Nationale Hörfunkgesellschaft der Ukraine | Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

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Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#1 Beitragvon RSS-Bot » Donnerstag 31. März 2011, 17:01

NRKU - Національна радіокомпанія України
Journalisten enthüllen neue Änderungen: Mehr über Gefechte und Heldentaten der Roten Armee, weniger über UPA-Einsätze verglichen mit Schulbüchern von 2005.

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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#2 Beitragvon mbert » Donnerstag 31. März 2011, 20:46

Zuvor erklärte der Bildungsminister, Dmytro Tabaschtschnyk, mehrmals, dass ukrainische Schullehrbücher eine ausgeglichene Meinung sowohl bei den Schülern als auch bei Lehrern hervorrufen sollen.


Wenn ich das lese, weiß ich nicht, ob ich schallend loslachen oder weinen soll. Was dieser Mann bisher an "Maßnahmen" eingeleitet hat, schreit ganz einfach zum Himmel.

Ich frage mich ernsthaft, warum der eigentlich überhaupt im Amt ist? Dass die PR ein wirkliches Interesse daran hat, einen derartigen Fanatiker die Bildungspolitik bestimmen zu lassen, zumal er ja offenbar von einer weiten Mehrheit des Volkes abgelehnt wird.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#3 Beitragvon Optimist » Donnerstag 31. März 2011, 22:11

»Unwissende, damit ihr unwissend bleibt, werden wir euch schulen.«

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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#4 Beitragvon Robert » Sonntag 3. April 2011, 06:35

mbert hat geschrieben:
Zuvor erklärte der Bildungsminister, Dmytro Tabaschtschnyk, mehrmals, dass ukrainische Schullehrbücher eine ausgeglichene Meinung sowohl bei den Schülern als auch bei Lehrern hervorrufen sollen.


Wenn ich das lese, weiß ich nicht, ob ich schallend loslachen oder weinen soll.


Ich auch nicht ..... !
Auch wenn ich möglicherweise eine etwas andere Sicht auf die damalige Zeit habe .

Andererseits sind Schullehrbücher immer mehr oder weniger geschickt bzw. mehr oder weniger drastisch auf Linie getrimmt , undzwar die der jeweilig Regierenden .
Was eine mehr oder weniger große [ für die einen stets zu klein , die anderen zu groß ] Diskrepanz zwischen Lehrmeinung und wahrem Leben quasi mit sich bringen muß .

[Anmerkung]Für mich war es recht interssant , in den Lehrbüchern meiner Kinder ( und in deren etwa 5 jährigen Veränderungen sowiso ) nachlesen zu können , wo und wie ich doch mal aufgewachsen bin .
Teilweise kann ich sogar mitgehen mit den dortigen Ansichten , andere wider nehme ich einfach als oben erwähntes Trimmen auf Linie zur Kenntnis .
[/Anmerkung]

Ich frage mich ernsthaft, warum der eigentlich überhaupt im Amt ist? Dass die PR ein wirkliches Interesse daran hat, einen derartigen Fanatiker die Bildungspolitik bestimmen zu lassen, zumal er ja offenbar von einer weiten Mehrheit des Volkes abgelehnt wird.


Na ist doch klar .... eben weil Er so ist , der macht eben seinen Job

Gruß ! Robert
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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#5 Beitragvon mbert » Sonntag 3. April 2011, 10:57

Robert hat geschrieben:
Ich frage mich ernsthaft, warum der eigentlich überhaupt im Amt ist? Dass die PR ein wirkliches Interesse daran hat, einen derartigen Fanatiker die Bildungspolitik bestimmen zu lassen, zumal er ja offenbar von einer weiten Mehrheit des Volkes abgelehnt wird.


Na ist doch klar .... eben weil Er so ist , der macht eben seinen Job


Naja, ich meine eher, warum man ihn lässt. Denn er wird seiner Partei übers ganze Land gerechnet keinen Zustimmungsgewinn bringen. Selbst die, die aus "kulturellen" Gründen die PR gewählt haben, sind doch nicht mehrheitlich von ihm begeistert.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#6 Beitragvon Robert » Sonntag 3. April 2011, 17:00

Vermutlich ist es genau das Selbe ... wie eben im Sprach-Tread quasi besprochen ....und vermutlich genau wie dort Dein letzter Satz zutreffend

Vielleicht muß einfach auch noch Zeit vergehen ..........

