Freihandelsabkommen und Hilfslieferungen - Gibt's was Neues?

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Freihandelsabkommen und Hilfslieferungen - Gibt's was Neues?

#1 Beitragvon Mawi » Samstag 2. Januar 2016, 20:37

Kennt jemand hier Einzelheiten zu den neuen Gesetzen im Handel Ukraine - Eu?
Gibt es Auswirkungen auf die Hilfssendungen in die Ukraine? Wird das Prozedere durch die neuen Gesetze anders?

Da es auch hier immer wieder Anfragen zum Theman Hilfslieferungen gab, könnten wir doch Informationen zusammentragen, falls sich da etwas geändert hat.

Es grüßt Matthias

PS Natürlich allen Lesern und Akteuren hier ein frohes und gesundes neues Jahr.

Maniac
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Re: Freihandelsabkommen und Hilfslieferungen - Gibt's was Neues?

#2 Beitragvon Maniac » Sonntag 3. Januar 2016, 13:10

Meine Frau und Ich habe uns mal versucht daran.
Das Assozierungsabkommen sind 1200 Seiten.

Was die neuen Zölle und die Schrittweise Reduzierung der Zölle angeht, gibt es ein EU Dokument mit etwa mehr als 760 Seiten.
Im Moment versuche ich mein Beruf auszunutzen und ein Programm zu schreiben, welches mir die Zölle für die Waren nach und von der EU - Ukraine
herausfindet und berechnet.

Aber Theorie und Praxis liegen da noch sehr weit auseinander und in den letzten 3 Tagen gibt es da noch nicht so viele Praxis Erfahrungen.
Ich denke in 3-6 Monaten sieht das dann schon anders aus.

Maniac
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Re: Freihandelsabkommen und Hilfslieferungen - Gibt's was Neues?

#3 Beitragvon Maniac » Montag 4. Januar 2016, 00:15

Also das bisherige Ergebnis unserer Recherche sieht wie folgt aus:

Mit der VO vom 16.04.2014 mit begin zum 22.04.2014 bis 01.11.2014 wurde die Senkung bzw. die Abschaffung von Zöllen auf Waren die in der Ukraine Produziert wurden und in die EU Exportiert werden beschlossen. Ebenfalls enthält die VO auch Zollkontigente, die jedes Jahr um eine Bestimmte Tonnage erhöht wird, von Produkten oder Produktkategorie unterschiedlichen Steigerung.

Dies war ein EU einseitiger Akt zur Stärkung der Ukraine.
Nach dem es Sicher war, dass das Assozierungsabkommen mit dem 01.01.2016 in Kraft tritt,
wurde die obige VO durch eine weitere VO bis zum 31.12.2015 verlängert.

Das Asszozierungsabkommen sieht im Grundsatz vor das innerhalb von 10 Jahren eine Freihandelszone mit der Ukraine entsteht.
Das bedeutet das die Arbeit jetzt erst los geht für die Ukraine.
Um die Produkte in der EU abzusetzen sind dann eben die Standards der EU in der Ukraine einzuführen, Tierhaltung, Landwirtschaftliche Bewirtschaftung, etc.

Die Vereinfachung die wir erhoffen, werden jetzt über die nächsten Jahre bilateral eingeführt werden.
Das Ganze ist in 5 Phasen geplant, die sich auf die 10 Jahre verteilen, nach den 10 Jahren soll die Freihandelszone vollständig umgesetzt und Inkrafttreten.

Die erste Phase sieht die von der EU geforderten Reformen in den Strukturen der Verwaltung, Politik etc. vor.
Diese müssen spätestens nach 6 Monaten des Inkraft treten beginnen, die 2te Phase 3 Jahre, die 3te Phase 4 Jahre, die 4te Phase 6 Jahre und die 6te Phase 8 Jahre nach Inkrafttreten beginnen.

Was ich durch Kollegen erfahren habe ist, das zu min. in der Software Entwicklung die ersten ukrainischen Muttersprachler gesucht werden, die Englisch-Ukrainisch übersetzen sollen.
Bisher ist mir das nur aus dem Healthcare Bereich bekannt, Medizinische Geräte, Software, Patientenaktenverwaltung etc.

Im Verwaltungssektor gibt es da noch nichts, weil die Verwaltungsoftware Zentral durch Kiew vorgeschrieben wird für alle Oblaste, Kreise und Lokalen Verwaltung,
zu min. laut meiner Quelle auf der Coach.
Hier in Deutschland sieht dies in der Entscheidungsfähigkeit und Eigenständigkeit der Bundesländer ganz anders aus.

Also warten wir ab was uns das Jahr 2016 und die folgenden bringen werden.


 


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