Allgemeines Diskussionsforum | ...... es geht um Reich gegen Arm

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Optimist
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...... es geht um Reich gegen Arm

#1 Beitragvon Optimist » Sonntag 24. Juni 2012, 01:26

Robert hat hier zu einem neuen Thema angeregt, es ging auch um die Lebensmittel.
Ich zitiere:
Oder ( um es platt zu sagen ) die fressen ihr eingeflogenes Essen und kommen vor Lachen nicht in den Schlaf - wärend die verachteten Massen froh sind überhaupt was auf den Tisch zu kriegen und sich nebenbei die Nasen einschlägt .
Es geht nicht um Ost oder West , um russisch oder ukrainische Sprache ...... es geht um Reich gegen Arm

Gruß ! Robert

{ät}Robert betreffs Deiner Aufzählung: Willst Du mir erzählen, dass Du in der EU bessere Lebensmittel bekommst? Ich lach mich schief...


Vor ca. zwei Monaten berichtete das so zensierte ukrainische Fernsehen, dass Abgeordnete in der Parlamentskantine für ca. 400 - 600 US $ speisen. Aber nicht im Monat, nein nicht in einer Woche, er verputzt das mit einer Mahlzeit (Getränke sind natürlich im Preis mit enthalten). Dieses Essen muss doch gesund sein!

Nun einmal zu einem ehemaligen Minister, der in die EU nach Österreich geflohen ist. Er war zuständig für den Krisen und Katastrophenfall und auch für die Lager , die Notversorgung für die Bevölkerung enthielten. Als Janukowitsch gewählt wurde, waren diese Lager fast leer. Das Geld oder Lebensmittel nicht auffinbar. Klar ist dieser Minister jetzt auch ein politisch verfolgter Mann, er hat wohl auch Arbeit gefunden in Österreich und eine schöne grosse Wohnung.
Zum Glück gibt es ja wenig Katastrophen in der Ukraine, die Ukrainer auch nicht so verwöhnt... wäre schade ums Geld gewesen, wird sich Herr Minister gesagt haben.
Jetzt ganz ehrlich, war das wieder nur eine Intriege gegen die Oposition? Oder ist dies nicht seit vielen Jahren gang und gäbe hier im Land?

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Robert
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Re: ...... es geht um Reich gegen Arm

#2 Beitragvon Robert » Sonntag 24. Juni 2012, 01:49

nun - alter Pessimist :-> ( sorry kleiner Scherz )

Ich neige zu der These , daß es eben scheißegal ist , wer da an den Schalthebeln sitzt ..... Wer es kann bereichert sich undzwar in absolut perverser Mißachtung "ihres" Volkes ....

Kein mehr oder weniger kleiner Partei/Staats- oder sonstiger Funtkionär , oder Militär meinethalben geschenkt ..... der vor 20 Jahren zwar gewisse Privilegien hatte , reich in dem Sinne trotzdem kaum werden konnte .......
-selbst wenn er ein cleveres Kerlchen war und fleißig ! -
Kann jetzt wie Kay aus der Kiste springen und tönen alles ehrlich , alles seriös usw.

Und das gilt für Ukrainer , für Russen , Chinesen und alle anderen gleichermaßen !
blaue , schwarze , orange , ultrarote oder nazibraune ...... alle Oligarchen , Millio-/Multimillio-/Billionäre - in einen Sack , Gewichte rein ... und vor Sevastopol versenken !!!!!!!!

Gruß ! Robert
Wo kämen wir hin ?
Gingen wir hin - um zu sehen wohin wir kämen

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Re: ...... es geht um Reich gegen Arm

#3 Beitragvon eurojoseph » Sonntag 24. Juni 2012, 08:08

Robert hat geschrieben:nun - alter Pessimist :-> ( sorry kleiner Scherz )

Ich neige zu der These , daß es eben scheißegal ist , wer da an den Schalthebeln sitzt ..... Wer es kann bereichert sich undzwar in absolut perverser Mißachtung "ihres" Volkes ....

