PolitikKommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

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Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#1 Beitrag von Handrij » Sonntag 28. April 2013, 10:18

Der Beschluss der Stadträte in Lwow (Lemberg) und Iwano-Frankowsk, den Tag des Sieges über Hitler-Deutschland am 9. Mai zum "Trauerfeiertag" zu erklären, ist nach Worten des ukrainischen Kommunistenchefs Pjotr Simonenko eine Provokation, die die ukrainische Gesellschaft spalten wird.
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#2 Beitrag von UkraineInteressierter » Sonntag 28. April 2013, 10:56

nunja, ganz Unrecht hat er nicht. Wobei dort ja aber nicht über die Niederlage Hitlers getrauert wird, sondern über den Beginn einer neuen Okkupation. Die Leute in Lwiw und Iwano-Frankiwsk haben eben eine andere Auffassung der Sowjetunion als die im Osten.

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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#3 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 28. April 2013, 11:13

Handrij hat geschrieben:
Der Beschluss der Stadträte in Lwow (Lemberg) und Iwano-Frankowsk, den Tag des Sieges über Hitler-Deutschland am 9. Mai zum "Trauerfeiertag" zu erklären, ist nach Worten des ukrainischen Kommunistenchefs Pjotr Simonenko eine Provokation, die die ukrainische Gesellschaft spalten wird.
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#4 Beitrag von eurojoseph » Sonntag 28. April 2013, 13:27

UkraineInteressierter hat geschrieben:nunja, ganz Unrecht hat er nicht. Wobei dort ja aber nicht über die Niederlage Hitlers getrauert wird, sondern über den Beginn einer neuen Okkupation. Die Leute in Lwiw und Iwano-Frankiwsk haben eben eine andere Auffassung der Sowjetunion als die im Osten.
Na ja - und das zurecht ...und was das Unrecht haben betrifft - und da scheiden sich die Geister gewaltig - ich fänd es ja gut wenn die Kommunisten verboten würden (weil auf dem Boden der ukrainischen Verfassung stehen die 100% NICHT)- und dann könnte man - wenn nachgewiesen (und da genügt mir schon das Parteiprogramm) auch in einem Aufwasch die Swoboda mitverbieten - und sich dann halt verfassungskonforme Parteien bilden müssten....dann könnten manch böse Worte von beiden Seiten vermieden werden (zumindest von offizieller Seite) was privat läuft, von Nichtpolitikern is eh immer noch was andres...es ist halt schade, wenn Kommunisten ihre verlogene Geschichte so verbreiten dürfen - genauso furchtbar, wie eben Swoboda , die entscheiden möchte wer ein "echter Ukrainer" ist - und wer nicht...spalten der Gesellschaft aus kommunistischer Sicht wird hoffentlich nicht nur erlaubt sein, sondern sogar begrüsst werden dürfen....ich möcht nicht gemein gemacht werden mit Commies - aber um es immer wiederholen zu dürfen - mit Nazis und Rassisten auch nicht .....(für alle, die da was missverstehen wollen - ich halte Russen für "rassisch {welch grässlicher Begriff} genauso gleichwertig wie ALLE Menschen - es ist die Ideologie die als "genuin russisch" propagiert wird, welche ich zum Speiben find....
Sollten irgendwelche Forumunkonforme Aussagen meinerseits gemacht worden sein, PM genügt - wenn nicht, dann noch schönen Sonntag .
P.S. Sovietokkupation ist für mich auch gleich Trauertag - ganz sicher.Deshalb ja zu dieser Aktion !!!
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#5 Beitrag von mbert » Sonntag 28. April 2013, 15:32

Gehen wir mal davon aus, dass die Pläne für den 9. Mai genau das enthalten, was da steht (man weiß ja nie), finde ich das eigentlich gut und modellhaft für die gesamte Ukraine. Dass jetzt die Kommunisten offen dagegen angehen, scheint mir ein gutes Beispiel für die politischen Interessen zu sein, die schon vor ca. 8 Jahren verhinderten, dass das Land mit seinen zwei Sichten der Geschichte doch zu einer gemeinsamen Würdigung derer, die im Krieg kämpften und einer gemeinsamen Trauer und Gedenken aller Opfer hätte kommen können.

