Politik | Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

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Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#1 Beitragvon Handrij » Mittwoch 15. Februar 2012, 14:31

Charité-Chef Karl Max Einhäupl und der Chef-Orthopäde des Berliner Universitätsklinikums haben die inhaftierte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko untersucht. Nach Übergabe der Diagnose an die Behörden reisten sie wieder aus der Ukraine ab.


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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#2 Beitragvon Sonnenblume » Mittwoch 15. Februar 2012, 17:36

Handrij hat geschrieben:
Charité-Chef Karl Max Einhäupl und der Chef-Orthopäde des Berliner Universitätsklinikums haben die inhaftierte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko untersucht. Nach Übergabe der Diagnose an die Behörden reisten sie wieder aus der Ukraine ab.


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Wollte Frau Timoschenko nicht, dass das Resultat öffentlich wird oder warum hält man sich so bedeckt?

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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#3 Beitragvon Optimist » Mittwoch 15. Februar 2012, 22:48

Die ukrainischen Medien liessen verlauten, dass jetzt noch einmal ukrainische Ärzte Julia untersuchen und beide Diagnosen verglichen werden. Wer bezahlt den überhaupt diesen ganzen Aufwand? Julia hat Rückenschmerzen aber nur hochhackige Schuhe an ihrem Bett stehen, Ärzte aus aller Welt kommen und es geht ihr auf einmal viel besser. Hier können sich viele Menschen keine notwendige medizinische Grundversorgung leisten. Die ganze Geschichte ist so albern... geschmacklos... Schmierenkomödie...

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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#4 Beitragvon Handrij » Mittwoch 15. Februar 2012, 23:16

Es ist in der Tat ein riesiges Theater.
Die Ergebnisse kann nur Timoschenko selbst sehen (außer, wenn die Gefängnisleute das Arztgeheimnis - versiegelter Umschlag - missachten) und sie wird es nur veröffentlichen, wenn es ihr gefällt, dass heißt, wenn sie in ihren Aussagen bestätigt wird. Dass die beiden Deutschen gleich wieder nach Berlin sind, lässt eher darauf schließen, dass sie keinen Bedarf für eine weitere Anwesenheit gesehen haben. Diagnose gestellt, Patient nicht gefährdet, ab nach Hause.
Die kanadischen Ärzte sind in dem Fall IMHO nicht objektiv. Sie wurden sorgfältig von der ukrainischen Diaspora ausgesucht und werden im Zweifelsfalle das Spiel mitspielen. Kurz: wenn sie nichts hat, werden wir es nicht erfahren. Sie werden ihr Spielchen weiterspielen. Wenn sie etwas hat, dann wird es in alle Welt hinausposaunt werden.

Timoschenko hat aber anders keine Chance. Sie muss das Wasser am Kochen halten, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Bei ihrer Partei und in der Opposition insgesamt ist man ganz froh, dass sie weg ist. Sie würde jetzt bei der Neuverteilung nur stören ...

Bei der Prawda wurde unter Berufung auf eine "Quelle" berichtet, dass die deutschen Ärzte einen Bandscheibenvorfall diagnostiziert haben und zu einer Operation bzw. einer Behandlung außerhalb des Gefängnisses geraten haben.
Es würde sich genau mit dem decken, was vorher von BJuT immer verbreitet wurde.
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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#5 Beitragvon lev » Donnerstag 16. Februar 2012, 15:07

Diesem Bericht zufolge wurden die deutschen Ärtzte noch mehrere Stunden nach der Untersuchung im Gefängnis festgehalten. Bestimmt eine strenge Unterweisung in Sachen Schweigepflicht.

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Zuletzt geändert von lev am Donnerstag 16. Februar 2012, 17:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#6 Beitragvon Handrij » Donnerstag 16. Februar 2012, 15:39

lev hat geschrieben:Diesem Bericht zufolge wurden die deutschen Ärtzte noch mehrere Stunden nach der Untersuchung im Gefängnis festgehalten. Bestimmt ein strenge Unterweisung in Sachen Schweigepflicht.

