Wirtschaft | Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

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Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

#1 Beitragvon Anuleb » Sonntag 5. Oktober 2014, 16:32

Kiew, den 04. Oktober /Ukrinform/. Seit Mai dieses Jahres ist der Export in die EU-Länder um 1,3 Milliarden gestiegen und nach Russland um 2,5 Milliarden gesunken, gab der ukrainische Premierminister, Arsenij Jazenjuk, am Freitag während des TV-Programms „Shuster Live“ bekannt, berichtet Ukrinform.

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Naja, immerhin, ein zartes Pflänzchen, welches sicherlich noch wachsen wird. Russland wird für die Ukraine ein immer unwichtigerer Im- und Exportpartner. Gas soll es angeblich demnächst aus Norwegen geben, so zumindestens stand es auf dem Banner bei NTV.

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Re: Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

#2 Beitragvon telzer » Sonntag 5. Oktober 2014, 16:47

Die Slowakei meldet schon , dass sie Gas aus Norwegen in die Reversleitung pumpen (ich find nur für die Russenfreunde nicht den Link , aber ist denen sowieso egal) .
Außerdem beschweren sich die Russen ja sowieso , dass alle Produkte aus der Ukraine minderwertig , gefährlich und verseucht sind . Da ist es doch gut dass dieser Handel zurückgeht .
Und der Russe kann ja angeblich alles mit eigener Produktion ausgleichen [smilie=dash2.gif] (Warum hat man das nicht schon viel eher getan , wenn es so einfach ist ?)
Und [smilie=cool_ukr]
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Re: Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

#3 Beitragvon FEINDFLIEGER » Sonntag 5. Oktober 2014, 16:52

Dem ging voraus,daß Russland die Gaslieferungen an die Slowakei (und andere EU-Staaten) gekürzt hat. Ist vielleicht nur ein kleines Detail - erklärt aber den Umweg dieses "Deals"...

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Re: Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

#4 Beitragvon Anuleb » Sonntag 5. Oktober 2014, 17:01

telzer hat geschrieben:Die Slowakei meldet schon , dass sie Gas aus Norwegen in die Reversleitung pumpen (ich find nur für die Russenfreunde nicht den Link , aber ist denen sowieso egal) .
Außerdem beschweren sich die Russen ja sowieso , dass alle Produkte aus der Ukraine minderwertig , gefährlich und verseucht sind . Da ist es doch gut dass dieser Handel zurückgeht .
Und der Russe kann ja angeblich alles mit eigener Produktion ausgleichen [smilie=dash2.gif] (Warum hat man das nicht schon viel eher getan , wenn es so einfach ist ?)
Und [smilie=cool_ukr]


Schau an, also doch aus Norwegen. Das ist eigentlich mehr als überfällig, zumal sich der russische Gaslieferant Gazprom als ausgesprochen unzuverlässig und heimtückisch erwiesen hat.

Naja, und das die russische Junta befürchtet, dass die eigene Bevölkerung durch z. B. ausländische Nahrungsmittel vergiftet werden, ist nun mal Bestandteil einer der vielen russischen Verschwörungstheorien. Für den russischen Herrenmenschen ist es sowieso besser, wenn er sich den kulinarischen Genüssen seiner Heimat hingibt. Sowas stählt zwangsläufig Körper und Geist.

Hm, in diesem Zusammenhang kann ich mich noch ganz gut daran erinnern, als meine Frau mal eine russische Thunfischdose in unserer heimischen Küche geöffnet hat. Der Inhalt "roch" nur wenig verführerisch ;)

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Re: Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

#5 Beitragvon telzer » Sonntag 5. Oktober 2014, 17:04

Womit ja auch ausgedrückt wird , wir brauchen in der EU nicht so viel russisches Gas , andere können auch liefern .
Und rechtlich nicht geklärt ob Gazprom einfachso seinen Lieferverpflichtungen nicht nachkommen darf (aber das klären sicherlich andere)

Nieder mit Gazprom , drückt den Aktienkurs (ach passiert ja schon) . :-D
Nieder mit dem Rubel (ach passiert ja schon) :-D
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Re: Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

#6 Beitragvon toto66 » Sonntag 5. Oktober 2014, 19:11

Interessant war gestern ein Interview, in dem der iranische Präsident erklärte man könnte bei einem Ende der Sanktionen die RF als Gaslieferant Europas ersetzen.
In dem Zusammenhang möchte ich nochmal daran erinnern das sich Syrien auf starken russischen Druck einem Pipline-Projekt von Katar nach Europa verweigerte. Wenn sich, was eine Utopie ist, Iran und Katar gemeinsam einem solchen Projekt annähmen hätte das sicher auch positive Auswirkungen auf die syrische Situation.

