Nationale Hörfunkgesellschaft der UkraineDurchschnittsukrainerInnen gewiss keine Top-Verdiener - NRKU

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DurchschnittsukrainerInnen gewiss keine Top-Verdiener - NRKU

#1 Beitrag von RSS-Bot » Dienstag 22. November 2011, 11:15

NRKU - Національна радіокомпанія України
Jede(r) Zweite liegt unter 2.000 UAH Monatseinkommen. Zu wenig zum Leben, genug zum Sterben.
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Re: DurchschnittsukrainerInnen gewiss keine Top-Verdiener - NRKU

#2 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 22. November 2011, 13:31

RSS-Bot hat geschrieben:NRKU - Національна радіокомпанія України
Jede(r) Zweite liegt unter 2.000 UAH Monatseinkommen. Zu wenig zum Leben, genug zum Sterben.
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Nur leider fließen in statistische Durchschnittlöhne nette papierne Umschläge nicht mit ein.

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Siggi
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Re: DurchschnittsukrainerInnen gewiss keine Top-Verdiener - NRKU

#3 Beitrag von Siggi » Dienstag 22. November 2011, 15:03

Sonnenblume hat geschrieben:Nur leider fließen in statistische Durchschnittlöhne nette papierne Umschläge nicht mit ein.
Richtig. Trotzdem ist zwei Drittel der Bevölkerung wirklich alles andere als gut situiert. Auch darf man nicht vergessen, dass von den Umschlägen keine RV Beiträge entrichtet werden. Somit wird eine ganze Generation im Alter wieder mit Sozialrente auskommen dürfen. Wir haben solche Fälle auch im Bekanntenkreis. Verdienen (als Buchhalter und Grafiker) für ukrainische Verhältnisse nicht schlecht und tun nichts für die Altersvorsorge, da über 90% der Einnahmen schwarz sind. Dabei sind seine Auftraggeber sogar offizielle Stellen der Stadt Kiew, die wohl eine Interesse daran haben, Dienstleistungen über "befreundete" Firmen schwarz zu zahlen. Das ist ein ganz großer Schwarzgeldkreislauf. Es geht eben nicht nur um gewöhnliche, private Arbeitgeber.

Gruß
Siggi

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Re: DurchschnittsukrainerInnen gewiss keine Top-Verdiener - NRKU

#4 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 22. November 2011, 16:00

Siggi hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Nur leider fließen in statistische Durchschnittlöhne nette papierne Umschläge nicht mit ein.
Richtig. Trotzdem ist zwei Drittel der Bevölkerung wirklich alles andere als gut situiert. Auch darf man nicht vergessen, dass von den Umschlägen keine RV Beiträge entrichtet werden. Somit wird eine ganze Generation im Alter wieder mit Sozialrente auskommen dürfen. Wir haben solche Fälle auch im Bekanntenkreis. Verdienen (als Buchhalter und Grafiker) für ukrainische Verhältnisse nicht schlecht und tun nichts für die Altersvorsorge, da über 90% der Einnahmen schwarz sind. Dabei sind seine Auftraggeber sogar offizielle Stellen der Stadt Kiew, die wohl eine Interesse daran haben, Dienstleistungen über "befreundete" Firmen schwarz zu zahlen. Das ist ein ganz großer Schwarzgeldkreislauf. Es geht eben nicht nur um gewöhnliche, private Arbeitgeber.

Gruß
Siggi
In welchem Land sind denn 2 Drittel der Bevölkerung gut situiert? Was denken denn die Ukrainer, warum in Deutschalnd so rigoros gegen Schwarzarbeit vorgegangen wird? Du hast völlig recht, eins bewirkt das andere und wer heute nichts für morgen tut, der soll sich dann bitte morgen nicht beschweren, dass es ihm schlechter geht, als es nötig gewesen wäre. Solange in diesem land nach der Devise - jetzt Geld, schnell und sofort und dann ab damit, solange wird es in diesem Land einen bestimmten kleinen Prozentsatz geben, der nicht weiß, wohin mit der Knete und es werden immer mehr werden, die nicht wissen, woher das Geld nehmen, um menschenwürdig zu leben. Aber Menschenwürde hat auch was mit Moral zu tun und Schwarzarbeit ist unmoralisch und Bestechen und bestechen lassen auch. Wo liegt also die Ursache für das Elend Vieler?

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Re: DurchschnittsukrainerInnen gewiss keine Top-Verdiener - NRKU

#5 Beitrag von Siggi » Mittwoch 23. November 2011, 11:14

Sonnenblume hat geschrieben:In welchem Land sind denn 2 Drittel der Bevölkerung gut situiert?
Da hast Du Recht. Aber Armut in DE ist mit Armut in UA nicht zu vergleichen. Kein Hartz IV Empfänger lebt so, wie die Rentner (mit durchschnittlicher Rente), die keine Unterstützung von der Familie bekommen. Gar nicht zu sprechen vom Stadt/Landgefälle. Wer ein Krankenhaus für die Landbevölkerung und die Patienten kennt, der weiß, was ich meine. Der durchschnittliche Lebensstandard in UA ist nun einmal viel geringer als in DE, daran ändern die Schwarzgeldumschläge auch nichts.
Wo liegt also die Ursache für das Elend Vieler?
Ein ukrainischer Bekannter hat mir neulich gesagt: "Wenn wir aufhören würden, uns gegenseitig zu bestehlen, dann würde die Ukraine zu einem der reichsten Länder Europas aufsteigen". Er ist jetzt aber kein Mensch mit moralischem Imperativ. Wenn ich ihm von der Steuerlast in DE (die ja durchaus bis zur Hälfte des Einkommens schlucken kann) und der Sozialversicherung (die ja rund 40% kostet) erzähle, ist er immer froh, in UA leben zu können und 90% seiner Einnahmen schwarz erzielen zu können. Der Staat wird von ihm eben als einer dieser unverschämten Räuber gesehen und es ist allemal besser selbst Räuber zu bestehlen, als bestohlen zu werden. Wenn diese Meinung gar nicht so unrepräsentativ ist, ist sie ein guter Garant für die Stabilität der aktuellen Situation.

Gruß
Siggi

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