WirtschaftDW: Erdöl aus Libyen gegen ukrainisches Getreide

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Handrij
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DW: Erdöl aus Libyen gegen ukrainisches Getreide

#1 Beitrag von Handrij » Samstag 20. Juni 2009, 01:08

Ukrainisch-libysche Erdöl-Pläne sorgen in Kiew für Diskussionsstoff. Eine solche Kooperation würde die Abhängigkeit von russischen Lieferungen mildern, so Experten. Kritiker aber warnen, das Geschäft lohne sich nicht.


Die ukrainische Regierungschefin Julija Tymoschenko hat während ihres Besuchs in Libyen Ende Mai Erdöllieferungen und den Bau einer Raffinerie in Odessa vereinbart. "Wir haben uns darauf verständigt, dass wir libysches Erdöl bekommen. Wir haben zudem den Bau einer Raffinerie mit einer Kapazität von zehn Millionen Tonnen erörtert", sagte sie. Im Tausch für libysches Erdöl will die Ukraine libyschen Unternehmen 40.000 Hektar Schwarzerdeböden für den Anbau von Getreide zur Verfügung stellen, das dann nach Libyen exportiert werden soll.

Der Beauftragte des ukrainischen Präsidenten für Fragen der Energiesicherheit, Bohdan Sokolowskyj, wies darauf hin, eine Kooperation mit Libyen in der Erdölverarbeitung sei nur möglich, wenn dabei die Pipeline Odessa-Brody genutzt werde. Heute wird über diese Leitung russisches Erdöl nach Odessa gepumpt. Ursprünglich sollte über die Pipeline Odessa-Brody in umgekehrter Richtung Erdöl fließen, also vom Schwarzem Meer in Richtung Norden. Als weitere Bedingung nannte Sokolowskyj eine Reform des Erdölmarktes. Es solle attraktiver werden, in der Ukraine Erdöl zu verarbeiten, als nur fertige Erdölprodukte zu importieren.

Erdölpreis für die Ukraine zu hoch?

Oleksands Hudyma ist Mitglied des Ausschusses für Brennstoff- und Energiefragen im ukrainischen Parlament. Er geht davon aus, dass die technischen und finanziellen Fragen mit der libyschen Seite noch in diesem Sommer geklärt werden. Der Bau der Raffinerie und von mindestens 300 Tankstellen könnte demnach Anfang 2010 beginnen. Ihm zufolge sind die Libyer bereit, die Investitionen für das Projekt zu übernehmen, die sich auf etwa eine Milliarde Dollar belaufen. "Es ist kein Problem, Erdöl aus Afrika auf Tankern herbeizuschaffen, das kann man jederzeit machen", sagte der Abgeordnete.

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