WirtschaftEnergieverschwendung in der Ukraine: Wo Wärmebildkameras rot sehen

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Energieverschwendung in der Ukraine: Wo Wärmebildkameras rot sehen

#1 Beitrag von Handrij » Sonntag 12. Februar 2012, 18:48

Trotz des strengen Winters müsste in der Ukraine niemand frieren. Wenn denn die Gebäude und Wärmeleitungen richtig isoliert wären.

Maxim ist ein junger kräftiger Mann um die dreißig. Schwarzes buschiges Haar, Dreitagebart. Seine Firma ist auf Wärmedämmung spezialisiert. Und der junge Unternehmer hat ein Hobby. Nach der Arbeit fährt er durch die Plattenbauten am Stadtrand von Lemberg und fotografiert sie mit seiner Wärmebildkamera.
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Re: Energieverschwendung in der Ukraine: Wo Wärmebildkameras rot sehen

#2 Beitrag von telzer » Montag 13. Februar 2012, 18:57

Das schreibt die TAZ ganz richtig, solange die ersten Glieder der Kette mit der Energieverschwendung viel Geld vedienen, ist das doch egal. Nur wer im eigenen Haus wohnt kann am Energieverbrauch drehen, und diese Erkenntnis haben mittlerweile viele Eigenheimbesitzer in UA, auch in den privatisierten Wohnungen mit eigener Heizung.
Wenn erst alle glauben, dass Vereinbarungen und Absprachen nur dazu da sind um später bei der ersten Gelegenheit wieder gebrochen zu werden, wäre das gleichbedeutend mit dem Anfang vom Ende. (unbekannter Autor)
Jetzt ist diese Zeit ! слава Україні

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Re: Energieverschwendung in der Ukraine: Wo Wärmebildkameras rot sehen

#3 Beitrag von Jensinski » Montag 13. Februar 2012, 20:14

Im letzten Herbst war eine richtige Hoch-Zeit. Ich habe einige im Dorf gesehen, die ihre Außenwände isolierten. Und ich ärgere mich, diese Arbeit auf dieses Jahr verschoben zu haben...

Übrigens habe ich gehört, dass es auch in der Ukraine ein Förderprogramm für Wärmedämmung geben soll? Weiß da jemand genaueres? Falls ja, wie kommt man da ran? (wenn überhaupt ;) )

LG,
Jens

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Optimist
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Re: Energieverschwendung in der Ukraine: Wo Wärmebildkameras rot sehen

#4 Beitrag von Optimist » Montag 13. Februar 2012, 20:44

Ein ukrainischer Fernsehbeitrag zeigte, wie in Kiew auf einem Deckel der Fernwärmeversorgung mitten auf der Strasse Spiegeleiger gebraten wurden. Unheimlich was da in Kiew an Verschwendung von Energie herrscht.
Förderprogramm für Gebäudeisolation klingt interessant, hab aber davon noch nichts gehört. Werde mich umhören.

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Re: Energieverschwendung in der Ukraine: Wo Wärmebildkameras rot sehen

#5 Beitrag von Siggi » Montag 13. Februar 2012, 23:35

Optimist hat geschrieben:Unheimlich was da in Kiew an Verschwendung von Energie herrscht.
Wie ich sehe, hast Du kein Herz für Tiere. Die machen das extra, damit sich die armen Vögel die Füße aufwärmen können. [smilie=blush.gif]

Bei uns sitzen die im Winter immer auf den schlecht isolierten Fernwärmeleitungen!

Gruß
Siggi

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Re: Energieverschwendung in der Ukraine: Wo Wärmebildkameras rot sehen

#6 Beitrag von Optimist » Dienstag 14. Februar 2012, 10:18

Gebratene Tauben schmecken sehr gut!

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Re: Energieverschwendung in der Ukraine: Wo Wärmebildkameras rot sehen

#7 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 14. Februar 2012, 10:31

Siggi hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:Unheimlich was da in Kiew an Verschwendung von Energie herrscht.
Wie ich sehe, hast Du kein Herz für Tiere. Die machen das extra, damit sich die armen Vögel die Füße aufwärmen können. [smilie=blush.gif]

Bei uns sitzen die im Winter immer auf den schlecht isolierten Fernwärmeleitungen!

Gruß
Siggi
Und die Enten haben ihren Whirlpool an den Stellen der Flüsse, in die die Abwässer geleitet werden...

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Re: Energieverschwendung in der Ukraine: Wo Wärmebildkameras rot sehen

#8 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Dienstag 14. Februar 2012, 11:59

Solange an der Verschwendung verdient wird, wird munter weiter verschwendet. Das ist ideologisches Erbe der Sowjets.
Von einem Programm zur Wärmedämmung habe ich noch nichts gehört.
Wie auch, wer hat daran Interesse? Schau Dir doch die Thermen aus UA-Produktion an. Fast nicht regelbar, keine Brennwerttechnik etc. - alles so, dass Du mehr als die ominösen 2500 m³ Jahreslimit überschreitest und in den höheren Tarif kommst. Dann sind sie zufrieden.

