PolitikIdentität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

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Handrij
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Ukraine

Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#1 Beitrag von Handrij » Sonntag 25. Januar 2015, 19:51

Patriotischer Geschichtsunterricht und militärische Früherziehung für die Kleinen sind im Kommen, Ausbildung an der Waffe ist eingeschlossen. Wie die Ukraine ihre Identität sucht.
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bohne_68
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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#2 Beitrag von bohne_68 » Sonntag 25. Januar 2015, 20:57

Diese Art der vormilitärischen Ausbildung hat eine lange Tradition in sozialistischen Staaten. In westlichen Staaten machen die Pfadfinder nichts anderes (von Ausbildung an Waffen mal abgesehen). Ich weiß, der Vergleich hinkt etwas!

Die vormilitärischen Ausbildung führt unter anderem auch dazu, das die jungen Menschen Respekt vor dem Einsatz von Machienengewehren, Kanonen, Panzern etc. bekommen. Besonders der Sanitäts-Unterricht und Schieß-Vorführungen können hier serh lehrreich sein.
Das ist etwas völlig anders als Ballerspiele, Kriegsfilme o.ä., wie es heute oft der Fall ist.

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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#3 Beitrag von toto66 » Sonntag 25. Januar 2015, 21:09

Ukrainische Geschichte in der Schule auch als solche zu lehren find ich gut. (Vor) militärische Ausbildung nun gar nicht. Und ich kenne diese sozialistische Tradition bis zum erbrechen, sprichwörtlich. Das Wehrlager meines nicht ganz typischen Ausbildungsbetriebes war auf der Insel Rügen, die Sturmbahn am Strand....

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Lara
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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#4 Beitrag von Lara » Sonntag 25. Januar 2015, 21:51

Ich verstehe es nicht, wieso man über sowjetisch werden der Ukraine berichtet. Millitärfach wurde weder in der Sowjetunion, noch in GUS Staaten aus dem Programm genommen! Er war schon immer da! ,Sogar mein Onkel unterrichtet diesen schwachsinnigen Fach seit fast 30 Jahren. Sowjetisch werden will nur Russland und viele deutsche Staatsbürger, die s. g. Russlanddeutsche. Das lese ich immer wieder auf den russischen Seiten. Da werden Bildchen mit hässlichem Spielzeug, Kleidung, Pionier Halstuch, Wurst für 22 Kopejken... und s. w. gepostet "Wenn du das getragen bzw. daran erinnert kannst... mach " like" Menschen in der Ukraine machen Gegenteil, posten Bilder des grauen Alltags, berichten über schwachsinnige Regeln, über harte Realität des Lebens in der Sowjetdiktatur, über Lügen über hohen "Lebensstandart " ... Gott sei Dank, sind Bürger der Ukraine weit davon entfernt, der Sowjetunion nachzutrauen!
Freundliche Grüße
Lara

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Emilsenkel
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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#5 Beitrag von Emilsenkel » Sonntag 25. Januar 2015, 22:23

Den Russlanddeutschen geht es in Deutschland einfach zu gut. Sie erinnern sich nicht mehr dran
dass Stalin ihre Vorfahren in der kasachischen Steppe abgekippt hat.

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Lara
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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#6 Beitrag von Lara » Sonntag 25. Januar 2015, 22:35

Emilsenkel hat geschrieben:Den Russlanddeutschen geht es in Deutschland einfach zu gut. Sie erinnern sich nicht mehr dran
dass Stalin ihre Vorfahren in der kasachischen Steppe abgekippt hat.
Tja, viele von den haben auch eigene Erfahrungen vergessen. Mein Tierarzt aus Omsk, ist Russlanddeutsche. Noch vor 10 Jahren hat er erzählt, dass er in Omsk an der TÄHochschule an seiner Doktorarbeit gearbeitet hat. Ein Freund zeigte ihm ein geheimes Erlass aus Moskau, dort stand es, dass bei Karriereförderung Vertreter der russischen Herkunft bevorzugt werden sollen. Danach nahm er seine russische Frau und beide Kinder und wanderte nach Deutschland aus. Die Familie ist eigentlich gut integriert, aber heute sind die, dank russischen Nachrichtendiensten, putinversteher [smilie=dash2.gif]
Freundliche Grüße
Lara