Ich finde das sehr schade. Letztlich ist genau die Haltung, nämlich der Anspruch, Sieger zu sein (andere Sichtweisen unerwünscht) das, was das Land spaltet. Ich finde, Kriege sind immer etwas trauriges. Mehr noch als Siege zu feiern ist es m.E. notwendig, der Opfer und des Leidens zu gedenken. Insofern finde ich dieses Vorhaben - zumindest so, wie es hier dargestellt wurde - wirklich gut, und ich habe Hoffnung, dass eine Würdige Gedenkfeier dazu geeignet ist, ähnliche Ausschreitungen wie vor 2 Jahren am 9. Mai zu verhindern (obwohl ich davon ausgehe, dass Scharfmacher beider Seiten es dennoch darauf anlegen werden).
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#6 Beitrag von mbert » Sonntag 28. April 2013, 15:34

eurojoseph hat geschrieben:ich fänd es ja gut wenn die Kommunisten verboten würden (weil auf dem Boden der ukrainischen Verfassung stehen die 100% NICHT)- und dann könnte man - wenn nachgewiesen (und da genügt mir schon das Parteiprogramm) auch in einem Aufwasch die Swoboda mitverbieten - und sich dann halt verfassungskonforme Parteien bilden müssten....
Ich kann diesen Wunsch zwar emotional vollkommen nachvollziehen, allerdings glaube ich nicht, dass das zielführend ist. Eine Idee kann man nicht verbieten, man muss die Menschen schon überzeugen, dass sie falsch ist. Das ist mühsam, aber ehrlicher. Ein Verbot birgt viel zu sehr die Gefahr, dass sich dann einige Politiker selber auf die Schulter klopfen werden, weil sie nun ganz toll "ihre Arbeit" gemacht haben, sich aber letztlich nichts ändert - das Kind bekommt dann einfach einen neuen Namen, und es geht weiter wie bisher.
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#7 Beitrag von eurojoseph » Sonntag 28. April 2013, 16:39

mbert hat geschrieben:
eurojoseph hat geschrieben:ich fänd es ja gut wenn die Kommunisten verboten würden (weil auf dem Boden der ukrainischen Verfassung stehen die 100% NICHT)- und dann könnte man - wenn nachgewiesen (und da genügt mir schon das Parteiprogramm) auch in einem Aufwasch die Swoboda mitverbieten - und sich dann halt verfassungskonforme Parteien bilden müssten....
Ich kann diesen Wunsch zwar emotional vollkommen nachvollziehen, allerdings glaube ich nicht, dass das zielführend ist. Eine Idee kann man nicht verbieten, man muss die Menschen schon überzeugen, dass sie falsch ist. Das ist mühsam, aber ehrlicher. Ein Verbot birgt viel zu sehr die Gefahr, dass sich dann einige Politiker selber auf die Schulter klopfen werden, weil sie nun ganz toll "ihre Arbeit" gemacht haben, sich aber letztlich nichts ändert - das Kind bekommt dann einfach einen neuen Namen, und es geht weiter wie bisher.
iich hab auch nicht die Patentlösung - ich finde, was Südafrika da unter Desmond Tutu geleistet hat sehr stark...in Österreich ist allerdings seit der rstärkeren Anwendung des Verbotsgesetzes einiges zurückgegangen an Nazi-Aktivitäten...die Gedanken sind frei - und das is auch gut so, aber das Propagieren ist es nur INNERHALB des Verfassungsbogens ....
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#8 Beitrag von Minuteman » Sonntag 28. April 2013, 18:23

