Politik"Der Fall Ukraine ist die Niederlage Europas"

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Ukraine

"Der Fall Ukraine ist die Niederlage Europas"

#1 Beitrag von Sonnenblume » Montag 29. Dezember 2014, 23:30

Noch vor einem Jahr dachte ich, dass hier in Europa ein Konsens darüber herrscht, was Totalitarismus ist und was Widerstand, was Menschenrechte sind und was Nationalismus, was ein politisches Subjekt ausmacht und was Freiheit und Demokratie. Ich habe mich getäuscht. Durch den „Fall Ukraine“ ist das ganze europäische Glossar von Wert und Wahrheit ins Wanken geraten, inklusive des einfachsten Verständnisses von Krieg und Frieden. Das Opfer wird für seine Schwäche beschuldigt, es wird oft über die schlechte Laune und den guten Appetit von Putin gesprochen, als wären dies Rechtfertigungen für sein Handeln. Als „Kriegsstifter“ werden jene stigmatisiert, die gegen den Krieg mit Wort und Tat kämpfen (auch Politiker und Osteuropa-Experten). Und die, die den Krieg leugnen, gelten nun als „Pazifisten“ par excellence. Auch nach einem Jahr werden die Gründe für den Aufstand auf dem Majdan als nationalistisch oder sogar faschistisch verleugnet, obwohl der Anteil der Rechtsextremen dort nicht höher war als im Publikum der Berliner Philharmonie. Die Wahlen belegen, dass es weniger Rechtsextreme in der Ukraine gibt als in den meisten EU-Staaten, und anders als in Ungarn oder Frankreich hat es nicht einmal eine einzige populistische Rechtspartei ins Parlament geschafft. Man wiederholt auch das immer wieder, dass sich in Russland ein echtes Führersystem geformt habe, samt Volksgemeinschaft, allmählicher Ausschaltung Andersdenkender. Guten Morgen, Europa! Aber es scheint, als wären solche Tatsachen vielen Menschen in Europa lästig. Sie halten lieber an ihren Vorurteilen fest. An falschen Worten und Vorstellungen. Ideologie wird plötzlich wichtiger als Analyse. Es ist einfacher, sich vor dem abstrakten Kalten Krieg zu fürchten, als den realen Krieg wahrzunehmen.

Noch nie im Krieg gewesen
In diesem Jahr habe ich begonnen zu verstehen, wie sich der Nationalsozialismus und das Stalin-System durchsetzen konnten, in kleinen, absurden Schritten, je unglaubwürdiger, desto hartnäckiger. Und immer bevor man die Veränderungen verinnerlichen konnte, machte der Wahnsinn schon den nächsten großen Schritt.
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Robert1959
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Re: "Der Fall Ukraine ist die Niederlage Europas"

#2 Beitrag von Robert1959 » Mittwoch 31. Dezember 2014, 09:42

Wenn man einmal den Grand Prix de Chanson anschaut, sieht man wie verschieden Europa ist! Viele Werte in Europa werden durch das Kleingedruckte umgangen-In den letzten Jahrzehnten gab es nur Mogelpackungen. Ohne Europa wäre die Ukraine schon ein russische Republik!
Die Handlungsfähigkeit hängt von der wirtschaftlichen Lage des jeweiligen Landes ab! Viele Länder befinden sich noch immer in der Krise! Sie haben zwar eine Meinung, aber sie müssen auch ihre eigenen Interessen wahrnehmen, deshalb ist Europa ein schwerfälliger Klotz. Die meisten Entscheidungen müssen abgestimmt werden! Dies ist auch eine Chance für die Ukraine, denn das eigene Land geht nicht unter.Es hat Rechte! Bei den Vereinigten Staaten von Europa, hätte dann nur der Präsident etwas zu sagen, zwar kann er schnell Handeln, aber er nimmt meist die Interessen seiner Partei wahr! Die Vielfältigkeit ist Europas Stärke!

