Berichte und Reisetipps | Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

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tomku
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Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#1 Beitragvon tomku » Mittwoch 16. Januar 2013, 00:47

Hallo
durch Zufall bin ich auf ein sehr interressantes Projekt gestoßen
Bei einem Gespräch in einer evangelischen Kirchengemeinde im Süden der UA wurde ich auf die Probleme der Kleinbauern bzw. ehemaligen Kolchosenmitarbeiter aufmerksam gemacht.
Bei der Privatisierung der Kolchosen hat jeder sein Stück Land bekommen bzw sein Anrecht auf ein zu bestimmendes Grundstück
Bloß hat man leider vergessen den Leuten auch das Geld zu geben damit sie ihr Land auch bearbeiten können.
Ackerland ist in der UA nicht handelbar und damit auch nicht beleihbar, also gibt es auch keine Kredite von Banken, die auch wenn es sie geben würde bei nden dortigen Zinsen nicht bezahlbar wären.
Arbeit um Geld zu verdienen gibt es auf dem Land auch meistens nicht, also können die Leute ihr Land nur verpachten um wenigstens etwas Geld zu bekommen.

Und hier kommt mein Projekt zum tragen
Ich, bzw meine Firma pachtet das Land von den Bauern und Gemeinden und stellt es ihnen dann wieder zur Bearbeitung zur Verfügung.
Wir übernehmen auch die Kosten für die Bewirtschaftung, Maschinenleihe, Saatgut, Düngemittel evtl. Spritzmittel sowie Bodenuntersuchungen und Beratungen
Nach der Ernte werden vom Erlös die Kosten zurückgeführt und der Gewinn geteilt.

Ich bin kein Landwirt und will auch keiner werden, das können andere sicher besser als ich, zb. die Kleinbauern
ich kann nur beraten und unterstützen
ein Bauer in UA braucht in der heutigen Zeit ca 10 Hektar um von dem Erlös leben zu können, daher meine Überlegung, was ist besser
Großbetriebe mit riesigen Flächen und wenigen Mitarbeitern oder viele kleine Bauern die damit in der Lage sind ihre Familien zu versorgen

Es ist erst einmal ein Versuch, klar, Kontrolle muss sein, und ein bisschen Vertrauen in die Leute
und den deutschen Perfektionismus etwas zügeln

Wir werden mit Sicherheit keine Ernten wie in Deutschland einfahren
aber wir haben ja auch nicht diese Kosten wie hier
mit unserer Hilfe werden wir aber Verbesserungen erreichen und damit die Erträge und das Auskommen der Bauern steigern

Grüße an alle
Thomas

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#2 Beitragvon Sonnenblume » Mittwoch 16. Januar 2013, 02:00

tomku hat geschrieben:Es ist erst einmal ein Versuch, klar, Kontrolle muss sein, und ein bisschen Vertrauen in die Leute
und den deutschen Perfektionismus etwas zügeln

Das sind ja gleich 3 Wünsche auf einmal ;)
Ich wünsch dir Glück und Erfolg! [smilie=ukr_prapor]

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peter 9
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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#3 Beitragvon peter 9 » Donnerstag 17. Januar 2013, 10:58

hallo
ein freund von mir hatte eine aehnliche idee.er pachtete 40 hektar und pflanzte sonnenblumen an.einen abnehmer in de hatte er auch.er arbeitete mit seinen ukrainischen partnern folgendermasen zusammen,er uebernimmt die finanzierung und sie die arbeit.der gewinn wird dann geteilt.wenn alles gut geht im naechsten jahr 80 hektar.seine partner informierten ihn ueber den erntetermin.als er dort ankam standen schon keine sonnenblumen mehr auf den feldern.keiner wusste wie das geschehen konnte.keiner hat irgendetwas gesehen oder gehoert.40 hektar felder mit kombine abgeerntet ist ja auch total unauffaellig.eine woche spaeter haben wir ihn vermisst.wurde dann nach 4 tagen in einer bauruine gefunden.ist aus dem 5.stock gefallen.nach monatelangen ermittlungen wurde selbstmord festgestellt.seine partner haben sich neue autos und wohnungen gekauft.in der zeitung stand er war zu schwach fuer die ukraine.
viel erfolg gruss peter

