PolitikKorruption, überall

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lev
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Korruption, überall

#1 Beitrag von lev » Donnerstag 2. April 2015, 15:03

Wer in der Ukraine krank wird, hat ein Problem. Theoretisch ist die Gesundheitsversorgung zwar kostenlos, doch ohne Schmiergeld lassen sich die Ärzte gar nicht erst blicken. Auch in der Politik ist Bestechung üblich.
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Wieder einmal typisch deutsche Presse. Gleich vorweg, dass in der Ukraine die Korruption ein rießen Problem ist klar, aber man muss bei der Sache relativieren. Der geschilderte Fall ist sehr tragisch, aber kein Abbild der Situation in der Ukraine.
Gesundheit kostet Geld, weltweit. Der eine Staat, nimmt horrende Beiträge plus für fast jede Situation Geld für Zusatzversicherungen. Der andere, finanziert es aus den Steuern und zusätzlich kassieren die Ärtzte und Kankenhäuser etwas dazu.
Was ist gerechter ? Ich in Deutschland z.B. zahle ich ca. 300 € monatlich in die KV, dass macht 3600 € im Jahr. Ist man gesund, verpufft diese Summe wie eine Seifenblase. Bis vor kurzem, gab es die 10 € Praxisgebühr, ohne Bezahlung dieser, gab es keine Behandlung. In der Apotheke, zahlt man für Medikamente immer dazu (viele muss man ganz selber zahlen). Dann 10 € für jeden Tag im KH oder in der Kur usw.
In der Ukraine, zahlt man für gewisse Behandlungen dem Arzt eine Summe X, aber bei weit nicht jeder.
Ist man ebenfalls gesund, hat man null Kosten. Ok, offiziell ist alles kostenlos, aber es ist im Vergleich zu andern korrupten Bereichen noch akzeptabel.
Habe meine Schwiegermutter schon oft zu allen möglichen Ärzten, Zahnärzten und diversen Krankenhäusern begleitet und kenne das Prozedere und die Preise ganz gut.

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Re: Korruption, überall

#2 Beitrag von toto66 » Donnerstag 2. April 2015, 17:24

Lev, da muss ich dir aber mal widersprechen. In der Ukraine zahlst du für fast alles.... obwohl, wie der Artikel richtig sagt, das Gesundheitssystem eigentlich kostenlos sein soll. Relativieren kann man da nichts. Weil, was passiert mit der Knete die man dort lässt.
Kürzlich Krankenhaus mit dem Sohn in Lviv... Aufnahme 50 Griwna für .. keine Ahnung. Danach Chirurg.. nix, zum Röntgen geschckt.. 70 Griwna für Röntgenaufnahme. Danach wieder Chirurg ... 50 Griwna für irgendein Stück Papier. 50 weitere Grwina an die Schwester lassen dich im "Wartezimmerranking" ganz nach vorn rücken....
Aber das ist alles nicht das entscheidende. Entscheidend wird es an dem Punkt wo du richtig krank bist und dir keiner hilft weil du keine Kohle hast. Wie in dem Artikel beschrieben.

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Emilsenkel
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Re: Korruption, überall