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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#7 Beitragvon mbert » Sonntag 3. April 2011, 22:28

Robert hat geschrieben:Vermutlich ist es genau das Selbe ... wie eben im Sprach-Tread quasi besprochen ....und vermutlich genau wie dort Dein letzter Satz zutreffend

Vielleicht muß einfach auch noch Zeit vergehen ..........


Naja, ich halte die Führung der PR für in allererster Linie sehr pragmatisch. Es ist ja bekannt, dass es da auch Grabenkämpfe gibt (siehe z.B. den vorzüglichen Artikel in der Український Тижден Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...), allerdings scheint mir doch die Fraktion derer, die auch unabhängig von der Politik, hinter den Kulissen das Sagen haben, eigentlich ein starkes Interesse daran zu haben, es sich nicht mit einem zu großen Teil der Bevölkerung zu verscherzen. Es hängt einfach zu viel davon ab, und diesen Leuten ist die Geschichtschreibung oder Sprache nur in sofern wichtig, wie sie ihren Geschäftsinteressen nicht im Weg stehen.

Nun mag es auch so sein, dass Russland Druck ausübt, aber ich kann mir weder vorstellen, dass einerseits die ukrainischen Geschichtsbücher Putin und Medvedev wichtig genug sind, in dieser Beziehung richtig Druck zu machen, und andererseits dass die Oligarchen in der Partei es riskieren würden, eine starke Ablehung im Volk bis in ihre Stammwählerschaft hinein zu riskieren. Daher ist die Tatsache, dass jemand wie Tabachnyk in dieser Position steckt, also letztlich von seiner Partei dort eingesetzt und belassen, für mich nicht so leicht zu erklären.

Ich glaube nicht, dass Tabachnyk ein "Fehler" ist. Es muss noch irgendeinen anderen Grund geben...
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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#8 Beitragvon Minuteman » Sonntag 3. April 2011, 23:55

Optimist hat geschrieben:»Unwissende, damit ihr unwissend bleibt, werden wir euch schulen.«


Jo, das Zitat ist wirklich treffend.
Wird aber m.E. nicht viel bringen. Wenn ich schon lese "mehr über Heldentaten der Roten Armee" und weniger UPA Einsätze!
Ich denke einige der Veranwortlichen sind immer noch nicht im 21.Jahrhundert angekommen, und denken, daß man in unserer Informationsgesellschaft Schulbücher nach jeweiligen politischen Gusto zurechtschreiben kann.
Bloß, was macht man mit den immer mehr jungen Menschen in der UA die sich mit dem Status Quo nicht abfinden wollen und mal näher nachfragen?

Zum Thema UPA kam ich, weil mal jemand schrieb, die UPA sei nur ein Haufen von "Mördern und Banditen" gewesen.
Diese Aussage war mir damals zu platt und simpel. Also hab ich angefangen mehr darüber zu lesen. Dokumente zu sichten und viele Publikationen zu durchstöbern. Und heute, nach Jahren hobbymäßigen Studiums bin ich an einem Punkt wo man behaupten kann: "Unwissende, damit ihr unwissend bleibt, werden wir euch schulen"
Historisch gesehen kann weder ein pro-russischer Bildungsminister, geschweige denn Russlands Regierende ein Interesse daran haben das Thema OUN-UPA objektiv in Schulbüchern näher zu beleuchten. Das wären nur noch mehr dunkle Flecken auf der Weissen Weste der Roten Armee und der UdSSR!

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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#9 Beitragvon Sonnenblume » Montag 4. April 2011, 09:01

Dem Osten wie dem Westen würde es gut zu Gesicht stehen, einfach nur geschichtliche Fakten zu vermitteln und die Beurteilung dieser dem gesunden Menschenverstand des Lesenden zu überlassen. Diese politisch gefärbte Verdrehung von geschichtlichen Fakten dient immer "nur" dem Machterhalt bzw. der leichteren Regierbarkeit der so betrogenen Masse.
"Teile und herrsche" funktioniert seit Jahrhunderten/Jahrtausenden - leider.

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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#10 Beitragvon Minuteman » Montag 4. April 2011, 10:37

Sonnenblume hat geschrieben:Dem Osten wie dem Westen würde es gut zu Gesicht stehen, einfach nur geschichtliche Fakten zu vermitteln und die Beurteilung dieser dem gesunden Menschenverstand des Lesenden zu überlassen. Diese politisch gefärbte Verdrehung von geschichtlichen Fakten dient immer "nur" dem Machterhalt bzw. der leichteren Regierbarkeit der so betrogenen Masse.


