Ukraine-Nachrichten.de | Fragen an die Ukrainer - UN

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Fragen an die Ukrainer - UN

#1 Beitragvon RSS-Bot-UN » Dienstag 10. Juli 2012, 13:15

Ukraine-Nachrichten: Gesellschaft

Auch in westeuropäischen Ländern wie der Schweiz, Belgien oder Finnland benutzt man mehrere Amtssprachen. Weshalb sollte das nicht auch in der Ukraine möglich sein? Meinen Freund Anatoli würde es nicht stören, wenn man in Lugansk russischsprachige Formulare ausfüllen könnte. Aber er würde sich freuen, wenn man ihn seltener mit Formularen quälen würde.




Herkunft: Ukraine-Nachrichten: Gesellschaft: Fragen an die Ukrainer

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Re: Fragen an die Ukrainer - UN

#2 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 10. Juli 2012, 17:48

Wirklich gut geschrieben!
Es ist bezeichnend, dass es keiner drucken will. Jaja, die Zensur in den Köpfen der Chefredakteure...

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Re: Fragen an die Ukrainer - UN

#3 Beitragvon eurojoseph » Dienstag 10. Juli 2012, 20:29

wieder einer, der keine Ahnung hat und der nicht weiss, was russifizierung bedeutet, besser weiter redfahren Kollege -ja und hätten die Russen nicht so viele Jahre das Sagen gehabt, dann wär der Unterschied zu Polen kleiner...
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Re: Fragen an die Ukrainer - UN

#4 Beitragvon mbert » Dienstag 10. Juli 2012, 21:43

Sonnenblume hat geschrieben:Wirklich gut geschrieben!
Es ist bezeichnend, dass es keiner drucken will. Jaja, die Zensur in den Köpfen der Chefredakteure...


Hmm, mich hat beim Lesen dieses Artikels so ein widersprüchliches Gefühl beschlichen. Ich fand den Artikel zunächst einmal naiv - und zwar sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne.

Auf der positiven Seite sehe ich den möglicherweise mit weniger festen Fronten im Kopf versehenen Außenseiter, der sich das da mal anguckt und dann seine Eindrücke aufschreibt. Das ist ein Spiegel, der jedem Volk mal gut tut (ich fand in meiner Zeit im Ausland immer wieder spannend zu sehen, wie wir Deutschen auf die Leute dort wirkten, das hatte etwas ähnliches).

Auf der negativen Seite sehe ich einiges an Klischees, die eigentlich nicht diskutiert werden brauchen. Ja, er will gern ausdrücken, dass die Menschen in den verschiedenen Ecken der Ukraine im Grunde nicht weit voneinander entfernt sind. Dazu ist es nicht nötig, extreme Positionen, die nicht repräsentativ für die Menschen sind, hervorzuholen und ihnen zu widersprechen, das schafft ein einigermaßen kultivierter Ukrainer auch noch ganz gut selber.

Ein bisschen absurd wird es dann aus meiner Sicht, wenn er meint, noch ein Statement zur "Sprachfrage" abgeben zu müssen. Wieso sollten zwei Amtssprachen nicht in der Ukraine möglich sein? Ist die Ukraine nicht im Grunde auch ein bisschen Belgien oder Schweiz? Tut mir leid, hier tut aus meiner Sicht die Naivität schon ein bisschen weh. Ich will die Baustelle hier nicht wieder aufreißen, ich finde die Frage immer noch interessant, aber ich empfehle allen, die es noch nicht getan haben, einfach mal die vielen von verschiedenen Seiten mit guten Argumenten gefüllten Beiträge in Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden? zu lesen und ggf. dort zu antworten.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Fragen an die Ukrainer - UN

#5 Beitragvon Optimist » Dienstag 10. Juli 2012, 23:05

Ja, dieser Artikel spiegelt dies wieder was ich hier erlebe, die Volksgruppen hier in der Ukraine scheinen doch einen festeren Zusammenhalt zu haben, als einige wenige Leute dies denken, und dies so gar nicht wünschen. Warum nur?

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Re: Fragen an die Ukrainer - UN

#6 Beitragvon Handrij » Dienstag 10. Juli 2012, 23:14

mbert hat geschrieben:Auf der negativen Seite sehe ich einiges an Klischees, die eigentlich nicht diskutiert werden brauchen. Ja, er will gern ausdrücken, dass die Menschen in den verschiedenen Ecken der Ukraine im Grunde nicht weit voneinander entfernt sind. Dazu ist es nicht nötig, extreme Positionen, die nicht repräsentativ für die Menschen sind, hervorzuholen und ihnen zu widersprechen, das schafft ein einigermaßen kultivierter Ukrainer auch noch ganz gut selber.