#3 Beitrag von Emilsenkel » Donnerstag 2. April 2015, 18:26

lev hat geschrieben:
Wer in der Ukraine krank wird, hat ein Problem. Theoretisch ist die Gesundheitsversorgung zwar kostenlos, doch ohne Schmiergeld lassen sich die Ärzte gar nicht erst blicken. Auch in der Politik ist Bestechung üblich.
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Wieder einmal typisch deutsche Presse. Gleich vorweg, dass in der Ukraine die Korruption ein rießen Problem ist klar, aber man muss bei der Sache relativieren. Der geschilderte Fall ist sehr tragisch, aber kein Abbild der Situation in der Ukraine.
Gesundheit kostet Geld, weltweit. Der eine Staat, nimmt horrende Beiträge plus für fast jede Situation Geld für Zusatzversicherungen. Der andere, finanziert es aus den Steuern und zusätzlich kassieren die Ärtzte und Kankenhäuser etwas dazu.
Was ist gerechter ? Ich in Deutschland z.B. zahle ich ca. 300 € monatlich in die KV, dass macht 3600 € im Jahr. Ist man gesund, verpufft diese Summe wie eine Seifenblase. Bis vor kurzem, gab es die 10 € Praxisgebühr, ohne Bezahlung dieser, gab es keine Behandlung. In der Apotheke, zahlt man für Medikamente immer dazu (viele muss man ganz selber zahlen). Dann 10 € für jeden Tag im KH oder in der Kur usw.
In der Ukraine, zahlt man für gewisse Behandlungen dem Arzt eine Summe X, aber bei weit nicht jeder.
Ist man ebenfalls gesund, hat man null Kosten. Ok, offiziell ist alles kostenlos, aber es ist im Vergleich zu andern korrupten Bereichen noch akzeptabel.
Habe meine Schwiegermutter schon oft zu allen möglichen Ärzten, Zahnärzten und diversen Krankenhäusern begleitet und kenne das Prozedere und die Preise ganz gut.
kurze Anmerkung: Falls Du nicht selbständig, verbeamtet oder Großverdiener bist, zahlst nicht nur Du 300 Euro jeden Monat KV sondern auch noch Dein Arbeitgeber. Das heisst: 7200 Euro im Jahr. Und für 7200 Euro im jahr bekommt man in Deutschland bei den meisten Ärzten zwar ne Standardbehandlung, aber wenn man mal zum Augenarzt oder ähnliches muss, dann sind laaaange Wartezeiten angesagt.

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Anuleb
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Re: Korruption, überall

#4 Beitrag von Anuleb » Donnerstag 2. April 2015, 20:39

Ich halte es zwar nur für bedingt nachahmenswert, kann dem ukrainischen Medizinwesen aber trotzdem so einiges abgewinnen, was vielleicht auch hierzulande nachahmenswert ist. Besonders angetan hat es mir die Versorgung mit Medizin aus der Apotheke. Benötigst du da nur 4 Tabletten, bekommst du auch nur 4 und musst auch nur 4 bezahlen. Hierzulande erhälst du gleich die volle Verkaufsverpackung mit 10, 20, 40, 50 oder gar 100 Tabletten. Es ist eben so, dass bei uns die KV-Beiträge einfach so abgebucht werden, und zwar ohne das man sich über die weitere Verwendung der Gelder noch grossartig Gedanken macht. Genauso geht es den Leuten, welche diese Gelder zu verwalten haben. Ist ja schliesslich nicht deren Geld, und nächsten Monat kommt ja schon wieder neues, frisches Geld. In diesem Feld der über die Jahre hinweg gezüchteter Gleichgültigkeit tummeln sich auf der Nehmerseite Pharmakonzerne, Ärztekammern, Krankenhäuser, Apotheken und andere medizinische Dienstleister, welche ziemlich aggressiv ihre handfesten wirtschaftlichen Interessen durchsetzen. Grundtenor: Gut ist nur, was sich billig herstellen und teuer weiterverkaufen lässt. Der Nutzen spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Das sind Mechanismen, welche im ukrainischen Gesundheitssystem in dieser Art und Weise wohl eher nicht anzutreffen sind. Nur muss man sich darüber im klaren sein, dass man selber nur dann in den Genuss medizinischer Dienstleistungen kommt, wenn man entsprechend bares zur Verfügung hat, sprich: Von vornherein diszipliniert Rücklagen für den Notfall bildet. Leider passiert dieses eher selten, und da kommt dann der generelle Vorzug unseres Systems zum trage, nämlich dass man immer eine Station oder Ansprechpartner findet, wo einem beinahe unverzüglich medizinisch geholfen wird. Schlimmstenfalls geht man in die Notausnahme des örtlichen Krankenhauses.

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Re: Korruption, überall

#5 Beitrag von Petro » Donnerstag 2. April 2015, 20:49

Schau mal:
In der UA bekommst Du noch wenigstens etwas für den Bakschisch. Je höher das Geldchen, desto mehr Leistung. Ist doch nicht schlecht!
Das Problem für die meisten Menschen in der UA; die haben einfach zuwenig davon.