Sonnenblume hat geschrieben: Solche Schlagzeilen und Artikel ohne genaue Erklärung zum Inhalt der Beschlüsse sind dazu angetan, die ukrainische Gesellschaft zu spalten.
Naja, dem Ganzen geht ja voraus, daß der Stadtrat von Lviv und Ivano-Frankowsk beschlossen haben Sowjetische UND Nazisymbole am 8. und 9.Mai zu verbieten. Das wurde hier an anderer Stelle im Forum schon angeschnitten.
Der Beschluss sieht zudem vor, den Opfern während der deutschen sowie sowjetischen Besatzung zu gedenken. Das Verbot um die Symbole, was Flaggen beinhaltet, von Nazideuutschland und der Sowjetunion wird damit begründet das es immer wieder, vor allem um Lwiw, zu Auseinandersetzungen zwischen den "Rechten" und den Veteranen der roten Armee gekommen war.
Es ist zwar eine Gradwanderung was hier Svoboda aus dem 8. und 9.Mai in Lwiw und Ivano-Frankowsk machen wollen, macht aber Sinn und ist politisch ein cleverer Schachzug. Zum einen bündeln sie den 8. und 9.Mai zu einem Trauertag zu Opfern beider Regime und kommen gleichzeitig den Wunsch vieler Menschen in der West-UA nach, daß der "Tag des Sieges" eben nicht für alle ein Tag des Sieges war. Moralisch also auch nicht unbedingt verkehrt.
Die Kommunisten echauffieren sich natürlich darüber, denn mit diesem Beschluss werden sie gleich mit den Nazis förmlich ausgebootet. Je mehr sie, die KPU, sich darüber aufregen, umsomehr setzen sie sich allerdings auch ins moralische Abseits.
Profitieren tun von dieserem Beschluss zweifelsohne die Nationalisten und die Bevölkerung von Lwiw!

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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#9 Beitrag von eurojoseph » Sonntag 28. April 2013, 21:06

Das sehe ich auch so, wenn es bei der Besonnenheit der Swoboda bleibt, dann setzt sie einen Schritt in die richtige Richtung !!! Sich einfach genauso heftig vom braunem Mob distanzieren, wie vom Roten, mehr brauchts nicht ! (IMHO)
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#10 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 28. April 2013, 22:55

Eben noch das:
eurojoseph hat geschrieben:dann könnte man - wenn nachgewiesen (und da genügt mir schon das Parteiprogramm) auch in einem Aufwasch die Swoboda mitverbieten -
und jetzt das:
eurojoseph hat geschrieben:Das sehe ich auch so, wenn es bei der Besonnenheit der Swoboda bleibt, dann setzt sie einen Schritt in die richtige Richtung !!! Sich einfach genauso heftig vom braunem Mob distanzieren, wie vom Roten, mehr brauchts nicht ! (IMHO)
Aha...

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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#11 Beitrag von mbert » Sonntag 28. April 2013, 23:25

Tja, so als Vorreiter der Besonnenheit vermag ich Swoboda nun wirklich nicht betrachten. Andererseits sehe ich keinen Grund, warum es nicht auch in dieser Partei besonnene Leute gibt (ich kenne die, die das beschlossen haben, schließlich nicht, wäre auf jeden Fall neugierig, mehr über sie zu erfahren).

Ich sehe auch einen guten Anteil Taktik bei dem, was die da in Lviv und IF vorhaben. Ich muss aber dennoch konstatieren, dass ich das Vorhaben an sich richtig finde. Eine Abkehr von einer "Siegesfeier" zugunsten eines Gedenkens aller Opfer des Krieges ist eigentlich so ziemlich exakt das, was ich mir schon länger wünsche.
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#12 Beitrag von Minuteman » Montag 29. April 2013, 00:12