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#4 Beitragvon tomku » Donnerstag 17. Januar 2013, 13:53

schöne Geschichte
bin schon seit 25 Jahren in Polen und Russland unterwegs und habe schon sehr viele solch ähnliche Geschichten gehört
mir ist sowas aber noch nicht passiert , auch nicht in meinem sehr großen Bekanntenkreis
aber aufpassen muß man schon
nicht nur in UA sondern auch in Deutschland
es gilt aber immer die gute Beamtenregel
wer sich nicht bewegt und nicht arbeitet macht auch keine Fehler

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#5 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Donnerstag 17. Januar 2013, 15:33

Ich bin kein Landwirt und will auch keiner werden, das können andere sicher besser als ich, zb. die Kleinbauern
ich kann nur beraten und unterstützen
ein Bauer in UA braucht in der heutigen Zeit ca 10 Hektar um von dem Erlös leben zu können, daher meine Überlegung, was ist besser
Großbetriebe mit riesigen Flächen und wenigen Mitarbeitern oder viele kleine Bauern die damit in der Lage sind ihre Familien zu versorgen


Das sind gleich ein paar Fehler auf einmal.
Landwirt solltest Du sein, denn wie willst Du beraten. Die Kleinbauern haben sich gestern einen Spaten gekauft und heute sind sie schon Bauern.
Wie viel Ar bringte denn eine Familie ein in den Topf?
Was ist das für Land, liegt es brach, muss es erst kultiviert werden? kennst Du den Aufwand dazu?
Woher nimmst Du die Annahme vo 10 ha? Ich habe insgesamt 1 ha und kann davon leben und habe noch mein Haus umgebaut.
Willst Du mit Maschinen auf kleinen Feldern arbeiten oder auf zusammengelegten Flächen im Großen.
Wie willst Du die Arbeitsplätze schaffen?
Wollen sie denn von der Arbeit lebe oder von der Aussicht, dass da einer kommt, alles lenkt und leitet und wie zu Kolchoszeiten gibt es Lohn.

Ich wünsche Dir einen guten Start.

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Handrij
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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#6 Beitragvon Handrij » Donnerstag 17. Januar 2013, 15:39

@tomku

Im Hinterkopf solltest du auch haben, dass das Ackerland gewissermaßen das letzte Asset der Ukraine ist und die Aufhebung des Moratoriums über den Verkauf von landwirtschaftlicher Nutzfläche früher oder später fallen wird. Es wird dann fallen, wenn die wichtigsten Player alles gepachtet haben, was sich zu pachten lohnt. Diejenigen, die das Land jetzt pachten, haben die besten Voraussetzungen das Land auch später käuflich zu erwerben. Der Preis steht auf einem anderen Blatt. Daher wird früher oder später jemand bei dir anklopfen und obige Geschichte könnte sehr schnell real für dich werden.

Die ukrainische Schwarzerde sollte eigentlich Ernten ermöglichen, die weit über dem liegen, was in Deutschland möglich ist. Betonung auf "eigentlich" :-)

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tomku
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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#7 Beitragvon tomku » Donnerstag 17. Januar 2013, 19:12

HUHU die Mafia kommt
ich frage mich doch immer wieder warum die armen dummen Deutschen auf die Idee kommen ins böse böse Ausland zu gehen und dann auch noch glauben da etwas erreichen zu können
und die faulen saufenden Russen, Ukrainer und Polen bekommen sowieso nichts geregelt und warten nur auf die reichen Deutschen um sie auszunehmen

komischer weise habe ich viele andere Leute kennengelernt, ich denke das Verhältnis dummer fauler Menschen deckt sich in etwa in allen Länderrn
ich denke hier an meine lieben Harz4 Mieter
wenn ich da von einem schlechten auf alle schließen würde........................