Kein mehr oder weniger kleiner Partei/Staats- oder sonstiger Funtkionär , oder Militär meinethalben geschenkt ..... der vor 20 Jahren zwar gewisse Privilegien hatte , reich in dem Sinne trotzdem kaum werden konnte .......
-selbst wenn er ein cleveres Kerlchen war und fleißig ! -
Kann jetzt wie Kay aus der Kiste springen und tönen alles ehrlich , alles seriös usw.

Und das gilt für Ukrainer , für Russen , Chinesen und alle anderen gleichermaßen !
blaue , schwarze , orange , ultrarote oder nazibraune ...... alle Oligarchen , Millio-/Multimillio-/Billionäre - in einen Sack , Gewichte rein ... und vor Sevastopol versenken !!!!!!!!

Gruß ! Robert


tja lieber Robert - wir beide, scheint es - müssen einander wohl immer wieder widersprechen - obwohl ich Deiner persönlichen Geschichte ja Respekt zolle - aber ich hallte Neid - und darauf kommt es letztendlich hinaus - auch wirklich - obwohl Nicht-Christ für ein der Totsünden (dafür 3 andre nicht, die da sind Wollust, Völlerei und Faulheit - die haben was IMHO) ich denke Du denkst halt immer noch in Klassen - und ich halt es ausnahmsweise mit einem Commie (B.Brecht) der meinte das das Fressen vor der Moral kommt, das man sich Anständigkeit erst mal leisten können muss, mal abgesehen von ein paar Helden wie Vaclav Havel, Nelson Mandela oder Andrej Sacharov - oh sogar ein Russe dabei - soweit kann es dann mit meiner Russophobie auch wieder nicht sein) ...Otto Normalsterblich muss erst mal die Kinder durchfüttern und seine Raten bezahlen, da is von Interesse am Gemeinwesen (notgedrungen) keine Spur ...ich glaub nicht an Klassen und schon gar nicht an böse Klassen per se...Esist immer das Individelle was zählt....jetzt mal Pause, aber da kommt noch was von mir !
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

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Re: ...... es geht um Reich gegen Arm

#4 Beitragvon mbert » Sonntag 24. Juni 2012, 10:27

Ich denke, in dem Moment, wo Politik von der Berufung zum Beruf wird, geht ziemlich schnell der Idealismus verloren und der moralische Anspruch an sich selbst und andere. Ich finde, man kann das bei uns in D ganz gut sehen. Die neue Generation von Politikern hat etwas aalglattes, egal, welcher Partei sie angehören. In UA haben sehr schnell die Egoisten und Zyniker die Macht übernommen. Überzeugungstäter, die den Menschen hätten zeigen können, dass es auch mal um eine "Sache" gehen kann statt um den eigenen (Politiker-) Geldbeutel, wurden schnell "entsorgt", bevor sie größeren "Schaden" hätten anrichten können (ich persönlich sehe Viacheslav Chornovil als ein Beispiel hierfür).

Weiterhin sehe ich in dem Brecht-Zitat durchaus Wahrheit, möchte dem aber dennoch gern die Bibel gegenüberstellen:
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
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Will meinen, dass ohne irgendwelche Werte wir von Menschen zu Tieren werden.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: ...... es geht um Reich gegen Arm

#5 Beitragvon eurojoseph » Sonntag 24. Juni 2012, 16:15

mbert hat geschrieben:Ich denke, in dem Moment, wo Politik von der Berufung zum Beruf wird, geht ziemlich schnell der Idealismus verloren und der moralische Anspruch an sich selbst und andere. Ich finde, man kann das bei uns in D ganz gut sehen. Die neue Generation von Politikern hat etwas aalglattes, egal, welcher Partei sie angehören. In UA haben sehr schnell die Egoisten und Zyniker die Macht übernommen. Überzeugungstäter, die den Menschen hätten zeigen können, dass es auch mal um eine "Sache" gehen kann statt um den eigenen (Politiker-) Geldbeutel, wurden schnell "entsorgt", bevor sie größeren "Schaden" hätten anrichten können (ich persönlich sehe Viacheslav Chornovil als ein Beispiel hierfür).