eurojoseph hat geschrieben:Das sehe ich auch so, wenn es bei der Besonnenheit der Swoboda bleibt, dann setzt sie einen Schritt in die richtige Richtung !!! Sich einfach genauso heftig vom braunem Mob distanzieren, wie vom Roten, mehr brauchts nicht ! (IMHO)
Wie ich oben in meinen Beitrag schon angedeutet habe, ist es meiner Ansicht nach ein politischer, aber legitimer und nachvollziehbarer Trick!
Wenn ich mal analysieren und meine Theorie dazu aufstellen darf:
1. Das Verbot am 8. und 9.Mai der sowjetischen und nationalsozialistischen Symbole trifft in diesem Zusammenhang als erstes die Kommunisten bzw. Veteranen der roten Armee! Sie dürfen zwar ihren Marsch durchführen aber eben ohne rote Fahnen und Symbole. Denoch verlieren die Kommunisten durch diesen Beschluss die Exklusivität des alleinigen Betroffenen des Verbots, da die Rechtsextremen auch nicht ihre Fahnen schwenken dürfen. Den Rechtsextremen kann es aber an diesen zwei Tagen de facto vollkommen Wurscht sein ob sie hier ihre Reichsadler und SS-Galizienfähnlein zu Hause lassen müssen. Zudem bleibt ja "Rot auf Schwarz" von diesem Beschluss aussen vor. Sind ja keine nationalsozialistischen Symbole :-D
Wenn also die Kommunisten sich, wie absolut vorhersehbar von Provokation sprechen ist es durch den Verlust der Exklusivität auch eine Provokation gegen die Nationalsozialisten. Die Nazi's halten aber aus oben genannten Gründen die Füße still und die Kommunisten stehen als Deppen da!
2. Dem Ganzen setzt man noch einen oben drauf indem man aus dem "Tag des Sieges" einen "Tag des Gedenkens", in diesem Fall an die Opfer BEIDER Regime macht. Das selbe System wie unter Nr.1. Man nimmt den Kommunisten erstens "ihren" Tag des Sieges, macht zweitens daraus einen Gedenktag zu den Opfern des NKWD, der roten Armee ABER auch den des Naziregimes. Auch hier verlieren die Kommunisten die Exklusivität der Betroffenen bzw. des Sündenbocks.
Das Problem was hieraus den Kommunisten entsteht, selbst wenn sie dieses System durchschauen ( was ich an dieser Stelle bezweifle, wenn ich mir die Worte von Simonenko so anschaue ) es politisch und moralisch äusserst schwierig macht einen Gedenktag zu torpedieren wenn in diesem den Millionen Opfern unter Stalin und Hitler gedacht wird. Da kann es schnell mal sein das man als moralisches ******* dasteht!
3. Der angenehme Nebeneffekt aus diesem Beschluss dürfte sein das es durchaus vor allem in den westlichen Gebieten der UA mit Wohlwollen aufgenommen wird wenn man sich sowohl von den Kommunisten als auch von dem äusserst rechten Rand distanziert.

Wie gesagt, daß ist allerdings nur meine Sicht zu den Hintergründen dieses Beschlusses! Wenn es sich denn tatsächlich so verhalten sollte muß man auch sagen äusserst clever eingefädelt :)

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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#13 Beitrag von Sonnenblume » Montag 29. April 2013, 09:26

Dann sollte man in der Westukraine aber auch so ehrlich sein und am 9.Mai auf Arbeit gehen, denn der Grund für die Befreiung von der Arbeit lt. Gesetz ist ein Anderer.

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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#14 Beitrag von eurojoseph » Montag 29. April 2013, 09:38

Sonnenblume hat geschrieben:Dann sollte man in der Westukraine aber auch so ehrlich sein und am 9.Mai auf Arbeit gehen, denn der Grund für die Befreiung von der Arbeit lt. Gesetz ist ein Anderer.
Also, ohne das es gleich wieder zum Streit kommt - auf Grund neueren Wissens darf sich ein Feiertag auch verändern - und ja ich finde den Westukrainern deshalb Unehrlichkeit zu unterstellen zumindest mal nicht nett - freundlich genug ? Und einen Feiertag zu machen, der die Commies im Nachhinein von ihren blutigen Fingern weisswäscht war sowieso NIE richtig - wer befreit um zu okkupieren IMHO ist nicht besser als der, von dem befreit wurde (gibt glaub ich sogar von Dürrenmatt ein Stück wo eine Frau von einem Vergewaltiger befreit - danach vom Befreier vergewaltigt wird....)....aber lassen wir es einfach nobel - let´s agree to disagree....
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#15 Beitrag von Siggi » Montag 29. April 2013, 10:39