zu den Ukrainischen Kleinbauern
ich denke das jemand der sein ganzes leben in der Landwirtschaft gearbeitet hat schon ein bisschen weiß um was es geht
für die Beratung gibt es genug Stellen die einem helfen
Ich lasse die Bodenuntersuchungen in Deutschland machen und bekomme da von unabhängigen Stellen auch Beratung über Anbau, Düngung, Pflanzenschutz und so weiter. Außerdem habe ich erfahrene deutsche Landwirte die mich gerne einmal besuchen wollen und auch Hilfestellung geben können und wollen

ich bin zwar kein Landwirt aber nicht ganz dumm. Ich bin Kaufmann und Handwerker und sogar des lesens mächtig
man kann alles lernen oder sich hilfe holen
es wird vielleicht auch "schwarze Schafe" unter den Landwirten geben aber die meisten sind einfach froh die Chance zu bekommen mit ihrem Land für sich selber sorgen zu können, und entschuldige bitte, schön das du von deinem 1 Hektar leben kannst, aber das kann ich mir nicht so recht vorstellen.
Für die eigenen Lebensmittel ok, aber auch noch Gewinn erwirtschaften um damit erforderliche Anschaffungen oder Reparaturen oder auch nur Arzt oder Schulrechnungen zu bezahlen?????????
Ich rechne für meine Bauern das sie 10 Hektar brauchen, bei einigermaßen Ernten
Das als gesunde Basis für die Zukunft

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stefan22967
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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#8 Beitragvon stefan22967 » Donnerstag 17. Januar 2013, 19:57

Hallo Tomku,
innteressantes Projekt ,das Du ins Leben rufen möchtest.Entschuldige bitte du solltest dich über die Preise für Saatgut,Dünger,Spritzmittel,Maschieneneinsatz Informieren das Teure ist der Einkauf des Materials und der Transport.In Deutschland und Europa können die Landwirte nur Überleben ,Sie bekommen eine Prämie von 230 Euro pro Hektar auch wenn der Weltmarktpreis für Weizen und Raps im Moment sehr hoch ist 30% Plus gegenüber 2010.

Ein Freund war Verwalter von einen Hof in Kappeln(Schleswig Holstein) dort haben Sie etwa 110 Doppelzentner (100kg) geerntet, was Super ist der beste Boden in Schleswig-Holstein) im Südlichen Holstein in meiner Region etwa 80 Doppelzentner.
Ohne Frage das könnte auch in der Ukraine möglich .
Die Ukrainischen Landwirte ernten etwa 20-30 DZ Weizen und etwa 10 DZ Raps,zu bedenken ist auch die Frostperiode und die Winterzeit Dauern Länger als in Europa es kann dir auch mal eine Ernte Kaputtfrieren.
In meinen Augen ist ein Nullsummenspiel wenn nicht sogar mit Verlust,weißt Du ,ob der Agrarhandel in UA dir Überhaupt den Weltmarktpreis Bezahlen kann.
Der Weizenpreis ist bei 30$ je DZ ,Wintergerste,Roggen bei 25$.

Es macht Sinn darüber nach zudenken ab einer größe von 100-150 Hektar.

Grüße Stefan

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#9 Beitragvon Siggi » Donnerstag 17. Januar 2013, 20:21

Hallo Tomku,

ich finde das interessant. (Wenn ich dadurch nach 9 Jahren UA endlich mal die Mafia kennen lerne, hätte ich endlich mal die Erfahrung gemacht, die man mir schon so lange prophezeit hat.)

Investitionen in Landwirtschaft würde ich auch als reizvoll empfinden.
Persönlich wäre mir (ohne es zu rechnen) ein Kauf sympathischer, als eine Pacht.
Die theoretischen Berechnungen sollte meine Frau kennen, sie hat Ökonomie an einer Agra Uni studiert.

