Allgemeines Diskussionsforum"Kommunisten" wie immer schizophren

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"Kommunisten" wie immer schizophren

#1 Beitrag von Handrij » Mittwoch 31. März 2010, 00:39

Folgender Text von Petro Symonenko/Pjotr Simonenko ist mir gerade untergekommen. Ich habe mir vor Lachen kaum eingekriegt. Unglaublich, wie altbacken die Sprache ist und wie widersprüchlich dies doch zum Abstimmungsverhalten im Parlament ist. Noch unglaublicher an der ganzen Sache ist, dass den "Brioni-Kommunisten" noch irgendjemand irgendwas glaubt ... Ukraine live!
Zum Anfang zwei Tatsachen aus frischen Meldungen von Informationsagenturen.

von Petro Symonenko

Fakt Nummer 1: Die EU hat mit einem Gefühl tiefer Befriedigung festgestellt, daß die Ukraine sicher auf dem Wege der Demokratie fortschreitet: Die Präsidentenwahlen hier hätten gemäß den in der westlichen Welt geltenden Standards stattgefunden, grobe Verstöße gegen die Redefreihheit wurde in der letzten Zeit nicht entdeckt.
Die Übersetzung findet sich vollständig hier: "Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ..." (durch die ganzen Sonderzeichen wird daraus kein richtiger Link) und das Original ist Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... zu finden.

Mich würde mal ernsthaft interessieren, was die 27 Stimmen der Kommunistischen Partei der Ukraine in der Werchowna Rada so pro Abstimmung wert sind. Wird wohl kaum herauszubekommen sein ... :-(

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Optimist
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Re: "Kommunisten" wie immer schizophren

#2 Beitrag von Optimist » Mittwoch 31. März 2010, 10:55

Die Kommunisten haben früher selbst nicht das geglaubt was sie von sich gegeben haben, das wird heute auch noch so sein.

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Re: "Kommunisten" wie immer schizophren

#3 Beitrag von Handrij » Mittwoch 31. März 2010, 16:56

Bei Simonenko ist es sehr offensichtlich :-).

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Re: "Kommunisten" wie immer schizophren

#4 Beitrag von DevilsNeverCry » Donnerstag 1. April 2010, 13:20

Die Kommunisten sind für mich mittlerweile eine anti-ukrainische Partei geworden und ich hoffe das sie bei den Parlamentswahlen unter die 3% Hürde kommen. Ich komme gerade aus UA zurück und da gibt es die Diskussion ein Denkmal zu errichten das an die "glorreiche Stalinzeit" erinnert (nicht die direkt ein Denkmal für Stalin). Das soll zur Integration in die Zollunion Russland, Kasachstan und Belarus dienen da dies so im Budeget vorgeschrieben sei.
Eine Integration in die Zollunion ist das eine und darüber kann man ja reden, aber so etwas ist nicht hinnehmbar.

Nebenbei ist die KP in einer Krise da sie einfach an Einfluss verliert. Sie ist die einzige Partei die offen für die Zollunion plädiert, während NUNS und Bjut dagegen sind und die PR mit der Aussage "So lange diese Zollunion nicht der WTO bei getreten ist, ist solch eine Mitgliedschaft für uns kein Thema" sich relativ neutral zurück hält.
Es gelingt ihr keinen Minister zu stellen und außenpolitisch wird die PR sie nicht agieren lassen, also versucht die KPU mit solchen Denkmal Diskussionen die PR unter Druck zu setzen.

Ohnehin ist eine Spaltung bei denen nicht auszuschließen.

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Re: "Kommunisten" wie immer schizophren

#5 Beitrag von Handrij » Donnerstag 1. April 2010, 13:39

Die Kommunistische Partei ist wohl ein "Problem", das sich biologisch erledigen wird. Das mit der Zollunion und einer eventuellen "Wiedervereinigung" würde ich nicht so ernst nehmen. Zum einen sind sie bald wirklich eine unter 3% Partei und zum anderen lassen sie sich immer kaufen. Bei jeder entscheidenden Abstimmung haben sie sich "richtig" entschieden. Die Kommunisten im Parlament sind ein kleiner geldgeiler Haufen, mehr nicht. Sie unterscheiden sich dabei nicht besonders von den anderen, doch haben sie in ihrer Rhetorik ja ein völlig anderes Bild von sich selbst.
Interessant wird das Verhalten ihrer Leute auf den neuen Posten sein. Beispielsweise der Typ beim Fonds für Staatseigentum, Alexandr Rjabtschenko, wird sich wohl kaum gegen Privatisierungen sträuben, solange bei ihm gewisse Prozente hängen bleiben. Gestern wurde die Privatisierung von UkrTelekom nicht vor dem zweiten Quartal (Kunststück) angekündigt (angekündigt wird sie wohl mindestens seit 2005 :-)). Mal sehen ...

Ich bin ja gespannt, ob die Sache mit dem Stalindenkmal in Saporoshje durchgezogen wird. Es wäre ziemlich peinlich für die Ukraine, auch wenn es nicht lange stehen wird.
DevilsNeverCry hat geschrieben:Ich komme gerade aus UA zurück und da gibt es die Diskussion ein Denkmal zu errichten das an die "glorreiche Stalinzeit" erinnert (nicht die direkt ein Denkmal für Stalin).
Hast du da irgendwelche Links zum Nachlesen? Wäre interessant zu wissen, was noch geplant ist und wie das begründet wird.