Minuteman hat geschrieben:Wie ich oben in meinen Beitrag schon angedeutet habe, ist es meiner Ansicht nach ein politischer, aber legitimer und nachvollziehbarer Trick!
Ist das wirklich legitim? Seit wann kann eine Kommune einen landesweiten Feiertag im Alleingang umdefinieren? Ist das nicht eine bewusste Überschreitung der Kompetenzen als Provokation der Zentralregierung? Würden wir auch noch so frohlocken, wenn München beispielsweise den Tag der deutschen Einheit umdefinieren würde?

Gruß
Siggi

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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#16 Beitrag von eurojoseph » Montag 29. April 2013, 10:55

Siggi hat geschrieben:
Minuteman hat geschrieben:Wie ich oben in meinen Beitrag schon angedeutet habe, ist es meiner Ansicht nach ein politischer, aber legitimer und nachvollziehbarer Trick!
Ist das wirklich legitim? Seit wann kann eine Kommune einen landesweiten Feiertag im Alleingang umdefinieren? Ist das nicht eine bewusste Überschreitung der Kompetenzen als Provokation der Zentralregierung? Würden wir auch noch so frohlocken, wenn München beispielsweise den Tag der deutschen Einheit umdefinieren würde?

Gruß
Siggi
Interessanter Gedanke, lieber Siggi ! - Ist es legitimer, altstalinistischen und neokomunistischen Horden zu erlauben den damals okkupierten weiterhin ins Gesicht zu spucken ? Wenn Gefahr droht, - so wie 2011 ist es dann besser sich hinter Formalien zu verstecken....???
Ausserdem würd ich sagen, es kommt drauf an, was München machen würde - wenn es ein nationaler Trauertag sein sollte, weil die gute DDR besetzt worden ist, wie vielleicht Junge Welt & ND behaupten würden ....aber sonst, wenn München den Tag noch vertiefen würde und z.B. auch noch einen Tag für die Opfer der deutschen Teilung anhängen würde - fänd ich nicht so schlimm...
aber Äpfel und Birnen kann man eh nicht vergleichen .....ach ja - und dann frag ich mich noch ob die Ukraine sonstewie ein Rechtsstaat wäre [smilie=dash2.gif] ....
BTW - KEIN persönlicher Angriff wie auch immer - gell ?
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#17 Beitrag von Sonnenblume » Montag 29. April 2013, 18:46

eurojoseph hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Dann sollte man in der Westukraine aber auch so ehrlich sein und am 9.Mai auf Arbeit gehen, denn der Grund für die Befreiung von der Arbeit lt. Gesetz ist ein Anderer.
Also, ohne das es gleich wieder zum Streit kommt - auf Grund neueren Wissens darf sich ein Feiertag auch verändern - und ja ich finde den Westukrainern deshalb Unehrlichkeit zu unterstellen zumindest mal nicht nett - freundlich genug ? Und einen Feiertag zu machen, der die Commies im Nachhinein von ihren blutigen Fingern weisswäscht war sowieso NIE richtig - wer befreit um zu okkupieren IMHO ist nicht besser als der, von dem befreit wurde (gibt glaub ich sogar von Dürrenmatt ein Stück wo eine Frau von einem Vergewaltiger befreit - danach vom Befreier vergewaltigt wird....)....aber lassen wir es einfach nobel - let´s agree to disagree....
Ich sag jetzt mal nichts zu dem Beispiel und ich habe niemanden was unterstellt. Ob der Feiertag ok ist oder nicht, sollte man allen Ukrainern überlassen und wenn die Mehrzahl von ihnen ihn denn nicht wollen, dann sollte man ihn abschaffen oder umwidmen. Dafür gibt es Gesetzesinitiativen, die dann nur noch eine Mehrheit finden müssen. Dann braucht es keine Alleingänge. Oder man spaltet sich endgültig ab und macht seine Sache allein, wenn man sich an bestehende Gesetze nicht halten will. Aber überall die Rosinen rauspicken und ansonsten seinen Stiefel fahren, das ist nunmal nicht fair.