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Malcolmix
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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#7 Beitrag von Malcolmix » Sonntag 25. Januar 2015, 23:55

Eigentlich sinds zwei Diskussionslinien hier. Die eine ist die, daß Putin unter den Rußlanddeutschen in Deutschland unfaßbar viele Anhänger hat. Eine richtige Erklärung dafür habe ich auch nicht. Es ist sicherlich nicht nur die Propaganda der russischen Medien, die bei ihnen verfängt. Aber sicherlich auch. Bei den russlanddeutschen Frauen habe ich manchmal das Gefühl, Putin fungiert dort als eine Art Sexsymbol. Hinzu kommt sicherlich auch, daß die Älteren sich an die Zeit gerne zurückerinnern, als sie noch jung waren. Zeitliche Entfernung verklärt. In meiner Jugend habe ich das bei älteren Herrschaften mit der Nazizeit durchaus auch erlebt. In der Bundesrepublik lavierte speziell Adenauer deshalb etwas herum. Seine Politik kann man ja durchaus mit den Worten umschreiben: Autokratischer Weg in die Demokratie und der braunen Erinnerung im Privaten auch etwas Raum zu geben. Bis hin zu der Tatsache, Leuten wie Gehlen eine Fortsetzung der Karriere zu erlauben, sofern sie bereit waren, diesen Weg der autokratischen Demokratie mitzugehen.

Adenauer könnte übrigens auch der Grund sein, warum Putin in Deutschland lange Zeit (bei so manch einem bis heute) so beliebt ist. Man glaubte der Illusion, Putin würde mit autokratischen Methoden der Demokratie in Russland zum Durchbruch verhelfen. Nur das Putin noch weniger von Demokratie hält als Adenauer. Und Putin im Gegensatz zu Adenauer auch daran interessiert ist, Reichtum anzuhäufen. Eigentlich mißfallen mir historische Vergleiche, weil sie oft hinken. Aber sowohl Hitler als auch Putin geben sich in der Öffentlichkeit bescheiden. Und beide haben Reichtümer angehäuft und lassen es zu, daß die Günstlinge sich hemmungslos bereichern (Hitler verdiente z.B. durch den Führerkult sehr gut, denn er war am Verkauf jedes Bildes beteiligt - steuerfrei versteht sich, nachdem es ein Finanzbeamter gewagt hat, ihm einen Steuerbescheid zuzusenden). Die Art des Verdienens ist eine andere. Ihr wißt ja selbst, an welchen Schaltstellen der bürokratischen Macht sich wie in Russland gutes Geld verdienen läßt.

Ich kenne zu wenig Russlanddeutsche, um Putins Sympathie unter denen erklären zu können. Die zwei Arbeitskollegen, die ursprünglich aus Russland kommen, wagen es nicht, mit mir über die Ukraine zu reden. Im Pausenraum haben sie aber schon meine Einstellung vernommen, wenn wieder was los war. Die äußern sich nicht in meiner Anwesenheit. Vorstellbar wäre es durch das Leben in zwei Welten. In Russland fühlte man sich heimatlos und träumte vom fernen Deutschland. Hier erscheint die Welt zu kompliziert und man träumt von der alten Heimat, weil die unangenehmen Dinge vom Gedächtnis oft verdrängt werden.

Nun zu den ukrainischen Schulplänen. Zunächst mal dieser Satz aus dem FAZ-Artikel:

Dass die Ukraine hierdurch dem Gegner Russland immer ähnlicher wird, wirkt gerade vor dem Hintergrund der programmatischen Bekenntnisse Kiews zur Europabindung tragikomisch. Wie auch der Umstand, dass die neuerdings von der Regierung befürwortete Teilnahme ukrainisch-patriotischer Wehrvereine an der paramilitärischen Schulerziehung nicht zuletzt das Ziel verfolgt, den Einfluss prorussischer Militärvereine im Land zu reduzieren.

