunkten, damit die Leute von der anderen Seite unkompliziert an ihr Geld kommen und die Hrywnja weiter im Umlauf bleibt?
Wo sind die Internatsplätze für Schüler, die Angebote für Studenten aus den Sepi-Gebieten? Es gibt nicht einmal Versuche ...
Wo ist der in den Lobhudeleien auf das eigene Volk so oft bemühte Talent- und Einfallsreichtum im Kampf um die eigenen Leute?

Oder sind es etwa nicht die eigenen Leute? Alle wahren Ukrainer würden mit der Waffe in der Hand gegen die Okkupanten kämpfen und der Rest ist Abfall und selbst schuld? Watnyki, eh alles Idioten. Koffer, Bahnhof, Moskau.
Beispielhaft das jüngste Hassprodukt von Orest Ljuty ...

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#10 Beitrag von Malcolmix » Samstag 23. Juli 2016, 21:51

Naja. Bei einer Wahl in den "Volksrepubliken" wäre doch zunächst zu klären, wer denn alles wahlberechtigt wäre. Auch all diejenigen, die geflüchtet sind?

Nächster Punkt. Du weißt ganz genau, warum die Ukraine keinen Kriegszustand ausrufen kann, obwohl dort Krieg geführt wird. Soll ich Dich wirklich an die IWF-Kredite erinnern? Auf die kann die Ukraine nicht verzichten. Wer also dort nach Ehrlichkeit schreit, sollte dann auch eine andere Lösung anbieten. Und? Welche ist es?

Zu den Renten und Sozialausgaben für die Bewohner der "Volksrepubliken" - da wundert es mich ehrlich gestanden, daß die ausgezahlt werden. Es ist Usus, daß der Besatzer dafür aufkommt. Die dort "gewählten" Vertreter versuchen wohl, sich um nahezu jede Pflicht zu drücken. Kein Wunder. Es gilt, die Söldner zu bezahlen. Da ist kein Geld mehr für das Volk übrig, auch wenn sich die Landstriche "Volksrepubliken" nennen.

Zum Punkt Verfassungsänderung. Eine Sperrminorität für eine Region wird sich kein souveräner Staat erlauben können. Dann sollten die Völkischen ihren Laden alleine übernehmen. Was sie definitiv nicht können. Russland hat so schon genug finanzielle Probleme.

Zum Thema Einfallsreichtum. Wann wurden denn Flüchtlinge begeistert begrüßt, auch wenn sie aus dem eigenen Land stammen? Ein kleiner Blick in die deutsche Geschichte zeigt mir nach 1945 was anderes.

Was den Waffenabzug auf dem Gebiet der "Volksrepubliken" angeht - da soll es einen nenneswerten Abzug der Waffen gegeben haben? Wann soll das denn gewesen sein? Die OSZE kann bekanntermaßen kaum in den "Volksrepubliken" kontrollieren.

Übrigens immer eine gute Idee, ein Video zu posten und zu unterstellen, alle Ukrainer seien so. Wahlweise diejenigen damit zu konfrontieren, die einige oder viele Dinge anders sehen. Das Niveau ist somit nicht unterscheidbar zu dem, was die andere Seite die ganze Zeit behauptet. Nationalisten, Faschisten... Macht Spaß, so zu diskutieren. Wirklich. Und wahnsinnig zielführend. Ich könnte jetzt entgegnen, die "Volksrepubliken" rechtlich zu unterstützen hieße solche Subjekte wie Saharchenko als neuen Oligarchen zu etablieren. Wenns nach mir geht, würde ich die "Volksrepubliken" in die Unabhängigkeit entlassen und versuchen, das eigene Land wirtschaftlich voranzutreiben. Das Elend dort erledigt sich dann schnell von alleine. Das Problem dabei ist allerdings: Die wollen Novorossija. Und das ist das eigentliche Problem.

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#11 Beitrag von Handrij » Samstag 23. Juli 2016, 22:26