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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#18 Beitrag von eurojoseph » Montag 29. April 2013, 23:37

Sonnenblume hat geschrieben:
eurojoseph hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Dann sollte man in der Westukraine aber auch so ehrlich sein und am 9.Mai auf Arbeit gehen, denn der Grund für die Befreiung von der Arbeit lt. Gesetz ist ein Anderer.
Also, ohne das es gleich wieder zum Streit kommt - auf Grund neueren Wissens darf sich ein Feiertag auch verändern - und ja ich finde den Westukrainern deshalb Unehrlichkeit zu unterstellen zumindest mal nicht nett - freundlich genug ? Und einen Feiertag zu machen, der die Commies im Nachhinein von ihren blutigen Fingern weisswäscht war sowieso NIE richtig - wer befreit um zu okkupieren IMHO ist nicht besser als der, von dem befreit wurde (gibt glaub ich sogar von Dürrenmatt ein Stück wo eine Frau von einem Vergewaltiger befreit - danach vom Befreier vergewaltigt wird....)....aber lassen wir es einfach nobel - let´s agree to disagree....
Ich sag jetzt mal nichts zu dem Beispiel und ich habe niemanden was unterstellt. Ob der Feiertag ok ist oder nicht, sollte man allen Ukrainern überlassen und wenn die Mehrzahl von ihnen ihn denn nicht wollen, dann sollte man ihn abschaffen oder umwidmen. Dafür gibt es Gesetzesinitiativen, die dann nur noch eine Mehrheit finden müssen. Dann braucht es keine Alleingänge. Oder man spaltet sich endgültig ab und macht seine Sache allein, wenn man sich an bestehende Gesetze nicht halten will. Aber überall die Rosinen rauspicken und ansonsten seinen Stiefel fahren, das ist nunmal nicht fair.
fairness in der Ukraine - mal ehrlich - wo ?
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#19 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Dienstag 30. April 2013, 08:45

Zitat Sonnenblume:
Dann sollte man in der Westukraine aber auch so ehrlich sein und am 9.Mai auf Arbeit gehen, denn der Grund für die Befreiung von der Arbeit lt. Gesetz ist ein Anderer.

Die sind hier schon so ehrlich, denn außer den paar Aufrechten, die früher am 9.Mai der Opfer des Feiertagen nahm es hier in I-F nicht so genau mit dem Feiern. Die Krane drehten sich.

Vielleicht sollten die mal von uns lernen. In Brandenburg begeht man den Tag der Reformation am 31.10. und in Bayern am 01.11. Allerheiligen und über allen wacht das Grundgesetz.

Aber zur Situation hier. Ich möchte jetzt nicht alles wiederholen, aber gestattet soviel.
Die einen haben einen fast aussichtslosen Kampf um eine unabhängige Ukraine geführt und wurden von den Mächtigen Europas als Bauern auf dem Spielfeld der Geschichte verheizt. Leider hatten sie in ihren Reihen auch Pseudos und Verbrecher.
Und denkt mal an die Frage: "Was hast Du gesehen als Du die Herde Schafe betrachtet hast?"
Eines ist sicher, die 4-5 schwarzen Schafe unter den 1000 weißen Schafen sind im Gedächtnis und werden benannt, aber die vielen anderen ganz normalen Schafe sind eine anonyme Masse und über die spricht man nicht.
Und so ist es auch hier.
Die anderen nutzten einen verbrecherischen Vertrag zwischen zwei Diktaturen um ihre Okkupationsziele zu verwirklichen und waren aus dem Wesen der Sache heraus zwar die Sieger, aber auch die Apologeten eines Systems der Menschenverachtung und der Diktatur. Ich schreibe bewusst SYSTEM und nicht IDEE/THEORIE.
Per Verordnung durften wir ja auch nicht über den Mörder Mielke reden, sondern nur über den Minister Mielke. Dass das so gehalten wurde, dafür sorgte schon seine Stasi.
Warum wurden neben den sowj. Lagern in der SBZ nach der Einheit so viele Massengräber gefunden?