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toto66
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Re: "Der Fall Ukraine ist die Niederlage Europas"

#3 Beitrag von toto66 » Mittwoch 31. Dezember 2014, 12:27

So recht du hast, Robert, bin ich nichtsdestotrotz der meinung das man die Dinge, gerade auch beim Blick auf die Ukraine beim Namen nennen muss. Ein Krieg zwischen 2 Staaten ist ein Krieg, kein Bürgerkrieg und schon gar kein "Konflikt".
Und es geht auch nicht ( ausschliesslich) um Medien und Politik, es sind wir Bürger die die Dinge offensichtlich gar nicht so genau wissen wollen.
Erinnert mich irgendwie an den amerikanischen Isolationismus, den ich jetzt besser verstehe. MH17 war vielleicht für die Holländer so etwas wie ihr Pearl Habour,der Aufwecker, aber die anderen sind ja kaum betroffen... ich mag jetzt nicht zynisch sein, aber die öffentliche Meinung zu der Sache in Deutschland wäre eine andere wäre dort LH17 mit 400 Deutschen an Bord abgeschossen wurden..

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Anuleb
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Re: "Der Fall Ukraine ist die Niederlage Europas"

#4 Beitrag von Anuleb » Mittwoch 31. Dezember 2014, 15:55

toto66 hat geschrieben:So recht du hast, Robert, bin ich nichtsdestotrotz der meinung das man die Dinge, gerade auch beim Blick auf die Ukraine beim Namen nennen muss. Ein Krieg zwischen 2 Staaten ist ein Krieg, kein Bürgerkrieg und schon gar kein "Konflikt".
Und es geht auch nicht ( ausschliesslich) um Medien und Politik, es sind wir Bürger die die Dinge offensichtlich gar nicht so genau wissen wollen.
Erinnert mich irgendwie an den amerikanischen Isolationismus, den ich jetzt besser verstehe. MH17 war vielleicht für die Holländer so etwas wie ihr Pearl Habour,der Aufwecker, aber die anderen sind ja kaum betroffen... ich mag jetzt nicht zynisch sein, aber die öffentliche Meinung zu der Sache in Deutschland wäre eine andere wäre dort LH17 mit 400 Deutschen an Bord abgeschossen wurden..
Ich befürchte, dass Du da ziemlich falsch liegst. Viele Leute vergessen, dass auch Deutschland vor 25 Jahren ein geteilter Staat war. Dementsprechend leben auch heute noch viele Leute in Deutschland, welche den alten Zeiten nachtrauern und Russland verherrlichen. Frei nach Pippi Langstrumpfs Lebensmotto "Ich baue mir die Welt, wie sie mir gefällt", werden sie auch so einen Flugzeugabschuss in ihr Weltbild einfügen. Dazu kommt unsere mittlerweile als charakterlos zu bezeichnende Politikerkaste, welche jegliches Unheil zum Trotz eine immer noch nicht einheitlich schlüssige Meinung im Umgang mit Russland gefunden hat. Demokratie hin, Demokratie her, bei dem, was sich momentan in der Ukraine und dem militärischen und politischen Gegner abspielt, sollten sich eigentlich jedem überzeugtem Demokratie die Nackenhaare sträuben und eine einheitliche Meinung gefunden werden. Nein, die öffentliche Meinung wäre keine andere.

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toto66
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Re: "Der Fall Ukraine ist die Niederlage Europas"

#5 Beitrag von toto66 » Freitag 2. Januar 2015, 21:58

Kämpferin sammelt auf Facebook über eine Million

Anna Sandalowa versorgt ukrainische Soldaten mit dringend benötigtem Material. Das Geld dafür sammelt sie auf Facebook - weil es dort keine Korruption gibt.
Wenn der Staat versagt, greifen Bürger zur Selbsthilfe. Nach diesem Grundsatz springen in der Ukraine Selbsthilfegruppen ein, um die im Osten des Landes von Separatisten und Russen belagerte Armee mit fehlender Ausrüstung zu versorgen. Ihre Heldin heisst Anna Sandalowa, und sie arbeitet vor allem mit Facebook.
Wie die «New York Times» in einem Kommentarbeitrag erzählt, gründete die ehemalige Public-Relations-Leiterin aus Kiew im Frühjahr die Gruppe «Hilfe für die ukrainische Armee». Die Stiftung vernetzt über Facebook patriotische Spender mit bedürftigen Empfängern, vor allem bei den Streitkräften. Seit März sind über 1,3 Millionen Dollar zusammengekommen. Geliefert wird laut der «Times» alles, «von Körperpanzern zu Nachtsichtgeräten, Schlafsäcken und Nahrungsmitteln.»
...
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