Hallo, wir reden hier doch über die Guten, Schönen und Intelligenten, oder? Also sollten sie das doch mal langsam zeigen.
Sie können doch schön in ihr Wahlgesetz schreiben, dass alle die zum Stichtag 1.1.2014 in den Gebieten gemeldet waren und nachweislich noch leben - was nachzuweisen schon schwierig genug ist - sich beteiligen können usw. Es geht nicht um den Modus. Es geht darum, dass Kiew mal Initiative zeigen sollte und nicht nur immer lamentieren "Moskau, Moskau, Moskau" und "Putin ist ein dummes Schwein". Gesetze lassen sich ändern, nur ist es ja hier schon ein Verbrechen und Vaterlandsverrat überhaupt einen Entwurf zu diskutieren. Alles bis auf den Endsieg auf den Trümmern von Moskau ist für einen Großteil der politischen Klasse hier zumindest in der Öffentlichkeit indiskutabel und mit dem Kindergarten werden sie irgendwann auch keine IWF-Kredite mehr bekommen - die letzte Zahlung war übrigens im vorigen August.
Malcolmix hat geschrieben:Nächster Punkt. Du weißt ganz genau, warum die Ukraine keinen Kriegszustand ausrufen kann, obwohl dort Krieg geführt wird. Soll ich Dich wirklich an die IWF-Kredite erinnern? Auf die kann die Ukraine nicht verzichten. Wer also dort nach Ehrlichkeit schreit, sollte dann auch eine andere Lösung anbieten. Und? Welche ist es?
Ich hab nicht für die Ausrufung des Kriegszustandes plädiert, das wäre allenfalls im März 2014 nach der Besetzung der Krim aktuell gewesen. Initiative zeigen und sich nicht immer von Moskau irgendwas aufdrücken lassen, um dann beleidigt in der Ecke zu schmollen. Es geht darum eine Lösung zu finden. Das kann auch Mauer drum und die Zone isolieren sein. Aber dann müsste Kiew ja mal eine Entscheidung treffen und das würde den Schwebezustand, mit dem man sich so herrlich eingerichtet hat, beenden. Dann wären die Ausflüchte mit dem Krieg im Osten vorbei und die Bevölkerung im Hauptteil des Landes würde konkrete Ergebnisse fordern. Nein, das ist dann doch zu riskant. Am Ende landen Poro & Co. noch im Exil oder gar noch Schlimmeres.
Malcolmix hat geschrieben: Zu den Renten und Sozialausgaben für die Bewohner der "Volksrepubliken" - da wundert es mich ehrlich gestanden, daß die ausgezahlt werden. Es ist Usus, daß der Besatzer dafür aufkommt. Die dort "gewählten" Vertreter versuchen wohl, sich um nahezu jede Pflicht zu drücken. Kein Wunder. Es gilt, die Söldner zu bezahlen. Da ist kein Geld mehr für das Volk übrig, auch wenn sich die Landstriche "Volksrepubliken" nennen.
Wenn ich die Region einschließlich der Bewohner in meinem Einflussbereich halten will, dann darf ich die Verbindungen nicht kappen und den Leuten, um die ich zu kämpfen vorgebe das Leben nicht unnötig schwer machen. Oder ich treffe die Entscheidung und sage, dass es das war. Viel Glück noch ... s.o.
Malcolmix hat geschrieben: Zum Punkt Verfassungsänderung. Eine Sperrminorität für eine Region wird sich kein souveräner Staat erlauben können. Dann sollten die Völkischen ihren Laden alleine übernehmen. Was sie definitiv nicht können. Russland hat so schon genug finanzielle Probleme.
Was für eine Sperrminorität? Woher nimmst du denn das?
Malcolmix hat geschrieben: Zum Thema Einfallsreichtum. Wann wurden denn Flüchtlinge begeistert begrüßt, auch wenn sie aus dem eigenen Land stammen? Ein kleiner Blick in die deutsche Geschichte zeigt mir nach 1945 was anderes.
Es geht um Lösungen und nicht darum die Leute auch noch mit Dreck zu bewerfen, wie es die Staatsvertreter so gern machen.
Malcolmix hat geschrieben: Was den Waffenabzug auf dem Gebiet der "Volksrepubliken" angeht - da soll es einen nenneswerten Abzug der Waffen gegeben haben? Wann soll das denn gewesen sein? Die OSZE kann bekanntermaßen kaum in den "Volksrepubliken" kontrollieren.
Im vorigen Jahr gab es von beiden Seiten einen massiven Waffenabzug, nachzulesen in den OSZE-Berichten. Doch wurde nicht einmal für die ukrainische Seite - die Guten (!) - von der OSZE ein vollständiger Abzug konstatiert.
Malcolmix hat geschrieben: Übrigens immer eine gute Idee, ein Video zu posten und zu unterstellen, alle Ukrainer seien so. Wahlweise diejenigen damit zu konfrontieren, die einige oder viele Dinge anders sehen. Das Niveau ist somit nicht unterscheidbar zu dem, was die andere Seite die ganze Zeit behauptet. Nationalisten, Faschisten... Macht Spaß, so zu diskutieren. Wirklich. Und wahnsinnig zielführend. Ich könnte jetzt entgegnen, die "Volksrepubliken" rechtlich zu unterstützen hieße solche Subjekte wie Saharchenko als neuen Oligarchen zu etablieren. Wenns nach mir geht, würde ich die "Volksrepubliken" in die Unabhängigkeit entlassen und versuchen, das eigene Land wirtschaftlich voranzutreiben. Das Elend dort erledigt sich dann schnell von alleine. Das Problem dabei ist allerdings: Die wollen Novorossija. Und das ist das eigentliche Problem.
Ich hab nicht unterstellt, dass "alle Ukrainer" so sind. Die Ukrainer gibt es genauso wenig wie die Deutschen, die Russen usw. das sind alles Einbildungen. Doch ist es beispielhaft für den Hass, der in Patriotenkreisen in den etwas mehr als zwei Jahrzehnten der Unabhängigkeit kultiviert wurde. Die verschwendete Energie wäre besser in den Aufbau eines stabilen Staatswesens investiert worden, aber stattdessen ist nur eine miese Karikatur von Staat entstanden, die einzig vor dem Hintergrund der Zone irgendwie passabel aussieht. Alle, die bei Verstand sind und die Möglichkeit haben, sehen verständlicherweise zu, dass sie wegkommen.