In D bekommst Du nicht einmal etwas für ne Menge Geld. Im Gegenteil; da wird dann abgezopft was nur geht und helfen wird trotzdem kein Arzt.
Sogar als Privatversicherter ist man hier inzwischen ein armer Tropf.

Das Geld will sogar gar niemand haben (Man/n/Frau hat Angst, als bestechlich zu gelten) und geholfen wird dir auch auf Kassenzahlung nicht. Hier ist die Gesundheitsversorgung nur Schall und Rauch.

An Grippe und Lungenentzündung ist nichts zu verdienen. An Operationen sehr wohl.
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Re: Korruption, überall

#6 Beitrag von toto66 » Donnerstag 2. April 2015, 22:09

Jo, wenn wir dann die Korruption, nichts anderes ist es ja letztendlich, denn es ist ja kein Krankenversorgungssystem, das man einfach bezahlen muss, sondern eines, welches kostenlos sein soll und trotzdem Schmiergelder kostet, gut finden können wir ja auch aufhören uns um all die anderen Dinge oder Bereiche Gedanken zu machen. Es ist ja auch vorteilhaft sich mit dem Verkehrspolizisten gütlich einigen zu können usw, usw, usw.
ich lass mich ja gern als Jubel-Ukrainer bezeichnen, aber soweit geht die Liebe dann doch nicht. Was aussieht wie eine Ente, watschelt wie eine Ente ist auch eine Ente. Was Schei.. ist bleibt auch schei..

Aus aktuellem Anlass: meine Frau musste heute ins Krankenhaus. Gallensteine. Operation fällig, nächste Woche. 6500 Griwna.... dafür gehen viele hier ein halbes Jahr arbeiten. Auch wenn es mir sehr günstig erscheint. Das System ist, wie gesagt, eigentlich kostenlos. Und wieso müssen so viele Menschen so viel Geld sammeln um die Verwundeten der ATO ordentlich versorgen zu lassen ?
Wer die Gesundheitsversorgung in Deutschland ernsthaft mit der in der Ukraine vergleicht kann lange nicht mehr auch nur einen Blick in ein durchschnittliches ukrainisches Krankenhaus geworfen haben.

P.S.: der Vergleich mit dem, was man in Deutschland so monatlich zahlt ist natürlich galoppierender Unsinn. Schliesslich ist die deutsche KV eine Solidarversicherung.

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Re: Korruption, überall

#7 Beitrag von Petro » Freitag 3. April 2015, 01:38

Meine Frau hatte diese leidige Erfahrung hier in D machen müssen. Seit dem 21.01.15 hat sie Lungenentzündung. 3 mal war sie im Krankenhaus und ist bis heute wegen den falschen Behandlungsmethoden noch nicht gesund. Eine Kindesfreundin (sie ist Oberärztin in einem Krankenhaus) hat sie inzwischen eingeladen, nach der UA zu kommen und sich von ihr behandeln zu lassen.

Ukrainische Politiker kommen mit viel Geld nach D um sich in deutschen Krankenhäusern behandeln zu lassen. Ist für D eine reine Image-Sache.
Wir nicht so reiche Deutsche lassen uns im Entwicklungsland Ukraine behandeln. In Galizien sind die Privat-Kliniken nicht sooo schlimm ausgestattet.
Und die können wir uns noch gerade so leisten.

Und weist Du was, lieber totto66? "Ich sch...e auf moralische Bedenken wenn es um unsere Gesundheit geht!" Alle nutzen dieses System. In der UA genauso wie in D oder USA oder in Rußland oder sonst irgendwo auf dieser Erde und wir bezahlen unsere Sachen. Hier in Deutschland werden Asylanten besser behandelt, als das eigene Volk. Wer sich in D keine einigermaßen gute Behandlung leisten kann, keine Beziehungen zu Ärzten hat, oder sich auf die Krankenversicherung verlässt, kann sich gleich auf den Weg zum Friedhof machen.