Keine Frage, der beste Geschichtsunterricht überhaupt wäre eine emotionslose, objektive Darstellung von Fakten aus der Geschichte. Doch dies wirft mehrere "Probleme" auf:
Zum einen hat man nur 9-11 Jahre Zeit den Schülern Fakten und Wissen über einen Jahrtausendzeitraum zu vermitteln. Praktisch gesehen hätte man genug Material um sich 10 Schuljahre mit der Geschichte des XIX und XX. Jahrhunderts in den Geschichtsstunden der UA zu befassen. Also muß man hier schon selektieren. Aberdas mit dem Selektieren ist immer so ne Sache. Man muß ja nicht mal die Wahrheit verdrehen. Läßt man einfach ein paar Fakten weg, sieht das Gesamtbild schon wieder ganz anders aus.

Zum anderen war die UA im 20. Jahrhundert zum größten Teil, wenn nicht gänzlich, immer in der Rolle der Besetzten und Unterdrückten. Würde man hier nur Fakten sprechen lassen würde das ein sehr schlechtes Bild auf die heutigen Nachbarstaaten im Westen sowie im Osten werfen.
Vor allem die Argumentation wir waren halt mal ein Volk in einer Staatengemeinschaft der UdSSR und hatte somit eine gemeinsame Geschichte wird gerne zur Relation von Fakten benutzt. Gerne wird hier dann unterschlagen das die UA, sowie das Baltikum keinesfalls freiwillig in die UdSSR eingegliedert wurden. Das man sich in den besetzten Gebieten damit abfinden mußte bzw. hat heisst noch lange nicht das die "Brüderlichkeit" rechtens war.

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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#11 Beitragvon Robert » Montag 4. April 2011, 18:28

Minuteman hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Dem Osten wie dem Westen würde es gut zu Gesicht stehen, einfach nur geschichtliche Fakten zu vermitteln und die Beurteilung dieser dem gesunden Menschenverstand des Lesenden zu überlassen. Diese politisch gefärbte Verdrehung von geschichtlichen Fakten dient immer "nur" dem Machterhalt bzw. der leichteren Regierbarkeit der so betrogenen Masse.


Keine Frage, der beste Geschichtsunterricht überhaupt wäre eine emotionslose, objektive Darstellung von Fakten aus der Geschichte.


Sonnenblume ...
Reichen Fakten allein aus ? Können Schulkinder schon soviel gesunden Menschenverstand haben , das zu beurteilen ?

Minute ......
Sind Fakten ohne Emotionen nicht nur graue Theorie ?
Machen nicht unsere Emotionen , denn wir haben ja die gleiche Fakten-(ausgangslage)-Lage , uns fähig zu verschiedenen Meinungen zu kommen ?
Und wer sichert die Objektivität ?

Lange Rede kurzer Sinn

Fakten sind nötig und gut , immer vorausgesetzt sie werden relativ ausgewogen präsentiert ... reichen allein aber nicht .
Emotionen haben wir , respektive die Schulkinder - über deren Bücher wir reden - selbstverständlich !
Beides zu verbinden und im Ergebnis eine ausgewogene Sicht auf die Geschichte zu erreichen ( Faktenwissen ).... gleichzeitig aber emotional die Jugend zu stärken - so zu stärken , daß sie nicht irgendwelchen Fanatikern auf den Leim geht , daß sollte derr Sinn von Geschichtsbüchern sein .

Gruß ! Robert
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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#12 Beitragvon Sonnenblume » Montag 4. April 2011, 19:13

Robert hat geschrieben:
Minuteman hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Dem Osten wie dem Westen würde es gut zu Gesicht stehen, einfach nur geschichtliche Fakten zu vermitteln und die Beurteilung dieser dem gesunden Menschenverstand des Lesenden zu überlassen. Diese politisch gefärbte Verdrehung von geschichtlichen Fakten dient immer "nur" dem Machterhalt bzw. der leichteren Regierbarkeit der so betrogenen Masse.


Keine Frage, der beste Geschichtsunterricht überhaupt wäre eine emotionslose, objektive Darstellung von Fakten aus der Geschichte.