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#12 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 23. Juli 2016, 23:15

Handrij hat geschrieben: Ich hab nicht unterstellt, dass "alle Ukrainer" so sind. Die Ukrainer gibt es genauso wenig wie die Deutschen, die Russen usw. das sind alles Einbildungen. Doch ist es beispielhaft für den Hass, der in Patriotenkreisen in den etwas mehr als zwei Jahrzehnten der Unabhängigkeit kultiviert wurde. Die verschwendete Energie wäre besser in den Aufbau eines stabilen Staatswesens investiert worden, aber stattdessen ist nur eine miese Karikatur von Staat entstanden, die einzig vor dem Hintergrund der Zone irgendwie passabel aussieht. Alle, die bei Verstand sind und die Möglichkeit haben, sehen verständlicherweise zu, dass sie wegkommen.
Und warum nochmal bist du noch da? Die Frage war rhetorisch...

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#13 Beitrag von Handrij » Samstag 23. Juli 2016, 23:21

Tja, such dir was aus. Entweder die Sache mit dem Verstand oder die mit der Möglichkeit. Gegenfrage: Wieso bist du nicht mehr da, wenn hier jetzt gerade alles super wird oder zumindest jede Hand gebraucht wird, damit es super wird. Egal scheint es dir im Gegensatz zu den Regierenden ja nicht zu sein, zumindest was den virtuellen Raum anbelangt. Aber aus der Ferne lässt es sich bestimmt leichter patriotisch sein.

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#14 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 23. Juli 2016, 23:35

Ja warum bin ich nicht mehr da? Also am fehlenden Verstand liegt es schonmal nicht, jedenfalls nicht an meinem.
Und bitte unterstell mir hier nichts. Wo habe ich gesagt, daß alles super wird? Super läuft es nirgends, denn überall gibt es Idioten, denen der Erfolg anderer ein Dorn im Auge ist.

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#15 Beitrag von Malcolmix » Samstag 23. Juli 2016, 23:41

Handrij hat geschrieben:Aber dann müsste Kiew ja mal eine Entscheidung treffen und das würde den Schwebezustand, mit dem man sich so herrlich eingerichtet hat, beenden. Dann wären die Ausflüchte mit dem Krieg im Osten vorbei und die Bevölkerung im Hauptteil des Landes würde konkrete Ergebnisse fordern. Nein, das ist dann doch zu riskant. Am Ende landen Poro & Co. noch im Exil oder gar noch Schlimmeres.
Da stimme ich Dir zu. Es geht mir auch generell nicht darum, Poroshenko zu verteidigen. Oder die kaum noch nachvollziehbaren Mehrheitsverhältnisse in der Verchovna Rada zu kommentieren. Ich mußte da unwillkürlich an die Eingangsfrage auf dieser Seite denken, ob Nadja Savchenko die nächste Präsidentin sein könnte. Bis zur ihrer Freilassung hätte ich das für einen schlechten Witz gehalten. Nach dem Lesen ihrer Interviews (diejenigen, die ich mitbekommen habe) kommt mir schon der Gedanke, es ist nicht die schlechteste Idee. Grad ihre Ideen zu den "Volksrepubliken" sind nicht so verkehrt.

