Recht, Visa und Dokumente | Einwandern in die Ukraine

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Steffen
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Einwandern in die Ukraine

#1 Beitragvon Steffen » Montag 15. August 2011, 05:20

Hallo liebes Ukraine-Forum,

ich heiße Steffen und bin neu hier

Ich spiele mit dem Gedanken im Sommer 2012 aus Deutschland auszuwandern bzw. aus der EU - und die Ukraine ist auch in den Kandidatenkreis meiner Länder gerückt.

Ich hab vor kurzem mal Urlaub in Odessa gemacht und ich fand es dort sehr schön. Das wäre dann auch mein Wunsch-Domizil in der Ukraine. :)

Da ich gerade Informationen über alle möglichen Ländern sammele, hätte ich zum Thema Einwandern in die Ukraine ein paar Fragen. :)

1. Geht das überhaupt so einfach ? Legen die Behörden einem als Selbständiger Steine in den Weg oder kann man relativ "leicht" einwandern.

2. Wie sind dort so die Miet- oder Kaufpreise für Wohnungen ?

3. Was zahlt man für Steuern ? Also Umsatzsteuer und Einkommenssteuer.

4. Versicherung - was kostet eine private Krankenversicherung ? Ich habe mal ein bischen gegoogelt und habe was von umgerechnet 50 € im Monat aufgeschnappt. Aber das wäre ja ein sehr niedriger Preis. Ich weiß zwar das die medizinische Versorgung hier in Deutschland maßlos überteuert ist, aber eine so große Differenz kann ich mir irgendwie garnicht vorstellen. Und was kostet eine Haftpflichtversicherung ?

5. Was gibt es so für Supermärkte dort ? Könntet ihr mir ein paar nennen mit dazugehöriger Internetseite ? Das wäre super. Was ein McChicken kostet habe ich auf der ukrainischen McDonalds-Seite gelesen, umgerechnet ca. 1,40 €. Das ist eigentlich fast schon das wichtigste :-D.


Ich habe noch so viele Fragen - aber mir fallen gerade "nur" die 5 ein :-D

Ich freue mich schon sehr auf eure Antworten und danke euch recht herzlich für eure Mühe :)

Viele Grüße,

Steffen

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Re: Einwandern in die Ukraine

#2 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 16. August 2011, 10:08

Hast du da schon mal geschaut?
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Grundsätzlich würde ich, bevor ich auswandere, erst mal einige Zeit in dem ausgewählten Land verbringen und vor Ort alle möglichen Erkundigungen einholen. In der Ukraine ist das relativ einfach, da für lange Zeit kein Visum erforderlich ist (90 Tage in 180 Tagen visafrei) und es schon einige Deutsche gibt, die sich da niedergelassen haben.
Als was bist du denn selbständig, wenn ich fragen darf?
Zu den alltäglichen Fragen kann dir sicher Siggi einige Antworten geben.

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Re: Einwandern in die Ukraine

#3 Beitragvon Siggi » Dienstag 16. August 2011, 10:53

Hallo Steffen,

ich kenne Odessa leider nicht und kann zu einigen konkreten Fragen keine Auskunft geben. Ich weiß auch nicht, warum die es wichtig ist, welche Supermärkte es vor Ort gibt. Meine Entscheidung dort zu leben, habe ich von solchen Details nicht abhängig gemacht. (Nebenbei: Als ich 2004 nach Sumy kam, gab es dort fast keinen Supermarkt. In Schelkino haben wir erst seit diesem Jahr erstmals einen kleinen Supermarkt.)

Sofern man nicht Rentner oder sonstwie finanziell unabhängig ist, sollte die zentrale Frage bei einer Auswanderung sein: Wie kann ich vor Ort den Lebensunterhalt bestreiten? Für mich immer merkwürdig dabei: Jeder fragt nach Lebenshaltungskosten aber fast niemand nach dem durchschnittlichen Verdienst. Was habe ich von einem Land, in dem die Lebenshaltungskosten einen Faktor 2 oder mehr geringer als in DE sind, wenn das Einkommen 10 Mal so niedrig ist? Man wandert doch nicht aus, damit es einem in der Ferne schlechter geht. Für Selbständige mindestens ebenso wichtig, wie die Frage nach dem Einkommen sollte die Frage nach der Rechtssicherheit sein. Ich vermute auch, dass der durchschnittliche Westeuropäer überhaupt nicht weiß, wie man mit den korrupten Behörden in UA umgeht. In UA herrschen andere Bedingungen, die eine andere Herangehensweise an Probleme erfordern, wenn man nicht grandios scheitern will. Ohne die Hilfe meiner Frau, hätte ich mich zumindest auf das Experiment "Auswandern UA" nicht eingelassen.