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Re: "Kommunisten" wie immer schizophren

#6 Beitrag von DevilsNeverCry » Donnerstag 1. April 2010, 14:14

Handrij hat geschrieben:Die Kommunistische Partei ist wohl ein "Problem", das sich biologisch erledigen wird. Das mit der Zollunion und einer eventuellen "Wiedervereinigung" würde ich nicht so ernst nehmen. Zum einen sind sie bald wirklich eine unter 3% Partei und zum anderen lassen sie sich immer kaufen. Bei jeder entscheidenden Abstimmung haben sie sich "richtig" entschieden. Die Kommunisten im Parlament sind ein kleiner geldgeiler Haufen, mehr nicht. Sie unterscheiden sich dabei nicht besonders von den anderen, doch haben sie in ihrer Rhetorik ja ein völlig anderes Bild von sich selbst.
Interessant wird das Verhalten ihrer Leute auf den neuen Posten sein. Beispielsweise der Typ beim Fonds für Staatseigentum, Alexandr Rjabtschenko, wird sich wohl kaum gegen Privatisierungen sträuben, solange bei ihm gewisse Prozente hängen bleiben. Gestern wurde die Privatisierung von UkrTelekom nicht vor dem zweiten Quartal (Kunststück) angekündigt (angekündigt wird sie wohl mindestens seit 2005 :-)). Mal sehen ...

Ich bin ja gespannt, ob die Sache mit dem Stalindenkmal in Saporoshje durchgezogen wird. Es wäre ziemlich peinlich für die Ukraine, auch wenn es nicht lange stehen wird.
DevilsNeverCry hat geschrieben:Ich komme gerade aus UA zurück und da gibt es die Diskussion ein Denkmal zu errichten das an die "glorreiche Stalinzeit" erinnert (nicht die direkt ein Denkmal für Stalin).
Hast du da irgendwelche Links zum Nachlesen? Wäre interessant zu wissen, was noch geplant ist und wie das begründet wird.
Diese Skulptur gehört mit zu diesem Projekt. Ich beweifle aber das dies eine Mehrheit im Zaporoher finden wird und in der Rada ebenfalls nicht. Selbst wenn sie es vor hätten würde dies Menschenrechtler ohne Ende auf den Plan rufen.

Es reicht schon das in Jakutien (Russland) so eine steht, in UA brauchen so eine schon gar nicht. Man bedenke nur die ganzen Verbrechen die zu Zeiten Stalins an die ukr. Kulturträger vor kamen. Hrushevskyj oder Petljura wurden als Nationalisten gebrandmarkt und Vertreter des ukr. Kosakentums wurden verfolgt (z. B. die 300 Banduristen die in Charkiw teils erschoßen und andere von ihnen nach Sibirien deportiert wurden). Von der Geschichtsschreibung über Chmel'nyc kyj, Doroschenko, Mazepa und Plubotok gar nicht erst zu sprechen. Der Mann ist und bleibt ein Tyrann und man darf nicht zu lassen das aus diesem Tyrann ein Mythos wird, was ihn nur verhamlosen würde.

Sry, ich habe dazu keinen Link. Dies wurde in Kanal 5 (ein ukr. Nachrichtensender) übermittelt.

Beim Kanal "Ukraina" war eine interessante Diskussion bei "Schuster Live" letzte Woche Freitag gewesen. Dort gab es eine Fernsehverbindung zwischen Moskau und Kiew bei der Finanzminister Kudrin aufgetreten ist und für die Zolluinion geworben hat. Die Kommunisten und einer von der linken Bewegung waren sofort dafür. Bjut und NUNS Anhänger haben eher süffisant gelächelt, ein PR Anhänger äußerte sich dazu positiv, sagte aber nicht ob er dafür ist und ein Swoboda Anhänger war ohnehin gegen alles russische.

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Re: "Kommunisten" wie immer schizophren

#7 Beitrag von Handrij » Donnerstag 1. April 2010, 14:22

DevilsNeverCry hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:
DevilsNeverCry hat geschrieben:Ich komme gerade aus UA zurück und da gibt es die Diskussion ein Denkmal zu errichten das an die "glorreiche Stalinzeit" erinnert (nicht die direkt ein Denkmal für Stalin).
Hast du da irgendwelche Links zum Nachlesen? Wäre interessant zu wissen, was noch geplant ist und wie das begründet wird.
Diese Skulptur gehört mit zu diesem Projekt. Ich beweifle aber das dies eine Mehrheit im Zaporoher finden wird und in der Rada ebenfalls nicht. Selbst wenn sie es vor hätten würde dies Menschenrechtler ohne Ende auf den Plan rufen.
Irgendwie gab es da Probleme mit dem Aufstellungsort, da niemand einen Platz zugewiesen hat oder zuweisen wird.
DevilsNeverCry hat geschrieben:Beim Kanal "Ukraina" war eine interessante Diskussion bei "Schuster Live" letzte Woche Freitag gewesen. Dort gab es eine Fernsehverbindung zwischen Moskau und Kiew bei der Finanzminister Kudrin aufgetreten ist und für die Zolluinion geworben hat. Die Kommunisten und einer von der linken Bewegung waren sofort dafür. Bjut und NUNS Anhänger haben eher süffisant gelächelt, ein PR Anhänger äußerte sich dazu positiv, sagte aber nicht ob er dafür ist und ein Swoboda Anhänger war ohnehin gegen alles russische.
Ist dort nicht Semynoshenko (Vizepremier für "humanitäre" Fragen, parteilos) mit der Äußerung aufgefallen, dass man mal darüber nachdenken könnte? Jedenfalls will BJuT ihn dafür entlassen ...

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