Politik | Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

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Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#1 Beitragvon Handrij » Freitag 30. September 2011, 20:25

Geopolitik ist trotz klammer Kassen en vogue: Was den Franzosen ihr Mittelmeer ist, den Österreichern ihr Donauraum und Balkan, sind den Polen (und Schweden) die Ukraine und Weißrussland. Gemeinsam mit Armenien, Aserbaidschan, Georgien und Moldawien sollen diese Länder im Rahmen der 2009 gegründeten Östlichen Partnerschaft an die EU angebunden werden. Am Freitag ging in Warschau das zweite Spitzentreffen der Gruppe mit den EU-Staaten zu Ende.


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Re: Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#2 Beitragvon eurojoseph » Freitag 30. September 2011, 21:48

Handrij hat geschrieben:
Geopolitik ist trotz klammer Kassen en vogue: Was den Franzosen ihr Mittelmeer ist, den Österreichern ihr Donauraum und Balkan, sind den Polen (und Schweden) die Ukraine und Weißrussland. Gemeinsam mit Armenien, Aserbaidschan, Georgien und Moldawien sollen diese Länder im Rahmen der 2009 gegründeten Östlichen Partnerschaft an die EU angebunden werden. Am Freitag ging in Warschau das zweite Spitzentreffen der Gruppe mit den EU-Staaten zu Ende.


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Welch peinlicher Artikel, mir kommen die Tränen...dieser Gerhard Lechner hat NULL Ahnung von ukrainischer Geschichte und betet russische Lügen nach....Kyjiv ist wohl "Mutter der Rus" aber niemals Mutter Russlands .....
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Re: Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#3 Beitragvon Handrij » Samstag 1. Oktober 2011, 00:27

Mutter der russischen Städte, wo ist das Problem? Von Kiew ging alles aus, das hat weder etwas mit Geschichtsfälschung noch mit "Imperialismus" zu tun ...

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Re: Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#4 Beitragvon eurojoseph » Samstag 1. Oktober 2011, 21:39

Handrij hat geschrieben:Mutter der russischen Städte, wo ist das Problem? Von Kiew ging alles aus, das hat weder etwas mit Geschichtsfälschung noch mit "Imperialismus" zu tun ...


Sie haben recht, das davon alles ausging, trotzdem hat sich der Rus auseinanderentwickelt - in 3 UNTERSCHIEDLICHE Ethnien - IN Belarusen, Ukrainer UND Russen - warum diese aber meinen, immer noch Rechte an Kyiv haben - und dann noch die Kirche Moskauer Patriachats (sic) - wenn das kein Imperialismus ist....welche Mitspracherechte bzw. "alte Rechnungen" hat D mit A oder deutschsprachiger Schweiz ??? Wenn nur gegenseitiger Respekt auch von russischer Seite möglich wäre - (aber sehen Sie IRGENDWO Respekt für die Ukraine, deren Kultur und Sprache in RU ??? - ich nicht - und nicht mal in vielen Teilen der Ukraine selbst, wo Russen dominieren...sonst würden nicht teilweise sogar Leute umgebracht die ukrainisch reden oder singen (schon vergessen ?) aber die Kirchen Moskauer Patriachats geben ja nicht mal (unter Stalin) zugeschlagenes Eigentum der autochtonen Kirchen zurück - und behaupten legitime Erben der ukrainischen Kirche zu sein - mbert weiss da genaueres....
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Re: Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#5 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Sonntag 2. Oktober 2011, 10:06

An diesem Wort/Satz würde ich mich nicht im geringsten stören oder stoßen.
Ist er doch das Zugeständnis wo die Henne auf dem Nest saß.

Natürlich haben wir es in der Tat mit imperialen Gehabe der Russen zu tun. Sie haben ihre Apologeten auch in Kiew und im WR sitzen. Würden aber morgen die Moldawier plötzlich auf Gold stoßen und sich zur Weltmacht entwickeln, könnte es durchaus sein, dass genau diese Leute dann auch moldawische Wurzeln in der russischen Welt finden und so propagieren.
Hier ist nicht Wissen oder Herkunft schuld, sondern der Hang zum Geld.
Wie ist das dann in der Zeit nach dem GAS und dem ÖL??????

