Hilfe und Rat | Hat Jemand Erfahrung mit abgelaufenem Aufenthaltstitel, aber Fiktionsbescheinung, Ausreise aus Ukraine?

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Hat Jemand Erfahrung mit abgelaufenem Aufenthaltstitel, aber Fiktionsbescheinung, Ausreise aus Ukraine?

#1 Beitragvon Cloudbuster » Sonntag 23. April 2017, 13:16

Hi Forummitglieder,

Ich bin Deutscher und meine Frau ist Ukrainerin. Wir haben vor 3 Jahren geheiratet. Sie hatte erst einen Aufenthaltstitel für 1 Jahr, dann für 2 Jahre der jetzt abgelaufen ist. Wir hatten eine Niederlassung beantragt, die ist auch durchgekommen, wenn auch 1 Monat Verspätet. Als wir letzte Woche diese neue Karte abholen wollten, haben wir wahrheitsgemäß mitgeteilt, das wir uns beide Anf. April beim Job Center melden mußten, meine Frau hatte ihren Job verloren. Daraufhin wurde meiner Frau diese Karte nicht ausgehändigt. Stattdessen bekam sie die Fiktionsbescheinigung mit dem Vermerk, das der Aufenthaltstitel als "verlängert" gilt für 3 Monate.
Ich habe dann erklärt, das meine Frau in die Ukraine fliegen möchte um ihre Familie zu besuchen und die Dame in der AB sagte, das man problemlos mit dieser Bescheinigung, dem Reisepaß und der Fiktionsbescheinigung in die Ukraine ein- und wieder ausreisen kann.
Nun haben wir gehört, das es auf dem Landweg Probleme geben kann, weil die polnischen Grenzer diese Bescheinigung teilweise nicht kennen und nicht anerkennen. Ein Anruf bei der Bundespolizei an dem deutschen Airport den wir meist nutzen, erklärte mir der Bundespolizist, das es in D keinerlei Probleme gibt. Wie es in Kiev aussieht wußte er natürlich nicht.
Deshalb meine Frage: Hat jemand Erfahrung bei Ukraine Reisen mit dieser Fiktionsbescheinigung? Von der deutschen Botschaft in Kiev habe ich noch keine Antwort bekommen. Meine Frau hat natürlich Angst das sie nicht zurückkommt wenn das Papier am Airport in Kiev nicht anerkannt wird.

Im übrigen werde ich mich natürlich zunächst per Mail an die vorgesetzte Dienststelle wenden und eine Entscheidung verlangen, denn mit einer 3 monatigen Verlängerung dieser Fiktionsbescheinigung können wir nichts anfangen, weder einen neuen Job suchen noch sonst was. Die Aushändigung wurde ja nicht abgelehnt, sonst würde ich sofort klagen, man hat es quasi auf Eis gelegt ohne zu sagen wie es weitergeht. Da dieser Zustand für mich unakzeptabel ist, bekommen die von mir eine Mail die sich gewaschen hat mit der Androhung, mit dieser Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen.

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Re: Hat Jemand Erfahrung mit abgelaufenem Aufenthaltstitel, aber Fiktionsbescheinung, Ausreise aus Ukraine?

#2 Beitragvon Anuleb » Sonntag 23. April 2017, 15:50

Die ABH hält sich nur an die Vorgaben, und diese lauten nun mal, dass derjenige, welcher die Niederlassungserlaubnis erhält, keine Sozialunterstützung darf, und den Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten muss. Das man nach dem Erhalt der Niederlassungserlaubnis später auf Sozialunterstützung angewiesen sein kann, spielt bei diesen Vorgaben keinerlei Rolle. Da kann man sich verständlierweise gerne aufregen, klagen und Beschwerde einlegen, gegen diese politisch motivierten Vorgaben wird man mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht dran vorbei kommen.

Das es auf dem Landweg Probleme mit den polnischen Grenzern bezüglich der Fiktionsbescheinigung geben kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Grenzer arbeiten zwar sehr, sehr langsam, sind aber sorgfältig und eigentlich gut ausgebildet. Als wir vor einer ähnlichen Situation standen, hattemn wir vor der Einreise in die Ukraine den polnischen Grenzer einfach gefragt, ob wir mit der kurzfristig datierten Aufenthaltserlaubnis wieder zurückkommen dürfen. Er hatte dieses bejaht, und wir hatten später keinerlei Probleme mit der Einreise gehabt.

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Re: Hat Jemand Erfahrung mit abgelaufenem Aufenthaltstitel, aber Fiktionsbescheinung, Ausreise aus Ukraine?

#3 Beitragvon Cloudbuster » Sonntag 23. April 2017, 16:18

Hallo Anuleb,
Danke für die Antwort. Ich habe mittlerweile auch gecheckt. das man ein Einkommen für die Niederlassungserlaubnis braucht. Die Sachbearbeiterin in der ABH hat uns sogar gesagt: hätten wir verschwiegen das der Arbeitsvertrag ausgelaufen ist, hätten wir die Bescheinigung bekommen... zu dumm das wir zu ehrlich waren. Jetzt muß ich sehen wie es weitergeht. Mit einer 3-monatsfrist bekommt man keinen neuen Job. Vielleicht kann ich das ändern und wieder nur einen 2-Jahres Aufenthaltstitel beantragen.

Danke für den Erfahrungsbericht. Auf dem Landweg werden wir es trotzdem nicht riskieren da meine Frau allein reist. Mit dem Flugzeug werden wir es wohl wagen müssen.

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Re: Hat Jemand Erfahrung mit abgelaufenem Aufenthaltstitel, aber Fiktionsbescheinung, Ausreise aus Ukraine?

#4 Beitragvon Ahrens » Montag 24. April 2017, 17:23

Deine Frau bekommt eine "normale" Aufenthaltserlaubnis. Die ist immer befristet.
Die Fiktionsbescheinigung bewirkt, dass der alte Auffenthaltstitel Quasi fortbesteht.
Die neue Aufenthaltserlaubnis dürfte wohl auf jeden Fall erteilt werden.
Die Ausstellung dauert natürlich etwas. Deshalb zunächst die Fiktionsbescheinigung.
Das es damit Probleme bei der Ausreise gibt hab ich noch nie gehört.
.
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Re: Hat Jemand Erfahrung mit abgelaufenem Aufenthaltstitel, aber Fiktionsbescheinung, Ausreise aus Ukraine?

#5 Beitragvon Cloudbuster » Montag 24. April 2017, 17:27

Hallo Ahrens
Danke, das beruhigt mich.

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