Sonnenblume ...
Reichen Fakten allein aus ? Können Schulkinder schon soviel gesunden Menschenverstand haben , das zu beurteilen ?


Klar gibt es den Idealzustand nicht und auch ein Lehrer hat ja seine Meinung, die zu recht mit einfließen wird. Und ich will doch hoffen, dass sich auch Eltern und Großeltern an der Auseinandersetzung mit dem Stoff beteiligen würden. Nur so entsteht ein Bild, das wenigstens annähernd den wahren Begebenheiten gerecht wird.
Wäre nicht schon viel gewonnen, wenn eine absichtliche Geschichtsverfälschung aufhören würde?

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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#13 Beitragvon Robert » Montag 4. April 2011, 19:22

Sonnenblume hat geschrieben:Klar gibt es den Idealzustand nicht .....
..........
..........
Wäre nicht schon viel gewonnen, wenn eine absichtliche Geschichtsverfälschung aufhören würde?


so ist es........
Jedoch erstaunlicherweise , zeigen dann jeweils die Einen stets mit Innbrunst auf die Anderen. :o [smilie=fool.gif]

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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#14 Beitragvon Optimist » Montag 4. April 2011, 20:12

Die Neugier nach der Wahrheit wird bleiben und bei Geschichtsverdrehung wird meist diese Neugier bei vielen Menschen verstärkt. Jetzt mit den neuen Medien ist man nicht mehr nur auf Schulbücher angewiesen. Es war lange Zeit in Deutschland auch so, was man zu Hause gesprochen hat, war das Eine, was der Lehrer in der Schule hören wollte, das Andere. Deshalb wird früher oder später Propaganda in der heutigen Zeit zum Eigentor,... hoffentlich...

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Re: Geschichte des II. WK wird wieder aus einem anderen politischen Blickwinkel in Schullehrbüchern dargelegt - NRKU

#15 Beitragvon Minuteman » Montag 4. April 2011, 21:17

Robert hat geschrieben:Minute ......
Sind Fakten ohne Emotionen nicht nur graue Theorie ?
Machen nicht unsere Emotionen , denn wir haben ja die gleiche Fakten-(ausgangslage)-Lage , uns fähig zu verschiedenen Meinungen zu kommen ?
Und wer sichert die Objektivität ?


Eine ukrainische Publizistin, deren Name mir im Moment nicht einfällt sagte mal: "Die ukrainische Geschichte kann man ohne eine Packung Beruhigungspillen nicht lesen"
Natürlich schlagen die Emotionen durch, denn sie sind menschlich. Die graue Theorie wäre das Optimum um zumindest eine gemeinsame Basis der ukrainischen Geschichte erst mal zu schaffen.
Das Problem ist hier tatsächlich eben das eben keine gleiche Faktenausgangslage vorherrscht. Die Generation die in der UdSSR zur Schule ging wurden geschichtlich in vielen Punkten im unklaren gelassen, um nicht zu sagen schlichtweg belogen.


Meine liebste Frage ist immer "Wie viele Menschen dienten in der OUN-UPA?"
Einer Expertise des deutschen Reichskommisariats der besetzten Ostgebiete nach waren es 1944 maximal 100.000 Mitglieder.
Die wahrscheinlichste Schätzung kommt vom Historiker Petro Sodol, deren Ansicht nach die größte Zahl im Jahre 1944 erreicht und mit 30.000 an Mitgliedern zu beziffern sei. In den Folgejahren sank die Mitgliederzahl stetig!
So, jetzt schauen wir mal auf die Berichte des sowjetischen Geheimdienstes, Abteilung Bandenbekämpfung (antikommunistische Guerillas oder eben UPA) in der Ukraine.
1944 - 1945 wurden in den rückeroberten Gebieten Galizien und Wolhynien 91.615 sogenante antikommunistische Banditen getötet und 96.446 OUN Mitglieder gingen in Gefangenschaft.
1945 - 1946 wurden 72.000 antisowjetische Bandenmitglieder getötet, 102.000 verhaftet, 11.000 Familien deportiert (28.570 Menschen), dazu kommen noch 107.000 Vertriebene Aufgrund der Anklage der Kollobaration mit der deutschen Besatzungsmacht.

Fällt an diesen Zahlen was auf?