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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#20 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Dienstag 30. April 2013, 09:05

Ich möchte dem aber noch eine Beobachtung anhängen. Die westlichen Oblaste sind gegenwärtig sehr intensiv damit beschäftigt alles zu tun, damit es zu einer europäischen Integration keine Alternative gibt. Gezielt und beständig werden Fakten geschaffen, die einer erneuten Unterwerfung unter Moskauer Machtambitionen massiv entgegen stehen.
Es erfolgt ein sehr intensiver Ausbau der vielfältigsten Kontakte in die Länder der EU.

So wie sie damit ihre Orientierung deutlich machen, ist auch der Beschluss in Lemberg und I-F zu verstehen. Wir sind Oblaste mit gewählten und legitimierten Vertretern und regeln bestimmte Dinge in unseren Gebieten nach unseren Besonderheiten.
Dabei nutzen sie eine Situation den Kiewer Machtlosigkeit und auch Orientierungslosigkeit bewusst aus.

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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#21 Beitrag von eurojoseph » Dienstag 30. April 2013, 09:23

galizier hat geschrieben:Ich möchte dem aber noch eine Beobachtung anhängen. Die westlichen Oblaste sind gegenwärtig sehr intensiv damit beschäftigt alles zu tun, damit es zu einer europäischen Integration keine Alternative gibt. Gezielt und beständig werden Fakten geschaffen, die einer erneuten Unterwerfung unter Moskauer Machtambitionen massiv entgegen stehen.
Es erfolgt ein sehr intensiver Ausbau der vielfältigsten Kontakte in die Länder der EU.

So wie sie damit ihre Orientierung deutlich machen, ist auch der Beschluss in Lemberg und I-F zu verstehen. Wir sind Oblaste mit gewählten und legitimierten Vertretern und regeln bestimmte Dinge in unseren Gebieten nach unseren Besonderheiten.
Dabei nutzen sie eine Situation den Kiewer Machtlosigkeit und auch Orientierungslosigkeit bewusst aus.
MADE MY DAY !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!THX Galizier, vielen, vielen Dank - und ja - klare Worte, gut gesagt (besser als bei mir - jedenfalls meistens [smilie=dash2.gif] [smilie=blush.gif]
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#22 Beitrag von Jensinski » Dienstag 30. April 2013, 10:12

galizier hat geschrieben:Ich möchte dem aber noch eine Beobachtung anhängen. Die westlichen Oblaste sind gegenwärtig sehr intensiv damit beschäftigt alles zu tun, damit es zu einer europäischen Integration keine Alternative gibt. Gezielt und beständig werden Fakten geschaffen, die einer erneuten Unterwerfung unter Moskauer Machtambitionen massiv entgegen stehen.
Es erfolgt ein sehr intensiver Ausbau der vielfältigsten Kontakte in die Länder der EU.
Interessantes Argument. Wenn man diesen Faden weiter spinnt, könnte man auf die Idee kommen, auch der EU wäre eine kleinere (West-)Ukraine lieber? Den Gedanken noch weiter gesponnen: Putin hat bestimmt auch keinen Bock auf einen Haufen "Querulanten" im Südwesten der angestrebten Zollunion? ;-)

