Berichte und ReisetippsEine Busreise in die Ukraine - nach Kiew

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Rebekka
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Eine Busreise in die Ukraine - nach Kiew

#1 Beitrag von Rebekka » Samstag 27. Juli 2013, 13:20

Die Ukraine ist mit einer Fläche von 603'700 km2 nach ihrem Nachbarn Russland das grösste Land Europas. Die weiteren Nachbarländer sind - im Gegenuhrzeigersinn - Weissrussland, Polen, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Moldawien. Im Süden stösst das Land an das Schwarze Meer und sein Nebenmeer, das Asowsche Meer. Die blau-gelbe Landesfahne symbolisiert den blauen Himmel über den gelben Weizenfeldern - der Weizen ist nämlich für die Ukraine ein wichtiger Exportartikel. Das Land zählt 45,7 Mio Einwohner. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde es im Dezember 1991 ein selbständiger Staat, seine Hauptstadt ist KIEW.
ein grosser Teil der Ukraine besteht aus einer weiten Ebene, der sogenannten osteuropäischen Ebene, die meist unterhalb von 300 m ü.M. Liegt und von vielen Flüssen durchzogen ist. Andere Landschaftsformen findet man nur im Süden, wo die Ostkarpaten ins Land hineinragen und wo sich auch der höchste Berg des Landes, der 2060 m hohe Howerla, befindet, sowie auf der Krim-Halbinsel, die sich des milden Klimas wegen sehr für den Weinbau eignet (Krimsekt).
Die humusreiche Schwarzerde der Ukraine ist sehr geeignet für den Anbau verschiedner Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste und Mais. Der jährliche Kornexport beträgt 20 bis 25 Mio Tonnen. Es existieren auch riesige Sonnenblumenfelder zur Gewinnung von Öl für den Export. Die "Kornkammer Europas" besitzt somit ein riesiges agronomisches Potenzial, kann dieses allerdings wegen des fehlenden Kapitals und der schlechten Infrastruktur nicht voll ausnützen. Es sind jedoch in letzter Zeit Kontakte mit dem Ausland (besonders mit Deutschland) zustande gekommen, welche in dieser Hinsicht dem Lande weiter zu helfen versuchen. Die Ukraine ist zudem reich an Rohstoffen wie Eisenerz, Uran, Kohle und Blei, die ebenfalls zu wichtigen Exportartikeln verarbeitet werden.
Von den oben erwähnten unendlichen Weiten des Landes kann man sich schon kurz nach der polnisch-ukrainischen Grenze bei Dorohusk ein Bild machen. Beidseits der schnurgeraden Strasse Richtung Kiew erstrecken sich endlose Felder, nur hie und da unterbrochen von kleinen Dörfern und weidenden Tieren, die perfekte Idylle!
KIEW selbst ist eine wunderschöne Stadt - und eine mit beachtlichen Ausmassen: das Stadtgebiet erstreckt sich von Ost nach West über 40 km und von Süd nach Nord über 50 km! Kiew liegt am 2300 km langen Fluss Dnjepr, welcher die Stadt teilt. Auf Stadtgebiet wird der Dnjepr von mehreren Brücken überspannt, einige davon sind über 1500 m lang. Die Stadt besitzt auch einen Hafen, wo kleinere Schiffe anlegen können. Die Einwohnerzahl beträgt 2,8 Mio. Kiew wurde - wie einst Rom - auf 7 Hügeln erbaut. Die Stadt besteht aus zwei Stadtteilen, nämlich aus der flussnahen Unterstadt, wo vorwiegend Gewerbe und Industrie angesiedelt sind, und aus der höher gelegenen Oberstadt, wo sich das Regierungsviertel und die Altstadt mit den grossartigen, von weither sichtbaren Kirchen und Klöster mit ihren goldenen Kuppeln befinden.
Zu den wichtigsten Kirchen in Kiew gehören die Sophienkathedrale, die zum UNESCO-Welterbe erkoren wurde, das Michaelskloster mit dem mit wunderbaren Fresken geschmückten Vorplatz sowie das Höhlenkloster. In Kiew befindet sich auch das Zentrum der grössten Religionsgemeinschaft der Ukraine, der ukrainisch-orthodoxen Kirche - Kiew ist somit auch Sitz des Patriarchen. In der Hauptkathedrale des ukrainisch-orthodoxen Patriarchats, der Wladimirkirche, findet jeden Tag um 17.00 Uhr die Messe mit dem wunderbaren Gesang statt, der zur orthodoxen Liturgie gehört. Ein Besuch dieser Messe lohnt sich sehr - der Chorgesang im weihrauchgeschwängerten Gotteshaus fasziniert, auch wenn diese Messe drei Stunden dauern kann. Auch die römisch-katholische Kirche, zu der sich 2 Prozent der Ukrainer bekennen, ist hier mit einem Bischofssitz (Diözese Kiew-Zhytomir) vertreten. Zusammen mit der unierten grichisch-katholischen Kirche bildet sie in der Ukraine die zweitgrösste Religionsgemeinschaft. Die Priesterseminare der unierten Kirche platzen aus allen Nähten - jährlich müssen 3 - 4 Kandidaten abgewiesen werden.
Wegen der vielen Kirchen und Klöster wird Kiew auch das "Jerusalem des Ostens" genannt. Während der Stalin-Ära wurden in Kiew übet 150 Kirchen dem Erdboden gleichgemacht, da sie dem Regime ein Dorn im Auge waren. Im Verlaufe der letzten 20 Jahre baute man sie jedoch grösstenteils wieder auf - und zwar grösser und schöner denn je. Dies zeugt auch vom jüngsten religiösen Aufschwung in der Ukraine.
In der Stadt sieht man noch viele Plattenbauten, ein Relikt aus der Sowjetzeit. Sie werden aber nach und nach saniert, womit sich die Wohnqualität verbessert. Der Stadtverkehr ist sehr dicht und sehr laut. Ohrenbetäubendes Hupen gehört zur Tagesordnung. Etwas spezielles ist die U-Bahn. Mit Stationen, die zum Teil hundert Meter unter der Erdoberfläche liegen, gehört die Kiewer Metro zu den tiefsten der Welt. Die sehr langen und schnellen Rolltreppen - die längste misst 87 m - verlangen sie von den Benützern Aufmerksamkeit und Respekt! Zur Schönheit dieser wunderbaren Stadt tragen vor allem auch die auffallend vielen Grünzonen und Parks bei. Sie sind so zahlreich,dass man Kiew fast als "die Stadt in einem Park" bezeichnen könnte.
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ein Besuch in diesem schönen Land sehr zu empfehlen ist. Ich werde auf jeden Fall nochmals in die Ukraine fahren und dieses Mal auch die Krim-Halbinsel besuchen.

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