Ansonsten verweise ich aus das Auswanderer-Forum, wozu ich Dir einen Link per PN geschickt hatte. Da findest Du einige allgemeine Infos zu Aufenthaltsgenehmigung, Steuern, Investitionen, etc.

Gruß
Siggi

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Steffen
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Re: Einwandern in die Ukraine

#4 Beitragvon Steffen » Dienstag 16. August 2011, 20:34

Danke für eure Antworten :)

ich bin Webmaster und verdiene mein Geld mit Werbeeinnahmen von deutschen Internetseiten. Deswegen brauche ich nicht drauf schauen, was man in den Ländern die zur Auswahl stehen verdienen kann, da mein Einkommen immer aus Deutschland kommt.

Mein bester Freund ist Russland-Deutscher, er spricht die Sprache und könnte mir bei Dokumenten helfen.

Ich werde mir eure Links jetzt mal anschauen. :)

Viele Grüße,

Steffen

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Optimist
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Re: Einwandern in die Ukraine

#5 Beitragvon Optimist » Dienstag 16. August 2011, 21:44

Ich lebe hier in der Ukraine, habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Bevor man in Deutschland alle Zelte abbricht, sollte man sich öfters hier für eine längere Zeit aufhalten, um auch ein Gefühl zu bekommen für die Umgebung in der man leben möchte. Hier ist das Leben jeden Tag voller Überraschungen und nicht so stetig wie in Deutschland. Die medizinische Versorgung leider auch nicht, das beginnt schon bei schneller medizinischer Hilfe, die ist hier eher langsam.
Deshalb besser vorher gut informieren und Erfahrungen sammeln, nicht nur im Internet!
Wünsche viel Glück!

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Jensinski
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Re: Einwandern in die Ukraine

#6 Beitragvon Jensinski » Mittwoch 17. August 2011, 01:06

Hallo Steffen,

ich lebe nun seit fast 15 Monaten in der Ukraine, bin schon ein anderer Mensch geworden und habe es noch nie bereut. Habe übrigens denselben Job wie Du, was die Sache ungemein erleichtert. Und da meine Frau von hier stammt, ist auch das Aufenthaltsrecht einfacher für mich und hoffentlich bald endgültig geklärt... Übrigens lebten wir vorher fast 10 Jahre zusammen in Deutschland.

Supermärkte? Ich liebe die Basare und kleinen Magazine, die Du vielleicht noch als "Tante Emma-Laden" kennst. (OK, man sollte da immer schön aufs MHD achten... :-D ) Und es gibt in den Städten natürlich Supermärkte mit dt. Standard. Ich gehe z.B. gerne in den "сільпо": Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

Und für mich war auch ein Grund, dass wir uns hier bei vielem selbst versorgen mit einem Stück Land und etwas Vieh. Das klappt schon ganz gut und wird immer besser. Aber ganz ehrlich! Ohne meine Frau hätte ich den Schritt nie gewagt!! Wie schon andere schrieben, Du wirst viel mit Behörden zu tun bekommen und das ist für Deutsche ein Graus, um es vorsichtig auszurücken. Und wie sieht es mit der Sprache aus? Bei mir wird es langsam immer besser, ich hatte in der Schule ja noch Russisch und kannte wenigstens ein paar Worte und vor allem die Schrift!

Preise für Wohnungen und Häuser? Hmm, sehr unterschiedlich. Sagen wir mal so. In größeren Städten bekommst Du für 40 000 Dollar schon eine schöne Eigentumswohnung. Desto weiter Du aufs Land raus gehst, desto preiswerter sind Häuser und Wohnungen. Eine Cousine meiner Frau lebt nun 20km von Cherkassy in einem kleinen, ortstypischen Haus mit Garten zur Miete, ohne fließend Wasser im Haus (aber eigenem Brunnen) und Außentoilette für ~35 Euro im Monat. Im selben Dorf würde ein gut ausgestattetes Haus ca. 100 Euro im Monat kosten. Aber Odessa? Da kenne ich die Preise leider nicht, aber schau doch mal da: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

Versicherungen? Wüsste nicht, dass einer meiner Nachbarn so etwas kennt! |-D Im Ernst. Trenne Dich von dem "typisch dt. Sicherheitsdenken", wenn Du in die Ukraine willst. Aber das ist meine Meinung, lasse mich aber gerne berichtigen!

