WirtschaftFTD: Kapitalmarkt wettet gegen Ukraine

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Handrij
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FTD: Kapitalmarkt wettet gegen Ukraine

#1 Beitrag von Handrij » Dienstag 8. September 2009, 09:43

Horrende Schulden, Gasstreit mit Russland und Zank mit dem Währungsfonds: Die Ukraine ist gebeutelt. Beobachter setzen darauf, dass Spekulanten die Währung des Landes angreifen. Das könnte für Kiew verheerende Folgen haben.
von Tobias Bayer

Die Ukraine kann sich nach Einschätzung von Marktbeobachtern bis Jahresende auf eine Währungsattacke gefasst machen. Angesichts schwindender Devisenreserven und Spannungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sei eine Abwertung der Griwna sehr naheliegend, sagte Alexander Pecherytsyn, Volkswirt bei der ING Bank: "Die Wahrscheinlichkeit eines großangelegten Angriffs auf die Währung ist sehr hoch."
Ukraine leidet wie kaum ein zweites Land unter der Kreditkrise. Kiew ist angewiesen auf einen IWF-Kredit in Höhe von 16,4 Mrd. $, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Bisher wurden 10,6 Mrd. $ ausgezahlt. Die dritte Tranche, die am 15. November fällig wird, ist an Bedingungen geknüpft. Unter anderem fordert der Währungsfonds eine unabhängigere Zentralbank, höhere Gaspreise und die Freigabe des Wechselkurs.
Dagegen regt sich in der ukrainische Politik aber Widerstand. Die Frist für die Gaspreiserhöhung um 20 Prozent am 1. September verstrich beispielsweise bereits. Nach Angaben der Zentralbank vom Montag werde das jetzt am 1. Oktober nachgeholt. Die Regierung schiebt den unpopulären Schritt vor sich her, um vor den Wahlen im Januar 2010 die Bevölkerung nicht zu verärgern. Investoren sind besorgt: Die Ausfallwahrscheinlichkeit, die sich am Kurs von Kreditderivaten ablesen lässt, ist laut dem Datendienstleister CMA Datavision hinter der Argentiniens und Venezuelas die dritthöchste weltweit.
Ukraines Präsident Juschtschenko geht mit den Geschäftsbanken ... Ukraines Präsident Juschtschenko geht mit den Geschäftsbanken hart ins Gericht
Eine Abwertung der Griwna wäre für viele Banken, Unternehmen und Haushalte des Landes verheerend. Sie haben hohe Auslandsschulden, eine schwächere Währung würde die Verbindlichkeiten vergrößern. Die Zentralbank versuchte in den vergangenen Monaten, mit Interventionen den Wechselkurs zu verteidigen. Dazu gab sie im August 850 Mio. $ aus, ihre Devisenreserven fielen im Vergleich zum Vormonat um 2,6 Prozent.
Viel geholfen hat das indes nicht. In den vergangenen drei Monaten gehörte die Griwna mit einem Minus von 14 Prozent zu den schwächsten Währungen weltweit. In den ersten zwei Septembertagen verlor sie 4,2 Prozent gegenüber dem Dollar, das war laut der Nachrichtenagentur Bloomberg der größte Zweitagesverlust aller Währungen überhaupt. Seitdem stabiliserte sich etwas. Derzeit notiert der Dollar bei 8,7454 Griwna.

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