Findest du nicht, dass viele dieser Stereotypen sehr präsent sind? Vor allem wenn wir die zwei Pole Donezk und Lwiw betrachten. Das liegt wohl vor allem am geringen Austausch zwischen diesen Regionen. Andrij Sadowyj brachte jetzt in den letzten Tagen in Interviews eine interessante Tatsache, die mir so bisher noch nicht bewusst war, aber auch einiges erklärt.
Demnach kannst du von Lwiw nur direkt nach Kiew fliegen und nicht nach Donezk oder Charkow. Zudem gibt es jeden Tag nur eine Verbindung nach Kiew. In polnische Städte hingegen ganze drei!
Hinzu kommt, dass diese innerukrainischen Verbindungen relativ teuer sind, wenn wir sie mit Wizzair beispielsweise vergleichen. Für mich, der ich zumeist in Kiew sitze, war das nicht so klar, da ich von Kiew recht leicht überall hinkomme.
Nachdem jetzt die neuen Terminals da sind und es an einer Auslastung fehlt, wäre es eigentlich angebracht diese teilweise mit innerukrainischen Flügen sicherzustellen. Vor allem bei Lwiw kann ich mir vorstellen, dass es einen Bedarf gibt. Dem steht aber ein gewisses Oligopol im Wege. Mal schauen, ob sich da etwas tut.

mbert hat geschrieben:Ein bisschen absurd wird es dann aus meiner Sicht, wenn er meint, noch ein Statement zur "Sprachfrage" abgeben zu müssen. Wieso sollten zwei Amtssprachen nicht in der Ukraine möglich sein? Ist die Ukraine nicht im Grunde auch ein bisschen Belgien oder Schweiz? Tut mir leid, hier tut aus meiner Sicht die Naivität schon ein bisschen weh. Ich will die Baustelle hier nicht wieder aufreißen, ich finde die Frage immer noch interessant, aber ich empfehle allen, die es noch nicht getan haben, einfach mal die vielen von verschiedenen Seiten mit guten Argumenten gefüllten Beiträge in Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden? zu lesen und ggf. dort zu antworten.

Ja, der Absatz war etwas überflüssig. Nichtsdestotrotz fand ich die Darstellung der "gefährlichen Gegenden" recht passend.

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Re: Fragen an die Ukrainer - UN

#7 Beitragvon mbert » Mittwoch 11. Juli 2012, 00:00

Handrij hat geschrieben:
mbert hat geschrieben:Auf der negativen Seite sehe ich einiges an Klischees, die eigentlich nicht diskutiert werden brauchen. Ja, er will gern ausdrücken, dass die Menschen in den verschiedenen Ecken der Ukraine im Grunde nicht weit voneinander entfernt sind. Dazu ist es nicht nötig, extreme Positionen, die nicht repräsentativ für die Menschen sind, hervorzuholen und ihnen zu widersprechen, das schafft ein einigermaßen kultivierter Ukrainer auch noch ganz gut selber.

Findest du nicht, dass viele dieser Stereotypen sehr präsent sind? Vor allem wenn wir die zwei Pole Donezk und Lwiw betrachten. Das liegt wohl vor allem am geringen Austausch zwischen diesen Regionen. Andrij Sadowyj brachte jetzt in den letzten Tagen in Interviews eine interessante Tatsache, die mir so bisher noch nicht bewusst war, aber auch einiges erklärt.

Ich glaube, Du wirst in beiden Orten mit Leichtigkeit Leute finden, die derartige Positionen vertreten. Aber sind sie deswegen repräsentativ? Ich bin ja seit einigen Jahren vor allem in Galizien unterwegs. Ich habe bisher wenig bestätigende Beispiele für diese Extremgeschichten gefunden. Das hat sicher auch mit dem Bildungsniveau der Gesprächspartner zu tun, aber ist das dann nicht auch wieder ein vollkommen regionsunabhängiges Thema?


Handrij hat geschrieben:Demnach kannst du von Lwiw nur direkt nach Kiew fliegen und nicht nach Donezk oder Charkow. Zudem gibt es jeden Tag nur eine Verbindung nach Kiew. In polnische Städte hingegen ganze drei!

Das liegt daran, das Lviv überhaupt extrem schlecht an Flugverbindungen angebunden ist. Möglicherweise ist das in Donetsk besser (ich gehe mal aufgrund der Größe und der dortigen Industrie davon aus).

Handrij hat geschrieben:Hinzu kommt, dass diese innerukrainischen Verbindungen relativ teuer sind, wenn wir sie mit Wizzair beispielsweise vergleichen. Für mich, der ich zumeist in Kiew sitze, war das nicht so klar, da ich von Kiew recht leicht überall hinkomme.

Ja, es ist teuer und kompliziert. Ich kenne dennoch eine ganze Reihe von Menschen, die das auf sich nehmen. Ich denke, daran hängt letztlich das ganze Thema. Wenn sich die Menschen in einem ungezwungenen Umfeld begegnen, stellen sie sehr schnell fest, dass sie nicht sehr viel trennt. Das ist doch letztlich auch etwas, was Ende 2004 viele so erlebt haben.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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