Soviel für heute, halte uns doch auf dem Laufenden, was aus Deinem Vorhaben wird!

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Steffen
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Re: Einwandern in die Ukraine

#7 Beitragvon Steffen » Mittwoch 17. August 2011, 01:31

danke für die Tipps Optimist :)

deswegen hab ich mir hier auch mal angemeldet

ich würde natürlich vorher nochmal Urlaub dort machen :)

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Re: Einwandern in die Ukraine

#8 Beitragvon Siggi » Mittwoch 17. August 2011, 15:00

Ohne familiäre Bindungen wäre ich sicher nicht in der Ukraine gelandet.

Was Immobilienpreise, Infrastruktur, Steuern und Aufenthaltsgenehmigung angeht, gibt es attraktivere Länder (z.B. Bulgarien, Türkei, Uruguay, Paraguay). Auch bekommt man ohne familiäre Bedingungen nur sehr schlecht eine Aufenthaltsgenehmigung (die Ukraine ist kein Einwanderungsland), während bei der Türkei der Nachweis von 300 Euro Einkommen pro Monat (oder der Erwerb einer Immobilie) ausreicht und in Bulgarien als EU-Land aufgrund der Niederlassungsfreiheit keine Probleme hat. Kann man mehr in die Ferne schweifen, wären auch noch Uruguay oder Paraguay interessant, beides klassische Einwanderungsländer, wobei Paraguay nur einen einmaligen Nachweis von $5000 verlangt. Einen wirklichen Winter gibt es in beiden Ländern praktisch nicht. In Paraguay sind Auslandseinkünfte völlig steuerfrei, in Uruguay ist die Einkommenssteuer minimal. Bulgarien hat 10% flat tax, während die Türkei einen teuren Progessionstarif hat. Die Ukraine mit 17% Flat Tax ist da zwar immer noch günstiger als DE (entsprechendes Einkommen vorausgesetzt, bei geringem Einkommen können die Steuern in UA sogar deutlich höher als DE sein), aber bei weitem nicht das Optimum.

Gruß
Siggi

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Re: Einwandern in die Ukraine

#9 Beitragvon lev » Mittwoch 17. August 2011, 16:44

Siggi hat geschrieben:Ohne familiäre Bindungen wäre ich sicher nicht in der Ukraine gelandet.

Deine Aussage, trifft genau so auch auf mich zu.
Jeder hat aber wohl sein eigenes Risikoprofil wenn es um das Auswandern geht. Einer braucht sein familiäres Umfeld und wenn möglich, dass vor Ort schon alles organisiert ist, der andere macht es spontan und folgt seinen Gefühlen und Emotionen. Das es letztlich gelingt, ist wohl immer schwer vorher zu sagen.
(at) Steffen
Ich bin auch in der Planungsphase für eine Einwanderung in die Ukraine, aber nur als Zweitwohnsitz. Habe sowohl in meiner deutschen Heimat, als auch in der Ukraine Verwandte und Freunde und so ist die beste Lösung, ein halbes Jahr in UA, ein halbes Jahr in D zu leben. Die Entfernung lässt es auch zu, etwas über 1000 km.
Ich gehöre wohl auch zur obigen ersten Kategorie. Seit 27 Jahren fahre ich regelmäßig in die Ukraine, da kenne ich mich schon ein wenig aus und ich weiß, ich fühle mich dort sauwohl.
Wohnraum und finanzielle Sicherheit sind, so glaube auch ich, die wichtigsten Voraussetzungen für ein dauerhaftes gelingen der Aktion [smilie=ukr_prapor] .

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Steffen
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Re: Einwandern in die Ukraine

#10 Beitragvon Steffen » Donnerstag 18. August 2011, 02:28

OK danke für die Informationen,

dann wird das wohl nichts mit einer Aufenthaltsgenehmigung

wäre es denn möglich das 90 Tage Touristenvisum auszureizen, mal kurz nach Deutschland zu fliegen und dann wieder ein 90 Tage Visum zu bekommen, oder gelten die 90 Tage nur innerhalb eines Jahres oder eines gewissen Zeitraumes ?

