Berichte und ReisetippsMit dem Fahrrad in die Ukraine

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Handrij
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Mit dem Fahrrad in die Ukraine

#1 Beitrag von Handrij » Mittwoch 13. Mai 2009, 10:46

Ja, auch das ist möglich. Ich kann zwar nicht auf eigene Erfahrungen zurückgreifen, doch für Interessierte bietet sich folgendes Buch an:
"Auf einem blauen Elefanten -
8 353 Kilometer mit dem Fahrrad von Berlin an die Wolga und zurück "
----------------------------
Auf einem ganz normalen Tourenfahrrad macht sich Christoph D. Brumme im Mai 2007 auf den Weg nach Saratov in Russland. Viel zu gefährlich!, warnen ihn Freunde und Bekannte, Russen, Ukrainer und Deutsche. Doch Brumme möchte die unbekannte Wirklichkeit erforschen. Er träumt davon, in der Wolga zu schwimmen, im Mondschein in der Steppe zu schlafen und sich das Rauchen abzugewöhnen.
Nach acht Tagen durch Polen erreicht er die ukrainische Grenze. Es zieht ihn dorthin, wo mehr Nutz- als Zierpflanzen in den Gärten stehen.
»Die Leute mit den Nutzpflanzen sind die besseren Erzähler. Die Zierpflanzen-Besitzer verfügen über ein Konto, sie haben Kaufverträge abgeschlossen, und bei ihnen kann man viel kaputt oder schmutzig machen. Das wirkt sich auf die Bereitschaft zum Erzählen aus.«
Bald trifft er auch frühmorgens die »Räuber und Banditen«: Sie arbeiten im Regen auf den Feldern und tragen Stützstrümpfe und Hörgeräte aus den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Die größte Entdeckung sind jedoch die Buswartehäuschen. Seit Jahrzehnten werden sie mit Mosaiken gestaltet, eines schöner als das andere. Er fotografiert die farbenfrohen Zeugen der Geschichte und diskutiert mit Passanten über die sowjetische Zeit.
Das Diktiergerät hat Brumme sich um den Hals gehängt, so kann er Einfälle und Beobachtungen auch während des Fahrens festhalten. Er arbeitet als Tellerwäscher und in einer Brigade von Bauarbeitern, trifft weise Offiziere und einen Drogenfahnder, er lernt ein betrunkenes Dorf kennen. Er wird eingeladen, beschenkt und bestaunt.
Das Radfahren wird zunehmend zu einem Rausch. Brumme hält sich selbst und den Ziegen am Wegrand Vorträge, denkt über das Schreiben nach und erinnert sich an Schachpartien.
Wer mit ihm reist, wird reich belohnt. Die vielen Begegnungen fügen sich zu einem farbigen Porträt der Länder in der »Schwarzen Mitte Europas«, über die wir Westeuropäer noch viel zu wenig wissen.
Anhand von Übersichtskarten kann der Leser die einzelnen Etappen der Tour de Wolga nachvollziehen. Eine Auswahl der Buswartehäuschen wird auf einem farbigen Innenteil dokumentiert.
-----------------------
Mir bot dieses Buch jedenfalls eine unterhaltsame Zeit und einige neue Einblicke in das Leben der Leute hinter der Oder und vielleicht lässt sich ja jemand hier davon inspirieren und wählt mal das Fahrrad um die Ukraine kennenzulernen.

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Re: Mit dem Fahrrad in die Ukraine

#2 Beitrag von ck-photos » Sonntag 4. Juli 2010, 20:55

Vielen Dank für den Tip,
werde es mir gleich einmal bestellen !

Chris

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Re: Mit dem Fahrrad in die Ukraine

#3 Beitrag von lev » Montag 5. Juli 2010, 14:19

Letztes mal auf einem ukrainischen Basar half ich einem jungen Paar aus Deutschland beim einkaufen, da sie weder ukrainisch konnten, noch die Währung kannten. Wir kamen ins Gespräch und sie erzählten mir, dass sie mit den Fahrrädern von Sachsen in die Ukraine geradelt seinen. Ich staunte nicht schlecht über so viel Mut und wohl auch Kraft die man für solch eine Fahrt braucht. Sie waren aber locker drauf und schwärmten vom tollen Erlebnis.
Also wenn man sich gut vorbereitet und nach den großen Erlebnissen sucht, ist eine Reise mit dem Fahrrad in die Ukraine sicher machbar.
[smilie=ukr_prapor]

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Re: Mit dem Fahrrad in die Ukraine

#4 Beitrag von Handrij » Montag 5. Juli 2010, 15:28

Das Hauptproblem dabei ist wohl die notwendige Zeit. In zwei Wochen fährt es sich nicht hin und zurück. Vier Wochen sollte man schon haben ... :-(

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Re: Mit dem Fahrrad in die Ukraine

#5 Beitrag von lev » Montag 5. Juli 2010, 15:43

Handrij hat geschrieben:
Das Hauptproblem dabei ist wohl die notwendige Zeit. In zwei Wochen fährt es sich nicht hin und zurück. Vier Wochen sollte man schon haben ... :-(


Das junge Paar aus Sachsen waren Studenten und hatten Semesterferien, so um die 10 Wochen. Bei so einer Reise ist ein großzügiger Zeitpuffer wohl auch notwendig. Für den klassischen Berufstätigen wohl nicht machbar. NEA

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