Es mag schon sein, daß viele Kinder eine Sehnsucht nach dieser paramilitärischen Schulerziehung haben. Ich bin Westdeutscher und war als Schüler mal in einer Schulklasse, in der es eine "Wehrsportgruppe" gab. Und ich kenne die Bilder, wie sich Russen und Ukrainer ganz gerne vor Denkmälern für Schlachten ablichten lassen. Ich kann dem ja überhaupt nix abgewinnen, aber ich könnte mir schon vorstellen, es ist eine gute Maßnahme, um russischen Einfluß aus dem Land zurückzudrängen. Wobei ich über den Einfluß prorussischer Militärvereine in der Ukraine nichts sagen kann. Ist das wirklich ein Problem?

Ich würde an der Stelle aber deutlich verneinen wollen, daß die Ukraine deshalb sowjetisch wird. In Zeiten des Krieges geht es in einer Gesellschaft meistens recht militaristisch zu. Man mag das bedauern, aber eine sich im Krieg befindliche Gesellschaft sollte den kämpfenden Soldaten nicht das Gefühl vermitteln, ihr Kampf würde nicht gewürdigt. Dies ist wohl eine Form der Identitätsstiftung. Sollte dieser Krieg hoffentlich gewonnen werden, ist es die Aufgabe der nachfolgenden Generation, übertriebenen Nationalismus und Militarismus zu beseitigen. Im Moment geht es wohl kaum anders. Es geht im Moment darum, dem gierigen Nachbarn auf die Finger zu klopfen versuchen.

Einiges wird dann auf die nächste Generation zukommen. Diese wird dann auch die Aufgabe haben, von der UPA, Bandera etc. ein realistischeres Bild zu bekommen. Zu Volkshelden taugen aufgrund begangener Verbrechen die Wenigsten in dieser Zeit. Verdammen kann man sie eigentlich nicht. Wer die Geschichte der gesamten Ukraine von 1918-1950 betrachtet, kann eigentlich nur zum Ergebnis kommen, daß es schwer genug war, in dieser Zeit überhaupt zu überleben und nicht zwischen den Mühlsteinen verschiedener Mächte und Ideologien zermalmt zu werden. Und ich hoffe, es kommt nicht schon wieder so weit, daß man 45 Mio. Menschen auf den Altar der Mächtigen opfert und sie wieder Russland zuschlägt. Denn darin sehe ich die größte Gefahr.

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Maniac
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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#8 Beitrag von Maniac » Montag 26. Januar 2015, 00:43

Hmmmm, ich erlebe das nicht nur bei Russlanddeutschen.

Meine Frau und ich waren in der Sauna, gemütlich im warmen Solebad uns unterhalten,
als eine ältere Dame(60 Jahre und lebt seit 20 Jahren in Deutschland) kam, die uns hat reden hören und fragte: "Sind Sie aus Russland?"

Meine Frau meinte darauf: "Nein aus der Ukraine."
Darauf strahlte die Frau und sagte freudig eine Ukrainierin, eine Landsmännin, wie toll!
Wir Ukrainer müssen zusammen halten, etc.

Sie kam dann auf den Krieg zu sprechen und meinte ist das nicht alles furchtbar!
Wir Ukrainer sind doch alle im Herzen Russen!

Meine Frau schaut Sie an und sagt: "Ich bin Ukrainerin und keine Russin!"
Was interesant war die Dame redete immer in Russisch und meine Frau in Ukrainisch,
darauf meinte die Dame, können Sie kein Russisch, meine Frau doch kann ich, aber Sie haben gesagt Sie sind Ukrainerin,
dann rede ich mit Ihnen natürlich in Ukrainisch.

Darauf schaut die Dame meine Frau an und sagt: "Ich komme aus dem Osten der Ukraine (Kharkiv), wo kommen Sie her?"
Meine Frau sagte dann aus Iwano-Frankivsk, die Dame wurde Blass ging im Wasser 2 Meter zurück und schrie:
"Verfluchtes Faschisten Pack, Ihr Banderas, Kanibalen ......."
Wir schauen uns verdutzt an und die Frau macht weiter, alle Leute haben uns da schon angeschaut was da Los ist!