Gruß
Siggi

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Optimist
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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#10 Beitragvon Optimist » Donnerstag 17. Januar 2013, 20:29

Die Idee ist nicht schlecht, wird aber nicht kontrollierbar und egal wie viel Technik, Material oder Geld investiert wird, es wird einfach nicht ausreichen. Nur mit dem, was den Menschen hier selbst gehört, gehen sie verantwortungsvoll um. Möchte hiermit die Ukrainer nicht beleidigen und niemanden davon abhalten eine moderne Kolchose zu gründen, aber die Vergangenheit hat gezeigt dass es nicht funktioniert, es wird ein Fass ohne Boden, aber kann mich irren , Versuch macht klug!
Viel Erfolg!

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tomku
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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#11 Beitragvon tomku » Freitag 18. Januar 2013, 01:11

hallo noch mal
für die Leute die es anscheinend noch nicht verstanden haben
1. die Bauern arbeiten auf ihrem eigenen Land, halt nur mit unserer Hilfe
2. wwir pachten zwar das Land(damit sie über den Winter kommen) stellen es aber hinterher für die Bearbeitung zur Verfügung
3. Einkauf Saatgut und alles andere läuft über uns (die Ernte gehört hinterher auch uns und der Verkauf wird durch uns geregelt)
4. Die Bauern leihen sich bzw stellen sich gegenseitig die Maschinen zur Verfügung, zusätzlich stellen wir pro 50 H noch einen Trecker russischer Produktion
der Vorteil- die kennen die Maschinen, es gibt Ersatzteile und jeder kann sie reparieren
5. durch die günstigen Pacht und Produktionmethoden können wir sehr viel günstiger produzieren als unsere guten Bauern in D , den Unsinn menschliche Arbeitskraft durch überteuerte Maschinen zu ersetzen, die Probleme die diese Supertraktoren und andere Maschinen erzeugen ist die Produktionskosten
in unerschwingliche Höhen zu treiben, klar wenn die Maschinen die meiste Zeit rumstehen aber das ganze Jahr Kosten verursachen, dadurch sind immer größere Ernteerträge pro Hektar erforderlich die wieder nur durch immer größeren Einsatz von Dünger und Pestiziden ermöglicht werden.
Kosten Kosten Kosten - und der Gewinn wird nicht wirklich gesteigert, zumindest nicht der der Bauern
6. geringe Produktionskosten, geringer Waren und Produktionsmitteleinsatz, dann kann man auch geringere Erträge verkraften und verdient trotzdem
7. wir sind in der Südukraine, nicht so kalte Winter, nicht ganz so gute Böden, aber ideal für Getreideanbau, Vegetationsperiode ca 60 Tage länger als in Deutschland
8. Getreidepreise sind Weltmarktpreise, die deutschen Bauern in UA, die ich gesprochen habe, verkaufen ihr Getreide aber lieber im Inland da sie dort bessere Preise bekommen als von den großen Deutschen Getreidehändlern

aber lassen wir uns überraschen
vielleicht kommt ja doch die Mafia oder Politiker oder Heuschrecken-Schneestürme-Dürrezeiten und was es sonst noch so gibt
aber schlimmer als die Banken und der ganze Klüngel in Deutschland kann das auch alles nicht sein

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tomku
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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#12 Beitragvon tomku » Freitag 18. Januar 2013, 01:23

hallo
hab ich noch vergessen
ich gründe keine Kolchose
jeder Bauer bewirtschaftet alleine seinen Acker
rein technisch fassen wir immer 100 h das heißt 10 Bauern zusammen um sie mit dem notwendigen auszustatten
sie sollen sich untereinander absprechen und helfen
zu den Kosten
in Deutschland haben wir, befeuert durch die Biogasanlagen, in unserer Region zur Zeit Pachtpreise von 600-1000 eu pro Hektar
in UA rechnen wir mit ca 80,-eu, also kann ich auf die eu subventionen gut verzichten
und dann seht euch mal die Maschinenkosten in D an, früher hatte man 1 ps pro Hektar, heute kenne ich Betriebe die haben 20 Ps pro Hektar und zusätzlich noch Lohnunternehmer
wenn ich mir die Kostenrechnungen der Landwirtschaftskammern durchlese wird mir ganz schwindelig

