Kultur, Religion und GeschichteGalizien, der Bug und das Biest - Vertreibung ins "schissige Schlesien"

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Handrij
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Galizien, der Bug und das Biest - Vertreibung ins "schissige Schlesien"

#1 Beitrag von Handrij » Sonntag 12. September 2010, 19:34

Keine Analfissur. Kein Drogenexzess. Kein Darkroom. Sabrina Janeschs Debütroman braucht keinen Skandal. In "Katzenberge" erzählt sie von der Vertreibung des Großvaters. Dessen Vergangenheit lässt die Enkelin nicht ruhen. Sie muss nach Galizien - um einen Fluch zu bannen.

Nele Leipert aus Berlin – polnische Mutter, deutscher Vater, Medienjob in einer Agentur – bekommt einen Anruf: Ihr Großvater ist tot. Stanislaw Janeczko wird in fremder Erde begraben. Einst, nach dem Krieg, musste er während antipolnischer Pogrome seinen Hof in Galizien verlassen, die Flucht endete weit im Westen, im "schleimigen, schissigen Schlesien". Hier fand er einen von Deutschen verlassenen Hof, hier zog er seine Kinder groß, hier erzählte er seiner Enkelin die Geschichten seines Lebens. Die nun ukrainische Heimat sah der Pole nie wieder.

Doch auf der Beerdigung Janeczkos stößt Nele auf Ungereimtheiten. Was tuscheln ihre Onkel da? Warum schweigen alle, wenn es um Galizien und den verschwundenen Bruder des Großvaters geht? Die junge Frau will es genau wissen – typisch deutsch, spottet die polnische Verwandtschaft. Gegen deren Widerstand macht sie sich auf den Weg nach Osten, nach Galizien. Die Reise der Enkelin in die Ukraine korrespondiert dabei mit der geschickt eingeflochtenen Lebensgeschichte des Großvaters, der in die entgegengesetzte Richtung flüchtete. Je näher Nele dem Grenzfluss Bug kommt, je ursprünglicher und wilder die Natur wird, desto geheimnisvoller wird die Geschichte der Familie, desto größer wird der Strudel aus Verrat, Schuld und Fluch.

Die persönliche, familiäre Perspektive


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