PolitikKiew und die Kuba-Krise

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Kiew und die Kuba-Krise

#1 Beitrag von Handrij » Dienstag 8. September 2015, 09:39

Wie die Stationierung von Sowjet-Raketen 1962 hat auch die Lage in der Ukraine das Potenzial zum Großkonflikt. Die Geschichte lehrt: Es hilft nur Diplomatie
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Malcolmix
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Re: Kiew und die Kuba-Krise

#2 Beitrag von Malcolmix » Mittwoch 9. September 2015, 22:48

Handrij hat geschrieben:
Wie die Stationierung von Sowjet-Raketen 1962 hat auch die Lage in der Ukraine das Potenzial zum Großkonflikt. Die Geschichte lehrt: Es hilft nur Diplomatie
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Ich bin mir alles andere als sicher, daß die Kuba-Krise mit dem Krieg in der Ukraine vergleichbar ist. Und ich bin mir auch nicht mehr ganz sicher, ob die Ukrainer diese Brückenfunktion noch wollen. Da müßte zuviel ausgeklammert werden. Donbas, Krim, Machtanspruch Moskaus auf die Ukraine.

Vielleicht kann man die Frage auch anders beantworten. Es gab gestern bei arte noch einen zweiten Film:

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Darin sagt einer der Protagonisten:
Ich denke, daß die Menschem im Westen nicht verstehen, was in Russland vorgeht. Sie verstehen die russische Mentalität nicht. Sie projizieren ihre westliche Mentalität auf Russland. Als ob es die Gleiche wäre. Nur mit dem Unterschied der Sprache. Das ist aber nicht der Fall. Russlands Geschichte ist eine andere. Die Selbstbehauptung der Menschen in der Gesellschaft ist anders, wie ich glaube. Für die historische Entwicklung der westlichen Gesellschaft gehörte es dazu, daß der Staat für den Menschen geschaffen war, während in Russland der Mensch dem Staat zu dienen hatte. Das Individuum, die Freiheit: All das war immer sekundär. Am Wichtigsten war immer der Staat, das Imperium, diese unsere Größe.
Nebenbei bemerkt gehörte Deutschland erst nach 1945, der Teil der DDR erst nach 1989 dann zur westlichen Gesellschaft. Ganz fremd ist mir diese Einstellung nicht. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis kann ich eine Familie ganz klar zur russischen Mentalität zuordnen. Bei den Jüngeren (25-35 Jahre) sehe ich in vielen Punkten eine westliche Mentalität. Ich habe im Juni einen meiner Freunde tatsächlich eine ähnlich lautende Frage gestellt. Er grinste und meinte: Ja - das findet man noch bei den Älteren. Wir Jüngeren sind zumeist anders. Zur Erläuterung: Er lebte bis vor 3 Jahren in Zaporozhye und ist nach Lviv umgezogen. Seine Freundin hatte sich in diese Stadt verliebt. Er war beim Majdan dabei, bis er aufgrund einer Lungenentzündung gehen mußte.

Mir persönlich behagt diese Erklärung eigentlich nicht. Ich mag diese völkischen Erklärungen nicht. In diesem Zusammenhang muß ich aber schon an die Stalin-Biographie denken, in der mehrfach von Stalins Abneigung gegenüber den Polen und den Ukrainern die Rede war.

Daher sei mal die Frage erlaubt: Warum sollte die Ukraine auf eine Selbstbestimmung verzichten? Russland bzw. der Kreml hat den verheerenden Fehler begangen, die Ukrainer wie einen ungezogenen Sohn bestrafen zu wollen, nachdem der in die Pubertät gekommen ist.

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