Weiterhin sehe ich in dem Brecht-Zitat durchaus Wahrheit, möchte dem aber dennoch gern die Bibel gegenüberstellen:
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wir sind da einer Meinung, ich mein einfach damit nur, ohne Brot lebt der Mensch gar nicht...man kann auch die Maslowsche Bedürfnispyramide hernehmen....ich denke, je mehr man hat, desdo eher könnte man abwiegen...also auch Moral muss man sich leisten können....
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Re: ...... es geht um Reich gegen Arm

#6 Beitragvon Robert » Sonntag 24. Juni 2012, 18:16

nun @eurojoseph

Ich denke da weniger in Klassenkategorien und schon garnicht in Freund/Feind - Mechanismen ( sonst müßte ich ja noch bewundern ..wie schnell sich die roten Idealisten in stinkende Dreckschweine verwandelten )
Ich durfte erleben , wie man Soldaten in abtrünnige Gebiete schickte ohne ihnen auch nur ihren (Scheiß-)Wehrsold zu bezahlen .
Wo klar wurde , würden sie geschädigt oder getötet , bekämen ihre Witwen und Kinder einfach nichts .
Wo gleichzeitig klar wurde , daß die eigenen Vorgesetzten nicht nur deren Verpflegung sondern Waffen und Munition in Größenordnungen verhökerten ....
Ich durfte die (mich schon nicht mehr erstaunende )Metarmorphose eines Schewardnatze vom sowj. Außenminister und Gorbatschov-Berater zum georgischen Diktator live miterleben [ bis zu dem Moment als er meine Einheit und mich als , angeblich , nicht mehr zuverlässig genug weggjagde ]

Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen an mehreren Verhandlungen von Militärgerichtsverhandlungen als Beisitzer/Schöffe ( sowas gabs damals noch ) teilnehmen , gegen durch und durch korrupte Generale , die Wehrpflichtige oder längerdienende Soldaten verheizten , gleichzeitig aber ihren persönlichen Reichtum schufen .
usw. usf .

Es ist kein Neid !
( leicht hätte ich mittun und meine Anteile am Kuchen kassieren können )
Es ist nur grenzenlose Verachtung in mir , gegen die Führungsklasse in Russland .... sorry aber ich unterstelle einfach die ukrainischen Nomeklaturkader welche jetzt Oligarchen sind waren (und sind ) nicht besser .
................................................................................................................................

Das ganze hat mich sehr umgetrieben ...... denn es waren katastrophale Sünden , welche die Herren auf sich luden ! ( die selben die mir und meinen Leuten vorher predigten "Religion sei Opium für das Volk ")
Als mittlerweile getaufter und bekennender russ.orthodoxer Christ darf ich das wohl sagen

Gruß ! Robert

Der , obgleich wohl nie reich werdend , bemüht ist anständig - in materiellem wie ethischem Sinne - zu leben mit Frau und Kindern
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Gingen wir hin - um zu sehen wohin wir kämen

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Re: ...... es geht um Reich gegen Arm

#7 Beitragvon Optimist » Sonntag 24. Juni 2012, 21:44

Wie es der Zufall will, der 5. Kanal hat berichtet, dass jetzt wo die Himbeeren satt am Strauch hängen in der Ukraine, verpflegt sich die Politgarde mit Importbeeren und allen anderen Obst und Gemüse aus fernen Landen. Die Preise, für ukrainische Steuerzahler scheinen sie doch etwas unrealistisch, liegen bei den Importhimbeeren bei 67 Euro ( 675 UAH ) für das Kilogramm.
Man zeigt damit den Menschen hier , was man denn so von einheimischen Agrarprodukten hält in Regierungskreisen. So kann man natürlich auch für Heimat und Nation Reklame machen.
Die haben Angst vom eigenen Volk vergiftet zu werden, mehr wird die Kauflust im Ausland nicht auf sich haben.

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