Ja es haben sich verschiedene Kulturen und Sprachen entwickelt, die eine stärker und einige schwächer. Aber von Ethnien würde ich nicht sprechen.
Vergleicht es mal mit Deutschland!
Die Bayern sind doch auch Deutsche, obwohl sie bayrisch reden.
Und die Österreicher gehören zum deutschen Sprachraum und behaupten ihre staatliche Unabhängigkeit und ihre sprachlichen Unverständlichkeiten.

In der Haltung der Kirche sowie im Gebaren des Staates Russland sehe ich sehr wohl die imperiale Fratze eines Monsters, der gern auf Kosten anderer lebt.

Die uniierte Kirche ist ein historisches Produkt und man kann ihr nicht die Daseinsbe-rechtigung absprechen.
Bereits unter Zar Nikolaus I. wird zwangsrussifiziert hier ein Zitat aus Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ....

Zar Nikolaus I., (1825-55), ein rucksichtsloser Autokrat, setzt auf Zwangsrussifizierung und Taufe. Das Kantonistendekret aus dem Jahr 1827 zwingt junge Juden zum Militärdienst, den Gemeinden werden Rekrutenquoten auferlegt. Buben ab zwölf Jahren schickt man in entfernt gelegene Garnisonen, wo sie von Popen unterrichtet und von rabiaten Unteroffizieren gedrillt werden. Als 18-Jährige rücken sie zu einem 25-jährigen Militärdienst ein, in dessen Verlauf viele zum Christentum übertreten. Falls sie in ihre Heimat zurückkehren sind sie Fremde, die die Glaubenswelt ihrer Familien nicht mehr verstehen.

Und die Kirche ist mittendrin.

Diese Haltung zu anderen Religionen, Sprachen und Kulturen hat sich im russischen Wesen so verfestigt, dass man schon nicht mehr anders kann.

Fahrt mal übers Land und sucht Zeugnisse der Geschichte in der Ukraine. Wo sind die alten Herrensitze, die Burgen und Schlösser?
Warum erstrahlt solches in Russland in Glanz und Gloria?

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Re: Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#6 Beitragvon Sonnenblume » Sonntag 2. Oktober 2011, 10:40

galizier hat geschrieben:An diesem Wort/Satz würde ich mich nicht im geringsten stören oder stoßen.
Ist er doch das Zugeständnis wo die Henne auf dem Nest saß.

Natürlich haben wir es in der Tat mit imperialen Gehabe der Russen zu tun. Sie haben ihre Apologeten auch in Kiew und im WR sitzen. Würden aber morgen die Moldawier plötzlich auf Gold stoßen und sich zur Weltmacht entwickeln, könnte es durchaus sein, dass genau diese Leute dann auch moldawische Wurzeln in der russischen Welt finden und so propagieren.
Hier ist nicht Wissen oder Herkunft schuld, sondern der Hang zum Geld.
Wie ist das dann in der Zeit nach dem GAS und dem ÖL??????

Ja es haben sich verschiedene Kulturen und Sprachen entwickelt, die eine stärker und einige schwächer. Aber von Ethnien würde ich nicht sprechen.
Vergleicht es mal mit Deutschland!
Die Bayern sind doch auch Deutsche, obwohl sie bayrisch reden.
Und die Österreicher gehören zum deutschen Sprachraum und behaupten ihre staatliche Unabhängigkeit und ihre sprachlichen Unverständlichkeiten.

In der Haltung der Kirche sowie im Gebaren des Staates Russland sehe ich sehr wohl die imperiale Fratze eines Monsters, der gern auf Kosten anderer lebt.

Die uniierte Kirche ist ein historisches Produkt und man kann ihr nicht die Daseinsbe-rechtigung absprechen.
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Zar Nikolaus I., (1825-55), ein rucksichtsloser Autokrat, setzt auf Zwangsrussifizierung und Taufe. Das Kantonistendekret aus dem Jahr 1827 zwingt junge Juden zum Militärdienst, den Gemeinden werden Rekrutenquoten auferlegt. Buben ab zwölf Jahren schickt man in entfernt gelegene Garnisonen, wo sie von Popen unterrichtet und von rabiaten Unteroffizieren gedrillt werden. Als 18-Jährige rücken sie zu einem 25-jährigen Militärdienst ein, in dessen Verlauf viele zum Christentum übertreten. Falls sie in ihre Heimat zurückkehren sind sie Fremde, die die Glaubenswelt ihrer Familien nicht mehr verstehen.