Bei uns war vor kurzem eine generelle Kontrolle im Dorf. Sie überprüften die Reduktoren vor den Häusern, die Zähler und den Verlauf der Leitungen zum Zähler und nach dem Zähler bis zu den Brennern auf Übereinstimmung mit dem beim Versorger liegenden Projekt.
Bei mir waren sie besonders sorgfältig, denn meine Therme ist registriert, das Projekt eingehalten, aber für meine 200m² Wohnfläche verbrauche ich soviel wie ein Nachbargrundstück mit alter Bausubstanz bei 50m² WF. Gut ich kann wechseln zwischen Holz und Gas, also zwei Wärmequelle, eine Gastherme (Fa. UNICAL) und ein Kessel von HS-TARMS. Nun kamen sie ein zweites Mal und wollten an dem Tag als -27°C waren den 24-Stundenverbrauch feststellen, ohne Holzzuheizung.
Ich verbrauchte 14m³, hatte alles warm(Wohnbereich 21°C und Schlafbereiche 18°C, sowie Verkehrswege 15°C) und das Vergleichsgrundstück verbrauchte 33,5m³ bei maximal 20°C in der Hütte.
Aber die Legalisierung von Thermen aus Deutschland, die Du Dir privat mitgebracht hast, ist mehr als umständlich. Die Thermen unter den Namen bekannter deutscher Marken sind in der Technik veraltet und kommen in der Regel aus China und der Türkei.

Zum anderen schwafeln die herren da in Kiew vom Umstieg auf Kohle, aber niemand kann Dir sagen wo Du kaufen kannst und wer hat noch einen alten Ofen und wer prüft die Schornsteine auf Brauchbarkeit für die heißen Abgase. Vielleicht hat weiter oben schon seine Abluft haube daran angeschlossen?

Das mit dem Sparen ist hier so ein Ding. Ich will in diesem Jahr noch die Ostseite des Hauses dämmen und hoffe dann den Verbrauch noch weiter zu senken.

Sinnvolle schrittweise Wärmeschutzmaßnahmen kannst Du hier mit niemanden besprechen, vor allem solchen die den finanziellen Möglichkeiten angepasst sind, da alle einen "Meister" kennen, der schon mal was von Isolierungen gehört hat.
Gegenrechnungen, was was kostet und was welche Einsparungen erbringt, sind wie an dei Wand geredet. Die Leute lebem heute und der nächste Winter ist weit. Das ist die verbreitete Denke.

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Re: Energieverschwendung in der Ukraine: Wo Wärmebildkameras rot sehen

#9 Beitrag von Jensinski » Dienstag 14. Februar 2012, 21:37

galizier hat geschrieben:... da alle einen "Meister" kennen, der schon mal was von Isolierungen gehört hat...
Das ist ja das generelle Problem, nicht nur bei Isolierungen. Ich bekomme heute noch eine Krise, wenn ich an die "Heizungsbauer" denke, die uns als Experten "empfohlen" wurden. Elektroverteiler, Gastherme und Heizungsverteiler sind in der Speisekammer. Küche und Bad haben je einen Strang für die Fußbodenheizung. Die wollten allen Ernstes ein gewöhnliches Thermostat in der Kammer aufschrauben und von dort aus die Temperatur regeln. Auf meine Frage, wie das denn die Temperatur in Küche/Bad messen soll, meinten sie, diese "Info" kommt mit dem Rücklauf... (Thermostat sitzt natürlich im Vorlauf). Von Magnetventilen und Elektrothermostat haben sie noch nie gehört und als ich es ihnen erklärte, glaubten sie mir kein Wort - und ich habe 20 Jahre als Installateur auf dem Bau gearbeitet! Dass die Heizkörper vollkommen falsch dimensioniert sind - darüber spreche ich lieber nicht.

Dann fragte ich vorsichtig, was sie denn gelernt hätten. Die haben doch wirklich nur einen Kurs besucht von einem Rohrhersteller! Haben dort gelernt, wie die Rohre mit einem Zusatzgerät thermisch verbunden werden - das entsprechende Gerät bekamen sie geschenkt und nun ziehen sie los und beglücken als Experten die Menschheit mit einer Heizung im "Euroremont"-Standard... natürlich nur mit einer Sorte Rohr, alles andere geht dann eben nicht.

Ich fand die Berufsausbildung in Deutschland immer etwas übertrieben. OK, man kann streiten, ob Deutsch oder Religion in der Berufsschule was zu suchen hat - aber ansonsten habe ich meine Meinung schon lange revidiert. Es geht NICHTS über gute Ausbildung - und für den Grundstock an Fertigkeiten sind 3 Jahre nicht zuviel.

OK, will keinen Roman schreiben - aber das musste mal raus.

LG,
Jens

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