Ich will einfach mal raus aus Deutschland, unglücklicher als hier werde ich wohl nirgends sein ^^

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Re: Einwandern in die Ukraine

#11 Beitragvon Sonnenblume » Donnerstag 18. August 2011, 08:49

Du brauchst für die Ukraine kein Visum. Du mußt nur darauf achten, dass du in 180 Tage nicht mehr als 90 Tage in der Ukraine bist. Also mal kurz raus und sofort wieder rein funktioniert nicht, wenn die 90 Tage vorbei sind. Du müßtest also weitere 90 Tage außerhalb der Ukraine verbringen, um dann wieder ohne Visum einreisen zu können.
Ich will dir nichts ausreden, aber wenn du nur aus Deutschland raus willst, warum muß es dann unbedingt die Ukraine sein?
Ich denke, nur Wohnung und Einkommen sind nicht ausschlaggebend für das Lebensgefühl in der Ukraine. Die alltäglichen Kleinigkeiten, an denen man sich aufreibt, soll man nicht unterschätzen. Wenn man die Sprache nicht kann hat man die einen Probleme, wenn man sie kann - hat man noch Andere dazu :(
Schönes Wetter, wie in Odessa, gibt es auch z.Bsp. in Bulgarien. Wenn ich an die Umweltdesaster der letzten Jahre in Odessa denke, weiß ich nicht, ob dies die Stadt meiner Wahl wäre.

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Re: Einwandern in die Ukraine

#12 Beitragvon Siggi » Donnerstag 18. August 2011, 09:50

Steffen hat geschrieben:oder gelten die 90 Tage nur innerhalb eines Jahres oder eines gewissen Zeitraumes ?

90 Tage innerhalb von 180 Tagen lautet die Regel. Für alles andere benötigt man ein Langzeitvisum. Dafür werden 1. September strengere Bedingungen gelten. Näheres erfährt man wenn man nach der Verordnung Nr. 567 sucht, die das Ministerkabinett der Ukraine am 1. Juni 2011 beschlossen hat.

Ich will einfach mal raus aus Deutschland, unglücklicher als hier werde ich wohl nirgends sein

Man nimmt sich immer selbst mit. Was ist denn in DE so schrecklich, dass man dort unweigerlich unglücklich ist? Wenn man sich vor Bekannten und Verwandten zurück ziehen will, muss man nicht ins Ausland: Mecklenburg Vorpommern ist dünn besiedelt.

Gruß
Siggi

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Optimist
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Re: Einwandern in die Ukraine

#13 Beitragvon Optimist » Donnerstag 18. August 2011, 21:55

Denke auch, dass ein Freund, der einem beim Ausfüllen der Formulare hilft, sehr wenig für den Anfang ist. Am Anfang mag alles ziemlich gut sein, aber dann kommt die Zeit, wo man sich hilflos wie ein Kind fühlt, weil man die Sprache nicht gut genug beherrscht und viele Dinge hier anders verlaufen als in Deutschland. Gut, man merkt dann natürlich auch, dass es so schlecht in Deutschland nicht ist. Aber das ist auch ein riskanter Versuch sein Leben neu zu gestalten. Vielleicht doch besser eine Frau suchen in UA und die Planung noch einmal neu beginnen?

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Lalei
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Re: Einwandern in die Ukraine

#14 Beitragvon Lalei » Montag 1. Oktober 2012, 15:44

Hallo,

ich war nun schon das zweite Mal in der Ukraine und mußte erneut feststellen dass es mir dort sehr gefällt.
Die Offenheit, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Menschen und das Land selbst.
Ich stamme aus der ehemaligen DDR und mir kommt die Art der Menschen vertraut vor aus eben jener Zeit als es die DDR noch gab.
Das allein wäre nun aber kein Grund gewesen über ein Auswandern in die Ukraine nachzudenken.