Und die Kirche ist mittendrin.


Da kann ich dir nur zustimmen.

galizier hat geschrieben:Diese Haltung zu anderen Religionen, Sprachen und Kulturen hat sich im russischen Wesen so verfestigt, dass man schon nicht mehr anders kann.


Hier würde ich das Wort "Wesen" durch "Machthaber" ersetzen. Der "einfache" Russe unterscheidet sich in nichts vom "einfachen" Ukrainer. Der Ukrainische Mächtige würde sich übrigens auch nicht vom Russischen Mächtigen unterscheiden, wenn es die selben Bedingungen hätte.

galizier hat geschrieben:Fahrt mal übers Land und sucht Zeugnisse der Geschichte in der Ukraine. Wo sind die alten Herrensitze, die Burgen und Schlösser?
Warum erstrahlt solches in Russland in Glanz und Gloria?


Die, die noch übrig sind wurden rekonstruiert und sind von Sicherheitsdienst, Mauern und Wald umgeben.

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Re: Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#7 Beitragvon eurojoseph » Sonntag 2. Oktober 2011, 16:55

galizier hat geschrieben:An diesem Wort/Satz würde ich mich nicht im geringsten stören oder stoßen.
Ist er doch das Zugeständnis wo die Henne auf dem Nest saß.

Natürlich haben wir es in der Tat mit imperialen Gehabe der Russen zu tun. Sie haben ihre Apologeten auch in Kiew und im WR sitzen. Würden aber morgen die Moldawier plötzlich auf Gold stoßen und sich zur Weltmacht entwickeln, könnte es durchaus sein, dass genau diese Leute dann auch moldawische Wurzeln in der russischen Welt finden und so propagieren.
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Wie ist das dann in der Zeit nach dem GAS und dem ÖL??????

Ja es haben sich verschiedene Kulturen und Sprachen entwickelt, die eine stärker und einige schwächer. Aber von Ethnien würde ich nicht sprechen.
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Und die Kirche ist mittendrin.

Diese Haltung zu anderen Religionen, Sprachen und Kulturen hat sich im russischen Wesen so verfestigt, dass man schon nicht mehr anders kann.

Fahrt mal übers Land und sucht Zeugnisse der Geschichte in der Ukraine. Wo sind die alten Herrensitze, die Burgen und Schlösser?
Warum erstrahlt solches in Russland in Glanz und Gloria?


In vielem geb ich recht, aber wir gehören zum deutschen Sprachraum, ohne im Entferntesten Deutsche zu sein (gerade Ostösterreicher mein ich), genauso wie bei Iren und Engländern wo keiner auf die Idee kommen würde die als eine Ethnie zu betrachten - aber noch viel klarer ist es zwischen Holländern und Deutschen - und so ungefähr kann mann es sehen zwischen Russen und Ukrainern - wobei ich mein (und das ist das Europäische) das die Ukrainer und Polen sich viel näher stehen (abgesehen von der Religion und Schrift...) als Ukrainer und Russen - man kann das ziemlich gut feststellen wenn man ukrainisch in Latynka liest.....
wie übrigens das Ukrainische in den meisten Fällen auch Slovakisch/Tschechisch viel näher steht - und nicht nur bei cerveny/cervony
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stefko
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Re: Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#8 Beitragvon stefko » Dienstag 4. Oktober 2011, 15:04

galizier hat geschrieben:Ja es haben sich verschiedene Kulturen und Sprachen entwickelt, die eine stärker und einige schwächer. Aber von Ethnien würde ich nicht sprechen.


Wieso eigentlich nicht? :-) Ich gebe zu, das Wort "Ethnie" wirkt für mich auch etwas komisch. Vielleicht liegt es daran, dass man es umgangssprachlich eher selten verwendet. Aber wenn man sich die Definition des Begriffes Ethnie anschaut, dann kann man, IMHO, sehr wohl von unterschiedlichen Ethnien sprechen.

galizier hat geschrieben:Vergleicht es mal mit Deutschland!
Die Bayern sind doch auch Deutsche, obwohl sie bayrisch reden.
Und die Österreicher gehören zum deutschen Sprachraum und behaupten ihre staatliche Unabhängigkeit und ihre sprachlichen Unverständlichkeiten.