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Laut Vertrag sollten die Ärzte ihre Diagnose allen Seiten mitteilen ... sicherlich werden die Ärzte des Gesundheitsministeriums nachgehakt haben und vielleicht auch Druck ausgeübt haben, wozu eigentlich?
Egal, heute wurde das ganze Theater abgeschlossen.
In Charkow wurde von den Ukrainern verkündet, dass keine neuen Sachen gefunden wurden, kein Operation notwendig ist und auch keine Behandlung außerhalb des Gefängnisses. Von den deutschen Ärzten wird noch ein Therapieplan erwartet, zur Behandlung des Rückenleidens. Die Leiterin betonte, dass Timoschenko keine Krücken braucht.
Die Kanadier sind auch heim geflogen und die wichtigste Info: Timoschenko untersagt die Veröffentlichung der Diagnose!
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Derweil hatte sich Turtschinow darüber beschwert, dass egal, wie die Diagnosen sind, Timoschenko keine angemessene Behandlung bekommen hätte.
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Wlassenko versuchte noch zu retten, was zu retten ist und meinte, dass Timoschenko sich mit der Diagnose der Kanadier nicht auseinandersetzen konnte (von den Deutschen keine Rede) und ihr nach dem Lesen der Zusammenfassung die Papiere weggenommen wurden. Angeblich hätten die ausländischen Ärzte schwere gesundheitliche Probleme festgestellt und eine Operation nicht ausgeschlossen.
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Mal schauen, was sie sich als nächstes ausdenken ....

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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#7 Beitragvon Sonnenblume » Donnerstag 16. Februar 2012, 16:29

Handrij hat geschrieben:Mal schauen, was sie sich als nächstes ausdenken ....

Das alles bestätigt mich nur in meinem Eindruck, den ich hatte, als ich gesehen hatte, wie sie in dem Bett liegt und was für Schuhe vor ihrem Bett stehen.
Die Spezialisten aus der Charite hätte in der Zeit ein paar wirklich Kranke behandeln können/sollen...

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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#8 Beitragvon Optimist » Donnerstag 16. Februar 2012, 20:59

Eins ist doch 100% sicher, sie wird die beste ärztliche Betreuung und Verpflegung haben, die man sich überhaupt vorstellen kann. Eine vergiftete oder geschundene Julia wäre ja nun das Letzte was die Ukraine braucht. Aber sie ist dazu eingeteilt, als Näherin ihre Gefängnisarbeit zu verrichten, natürlich in Sträflingskleidung (haben heute Medien berichtet). Ich vermute stark, dass das wohl der Grund sein wird, die "Krankheiten" noch etwas länger zu ertragen. So wie es klang, wird aber derzeit eine Näherin benötigt, sie soll sich schon einmal vorbereiten. Mehr Volksnähe kann sie vermutlich nie wieder erreichen.

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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#9 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Freitag 17. Februar 2012, 19:54

Schadenfreude ist hier wohl fehl am Platz.
In all den Berichten über den Prozess habe ich keinen substantiellen Vortrag der Klägerseite erkennen.
Hier ging und geht es um die ganz persönliche politische Rache eines einzelnen Herrn.

Wichtiger ist die Frage: Wen trifft es morgen?

Was wird aus jeglicher Opposition in der Ukraine?

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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#10 Beitragvon Optimist » Freitag 17. Februar 2012, 20:53

galizier hat geschrieben:Schadenfreude ist hier wohl fehl am Platz.
In all den Berichten über den Prozess habe ich keinen substantiellen Vortrag der Klägerseite erkennen.
Hier ging und geht es um die ganz persönliche politische Rache eines einzelnen Herrn.

Wichtiger ist die Frage: Wen trifft es morgen?

Was wird aus jeglicher Opposition in der Ukraine?


Das ist keine Schadenfreude, das ist derzeit Realität, wenn ich den Fernsehmedien Glauben schenken kann.

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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#11 Beitragvon Optimist » Samstag 18. Februar 2012, 14:59

Kleiner Nachtrag: Für die Anwälte ist Julia derzeit eine Gelddruckmaschine, das sollte man auch bedenken.

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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#12 Beitragvon Handrij » Montag 20. Februar 2012, 19:41

Heute gab es bei UkrInform eine Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ..., dass eine Charite-Sprecherin angeblich den schlechten Gesundheitszustand von Timoschenko bestätigt hätte.
Hier ist eine offizielle Reaktion dazu:
Mitteilung zur medizinischen Untersuchung von Julia Timoschenko


Berlin, 20.02.2012 Der Neurologe und Vorstandsvorsitzende der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, und der Chefarzt der Klinik für Orthopädie an der Charité, Prof. Dr. Norbert Haas, haben sich am 13. , 14. und 15. Februar 2012 als Teil einer internationalen Ärztekommission zur medizinischen Untersuchung der inhaftierten ukrainischen Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko in der Ukraine aufgehalten.

Prof. Dr. Einhäupl und Prof. Dr. Haas erhielten am 14. Februar 2012 Gelegenheit zu einer mehrstündigen Untersuchung von Frau Timoschenko, die im Frauengefängnis Katschaniwska in Charkow stattfand. Die eingehende Untersuchung konnte durch beide Ärzte ungehindert im Beisein einer Ärztin des Strafvollzuges sowie eines weiteren ukrainischen Arztes durchgeführt werden.