Nach dem Sie sich beruhigt hatte, hat meine Frau freundlich weiter gefragt und wenn alles so schlimm ist,
warum Sie nach Deutschland gekommen ist und noch in Deutschland lebt, wenn in Russland alles besser ist?
Ahhhhh, in Russland hätte Sie keinen Job bekommen, da sie keinen erlernten Beruf hat!
Darauf meinte Sie in Deutschland bekomme ich eine kleine aber gute Rente, kann mir alles Leisten,
wenn ich mehr brauche gehe ich eben noch arbeiten nebenbei!
In Russland könnte ich damit nicht Leben und hätte mir ein so gutes Leben nicht ermöglichen können.

Darauf ist sie schnell gegangen, denn mit Faschisten und Banderas gemeinsam im Wasser und der Sauna könnte Sie nicht ertragen!

Bei einigen anderen, aus dem Osten der Ukraine die ich kenne, die denken genau so und mit denen darüber Diskutieren geht gar nicht!
Was wieder erstaunlich ist, die Kinder 8-20 Jahre, sehen das zum Teil vollkommen anders als Ihre Eltern, was mich schon wieder sehr verwundert!

Wir gehen weiter in die Sauna und jedes mal wenn wir kommen, ist Sie 10 Minuten später verschwunden.

Meine Frau lächelt dann immer und sagt zu mir: "Sie hat bestimmt Angst, das wir Sie hinter die Sauna zerren und Sie gut angegarrt schmecken lassen!"

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Malcolmix
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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#9 Beitrag von Malcolmix » Montag 26. Januar 2015, 00:51

Maniac hat geschrieben:Darauf ist sie schnell gegangen, denn mit Faschisten und Banderas gemeinsam im Wasser und der Sauna könnte Sie nicht ertragen!
Ich vermute, das ist genau der Grund, warum der eine Russlanddeutsche nicht mit mir reden will. Bei der anderen ist es anders. Sie ist jung und findet halt Putin sympathisch. Mit der verstehe ich mich sogar sehr gut. Ich mag mit ihr über die Ukraine nicht reden, da sie einfach zu wenig darüber weiß. Ich merke, ich kann sie eh nicht überzeugen. Sie kennt ganz genau meine Überzeugung. Ich hoffe halt darauf, daß sie Nachrichten mit der Zeit etwas kritischer betrachtet, wenn ich sie mit dem Thema in Ruhe lasse.

Übrigens ein schöner Bericht von Dir!

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Maniac
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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#10 Beitrag von Maniac » Montag 26. Januar 2015, 01:00

Malcolmix hat geschrieben:
Maniac hat geschrieben:Darauf ist sie schnell gegangen, denn mit Faschisten und Banderas gemeinsam im Wasser und der Sauna könnte Sie nicht ertragen!
Ich vermute, das ist genau der Grund, warum der eine Russlanddeutsche nicht mit mir reden will. Bei der anderen ist es anders. Sie ist jung und findet halt Putin sympathisch. Mit der verstehe ich mich sogar sehr gut. Ich mag mit ihr über die Ukraine nicht reden, da sie einfach zu wenig darüber weiß. Ich merke, ich kann sie eh nicht überzeugen. Sie kennt ganz genau meine Überzeugung. Ich hoffe halt darauf, daß sie Nachrichten mit der Zeit etwas kritischer betrachtet, wenn ich sie mit dem Thema in Ruhe lasse.

Übrigens ein schöner Bericht von Dir!
Wenn ich jetzt meine Stieftochter nehme, 10 Jahre, Sie malt dann Bilder von Putin und schreibt, in Ukrainisch drauf,
verpi..... dich, lass uns in Ruhe, etc.!