Beruhend auf der Definition des Begriffes Ethnie, würden sich die meisten Österreicher wohl schon als eigene Ethnie verstehen. Allerdings wird das Wort Ethnie für die meisten wohl so fremd klingen, dass sie sich ohne die Definition zu kennen, dass sie sagen werden, "nein, wir sind ja keine Afrikaner oder Asiaten". :-)

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Re: Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#9 Beitragvon UlrichWW56244 » Dienstag 11. Oktober 2011, 14:35

Handrij hat geschrieben:Mutter der russischen Städte, wo ist das Problem? Von Kiew ging alles aus, das hat weder etwas mit Geschichtsfälschung noch mit "Imperialismus" zu tun ...


Hmmm also war es nicht Nowgorod, von wo aus dann so um 900 die Hauptstadt nach Kiew verlegt wurde, nachdem es erobert worden war ? Kann mich da auch irren

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UlrichWW56244
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Re: Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#10 Beitragvon UlrichWW56244 » Dienstag 11. Oktober 2011, 14:45

eurojoseph hat geschrieben:
galizier hat geschrieben:An diesem Wort/Satz würde ich mich nicht im geringsten stören oder stoßen.
Ist er doch das Zugeständnis wo die Henne auf dem Nest saß.

Natürlich haben wir es in der Tat mit imperialen Gehabe der Russen zu tun. Sie haben ihre Apologeten auch in Kiew und im WR sitzen. Würden aber morgen die Moldawier plötzlich auf Gold stoßen und sich zur Weltmacht entwickeln, könnte es durchaus sein, dass genau diese Leute dann auch moldawische Wurzeln in der russischen Welt finden und so propagieren.
Hier ist nicht Wissen oder Herkunft schuld, sondern der Hang zum Geld.
Wie ist das dann in der Zeit nach dem GAS und dem ÖL??????

Ja es haben sich verschiedene Kulturen und Sprachen entwickelt, die eine stärker und einige schwächer. Aber von Ethnien würde ich nicht sprechen.
Vergleicht es mal mit Deutschland!
Die Bayern sind doch auch Deutsche, obwohl sie bayrisch reden.
Und die Österreicher gehören zum deutschen Sprachraum und behaupten ihre staatliche Unabhängigkeit und ihre sprachlichen Unverständlichkeiten.

In der Haltung der Kirche sowie im Gebaren des Staates Russland sehe ich sehr wohl die imperiale Fratze eines Monsters, der gern auf Kosten anderer lebt.

Die uniierte Kirche ist ein historisches Produkt und man kann ihr nicht die Daseinsbe-rechtigung absprechen.
Bereits unter Zar Nikolaus I. wird zwangsrussifiziert hier ein Zitat aus Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ....

Zar Nikolaus I., (1825-55), ein rucksichtsloser Autokrat, setzt auf Zwangsrussifizierung und Taufe. Das Kantonistendekret aus dem Jahr 1827 zwingt junge Juden zum Militärdienst, den Gemeinden werden Rekrutenquoten auferlegt. Buben ab zwölf Jahren schickt man in entfernt gelegene Garnisonen, wo sie von Popen unterrichtet und von rabiaten Unteroffizieren gedrillt werden. Als 18-Jährige rücken sie zu einem 25-jährigen Militärdienst ein, in dessen Verlauf viele zum Christentum übertreten. Falls sie in ihre Heimat zurückkehren sind sie Fremde, die die Glaubenswelt ihrer Familien nicht mehr verstehen.

Und die Kirche ist mittendrin.

Diese Haltung zu anderen Religionen, Sprachen und Kulturen hat sich im russischen Wesen so verfestigt, dass man schon nicht mehr anders kann.

Fahrt mal übers Land und sucht Zeugnisse der Geschichte in der Ukraine. Wo sind die alten Herrensitze, die Burgen und Schlösser?
Warum erstrahlt solches in Russland in Glanz und Gloria?