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#13 Beitragvon Optimist » Freitag 18. Januar 2013, 20:20

Der Getreideexport wird staatlich geregelt, die Farmer hier klagen, dass sie auf ihrem Getreide sitzen oder es unter Weltmarktpreis verkaufen müssen.
Also ein Bauer erhält hier dann 800 Euro Pacht pro Jahr und muss davon alles einkaufen und finanzieren? Oder hab ich da etwas falsch verstanden?
Woran fehlt es denn jetzt, an Interessenten?

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#14 Beitragvon tomku » Freitag 18. Januar 2013, 23:43

hallo
der Export ist nicht Staatlich geregelt, zeitweise gab oder gibt es Exportobergrenzen
Die deutschen Bauern in UA mit denen ich geredet habe klagen nicht
Der Pachtpreis in UA liegt bei uns bei ca 80 euro
in Deutschland bezahlen die Landwirte 600-über 1000 euro Pacht
also bitte einfach lesen was ich geschrieben habe
kann doch nicht immer wieder alles wiederholen
gruß
Thomas

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#15 Beitragvon Optimist » Samstag 19. Januar 2013, 08:56

Ja dann leg doch los und bring die Bauern über den Winter, von uns wird dich keiner abhalten!

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#16 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Samstag 19. Januar 2013, 12:02

Du musst Deine Idee nicht veerteidigen, in dem Du um dich beisst.
Wer so heftig wie Du reagiert, hat Zweifel.

Wenns klappt, komme ich im 3. Jahr mit Blumen und ziehe den Hut.

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#17 Beitragvon Minuteman » Samstag 19. Januar 2013, 12:25

Handrij hat geschrieben:@tomku

Im Hinterkopf solltest du auch haben, dass das Ackerland gewissermaßen das letzte Asset der Ukraine ist und die Aufhebung des Moratoriums über den Verkauf von landwirtschaftlicher Nutzfläche früher oder später fallen wird. Es wird dann fallen, wenn die wichtigsten Player alles gepachtet haben, was sich zu pachten lohnt. Diejenigen, die das Land jetzt pachten, haben die besten Voraussetzungen das Land auch später käuflich zu erwerben. Der Preis steht auf einem anderen Blatt. Daher wird früher oder später jemand bei dir anklopfen und obige Geschichte könnte sehr schnell real für dich werden.

Die ukrainische Schwarzerde sollte eigentlich Ernten ermöglichen, die weit über dem liegen, was in Deutschland möglich ist. Betonung auf "eigentlich" :-)


Wenn das Moratorium aufgehoben wird, dann sowieso nur für inländische Käufer, natürliche Personen. Ausländer und Investoren aus dem Ausland bleiben ja sowieso aussen vor. Und das ist auch gut so.
Schau ich mir aber die momentane politische Entwicklung an kann ich mir schwer vorstellen daß das Moratorium fallen wird.

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Re: Hilfe zur Selbsthilfe, Landwirte in der UA

#18 Beitragvon tomku » Sonntag 20. Januar 2013, 21:32

denke ich auch
wir werden sehen was die Jahre bringen
und um mich beißen tue ich auch nicht
nur Leute die immer nur die hälfte lesen oder die Sachen mit Mafia und Co die immer kommen
können einem schon auf den Geist gehen
werde im Sommer die erste Ernte einfahren und dann wissen wir ja wie es läuft

ich lege auch extra einen Teil für die Mafia die Politiker und meinen Wellesittich an die Seite

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