Bei Ihr geht es dann schon soweit, das Sie so bald Sie russisch hört, gar nicht darauf reagiert oder agressiv gegen die Leute wird!
Meine Frau und ich haben da schon echt mühe und müssen immer wieder erklären, das nicht alle Russen wie Putin sind und nicht alle Russen an dem Krieg Schuld sind!

Das ist schon echt schwierig manchmal!

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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#11 Beitrag von Malcolmix » Montag 26. Januar 2015, 01:34

Du kannst ihr ja erklären, daß sie auf Putin-Bilder gerne auch mal ausfällige Bemerkungen schreiben darf, da dieser die Politik des Landes bestimmt, welches der Ukraine den Krieg erklärt hat. Aber das sie sich schon jeden einzelnen Menschen genauer ansehen sollte, bevor sie zu schimpfen beginnt. Vielleicht sagst Du ihr, daß Makarevich auch ein Russe ist und dieses Lied aufgenommen hat:


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Maniac
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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#12 Beitrag von Maniac » Montag 26. Januar 2015, 01:48

Malcolmix hat geschrieben:Du kannst ihr ja erklären, daß sie auf Putin-Bilder gerne auch mal ausfällige Bemerkungen schreiben darf, da dieser die Politik des Landes bestimmt, welches der Ukraine den Krieg erklärt hat. Aber das sie sich schon jeden einzelnen Menschen genauer ansehen sollte, bevor sie zu schimpfen beginnt. Vielleicht sagst Du ihr, daß Makarevich auch ein Russe ist und dieses Lied aufgenommen hat:
Die Putin Bilder mit den Eselsohren, einer Pistole am Kopf, etc. haben wir schon durch!
Sie hat dann auch Aufmunterungsbilder für die Soldaten gemalt und die über die Freundin meiner Frau an die Front weiter schicken lassen!

Jaja das haben wir ihr schon erklärt und es beruhigt sich auch wieder!

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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#13 Beitrag von paracelsus » Montag 26. Januar 2015, 14:28

Malcolmix hat geschrieben: Die eine ist die, daß Putin unter den Rußlanddeutschen in Deutschland unfaßbar viele Anhänger hat. Eine richtige Erklärung dafür habe ich auch nicht. Es ist sicherlich nicht nur die Propaganda der russischen Medien, die bei ihnen verfängt.
Ich glaube es gibt so um die 3 Mio russischsprachige Menschen in Deutschland - mit einem Anteil von 500 000 aus der heutigen RF. Das Gros kam als Aussiedler in den 90er Jahren.

Diese können sich noch sehr gut an die damaligen Verhältnisse in der untergegangenen SU erinnern. Emigration hat immer etwas mit den sozialen Verhältnissen bzw. Hoffnungslosigkeit im Herkunftsland zu tun.

Putin steht nun mal für eine Konsolidierung verbunden mit einem wirtschaftlichen Aufstieg Russlands. Selbst die aus Kasachstan stammenden Aussiedler sahen sich mehrheitlich als Russen deutscher Abstammung an und nahmen gerne den gebotenen Deutschen Weg an.
Dosis sola facit venenum (Allein die Dosis macht das Gift).
Die es gut meinen, das sind die schlimmsten.
Paracelsus (Philippus Aureolus Theophrastus Bombast von Hohenheim) 1493 - 1541

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Dicker
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Re: Identität einer Nation: Die Ukraine wird sowjetisch - von innen

#14 Beitrag von Dicker » Montag 26. Januar 2015, 21:07

Ist doch ganz einfach zu erklären warum hier viele Russlanddeutsche Putinversteher sind.

IN RUSSLAND KÖNNEN SIE NICHT SO FREI SPRECHEN UND HIER KANN MANN DOCH AUF DIE UKRAINER SO RICHTIG ABLEDERN

Auch ist es doch angenehm hier gesicherte Bezüge zu haben,und vor allem besseres und pünktlicher Lohn

Ich verstehe es auch nicht so ganz,aber mal ehrlich in der Not stehen alle zusammen egal ob Russe Deutscher oder Ukrainer da wird Patriotismus gross geschrieben

[smilie=cool_ukr] [smilie=cool_ukr]

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