Politik | Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

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Ukraine

Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

#1 Beitragvon Handrij » Donnerstag 20. Oktober 2011, 14:13

Der ukrainische Präsident Janukowitsch hat von der EU in einem Fernsehinterview „ultimativ“ eine Beitrittsperspektive für sein Land gefordert. Andernfalls erwäge er, die Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen auszusetzen.


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mbert
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Re: Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

#2 Beitragvon mbert » Donnerstag 20. Oktober 2011, 14:31

Handrij hat geschrieben:
Der ukrainische Präsident Janukowitsch hat von der EU in einem Fernsehinterview „ultimativ“ eine Beitrittsperspektive für sein Land gefordert. Andernfalls erwäge er, die Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen auszusetzen.


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Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass die ganze Julia-Nummer Teil eines abgekarteten Spiels ist, das nur zum Ziel hatte, sich eine möglichst endgültige Abfuhr von der EU zu holen, um dadurch den inneren Widerstand gegen eine neuerliche Russland-Ausrichtung zu unterdrücken. In diesem Zusammenhang könnte man dann das hier so interpretieren, dass die Absage ihm noch nicht klar genug war, so dass er jetzt noch mit unrealistischen Forderungen nachlegen muss...
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

#3 Beitragvon stefko » Donnerstag 20. Oktober 2011, 15:08

mbert hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:
Der ukrainische Präsident Janukowitsch hat von der EU in einem Fernsehinterview „ultimativ“ eine Beitrittsperspektive für sein Land gefordert. Andernfalls erwäge er, die Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen auszusetzen.


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Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass die ganze Julia-Nummer Teil eines abgekarteten Spiels ist, das nur zum Ziel hatte, sich eine möglichst endgültige Abfuhr von der EU zu holen, um dadurch den inneren Widerstand gegen eine neuerliche Russland-Ausrichtung zu unterdrücken. In diesem Zusammenhang könnte man dann das hier so interpretieren, dass die Absage ihm noch nicht klar genug war, so dass er jetzt noch mit unrealistischen Forderungen nachlegen muss...


Dieser Gedanke ist mir auch schon gekommen. Er wirkte mir aber dann zu sehr nach Verschwörungstheorie. Andererseits ist in der Ukraine wirklich alles möglich.

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Re: Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

#4 Beitragvon Sonnenblume » Donnerstag 20. Oktober 2011, 15:16

stefko hat geschrieben:
Dieser Gedanke ist mir auch schon gekommen. Er wirkte mir aber dann zu sehr nach Verschwörungstheorie. Andererseits ist in der Ukraine wirklich alles möglich.


Ich halte das gar nicht für eine Verschwörungstheorie. Das wäre eigentlich die einzige logische Erklärung aus der Sicht von Junukowitsch.
Ansonsten müßte man ja sagen, man weiß gar nicht, was der sich einbildet. Er ist überhaupt nicht in der Position Forderungen zu stellen. Er müßte Danke sagen, wenn die EU das Assoziierungsabkommen unterschreibt.
Aber nun ist er fein raus. Er hat sich gegenüber dem "Wahlvolk" als "starker Mann" präsentiert und die EU sind die Buhmänner.
Die EU sollte ihn am ausgestreckten Arm verhungern lassen und warten bis zu den nächsten Wahlen. Bis dahin kann er ja zeigen, wie er das Land fit macht, wenn ihn keiner stört!

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Re: Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

#5 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Donnerstag 20. Oktober 2011, 15:50

Und das erklärt das Mitziehen der Oligarchen, bzw. deren Schweigen zum Verlust Europas.

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Re: Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

#6 Beitragvon stefko » Donnerstag 20. Oktober 2011, 16:25

Sonnenblume hat geschrieben:
stefko hat geschrieben:
Dieser Gedanke ist mir auch schon gekommen. Er wirkte mir aber dann zu sehr nach Verschwörungstheorie. Andererseits ist in der Ukraine wirklich alles möglich.


Ich halte das gar nicht für eine Verschwörungstheorie. Das wäre eigentlich die einzige logische Erklärung aus der Sicht von Junukowitsch.
Ansonsten müßte man ja sagen, man weiß gar nicht, was der sich einbildet. Er ist überhaupt nicht in der Position Forderungen zu stellen. Er müßte Danke sagen, wenn die EU das Assoziierungsabkommen unterschreibt.
Aber nun ist er fein raus. Er hat sich gegenüber dem "Wahlvolk" als "starker Mann" präsentiert und die EU sind die Buhmänner.