Aber aktuell reden wir noch von einem Staat. In meinen Augen leisten die westukrainischen Städte damit den Menschen (bzw. der Verständigung unter den Menschen) der Gesamtukraine einen Bärendienst. Hier im Dorf werden am 9.Mai am Grabmal des unbekannten Soldaten Kränze niedergelegt, es gibt einige Salutschüsse. Man gedenkt den abertausenden einfachen Soldaten, die als Kanonenfutter verheizt wurden, darunter viele aus hiesigen Familien. Vor Ort sieht es nämlich so aus: Nach der Befreiung von den Deutschen '43 hat man die gesamte männliche Bevölkerung der hiesigen Dörfer eingezogen und nicht einmal die Hälfte von denen kam zurück! Und die wurden bestimmt nicht gefragt, ob sie wollten oder nicht...

Diesen Tag nun provokativ zu ändern, ist der falsche Weg. Wie Siggi andeutete: Warum nicht in den betroffenen Oblasten einen weiteren Feiertag einführen? Diese Möglichkeiten haben sie doch bestimmt. Nur, dann hätte man ja niemanden provoziert, gelle?

LG,
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#23 Beitrag von eurojoseph » Dienstag 30. April 2013, 10:27

Vielleicht werden die Wünsche ja auch noch war - gegen das Grab des Unbekannten Soldaten hat übrigens NIEMAND was (nicht mal die Nazis, für die ich hier ganz sicher NICHT einsteh...)....nur gegen das Feiern der neuerlichen russisch/sovietischen Okkupation - is das wirklich so schwer zu verstehen
???
Den Okkupanten von Teutsch auf Russkie auszutauschen schmeckt halt niemanden wirklich, der seine Heimat wirklich liebt ....weder im Baltikum, noch in Ostdeutschland damals, weder in den Satelitenstaaten damals, nicht im Kaukasus, nicht in Moldawien - warum sollte das in der Ukraine schmecken - im Westen sowieso nicht - und wo der Holodomor gewütet hatte (Ostukraine), sicher auch nur auf Seiten der Profiteure eben dieses Holodomors....
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#24 Beitrag von Jensinski » Dienstag 30. April 2013, 11:05

joseph, zu den Alliierten gehörten die USA, Frankreich, GB und die Sowjetunion. Und wenn die Veteranen, Söhne, Töchter, Enkel/innen der gefallenen Sowjetsoldaten das rote Banner tragen, unter dem ihre Freunde, Brüder, Väter, Großväter fielen, sehe ich darin keine Provokation! Punkt.

LG,
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Re: Kommunisten protestieren gegen "Trauerfeiertag" in zwei ukrainischen Städten am 9. Mai

#25 Beitrag von eurojoseph » Dienstag 30. April 2013, 11:25

Jensinski hat geschrieben:joseph, zu den Alliierten gehörten die USA, Frankreich, GB und die Sowjetunion. Und wenn die Veteranen, Söhne, Töchter, Enkel/innen der gefallenen Sowjetsoldaten das rote Banner tragen, unter dem ihre Freunde, Brüder, Väter, Großväter fielen, sehe ich darin keine Provokation! Punkt.

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Ich will Dir Deinen Standpunkt gar nicht streitig machen (so IST Demokratie) , aber viele, inkl. meiner Wenigkeit sehen das rote Banner wie du das nennst anders, als einen blutigen Fetzen als Symbol für jene, die viele Menschen dort weiter unterdrückt haben, wo der rote Fetzen mit dem Hakenkreuz weichen musste, selber Terror, nur anders begründet ...
nur die Symbole wurden anders, die Kerker und Lager blieben....natürlich ist das für dich anders - punkt
wie du sagst - und ja punkt für dich heisst ja aber für viele Andre ....und die Zeiten wo jemand offiziell Punkt sagen durfte und dann war Punkt - um aus einem Klassiker zu zitieren - "Die Zeiten sind vorbei" - also ich selber würde nicht so weit gehen irgendwo einen Punkt zu machen - neue Erkenntnisse = neue Realitäten....z.B. Katyn wurde unter diesem blutroten Fetzen "exekutiert" ...
.....
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