Im Übrigen wurde eine Bekannte in Lviv vor längerer Zeit ebenfalls an der Galle operiert. Kostenlos! Sie musste lediglich etwas länger auf ihren Termin warten. Naja, bessere Medikamente musste sie schon selbst bezahlen. Die Dame wurde nicht einmal aufgeschnitten, sondern hat nur 3 kleine Löcher durch die Laparoskopie.

Wenn man sich schon über diese korrupte Gesellschaft aufregt, sollte man dieses System nicht auch noch unterstützen. Egal, was es kostet. Auch wenn es das Leben ist.

Übrigens bin ich meine Gallensteine mit eine speziellen Roßkur (den Tipp dazu bekamen wir gratis von Freunden in Lviv) im Jahr 2003 auf natürlichen Wege los geworden. War schon eine Plackerei, aber seitdem bin ich diese Sorge los. Die Ernährung musste natürlich auch umgestellt werden.
Ein gutes halbes Wasserglas voll Steinchen. Ohne OP. Unsere Bekannte wollte aber lieber ihre Galle loswerden.
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Re: Korruption, überall

#8 Beitrag von toto66 » Freitag 3. April 2015, 07:59

Hier in Deutschland werden Asylanten besser behandelt, als das eigene Volk.
nach solchen Sätzen verweigere ich jede weitere Debatte mit dir. Aber auch ansonsten strotzte der letzte Beitrag von dir rein sachlich vor Blödsinn.

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Re: Korruption, überall

#9 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 3. April 2015, 08:24

Man kann sicher tausende Sachen auffuehren, die in Deutschland im Gesundheitswesen kritikwuerdig sind und einer Veraenderung beduerfen. Ich habe auch schon mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht. Und meinen Vater haette die Nachlaessigkeit von Medizinern fast das Leben gekostet. Aber das sind trotzdem Einzelfaelle und hat nichts mit der sozialen Stellung zu tun. In der Ukraine stirbst du, wenn du was Lebensbedrohliches hast und wenn du kein Geld fuer Medikamente oder OP's auftreiben kannst - mit Sicherheit und da gibt es nur ganz ganz wenige Ausnahmen.
Zuletzt geändert von Sonnenblume am Freitag 3. April 2015, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Korruption, überall

#10 Beitrag von toto66 » Freitag 3. April 2015, 08:41

Unfähige Ärzte trifft man überall und wie in jedem anderen Beruf können auch schlicht einfach Fehler passieren.
Der Vater meiner Frau ist jahrelang wegen Epilepsie behandelt wurden. Die Ursache seiner Anfälle jedoch war ein Blutgerinnsel im Kopf. An diesem und der Fehldiagnose und -behandlung ist er dann letztendlich auch mit 55 Jahren gestorben.
Von den 6,5k, die die Gallen-OP nächste Woche kostet kann man ja letztlich auch keine OP bezahlen. Man bezahlt halt alles was an Medikamenten etc benötigt wird und die Ärzte stecken sich was ein. Solange man es sich leisten kann ist das für die Betroffenen ein günstiges System, keine Frage, aber der Solidargedanke und die Gerechtigkeit und eben auch jede Nachhaltigkeit für das System bleiben halt vollkommen auf der Strecke.
Was Anuleb bezgl. der Abgabe in Apotheken schrieb finde ich auch gut. Nicht so toll fand ich das man noch vor 2,3 Jahren so ziemlich jedes Medikament einfach kaufen konnte. Das führte dazu das die Leute sich über "Wissen aus dem Internet oder Bekanntenkreis" selbst diagnostizierten und medikamentierten um die Kosten für den Arztbesuch zu sparen. Aber das ist ja deutlich eingeschränkt worden, obwohl ich zB viele Antibiotika nach wie vor einfach so kaufen kann.

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Re: Korruption, überall

#11 Beitrag von Petro » Freitag 3. April 2015, 13:13

toto66 hat geschrieben:
Hier in Deutschland werden Asylanten besser behandelt, als das eigene Volk.
nach solchen Sätzen verweigere ich jede weitere Debatte mit dir. Aber auch ansonsten strotzte der letzte Beitrag von dir rein sachlich vor Blödsinn.
Deine Beleidigung gegen mich zeigt nur dein charakterliches und durchgeistigtes Niveau.

