PolitikBlockade der Krim: Kiewer Kurzschluss

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Handrij
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Blockade der Krim: Kiewer Kurzschluss

#1 Beitrag von Handrij » Donnerstag 3. Dezember 2015, 08:49

Seit über zehn Tagen erhalten die Krim-Bewohner keinen Strom mehr vom Festland. Die Blockade spielt Moskau in die Hände und dämpft die Hoffnungen auf einen ukrainischen Rechtsstaat.
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bohne_68
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Re: Blockade der Krim: Kiewer Kurzschluss

#2 Beitrag von bohne_68 » Donnerstag 3. Dezember 2015, 20:41

Handrij hat geschrieben:
Seit über zehn Tagen erhalten die Krim-Bewohner keinen Strom mehr vom Festland. Die Blockade spielt Moskau in die Hände und dämpft die Hoffnungen auf einen ukrainischen Rechtsstaat.
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Ich glaube nicht, das das eine Kurzschluss-Reaktion war. Dazu waren die Reaktionen anderer Regierungen zu verhalten. ich gehe eher von einer abgestimmten Aktion aus, vielleicht auch im Zusammenhang mit dem Abschuß des ruSSischen Bombers in der Türkei (war planbar).

Ich denke eher, das es die letzte Möglichkeit war, diese Karte zu spielen ... Russland treibt ja seinerseits die Abnabelung von der Ukraine vorran.

Letztendlich hat sich RuSSland weiter selbst isoliert und Sanktionen auferlegt ... zeitlich gesehen, kurz vor dem Klima-Gipfel. War das Zufall oder Absicht???

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Handrij
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Re: Blockade der Krim: Kiewer Kurzschluss

#3 Beitrag von Handrij » Freitag 4. Dezember 2015, 11:44

bohne_68 hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:
Seit über zehn Tagen erhalten die Krim-Bewohner keinen Strom mehr vom Festland. Die Blockade spielt Moskau in die Hände und dämpft die Hoffnungen auf einen ukrainischen Rechtsstaat.
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Ich glaube nicht, das das eine Kurzschluss-Reaktion war. Dazu waren die Reaktionen anderer Regierungen zu verhalten. ich gehe eher von einer abgestimmten Aktion aus, vielleicht auch im Zusammenhang mit dem Abschuß des ruSSischen Bombers in der Türkei (war planbar).

Ich denke eher, das es die letzte Möglichkeit war, diese Karte zu spielen ... Russland treibt ja seinerseits die Abnabelung von der Ukraine vorran.

Letztendlich hat sich RuSSland weiter selbst isoliert und Sanktionen auferlegt ... zeitlich gesehen, kurz vor dem Klima-Gipfel. War das Zufall oder Absicht???
--- Ironie an ---
Ist doch klar, dass es eine Aktion von FSB-Agenten war, um Putin diese Steilvorlage zu liefern, dass er im Fernsehen das Licht anknipsen kann (unabhängig davon, ob es wirklich anging, siehe: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...).
--- Ironie aus ---

Putin schaltet auf der Krim selbst den Strom an
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Am Ende mal wieder ein Schuss ins Knie. Die Krimtataren stehen als Terroristen und der ukrainische Staat als machtlos da. Keiner kommt aus dem Gefängnis raus. Der FSB erhöht den Druck auf die Leute auf der Krim. Putin kann sich wieder als Heilsbringer vor seinen neuen Landsleuten inszenieren und spätestens im Frühling ist die Krim im Strombereich unabhängig von der Ukraine. Zudem zweifeln selbst die Kiew gewogenen Leute auf der Krim an der Zurechnungsfähigkeit der "Aktivisten".

Von der Bundesregierung kamen recht deutliche Worte, die in Kiew natürlich niemanden interessieren. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Jetzt haben Sie ein Weiteres angesprochen, das sich übers Wochenende ereignet hat. In der Tat muss man wohl sagen, dass die Angriffe auf die öffentliche Infrastruktur in der Ukraine, die auch dem Ziel dient, die Krim mit Strom zu versorgen, kriminelle Akte sind. Wir erwarten, dass diese Geschehnisse als solche behandelt und von den zuständigen ukrainischen Behörden auch ermittelt und aufgeklärt werden. Sie führen dazu, dass die faktischen Vereinbarungen, die es gibt, zwischen denjenigen, die auf der Krim die Macht ausüben, und der Ukraine über die Lieferung von Strom vom ukrainischen Festland auf die Krim nicht erfüllt werden können.

Wir erwarten von allen zuständigen Behörden, dass die Stromversorgung auf der Krim und für die Krim wiederhergestellt wird und dass dafür Sorge getragen wird, dass sich solche Anschläge nicht wiederholen. Nun ist es auf der Krim glücklicherweise - noch nicht - so kalt wie anderswo in der Ukraine. Aber es liegt auf der Hand: Wenn der Winter naht, wenn es kalt wird, dann - das kann sich jeder ausmalen - bedeutet Stromausfall - potenziell jedenfalls - auch eine humanitäre Notlage. Der politische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine um die Krim darf - so unsere feste Überzeugung - nicht auf dem Rücken der Menschen und der Bewohner der Krim ausgetragen werden.
--- Ironie an ---
Alles in allem also mal wieder eine gelungene Aktion auf dem Weg zur Reintegration der Krim, die jetzt ganz bestimmt gleich morgen kommt.
--- Ironie aus ---

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Re: Blockade der Krim: Kiewer Kurzschluss

#4 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 4. Dezember 2015, 12:31

"...Das von Russland bzw. einer durch Russland beauftragten chinesischen Firma verlegte Unterseekabel soll nach unterschiedlichen russischen Angaben Anfang 2016 zur Verfügung stehen; andere Quellen sprechen von 2018. Auch hinsichtlich der Spannungen und Leistungen widersprechen sich unterschiedliche Quellen: 500 kV und 350 MW, die aus dem Kernkraftwerksblock Rostov-3 kommen sollen, stehen gegen 220 kV (was eine übliche Spannungsebene für das Krim-Netz und somit plausibel wäre) und eine maximale Leistung von 300 MW. Die erstgenannte Quelle (nachzulesen unten in einem Kommentar von Dirk Egelkraut), nennt eine Ausbaustufe auf mehr als das Doppelte; die würde dann von Rostov-4 ab 2017 zu leisten sein. Meine zweite Quelle, s.u., ein Spezialist für Hochspannungstechnik mit Erfahrung auf der Krim, sieht das pessimistisch und erwähnt die Ausbaustufe nicht, spricht vielmehr von russischem Maulheldentum: "Die Energiebrücke ist ein Bluff". Jedenfalls bis 2017, denn hier sind sich alle Quellen einig: bis zu diesem Zeitpunkt wird maximal ein Drittel des Krim-Strombedarfs über das Kabel gedeckt werden können....."

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Re: Blockade der Krim: Kiewer Kurzschluss

#5 Beitrag von Handrij » Freitag 4. Dezember 2015, 12:38

Nu denn, mal schauen, wer mehr blufft. ShorrCanUA ( oder die Russen.

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Re: Blockade der Krim: Kiewer Kurzschluss

#6 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Montag 7. Dezember 2015, 18:50

Lass es mich so sagen. Deutschland hat der Ukraine nichts und gar nichts zu sagen und zu fordern. Das faule Ei (Minsk II) ist Blamage für die deutsche Diplomatie und sollte nie und nirgends als Begründung zitiert werden.
Man soll die Leitungen reparieren aber bitte niemanden hetzen. Die Leute sind auf Arbeit und nicht auf der Flucht.

Eine Weltmacht hat doch bestimmt einige Generatoren an der Hand.

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