Ich bin mir da nicht so sicher. Ich denke diejenigen, die schon vorher nicht auf der Seite Janyks waren, werden sich einmal mehr darin bestätigt fühlen, dass man ihm nicht trauen kann und die EU Annäherung nur zum Schein waren. Ich denke da auch an das hin und her wegen der Sommerzeit. Vielleicht atmen nun Janyks Anhänger nun erleichtert auf. Aber auch nur wenn sie das Gänze davor verunsichert hat. Was hat er also gewonnen?

Vielleicht geht es ja darum möglichst viel Lärm zu erzeugen damit niemandem auffällt was im Hintergrund für Deals abgewickelt werden. Mir kam dieser Gedanke das erste Mal Anfang des Jahres, wo es um eine lächerliche Reform ging - irgendetwas mit Zugang zu Narkosemittel für Tierärzte. Das war tagelang groß in den Medien wegen möglicher Qualen für Haustiere. Ich dachte mir nur, "warum setzt sich die Partei der Regionen wegen einer solchen Kleinigkeit schlechter PR aus. Möchte sie von etwas ablenken?" Vielleicht werde ich noch zu einem Verschwörungstheoretiker. [smilie=dash2.gif]

Sonnenblume hat geschrieben:Die EU sollte ihn am ausgestreckten Arm verhungern lassen und warten bis zu den nächsten Wahlen. Bis dahin kann er ja zeigen, wie er das Land fit macht, wenn ihn keiner stört!

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Re: Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

#7 Beitragvon DevilsNeverCry » Freitag 21. Oktober 2011, 00:17

Nix neues. So etwas haben er, Hryshenko und co. schon lange gefordert. Einzig und alleine das mit dem Aussetzen ist vielleicht zu hart formuliert. Eigentlich sagte er wir können das Abkommen wie es jetzt ausgehandelt wurde verschieben, bis eine Lösung für die EU beitrittsperspektive gefunden worden ist.

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Re: Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

#8 Beitragvon Handrij » Freitag 21. Oktober 2011, 11:47

Einen großen Plan für eine endgültige Wendung in Richtung Russland schließe ich aus.

Janukowytsch verkennt einfach die außenpolitischen Gegebenheiten. Er hält die Ukraine für attraktiver als sie ist. Vermutlich ist ihm auch seine Allmacht in der Ukraine zu Kopf gestiegen.
Allem Anschein nach hat er beispielsweise alle seine Berater aus seinem Umfeld, die für eine Freilassung Tymoschenkos plädierten, nach dieser Äußerung aus den entsprechenden Konferenzen herausgenommen. Ich sehe auch keine Möglichkeit mehr für eine politische Beteiligung Tymoschenkos. Sie soll jetzt wirklich endgültig draußenbleiben, koste es was es wolle. Zudem haben sich die Regionalen nun wohl endgültig den Weg für eine friedliche Machtübergabe bei Wahlen verbaut. Sie werden diese Macht jetzt mit allen Mitteln verteidigen und das bedeutet, dass es keine fairen Wahlen mehr geben kann. Denn wenn sie verlieren würden, landen sie im Gefängnis. Das hat Tymoschenko ihnen versprochen ... andere ukrainische Oppositionspolitiker würden wohl ähnlich verfahren. Kurz: die Aussichten für die Ukraine haben sich mit dem von Janukowytsch/Firtasch/Choroschkowskyj angerichteten Blödsinn massiv verschlechtert.
In der ukrainischen Presse wird auch immer wieder wiederholt, dass die maßgeblichen Regionalen die Drohungen der EU nicht ernst nehmen. Man geht davon aus, dass es in zwei bis drei Wochen schon ruhiger werden wird und man dann am Ende so oder so die Freihandelszone bekommt. Die politische Assoziierung ist, wenn man von der Visafreiheit absieht, nicht so interessant für die derzeitigen Machthaber.

Wenn es nächstes Jahr wirklich zu einem wirtschaftlichen Einbruch kommt und IWF, Weltbank, EU nicht mehr zahlen, dann wird Janukowytsch entweder nach Peking oder - und das ist wahrscheinlich - nach Moskau müssen und Moskaus Bedingungen sind klar: Abgabe der Souveränität der Ukraine unter dem Dach der Zollunion/Eurasischen Union.
Putins Artikel in der Iswestija vom 3. Oktober war wohl auch vor allem an die ukrainischen Eliten gerichtet. Er bereitet eine Vereinigung auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion nach dem Vorbild der Europäischen Union vor. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Janukowytschs Sinneswandel könnte auch durch neue "Argumente" bei seinem Treffen mit Putin und Medwedjew im September verursacht worden sein. Mir fällt aber nichts ein, was man nicht schon wüsste.