In vielem geb ich recht, aber wir gehören zum deutschen Sprachraum, ohne im Entferntesten Deutsche zu sein (gerade Ostösterreicher mein ich), genauso wie bei Iren und Engländern wo keiner auf die Idee kommen würde die als eine Ethnie zu betrachten - aber noch viel klarer ist es zwischen Holländern und Deutschen - und so ungefähr kann mann es sehen zwischen Russen und Ukrainern - wobei ich mein (und das ist das Europäische) das die Ukrainer und Polen sich viel näher stehen (abgesehen von der Religion und Schrift...) als Ukrainer und Russen - man kann das ziemlich gut feststellen wenn man ukrainisch in Latynka liest.....
wie übrigens das Ukrainische in den meisten Fällen auch Slovakisch/Tschechisch viel näher steht - und nicht nur bei cerveny/cervony


Ohne im entferntesten Deutsche zu sein . :-) Soso, nun, da uebersiehst du, dass schon immer vom Heiligen roemischen Reich deutscher NATIONEN gesprochen wurde, und in diesem gefuege der Kaiser eine weit schwaechere Rolle hatte als z.b der Zar. Bis 1806 war Wien eben hauptstadt dieses deutschen reiches, und mit erzwungener Abankung des letzten Kaisers auf Druck napolens ergab sich dann spaeter der sogenannte deutsche Bund als Zoll wirtschafts und Interessensunion. Man kann dies alles nicht mit der Situation der Ukraine vergleichen. Und 1919 gab es eine Volksabstimmung in Oesterreich, die sich fuer den Beitritt des landes zum deutschen reich Aussprach, was aber von der Entente verweigert wurde. Natuerlich sind Oesterreicher keine Deutschen staatsrechtlich gesehen, aber unsere kulturellen Verflechtungen sind wesentlich enger und vor allem einheitlicher. Irland ist ein heikles Thema, und schon eher mit dem Verhaeltnis Russland Ukraine vergleichbar.

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Re: Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#11 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 11. Oktober 2011, 14:47

UlrichWW56244 hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:Mutter der russischen Städte, wo ist das Problem? Von Kiew ging alles aus, das hat weder etwas mit Geschichtsfälschung noch mit "Imperialismus" zu tun ...


Hmmm also war es nicht Nowgorod, von wo aus dann so um 900 die Hauptstadt nach Kiew verlegt wurde, nachdem es erobert worden war ? Kann mich da auch irren

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Re: Geopolitik in historisch vermintem Gelände: die EU-Ostpartnerschaft

#12 Beitragvon eurojoseph » Dienstag 11. Oktober 2011, 18:43

UlrichWW56244 hat geschrieben:
eurojoseph hat geschrieben:
galizier hat geschrieben:An diesem Wort/Satz würde ich mich nicht im geringsten stören oder stoßen.
Ist er doch das Zugeständnis wo die Henne auf dem Nest saß.

Natürlich haben wir es in der Tat mit imperialen Gehabe der Russen zu tun. Sie haben ihre Apologeten auch in Kiew und im WR sitzen. Würden aber morgen die Moldawier plötzlich auf Gold stoßen und sich zur Weltmacht entwickeln, könnte es durchaus sein, dass genau diese Leute dann auch moldawische Wurzeln in der russischen Welt finden und so propagieren.
Hier ist nicht Wissen oder Herkunft schuld, sondern der Hang zum Geld.
Wie ist das dann in der Zeit nach dem GAS und dem ÖL??????

Ja es haben sich verschiedene Kulturen und Sprachen entwickelt, die eine stärker und einige schwächer. Aber von Ethnien würde ich nicht sprechen.
Vergleicht es mal mit Deutschland!
Die Bayern sind doch auch Deutsche, obwohl sie bayrisch reden.
Und die Österreicher gehören zum deutschen Sprachraum und behaupten ihre staatliche Unabhängigkeit und ihre sprachlichen Unverständlichkeiten.

In der Haltung der Kirche sowie im Gebaren des Staates Russland sehe ich sehr wohl die imperiale Fratze eines Monsters, der gern auf Kosten anderer lebt.

Die uniierte Kirche ist ein historisches Produkt und man kann ihr nicht die Daseinsbe-rechtigung absprechen.
Bereits unter Zar Nikolaus I. wird zwangsrussifiziert hier ein Zitat aus Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ....