Von Ende Oktober diesen Jahres an war ich mit einem Kumpel 3,5 Wochen mit dem Auto in der Ukraine unterwegs. Wir wollten Land und Leute mehr kennenlernen. Dabei hatten wir Lemberg, Odessa, die Krim und Kiew als feste Ziele und haben dabei meistens Wege durch die "Pampa" genommen. Irgendwann auf der Krim angekommen zelteten wir am westlichsten Ende in Olenivka.
Dort haben wir sehr nette Ukrainer kennengelernt und ein paar Tage mit ihnen gelebt.
Die Zeit mit ihnen und die traumhafte Umgebeung haben mich und mein Denken doch reichlich verändert. Zudem hatte ich mich auch ein klein wenig in eine Ukrainerin verliebt.
Irgendwann sind wir weitergezogen und hatten uns von allen verabschiedet. Mit keiner Silbe hatten wir daran gedacht ein paar dieser netten Menschen nochmal wieder zu sehen.
Wenn, ja wenn ich nicht die Telefonnummer von Irina bekommen hätte wäre das auch so gekommen. Aber ich hatte sie und stand in SMS-Verbindung mit ihr.
Das Ende vom Lied war dass ich bzw. wir sie in Nikolaev besuchten, weitere schöne Tage hatten und dann sogar nochmal an einen anderen schönen Ort zusammen Zelten gefahren sind.
Was Irina anging war es dann total um mich geschehen und ihr ging es auch nicht anders.
Sofort machten sich Gedanken breit wie:
-wo mit ihr leben?
-wie soll das funktionieren?.......... usw.

Eines konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen....ich konnte und kann mir Irina nicht in Deutschland vorstellen, das Leben welches sie führt mit ihrer Heimat- und Familienverbundenheit und die Liebe zum Land und seiner Natur.
Und je mehr ich über alles nachdenke geht es mir so dass ich erstens mit ihr und zweitens in ihrer Heimat leben möchte.
Doch man sollte eben nichts überstürzen und nun wollen wir uns erst nochmal treffen und näher kennenlernen. Wir wollen versuchen dass sie zu Besuch nach Deutschland kommen kann und ich fahr auf jeden Fall wieder nach Nikolaev und mit ihr auf die Krim.

Ein Auswandern kommt für mich dennoch nur in Frage wenn wir uns sicher sind dass wir zusammen leben wollen und wir beide diesen Schritt wagen wollen.

Trotzdem bin ich in den letzten 2 Wochen ständig damit beschäftigt Informationen einzuholen welche Probleme ein Auswandern mit sich bringt und was man alles zu erledigen hat.
Das Hauptproblem ist natürlich eine Arbeit zu finden und eine Arbeit zu finden durch die man genügend Geld verdient um halbwegs vernünftig leben zu können.

Da ich schon Vorkenntnisse in der russischen Sprache habe bin ich nun dabei diese zu erweitern. Glücklicherweise habe ich eine nette Russin gefunden, die mir darin Unterricht gibt.
Amtssprache wäre Ukrainisch, das weiß ich aber auf meinem Russisch kann ich erstmal aufbauen und für Behördengänge usw. wäre ja Irina da.

Aber ersteinmal step by step....

Für den Fall dass ich wirklich in die Ukraine auswander, würde ich mich freuen weitere Hilfe bei Fragen von denen zu bekommen, die das Land nun schon besser kennen weil sie dort leben oder gelebt haben.

Gruß
Lalei :-)

@Siggi:

Schade dass ich nicht vorher mal gelesen hatte wo Du lebst. Am 9. September war ich in Shcholkine am Kap Kazantyp.

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Re: Einwandern in die Ukraine

#15 Beitragvon Siggi » Montag 1. Oktober 2012, 17:19

Das Hauptproblem ist natürlich eine Arbeit zu finden und eine Arbeit zu finden durch die man genügend Geld verdient um halbwegs vernünftig leben zu können.

Das ist in der Tat das Problem. Wenn das sehr viel einfacher wäre, würden einige hier im Forum nicht mehr in DE sitzen.

Lalei hat geschrieben:Schade dass ich nicht vorher mal gelesen hatte wo Du lebst. Am 9. September war ich in Shcholkine am Kap Kazantyp.

Schade. Aber vielleicht klappt es ja nächstes Mal.

Gruß
Siggi

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Optimist
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Re: Einwandern in die Ukraine

#16 Beitragvon Optimist » Montag 1. Oktober 2012, 20:46

Lalei- das wird alles die Zeit bringen, vor 20 Jahren habe ich nicht im Geringsten geahnt, dass ich mich in eine Ukrainerin verlieben werde und dann auch noch in ihr Heimatland übersiedle. Je mehr Kontakt zur Ukraine entsteht, entwickelt sich auch die eigene Planung. Nur auf "Teufel komm raus" sollte man seine eigene Heimat auch nicht verlassen. Deshalb richtig und nicht vergessen: step by step....
Ich wünsche jedenfalls viel Glück, und Fragen dazu werde ich auch gern aus meiner Sicht ( natürlich werden andere die Ukraine aus einem anderen Blickwinkel sehen ) dazu beantworten.