Es wurde in den frühen Morgenstunden des 15. Februar von den deutschen Ärzten ein vorläufiger kurzer Bericht verfasst, in dem auch weitere Befunde angefordert und weitere Untersuchungen vorgeschlagen wurden. Erst nach Abschluss dieser Maßnahmen wird es einen finalen Bericht mit umfangreichen notwendigen Empfehlungen zu weiteren Behandlungen geben.

Ein vorläufiger Bericht wird in den nächsten Tagen abgestimmt mit den Ergebnissen, die eine Gruppe kanadischer Mediziner am 15. Februar 2012 als Teil der internationalen Ärztekommission in einer weiteren, getrennten Untersuchung der Patientin gewonnen hat.

Die beiden deutschen Ärzte halten sich mit diesem Vorgehen exakt an das mit den zuständigen Stellen in der Ukraine vereinbarte Verfahren.

Spekulationen in der ukrainischen Presse über den Gesundheitszustand Frau Timoschenkos, die sich auch auf die medizinische Untersuchung von Prof. Einhäupl und Prof. Haas beziehen, haben keine Grundlage. Beide Ärzte erklären, dass sie sich an solchen Spekulationen mit Verweis auf ärztliche Schweigepflicht sowie das vereinbarte Verfahren weiterhin nicht beteiligen. Sie appellieren an alle Seiten, allein die medizinische Situation der Patientin in den Mittelpunkt zu stellen.

Kontakt:

Stefanie Winde
Geschäftsbereichsleitung
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Geschäftsbereich Unternehmenskommunikation

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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#13 Beitragvon Handrij » Mittwoch 22. Februar 2012, 10:53

Heute gab es wieder ein Interview mit Stefanie Winde. Diesmal bei Radio Liberty:
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zweimal wird in der ukrainischen Übersetzung "пані Тимошенко серйозно хвора/Frau Tymoschenko ist ernsthaft krank" erwähnt. Im Audiomitschnitt ist nicht zu verstehen, was Winde wirklich gesagt hat.

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Re: Julia Timoschenko: Charité-Chef Einhäupl schließt Diagnose ab

#14 Beitragvon Handrij » Donnerstag 23. Februar 2012, 21:29

Nachdem wir heute schöne MEldungen zur Blutabnahmeverweigerung (Timoschenko will kein Blut an Behördenärzte abgeben) bzw. Blutabnahmesabotierung (die Behörden haben die Blutabnahme durch kanadische Ärzte sabotiert) gehört haben. ergibt sich folgendes Szenario für mich:
Die deutschen Ärzte haben gesagt, dass es keinen abschließenden Bericht ohne zusätzliche Befunde (Blutwerte) gibt. Strategie könnte jetzt sein, die Blutabnahme so lange zu verzögern, zu verhindern bis niemand sich mehr dafür interessiert. Oder andererseits die Aufmerksamkeit durch diese neue Posse - ich geb euch kein Blut/ihr habt die Blutabnahme sabotiert - für die Sache weiter wach halten. Dadurch kann man den Prozess noch eine Weile ziehen, derweil werden weitere Details der vorläufigen Diagnose bekanntgegeben bzw. erfundene Details in die Öffentlichkeit gebracht. Der neutrale Beobachter weiß dann, wie auch jetzt bereits, nicht mehr wem er was glauben kann. Somit ergänzen sich die Handlungen beider Seiten perfekt.

Hat hier jemand noch eine klare Position?

Wir werden vermutlich nie erfahren, was sie hat oder ob sie etwas hat und eigentlich geht es uns ja auch überhaupt nichts an.

galizier hat geschrieben:Schadenfreude ist hier wohl fehl am Platz.
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Es ist nicht nur ein einzelner Herr, der eine Rechnung mit Julia beglichen hat. Dennoch sitzt sie in jedem Fall nicht wegen der richtigen Sachen. Aber das sie es verdient hat zu sitzen - wenn man das Gefängnissystem als legitim ansieht - ist jedem Ukrainer klar. Nur fehlen da noch einige tausend andere, die sich ähnlich bereichert haben und das fängt bei Klein-Mykola an, der für eine Gefälligkeit mehrfach die Hand aufgehalten hat. In dem Sinne ist es ungerecht, dass sie sitzt.

galizier hat geschrieben:Was wird aus jeglicher Opposition in der Ukraine?

Gab es jemals eine Opposition in der Ukraine?
Mal schauen, was sie am Montag mit Luzenko machen. Es könnte auf Bewährung hinauslaufen ....

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