Man kann auf Sicht sicher Russland in dem Bereich ersetzen, aber man muss auch darüber nachdenken ob man das will. Ein weitgehender Ausfall der Mittel aus dem Gasgeschäft könnte für Moskau finanziell und innerstaatlich so weitgehende Folgen haben das ich nicht sicher bin ob die Reaktion darauf dann rational und wünschenswert ist.

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Re: Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

#7 Beitragvon telzer » Sonntag 5. Oktober 2014, 19:21

Die jetzige Situation ist leider schon nicht rational und wünschenswert .
Und was innerstaatlich bei den Russen abgeht , wird sicherlich noch schlimmer werden als ohnehin schon ist .
Noch mehr Repressalien gegen Andersdenkende , aber sind wir Schuld daran , nein .
Unsere "Befindlichkeiten" werden auch nicht berücksichtigt .
Aber vielleicht auch die Chance dass auch in Russland eine richtige Opposition heranwächst , die eine breite Unterstützung in der Bevölkerung erhält .
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Re: Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

#8 Beitragvon Anuleb » Sonntag 5. Oktober 2014, 19:44

Damit hast Du sicherlich und absolut Recht. Für die momentane Situation gibt es einfach keine Lösung. Entweder ich kaufe weiterhin das russische Gas, und muss damit Leben, dass Russland das Gas hin und wieder abdreht, um seine Interessen durchzusetzen. Oder ich kaufe das Gas woanders, muss dann jedoch damit rechnen, dass Russland wirtschaftlich den Bach runtergeht, und beschwöre damit eine Kriegsgefahr. Egal, wie ich es drehe und wende, keine der beiden Lösungsmöglichkeiten ist irgendwie zufriedenstellend.

Nur wären wir schlecht beraten, uns bei unseren Entscheidungen quasi durch die Hintertür von Russland erpressen zu lassen. Und ich selber habe ein Problem damit, einen Staat finanziell anzufüttern, welcher keinerlei Probleme damit hat, Grenzen zu verschieben und Not, Tod und Elend über die Anrainerstaaten zu bringen.

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Re: Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

#9 Beitragvon toto66 » Sonntag 5. Oktober 2014, 20:10

ich wollte in obigem Syrien-Zusammenhang auch ausdrücklich darauf verweisen, das dort zwar in Presse und Rundfunk und sonstigen Medien oft auf die Rolle Katars und deren Interessen verwiesen wird, die Rolle Russlands und deren Unterstützung für Assad aber häufig auf den Flottenstützpunkt reduziert wird. Darum geht es nur am Rande für die RF, es geht vorrangig darum in Syrien ein Regime an der Macht zu halten was "Njet" zu Katars Pipline-Projekt sagt.
Es ist wichtig das im Auge zu behalten, auch mit Blick auf die Ukraine, die Schwarzmeerküste, die Krim. Der Ölpreis hat die für Russlands Haushalt wichtige Marke von 109 Dollar lang unterschritten. Eine deutliche Reduzierung des Gasgeschäftes würde Putins System einstürzen lassen.
Wir schauen bei Kriegen immer nach Amerika oder auf uns in Europa und begründen sie mit den westlichen Interessen an den Rohstoffen Öl und Gas. Wie wichtig allerdings das Geschäft mit diesen und ihre Kontrolle für Moskau ist und damit die zweifelhafte Rolle des Kreml wird eigentlich nie thematisiert. Schon die einseitige Vertragsaufkündigung ( Vertrag bis 2013 bei einem Preis von 50 Dollar) der RF gegenüber der Ukraine 2003/2004 hatte diesen Hintergrund.

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Re: Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

#10 Beitragvon stefan22967 » Montag 6. Oktober 2014, 17:46

Hallo Leute,
innteressante Berichte von Anuleb und Toto ,ich habe auch eine Idee wir sollten alle in der Welt
Put-Optionen kaufen auf fallende Kurse beim Ölpreis und Rubel dann sind Putlers 500 Mrd US-Dollar
ganz schnell aufgebraucht wenn er ewig den Rubel stützen muss.

Gruß Stefan

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Re: Export in die EU stieg um 1,3 Mrd.

#11 Beitragvon toto66 » Dienstag 7. Oktober 2014, 23:32

Im übrigen ist der Export Kasachstans in die RF seit Gründung der Eurasischen Zollunion um 20% gesunken.
Zusätzlich beklagen sich die Firmen das der Import von Waren von ausserhalb von Putins Zoll-Reich sehr langwierig, teuer und kompliziert geworden wäre.
Jetzt muss Cronos noch mal sagen: mit Russland wäre das nicht passiert......

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