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Re: Einwandern in die Ukraine

#17 Beitragvon Siggi » Montag 1. Oktober 2012, 21:34

Optimist hat geschrieben:... dass ich mich in eine Ukrainerin verlieben werde und dann auch noch in ihr Heimatland übersiedle.

Nicht nur das. Ich hatte mich ganz explizit geweigert, jemals in die Ukraine zu ziehen! (Nur mit der Zeit hat sich die Perspektive verändert - steter Tropfen höhlt den Stein.)

Gruß
Siggi

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Re: Einwandern in die Ukraine

#18 Beitragvon Optimist » Montag 1. Oktober 2012, 22:37

Siggi hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:... dass ich mich in eine Ukrainerin verlieben werde und dann auch noch in ihr Heimatland übersiedle.

Nicht nur das. Ich hatte mich ganz explizit geweigert, jemals in die Ukraine zu ziehen! (Nur mit der Zeit hat sich die Perspektive verändert - steter Tropfen höhlt den Stein.)

Gruß
Siggi


Jetzt weigere ich mich, mal wieder nach Deutschland zu ziehen!

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Re: Einwandern in die Ukraine

#19 Beitragvon Siggi » Dienstag 2. Oktober 2012, 00:51

Optimist hat geschrieben:Jetzt weigere ich mich, mal wieder nach Deutschland zu ziehen!

Das darfst Du auch. Du hast in UA ja Dein großes Grundstück und ein nettes Haus und musst nicht für ein paar Tausend UAH im Monat vor Ort arbeiten gehen.

Ich hatte damals in DE eine kleines Unternehmen mit 7 Mitarbeitern (was ich aufgrund meiner Auswanderung später "vor die Wand gefahren" habe), meine Eltern waren gerade zu mir nach Bayern gezogen (zwischenzeitlich sind sie verstorben) und ich hatte keine Ahnung, wie ich in UA meinen Lebensunterhalt bestreiten sollte (auch das hat sich gelöst, es war aber ein harter Kampf). Daher erscheint mir meine Weigerung auch in der Retrospektive absolut vernünftig. Es ist eben nicht nur wichtig, wo man es nett findet zu leben, nein, man benötigt auch eine ökonomische Basis!

Gruß
Siggi

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Re: Einwandern in die Ukraine

#20 Beitragvon Handrij » Donnerstag 4. Oktober 2012, 18:24

@Lalei

ich weiß nicht welchen Hintergrund du hast, aber eventuell trifft es ja doch auf dich zu:


1 Lektorat

„Petro-Mohyla“-Schwarzmeer-Universität Mykolajiw
Lehrstuhl für Romanistik und Germanistik und Lehrstuhl für Theorie und
Praxis der Übersetzung

Aufgaben

Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare und Übungen), Sprachunterricht im
Bereich Konversation, Syntax, Morphologie, Fachsprache Wirtschaft,Übersetzungspraxis, Landeskunde.
Zielgruppe: Fortgeschrittene Germanisten, Übersetzer / Dolmetscher und
Wirtschaftswissenschaftler.
Betreuung von Examensarbeiten, Teilnahme an Prüfungen, Erstellen von Lehr- und
Prüfungsmaterialien, Studien- und Stipendienberatung, Lehrerfortbildung, Informationsveranstaltungen
zum Studienstandort Deutschland, Lehrveranstaltungen auch an anderen Universitäten in der Region, Wahrnehmung
von zusätzlichen kulturpolitischen Aufgaben nach Bedarf.

Voraussetzungen

Studienabschluss in Germanistik oder anderer relevanter Philologie oder in
Übersetzungswissenschaft, Erfahrung in Deutsch als Fremdsprache und
Übersetzungstätigkeit, Organisationsfähigkeit und Belastbarkeit, Kenntnisse der
russischen und/oder ukrainischen Sprache von Vorteil.

Beginn/Dauer, Ansprechpartner/in, Bewerbung

September 2013 / mindestens 2, höchstens 5 Jahre
Frau Rohde, Referat 322, r.rohde@daad.de
Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

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Lalei
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Re: Einwandern in die Ukraine

#21 Beitragvon Lalei » Freitag 5. Oktober 2012, 09:18

Vielen Dank für Eure Antworten!

Was ihr da schreibt deckt sich eigentlich alles mit meinem Denken.
Überstürzen werde ich bestimmt nichts, vielleicht wird auch nie etwas daraus, wer weiß.