Robert hat geschrieben:Fakten sind nötig und gut , immer vorausgesetzt sie werden relativ ausgewogen präsentiert ... reichen allein aber nicht .
Emotionen haben wir , respektive die Schulkinder - über deren Bücher wir reden - selbstverständlich !
Beides zu verbinden und im Ergebnis eine ausgewogene Sicht auf die Geschichte zu erreichen ( Faktenwissen ).... gleichzeitig aber emotional die Jugend zu stärken - so zu stärken , daß sie nicht irgendwelchen Fanatikern auf den Leim geht , daß sollte derr Sinn von Geschichtsbüchern sein .


Ob die Jugned irgendwelchen Fanatikern auf den Leim geht liegt nicht in der Verantwortung von Historikern.
Man sollte der Jugend genug Vertrauen entgegenbringen mit den neuen Wissen um ihre Geschichte umzugehen und nicht schon wieder anfangen ihnen das Recht um das Wissen der Geschichte ihres Landes vorenthalten.
Man darf sich m.E. nicht das Recht herausnehmen, aus politischen Interessen, und unter dem Deckmantel der sozialen Ruhe, wieder der Jugend vorsätzlich Wissen vorenthalten.

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#16 Beitragvon Robert » Montag 4. April 2011, 22:28

Damit kann ich leben ....
Zumal mit der Kernaussage , daß man der Jugend ausreichend Vertrauen entgegen bringen muß , ihren Weg zu finden

Im Übrigem ging ich auch in UdSSR Zeiten zur Schule .... diente in der ruhmreichen Sowjetarmee , von der lernen siegen zu lernen bedeuten sollte - wie man mir bei brachte . Diente dieserhalb auch längere Zeit u.a. in Winniza .
........
Ganz abgesehen davon , daß ich glaube relativ ausgewogen mir meine Meinungen zu bilden ...... werden dennoch sehr wahrscheinlich verschiedene Standpunkte bleiben , gerade die besagten ukrainische Nationalisten betreffend .

Dennoch sei mir erlaubt zu sagen , was mir bei all dem Theater in der Ukraine wichtig erscheint , obgleich von allen aus politischem Kalkül versäumt wird

Wesentlich erscheint mir ......
will die Ukraine zu einem vernünftigem Staat werden , einem in dem sich die allermeisten Bewohner als gleichgestellte und gleichgeachtete Bürger behandelt sehen , auf den sie stolz sein können und den sie verteidigen würden ......
daß man nicht das Trennende , sondern das Gemeinsame - nicht die Vergangenheit sondern die Zukunft in den Fokus nimmt .

Gruß ! Robert
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#17 Beitragvon Minuteman » Dienstag 5. April 2011, 11:48

Robert hat geschrieben:Wesentlich erscheint mir ......
will die Ukraine zu einem vernünftigem Staat werden , einem in dem sich die allermeisten Bewohner als gleichgestellte und gleichgeachtete Bürger behandelt sehen , auf den sie stolz sein können und den sie verteidigen würden ......
daß man nicht das Trennende , sondern das Gemeinsame - nicht die Vergangenheit sondern die Zukunft in den Fokus nimmt .



Aber die Ukraine ist ein vernünftiger Staat, in dem die allermeisten Personen gleichgestellt sind und auf den man Stolz sein kann.
Unabhängig, souverän und die Grenzen anerkannt!
Auch das Zusammenleben im Alltag zwischen russischstämmigen Ukrainern, Russen und Ukrainern ist im Großen und Ganzen gesehen problemlos. Das hin und wieder Probleme auftauchen, deren Ursprung die ethnische Herkunft ist, tritt auf der ganzen Welt in so ziemlich allen Ländern der Welt auf.

Wenn jetzt die ständige Quängelei und rumgeheule um die Sprache seitens der russischstämmigen Ukrainern und Russen aufhören würde und Russland sowie der ukrainische Bildungsminister Tabatschnik einen wesentlichen Teil dazu beitragen würden den jungen Menschen der UA das historische Wissen zukommen zu lassen da ihnen zusteht, kann man durchaus sagen es wäre an der Zeit die Zukunft in den Fokus zu nehmen.

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#18 Beitragvon mbert » Dienstag 5. April 2011, 12:51

Wir driften hier schon wieder in die Sprache ab, ich habe meine Antwort gleich mal in der richten Ecke plaziert: http://forum.ukraine-nachrichten.de/wie-sollte-ukraine-sprachen-umgegangen-werden-t2006.html
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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