Zar Nikolaus I., (1825-55), ein rucksichtsloser Autokrat, setzt auf Zwangsrussifizierung und Taufe. Das Kantonistendekret aus dem Jahr 1827 zwingt junge Juden zum Militärdienst, den Gemeinden werden Rekrutenquoten auferlegt. Buben ab zwölf Jahren schickt man in entfernt gelegene Garnisonen, wo sie von Popen unterrichtet und von rabiaten Unteroffizieren gedrillt werden. Als 18-Jährige rücken sie zu einem 25-jährigen Militärdienst ein, in dessen Verlauf viele zum Christentum übertreten. Falls sie in ihre Heimat zurückkehren sind sie Fremde, die die Glaubenswelt ihrer Familien nicht mehr verstehen.

Und die Kirche ist mittendrin.

Diese Haltung zu anderen Religionen, Sprachen und Kulturen hat sich im russischen Wesen so verfestigt, dass man schon nicht mehr anders kann.

Fahrt mal übers Land und sucht Zeugnisse der Geschichte in der Ukraine. Wo sind die alten Herrensitze, die Burgen und Schlösser?
Warum erstrahlt solches in Russland in Glanz und Gloria?


In vielem geb ich recht, aber wir gehören zum deutschen Sprachraum, ohne im Entferntesten Deutsche zu sein (gerade Ostösterreicher mein ich), genauso wie bei Iren und Engländern wo keiner auf die Idee kommen würde die als eine Ethnie zu betrachten - aber noch viel klarer ist es zwischen Holländern und Deutschen - und so ungefähr kann mann es sehen zwischen Russen und Ukrainern - wobei ich mein (und das ist das Europäische) das die Ukrainer und Polen sich viel näher stehen (abgesehen von der Religion und Schrift...) als Ukrainer und Russen - man kann das ziemlich gut feststellen wenn man ukrainisch in Latynka liest.....
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Ohne im entferntesten Deutsche zu sein . :-) Soso, nun, da uebersiehst du, dass schon immer vom Heiligen roemischen Reich deutscher NATIONEN gesprochen wurde, und in diesem gefuege der Kaiser eine weit schwaechere Rolle hatte als z.b der Zar. Bis 1806 war Wien eben hauptstadt dieses deutschen reiches, und mit erzwungener Abankung des letzten Kaisers auf Druck napolens ergab sich dann spaeter der sogenannte deutsche Bund als Zoll wirtschafts und Interessensunion. Man kann dies alles nicht mit der Situation der Ukraine vergleichen. Und 1919 gab es eine Volksabstimmung in Oesterreich, die sich fuer den Beitritt des landes zum deutschen reich Aussprach, was aber von der Entente verweigert wurde. Natuerlich sind Oesterreicher keine Deutschen staatsrechtlich gesehen, aber unsere kulturellen Verflechtungen sind wesentlich enger und vor allem einheitlicher. Irland ist ein heikles Thema, und schon eher mit dem Verhaeltnis Russland Ukraine vergleichbar.


Alleine die Tatsache, das wir ein Vielvölkerstaat waren, indem die Slawen die Mehrheit gestellt haben unterscheidet und derartig massiv von Deutschland.....ausserdem konnte jeder seine Fahrkarte in der Muttersprache bestellen (mehr oder weniger - die deutschsprachen in prag waren da ziemlich mies...) wärend es sowohl im preussischen (wie auch im russischen Teil )Polens UNMÖGLICH war (und verboten) sein Bilett in polnisch zu bestellen...DAS macht den Unterschied.....es war leider nich alles Wonne und Waschtrog - und Schuld waren die Teutschnationalen &%$§)("§ ansonsten hätt Österreich niemals zerbrechen müssen (jedenfalls Cisleithanien...) Das es 1919 keine Utupie eines lebensfähigen Restösterreichs gab, das wundert mich nicht....1914 hätt das anders ausgschaut, aber wie gesagt der Dünkel der Teutschösterreicher war (und ist tw. gegenüber den Slawen immer noch zum Kotzen) dabei gabs mal einen Austroslawismus, da kommen mir die Tränen, wie damals Tschechen, Slowaken, Polen UND Ruthenen an diesen Staat geglaubt haben - ja Slowenen und Kroaten und nicht zu vergessen Bosniaken natürlich auch....Ein Alttscheche Frantisek Palatsky ? meinte sogar wenns Österreich nicht gäb müsst man es erfinden....die depperten deutschnationalen haben diesen Kredit verspielt....
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