Wie schon geschrieben, ersteinmal will ich mir sicher sein (was ist schon sicher ;-) ) was die Frau und eine Beziehung angeht. Schon garnicht will ich mein Leben wegschmeißen.
Ich bin nicht reich doch mir geht es gut in Deutschland. Ich brauche keinen Luxus aber dennoch einen gewissen Standard.
Was die Arbeit betrifft habe ich schonmal im Internet gestöbert was da so von deutschen, in der Ukraine ansässigen Firmen, angeboten wird. Dabei stellte ich fest dass es fast nur Jobs sind für die man eine höhere Ausbildung braucht als ich sie habe.
Ich habe einen Handwerksberuf gelernt und habe es bis dato zwar zum Baustellenleiter gebracht aber mehr auch nicht. Ich bin kein Akademiker, IT-Spezialist, Ingeneur oder ähnliches. Ich kann sicher auch andere Sachen, bin auch nicht blöd aber für eine Bewerbung auf die angebotenen Jobs reicht es eben nicht.

Bisher ist es eben ein Traum von mir mit dieser Frau in der Ukraine zu leben.
Mal sehen was die Zeit bringt.....


Gruß
Lalei

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Re: Einwandern in die Ukraine

#22 Beitragvon Sonnenblume » Freitag 5. Oktober 2012, 10:25

Hallo Lalei,
hast du mal an eine Initiativbewerbung bei in Kiew oder der Ukraine ansässigen Bauunternehmen, wie z.Bsp. der Strabag gedacht? Vielleicht schreiben die einfach nicht alle Stellen aus. Du solltest dann aber bitte nicht dein Licht so unter den Scheffel stellen ;)
LG die Sonnenblume

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Re: Einwandern in die Ukraine

#23 Beitragvon Siggi » Freitag 5. Oktober 2012, 12:05

Lalei hat geschrieben:Ich habe einen Handwerksberuf gelernt und habe es bis dato zwar zum Baustellenleiter gebracht aber mehr auch nicht.

Wenn Du ein guter Handwerker bist, kannst Du Dir über eine selbständige Tätigkeit Dir sicher ein gutes Auskommen verschaffen. Gute Handwerker sind in UA Mangelware und verdienen vergleichsweise recht ordentlich.

Ein Beispiel: Gerade haben zwei Dachdecker hier auf der Krim mir das Dach gedeckt. Für die Arbeit zahlte ich ca. 600 Euro. Da ist hier in der Provinz auf der Krim und ergibt umgerechnet ca. 8 Euro Stundenlohn (oder ca. 1500 Euro im Monat bei einer 5 Tage Woche ohne Überstunden - damit kann man hier problemlos leben, sogar mit deutlich weniger). Damit Du mal die Relation siehst: Ungelernte müssen hier für 8 Euro einen ganzen Tag arbeiten.

es bis dato zwar zum Baustellenleiter gebracht aber mehr auch nicht

Ich war so dumm nicht auf meine Mutter zu hören und habe keinen anständigen Beruf gelernt. Jetzt kann ich nichts anderes und muss zur Strafe mein ganzes Leben lang vorm Computer sitzen... [smilie=blush.gif]

Gruß
Siggi

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Re: Einwandern in die Ukraine

#24 Beitragvon Optimist » Freitag 5. Oktober 2012, 19:58

Lalei hat geschrieben:Vielen Dank für Eure Antworten!

Was ihr da schreibt deckt sich eigentlich alles mit meinem Denken.
Überstürzen werde ich bestimmt nichts, vielleicht wird auch nie etwas daraus, wer weiß.

Wie schon geschrieben, ersteinmal will ich mir sicher sein (was ist schon sicher ;-) ) was die Frau und eine Beziehung angeht. Schon garnicht will ich mein Leben wegschmeißen.
Ich bin nicht reich doch mir geht es gut in Deutschland. Ich brauche keinen Luxus aber dennoch einen gewissen Standard.
Was die Arbeit betrifft habe ich schonmal im Internet gestöbert was da so von deutschen, in der Ukraine ansässigen Firmen, angeboten wird. Dabei stellte ich fest dass es fast nur Jobs sind für die man eine höhere Ausbildung braucht als ich sie habe.
Ich habe einen Handwerksberuf gelernt und habe es bis dato zwar zum Baustellenleiter gebracht aber mehr auch nicht. Ich bin kein Akademiker, IT-Spezialist, Ingeneur oder ähnliches. Ich kann sicher auch andere Sachen, bin auch nicht blöd aber für eine Bewerbung auf die angebotenen Jobs reicht es eben nicht.

