Politik | Europas russischer Blick auf die Ukraine

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Ukraine

Europas russischer Blick auf die Ukraine

#1 Beitragvon Handrij » Dienstag 23. Oktober 2012, 13:20

Unter repressiven Vorzeichen wählt die Ukraine am Sonntag ein neues Parlament - Historiker Kappeler im Interview

Andreas Kappeler, Historiker und Buchautor, blickt im Gespräch mit Josef Kirchengast auf ein Land zwischen russischer Hegemonie und europäischer Einseitigkeit.


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mbert
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Re: Europas russischer Blick auf die Ukraine

#2 Beitragvon mbert » Dienstag 23. Oktober 2012, 13:55

Wahre Worte spricht der Mann. Hierbei hervorzuheben ist m.E. ganz besonders das hier:
Russland betrachtet die Ukraine als Teil einer orthodoxen allrussischen Nation. Es ist ein imperiales Verhältnis. Russland und weite Teile der russischen Gesellschaft nehmen die Ukrainer und deren Staat nicht wirklich ernst. Die ukrainische Sprache wird als verdorbenes Russisch angesehen, die ukrainische Hochkultur als Bauernkultur herabgemacht.


Und weiter:
Der Westen, Europa, hat die russische Position weitgehend übernommen. Aus westlicher Sicht steht die Ukraine seit 200 Jahren im Schatten Russlands, gelten ukrainische Sprache und Kultur als Variante des Russischen, werden ukrainische Namen russisch geschrieben etc. Die Ukraine hat noch immer keinen festen Platz auf der mentalen Landkarte der Westeuropäer.


Und leider ist eine Besserung in Bezug auf beide von mir zitierten Abschnitte nicht in Aussicht.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Europas russischer Blick auf die Ukraine

#3 Beitragvon Jensinski » Dienstag 23. Oktober 2012, 14:28

mbert hat geschrieben:Und weiter:
Der Westen, Europa, hat die russische Position weitgehend übernommen. Aus westlicher Sicht steht die Ukraine seit 200 Jahren im Schatten Russlands, gelten ukrainische Sprache und Kultur als Variante des Russischen, werden ukrainische Namen russisch geschrieben etc. Die Ukraine hat noch immer keinen festen Platz auf der mentalen Landkarte der Westeuropäer.


Und leider ist eine Besserung in Bezug auf beide von mir zitierten Abschnitte nicht in Aussicht.


Stimmt. Ganz passend dazu: Unsre Enkelinnen machen oft bei uns ihre Schulaufgaben, auch Geographie steht auf dem Plan. Da dachte ich, ich hänge mal meine Karte von Europa auf, da können wir doch besser helfen. Die Karte gab es mal bei Lidl oder Aldi. Leider hört "Europa" kurz hinter Cherkassy auf, nicht einmal mehr Krementschuk ist drauf. In meinen Augen ist das pure Ignoranz...

LG,
Jens

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Ukraine

Re: Europas russischer Blick auf die Ukraine

#4 Beitragvon Handrij » Dienstag 23. Oktober 2012, 14:35

War das eine politische Karte Europas? Rein geographisch gesehen, war das zu meinen Schulzeiten schon klar, dass die Karte Europas bis zum Ural und zum Kaukasus zu gehen hat.
Aus der historisch russischen Schreibweise für ukrainische Städte und Regionen würde ich aber kein Drama machen.
Kiew vs. Kyjiw, Dnepr vs. Dnipro, kann man machen, muss man aber nicht.
Klar sein muss nur, dass Russland erst weiter hinten beginnt, eine konsequente Umbenennung in der deutschen Sprache würde da wohl weiterhelfen, aber da müsste man konsequenterweise auch bei tschechischen oder polnischen Städten/Regionen anfangen. Oder kennt ihr jemanden, der Praha statt Prag sagt? Trotzdem ist klar, dass Tschechien ein eigenständiger Staat ist und kein Teil von Österreich-Ungarn oder gar Deutschland ...

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