Was die neu gegründete Partei um Nayem angeht, muß man erst einmal abwarten, ob die eine Chance haben wird. Allerdings habe ich bezüglich Wahlen in der Ukraine generell wenig Hoffnungen...
Handrij hat geschrieben:Wenn ich die Region einschließlich der Bewohner in meinem Einflussbereich halten will, dann darf ich die Verbindungen nicht kappen und den Leuten, um die ich zu kämpfen vorgebe das Leben nicht unnötig schwer machen. Oder ich treffe die Entscheidung und sage, dass es das war. Viel Glück noch ... s.o.
Ich denke, aus wirtschaftlichen Gründen hat die Ukraine eigentlich keine Wahl und muß diesen Weg gehen. Und sagen: Geht nicht. Schmeißt die Leute dort raus oder verlasst eure Heimat. Richtig.
Handrij hat geschrieben:Was für eine Sperrminorität? Woher nimmst du denn das?
Eine der Forderungen ist doch die Föderalisierung incl. außenpolitischer Sperrminorität... Innenpolitische Föderalisierung wäre in der Ukraine eh wünschenswert. Nur halt lediglich im Bereich Föderalisierung auf Oblast-Ebene...
Handrij hat geschrieben:Es geht um Lösungen und nicht darum die Leute auch noch mit Dreck zu bewerfen, wie es die Staatsvertreter so gern machen.
Ich bin nicht der Pressesprecher des Präsidenten oder einzelner Politiker. ;-)
Handrij hat geschrieben:Im vorigen Jahr gab es von beiden Seiten einen massiven Waffenabzug, nachzulesen in den OSZE-Berichten. Doch wurde nicht einmal für die ukrainische Seite - die Guten (!) - von der OSZE ein vollständiger Abzug konstatiert.
Ich weiß. So nebenbei bemerkt: Ein Krieg hat es an sich, daß man nur schwerlich von Gut und Böse reden kann. Was normal ist. Es wäre auch fahrlässig, die Waffen abzuziehen, wenn es die Gegenseite nicht macht. Ich unterscheide in diesem Krieg nur zwischen Legitimen und nicht Legitimen. Die meisten Sepis sind nun einmal aus Russland...
Handrij hat geschrieben:Doch ist es beispielhaft für den Hass, der in Patriotenkreisen in den etwas mehr als zwei Jahrzehnten der Unabhängigkeit kultiviert wurde. Die verschwendete Energie wäre besser in den Aufbau eines stabilen Staatswesens investiert worden, aber stattdessen ist nur eine miese Karikatur von Staat entstanden, die einzig vor dem Hintergrund der Zone irgendwie passabel aussieht.
Naja - es waren schon auch andere, die beim Aufstand dabei waren. Es wird mir schlicht und ergreifend zu stark auf "Patrioten" reduziert. Abgesehen davon ist es bei einer jungen Nation völlig normal, daß der Patriotismus stärker ausgeprägt ist. Im Prinzip kann man nur auf die jüngere Generation hoffen. Für mich gibt es auch eher eine Generationenspaltung als eine Spaltung zwischen Ost und West. Viele meiner ukrainischen Freunde sind um die 30. Dort entdecke ich weniger den von Dir angesprochenen Patriotismus.
Handrij hat geschrieben:Sie können doch schön in ihr Wahlgesetz schreiben, dass alle die zum Stichtag 1.1.2014 in den Gebieten gemeldet waren und nachweislich noch leben - was nachzuweisen schon schwierig genug ist
Die Umsetzung wäre auch mir nicht ganz klar.....

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#16 Beitrag von Handrij » Sonntag 24. Juli 2016, 11:21