Bisher ist es eben ein Traum von mir mit dieser Frau in der Ukraine zu leben.
Mal sehen was die Zeit bringt.....


Gruß
Lalei


Das ist schon der richtige Weg, ... aber hier benötigt man unbedingt Hilfe auch von Familie oder Freunden. Wenn es denn das Wunschland ist, dann viel die Ukraine bereisen, versuchen alles zu sehen, auch hinter den Kulissen. Sicherheit wie in Deutschland findet man hier ganz bestimmt nicht. Man muss nicht gegen alles und jeden versichert sein. Die zufriedenen Tage im Leben zählen, mit oder ohne Geld. Man muss nur wissen, wieviel benötige und was erwarte ich im Leben um glücklich zu sein!?

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Lalei
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Re: Einwandern in die Ukraine

#25 Beitragvon Lalei » Sonntag 7. Oktober 2012, 00:31

Sonnenblume hat geschrieben:Du solltest dann aber bitte nicht dein Licht so unter den Scheffel stellen ;)

Ich bin Realist, das hat nichts damit zu tun, dass ich mich unter Wert verkaufe.
Ich weiß was ich kann und klar, bei einer Bewerbung werde ich mich anders geben.

Sonnenblume hat geschrieben:....hast du mal an eine Initiativbewerbung bei in Kiew oder der Ukraine ansässigen Bauunternehmen, wie z.Bsp. der Strabag gedacht? Vielleicht schreiben die einfach nicht alle Stellen aus.

Wo bekommt man denn heraus welche deutschen Firmen in der Ukraine ansässig sind?
Aus einem anderen Forum habe ich ne Liste aber da ist nicht eine Baufirma dabei.
Kiew ist eigentlich nicht meine Wunschregion. Ich wollte dann schon mehr in den Süden bzw. in die Region um Nikolaev oder die Krim.


Siggi hat geschrieben:Wenn Du ein guter Handwerker bist, kannst Du Dir über eine selbständige Tätigkeit Dir sicher ein gutes Auskommen verschaffen. Gute Handwerker sind in UA Mangelware und verdienen vergleichsweise recht ordentlich.

Ein Beispiel: Gerade haben zwei Dachdecker hier auf der Krim mir das Dach gedeckt. Für die Arbeit zahlte ich ca. 600 Euro. Da ist hier in der Provinz auf der Krim und ergibt umgerechnet ca. 8 Euro Stundenlohn (oder ca. 1500 Euro im Monat bei einer 5 Tage Woche ohne Überstunden - damit kann man hier problemlos leben, sogar mit deutlich weniger). Damit Du mal die Relation siehst: Ungelernte müssen hier für 8 Euro einen ganzen Tag arbeiten.

Ich arbeite in der Isolierbranche. Isolierung von wärme- oder kälteführenden Anlagen, Rohrleitungen, Behältern usw.
Fassadenisolierung an Häusern ist nicht mein Gebiet.
Mein Einsatzgebiet sind Industrieanlagen. Vereinzelt sind wir auch in der Haustechnik tätig, dies betrifft dann aber mehr Bürogebäude, Krankenhäuser oder ähnliche große Gebäude. Wie erwähnt bin ich "nur" noch Baustellenleiter. Klar würde ich auch wieder an der Basis arbeiten.....aber.....
Ein Dach braucht jedes Haus, bei der Isolierung der Heizungsanlage jedoch sparen selbst in Deutschland die Häuslebesitzer.
Ich könnte mir vorstellen dass in der Ukraine in dem Bereich noch mehr gespart wird bzw. keine Beachtung geschenkt wird, oder? In Deutschland wird das meistens von den Istallationsfirmen in stümperhafter Weise gleich mit erledigt;-)
Ich sehe also in der Richtung etwas schwarz. Klärt mich auf wenn ich da falsch liegen sollte.

Siggi hat geschrieben:
Lalei hat geschrieben:Schade dass ich nicht vorher mal gelesen hatte wo Du lebst. Am 9. September war ich in Shcholkine am Kap Kazantyp.

Schade. Aber vielleicht klappt es ja nächstes Mal.

Gruß
Siggi


Nächstes Jahr werde ich wieder auf der Krim sein, soviel steht fest :-)




Gruß
Lalei (~)3

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