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Re: Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

#9 Beitragvon mbert » Freitag 21. Oktober 2011, 11:55

Handrij hat geschrieben:Zudem haben sich die Regionalen nun wohl endgültig den Weg für eine friedliche Machtübergabe bei Wahlen verbaut. Sie werden diese Macht jetzt mit allen Mitteln verteidigen und das bedeutet, dass es keine fairen Wahlen mehr geben kann. Denn wenn sie verlieren würden, landen sie im Gefängnis. Das hat Tymoschenko ihnen versprochen ... andere ukrainische Oppositionspolitiker würden wohl ähnlich verfahren. Kurz: die Aussichten für die Ukraine haben sich mit dem von Janukowytsch/Firtasch/Choroschkowskyj angerichteten Blödsinn massiv verschlechtert.

Diesen Gedanken hege ich auch schon seit einigen Monaten, und das macht mich wirklich traurig. Aus meiner Sicht ist aktuell der einzige Grund, warum die Menschen noch nicht koordiniert gegen die Regierung vorgehen, der, dass es einfach keine Alternative gibt. Julia will niemand wirklich mehr als Führerin einer Revolution sehen, und Jatsenjuk - naja, Leute, Ihr wisst ja selber...

Wenn die Ukraine erst einmal der neuen Sowjetunion angehört, dann wird auch eine egal wie geartete Revolution im Zweifelsfall blutig beendet, und der Westen wird sich heraushalten, um sich nicht mit Russland anzulegen. So sieht das aus.

Aus meiner Sicht stehen wir aktuell an einem ganz kritischen Punkt, und ich sehe einfach kein Szenario, das diese Entwicklung noch aufhalten kann.
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Re: Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

#10 Beitragvon Handrij » Freitag 21. Oktober 2011, 12:07

mbert hat geschrieben:Aus meiner Sicht stehen wir aktuell an einem ganz kritischen Punkt, und ich sehe einfach kein Szenario, das diese Entwicklung noch aufhalten kann.

Das einzige was noch helfen kann, ist der Selbsterhaltungstrieb und der sollte bei Janukowytsch sehr ausgeprägt sein mit seiner Vergangenheit. Er sollte eigentlich instinktiv spüren, dass die Eingliederung in die Eurasische Union einer Selbstaufgabe gleich kommt. Putin kann ihn scheinbar nicht leiden und wird wohl alles daran setzen, danach einen ihm genehmen Gouverneur einzusetzen.
Bei einer erfolgreichen Assoziierung mit der EU könnte man sich innerhalb der ukrainischen Elite wieder darauf einigen, nach dem Machterhalt die Gegner nicht ins Gefängnis zu stecken. 2005 hat es ja nach einigen Anlaufschwierigkeiten - man sollte nicht vergessen, dass Kolesnikow, der jetzige Vizepremier, damals von Luzenko und Tymoschenko neben einigen anderen ins Gefängnis gesteckt wurde. Und das hat damals in der EU keinen interessiert! Demnach findet jetzt eine Retourkutsche statt, nur sind die Regionalen härter, entschlossener udn vor allem geschlossener.
Sonja Koschkina vom Lewyj Bereg spricht immer gern von den Menschewiki (jetzige Opposition) und damit ist klar, wer die Bolschewiki sind. :-D

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Re: Janukowitsch verlangt konkrete EU-Beitrittsperspektive

#11 Beitragvon DevilsNeverCry » Freitag 21. Oktober 2011, 12:31

Europa und die USA sind jetzt mit anderen Dingen beschäftigt. In diesem Jahr ist der Süd-Sudan unabhängig geworden was zu einer Verschlechterung der chinesischen Position in Afrika führte und wer davon profitiert, dass muss ich ja wohl nicht sagen. Gleiches gilt für Libyen, dieses französisch-britische Projekt hat ebenfalls zum Sturz eines Machthabers geführt der sich für eine afrikanische Union und für einen Flottenstützpunkt für Russland einsetzte. Die neuen Machthaber winken auch hier mit lukrativen Gas- und Ölverträgen. Wer profitiert hier? Na bitte. . .
Tja und jetzt kommt Syrien. Deren Exilregierung in der Türkei wurde von der jetzigen libyschen Regierung anerkannt. Auch hier ist klar wie die Karten verteilt sind. Wenn Syrien fällt, dann bleibt in der islamischen Welt nur noch der Iran übrig. Und das ist in der Tat ein leckeeres Filetstück.
Ganz ehrlich Leute, der Westen hat keinen Nerv sich da um so einen Kindergarten wie er in UA staattfindet, zu kümmern. Aber Russland hat dafür bestimmt noch den ein oder anderen Nerv. [smilie=lulka] <<- ich liebe diesen Smiley, bitte mehr Kosakesmileys. ;-)

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