Malcolmix hat geschrieben:Was die neu gegründete Partei um Nayem angeht, muß man erst einmal abwarten, ob die eine Chance haben wird. Allerdings habe ich bezüglich Wahlen in der Ukraine generell wenig Hoffnungen...
Da muss man nicht viel abwarten. Das ist eine Totgeburt ...
Malcolmix hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:Was für eine Sperrminorität? Woher nimmst du denn das?
Eine der Forderungen ist doch die Föderalisierung incl. außenpolitischer Sperrminorität... Innenpolitische Föderalisierung wäre in der Ukraine eh wünschenswert. Nur halt lediglich im Bereich Föderalisierung auf Oblast-Ebene...
Unsinn, der am Ende auch von Moskau akzeptierte Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... besagt: "Die Besonderheiten der Anwendung der lokalen Selbstverwaltung in einzelnen Kreisen der Oblaste Donezk und Luhansk werden durch ein gesondertes Gesetz bestimmt."
Und vom Prinzip her gibt es bereits dieses Donbass-Sondergesetz aus dem Jahr 2014 mit Amnestie usw. das bei Bedarf auch verändert werden kann. In dem Gesetz kann auch irgendwann drin stehen, dass es keine Besonderheiten gibt und danach kann der Passus wieder rausgenommen werden. Die Grundfrage ist, ob Kiew noch irgendwas mit der Zone zu tun haben will oder nicht.
Malcolmix hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:Im vorigen Jahr gab es von beiden Seiten einen massiven Waffenabzug, nachzulesen in den OSZE-Berichten. Doch wurde nicht einmal für die ukrainische Seite - die Guten (!) - von der OSZE ein vollständiger Abzug konstatiert.
Ich weiß. So nebenbei bemerkt: Ein Krieg hat es an sich, daß man nur schwerlich von Gut und Böse reden kann. Was normal ist. Es wäre auch fahrlässig, die Waffen abzuziehen, wenn es die Gegenseite nicht macht. Ich unterscheide in diesem Krieg nur zwischen Legitimen und nicht Legitimen. Die meisten Sepis sind nun einmal aus Russland...
Was hindert sie daran, mit großem Tamtam nach transparenten Zeitplan einen Abzug zuerst im Gebiet Stanyzja Luhanska einzuleiten, das von der OSZE bestätigen zu lassen, weitere Militärbeobachter einladen, die Presse usw. und dann weiteren Abzug anzukündigen, wenn die Gegenseite mitmacht und so Schritt für Schritt den Gegner auch international unter Druck zu setzen. Zumindest neue Sachen zu versuchen. Das könnte dann auch glaubhaft von der Forderung nach neuen Sanktionen im Falle des Nichtmitziehens begleitet werden.
Malcolmix hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:Doch ist es beispielhaft für den Hass, der in Patriotenkreisen in den etwas mehr als zwei Jahrzehnten der Unabhängigkeit kultiviert wurde. Die verschwendete Energie wäre besser in den Aufbau eines stabilen Staatswesens investiert worden, aber stattdessen ist nur eine miese Karikatur von Staat entstanden, die einzig vor dem Hintergrund der Zone irgendwie passabel aussieht.
Naja - es waren schon auch andere, die beim Aufstand dabei waren. Es wird mir schlicht und ergreifend zu stark auf "Patrioten" reduziert. Abgesehen davon ist es bei einer jungen Nation völlig normal, daß der Patriotismus stärker ausgeprägt ist. Im Prinzip kann man nur auf die jüngere Generation hoffen. Für mich gibt es auch eher eine Generationenspaltung als eine Spaltung zwischen Ost und West. Viele meiner ukrainischen Freunde sind um die 30. Dort entdecke ich weniger den von Dir angesprochenen Patriotismus.
Zu mehr als Flaggengewedele und Preisungen der Ukraine und der Helden bei Wyschywanka-Paraden reicht es bei den meisten offenbar nicht und dann kommt das, was wir beobachten müssen, eben bei raus.

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#17 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 24. Juli 2016, 12:33

Die Frage ist nicht, was hindert sie daran, sondern wer...
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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#18 Beitrag von Mawi » Montag 25. Juli 2016, 01:26

Dieser im obigen Beitrag angesprochene Interessenkonflikt hat bisher auch trotz der Regeirungskrise im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Jazenjuk Neuwahlen verhindert.
Es fehlt ein handfester Anlass diese Neuwahlen zu fordern und durchzusetzen.
Wichtig wäre allerdings ein neues Wahlgesetz vorher, sprich Gesetz zur Regelung der Finanzierung der Parteien in der Ukraine.
Dieses müßte allerdings genau das derzeitige Parlament beschließen. Ohne passenden politischen Skandal und Druck von außen nicht sehr wahrscheinlich.

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#19 Beitrag von Malcolmix » Montag 25. Juli 2016, 02:59

Im Zusammenhang mit dem Misstrauensvotum gegen Jazeniuk, welches er dank der Stimmen der Opposition gewann, war aber auch zu erkennen, warum Neuwahlen eher unwahrscheinlich sind. Einfach mal auf das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten schauen und sich nicht mehr wundern...

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#20 Beitrag von Handrij » Dienstag 2. August 2016, 09:54

Gewissermaßen die Gegendarstellung des Ausgangstextes ...
Ost-Ukraine: Leben in Putins „Volksrepublik“ (1) | „Wir müssen brüllen,
wie großartig alles ist“
In BILD berichten acht Bewohner der besetzten Gebiete in Donezk und Luhansk von ihrem harten Alltag
Mehr bei der Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

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Re: Besuch in Donezk: Was bleibt

#21 Beitrag von Malcolmix » Dienstag 2. August 2016, 19:06

Es ist nicht einmal die Gegendarstellung. Man konnte am Eingangstext ja erahnen, daß die Jugend nicht im Land bleiben wird, wenn sie keine Perspektive haben.

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