Ich bin nicht Feindflieger oder Cronos und ich schreibe hier von Tatsachen, welche sich auch belegen lassen. Sachlich bist nur Du nicht und persönlich beleidigt habe ich dich nicht.

Du kannst davor die Augen verschließen und meine Beiträge als rein sachlichen Blödsinn titulieren, jede weitere Debatte mit mir verweigern. Das ändert nichts an den Tatsachen.

In der Tat werden Ausländer/Asylanten aus anderen Ländern besser behandelt. Mein Nachbar ist Orthopäde/Sportmediziner, der mich seit 2 Jahren vor einer äusserst komplizierten Schulter-OP und auch danach weiterbehandelte. Nur die sehr gute nachbarschaftliche Beziehung rettete meine Schulter vor Unbeweglichkeit und mich vor Invalidität.
Sogar er erklärt, das für Asylanten das Budget besser gehandhabt wird, als für Deutsche.

Meine Frau war wegen ihrer Lungenentzündung 3 mal im Krankenhaus. Das erste mal wurde sie nach 4 Tagen entlassen. Das zweite mal nach schon 2 Tagen. Erst als sich unser Nachbar (Orthopäde) sich für eine erneute Behandlung im Krankenhaus stark machte, wurde sie 7 Tage mit Infusionen, besten Antibiotika, Therapien etc... versorgt. All das lässt sich nachweisen. Bei ihrer Zimmergenossin eine ähnliche Geschichte.
Trotzdem werden wir in der nächsten Woche nach Lviv fahren und sie von der besagten Freundin weiterbehandeln lassen. In 3 Wochen wird meine Frau mit den Bus nach D kommen.

Im August 2008 bin ich wegen Anaphylaxie durch eingehandelten Parasiten fast gestorben. In deutschen Kliniken bin ich auf Allergien untersucht worden. Keiner wollte eine Stuhlprobe von mir untersuchen. Die Blut- und Leberwerte waren zu dieser Zeit elendig schlecht. Die Ärzte machten sich scheinbar keine große Gedanken über die Urache darüber. Sogar im Tübinger Tropeninstitut fanden sie nichts obwohl ein junger Arzt auf Auffälligkeiten hinwies. Dort bekam das Labor eine große Schüssel Stuhlprobe. Leider wurde da nur ein Teststreifen reingehängt, von den man amtlich weis, das er eine 40%ige Fehlerquote aufweist.

Erst die besagte Ärztin in der Ukraine ordnete bei unserem Besuch bei ihr für den nächsten Tag eine konkrete Untersuchung in ihrer Klinik an. Sie erkannte an meiner Gesichtsfarbe, dem Ausdruck und Farbe meiner Augen und an meinem Verhalten, das ich mich mit Parasiten infiziert hatte. Am nächsten Nachmittag wussten wir endlich über die Ursache bescheid. Wir haben sämtliche Behandlungen in der UA korrekt bezahlt. Mehr als 6 Jahre haben wir gegen diese Parasiten gekämpft und mit den Medikamenten meine Leber ruiniert. Heute bin ich Dank dem anderen flexiblen Denken der Ärzte in der Ukraine gesund und meine Leber regeneriert sich gut. Heute darf ich gelegentlich ein Bier oder auch mal nen Schnaps trinken.

Ich liebe die Ukraine für ihre Menschen und für ihr anderes flexibleres Denken. Die meisten Deutsche haben richtiges denken verlernt.
Die Deutschen vertrauen vielen Ärzten, welche dieses Vertrauen nicht verdienen.

Diese Krankengeschichte füllt einen ganzen Ordner. Interessanter Weise hatten meine mich behandelnde Ärzte kein Interesse an der Wahrheit. Sogar die Krankenversicherung hat nichts unternommen. Auch das lässt sich alles belegen.

Das sind auch keine Einzelfälle. Solche Fälle gibt es zu tausenden.

Sachlicher Blödsinn? Du kannst mich nicht beleidigen.
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Re: Korruption, überall

#12 Beitrag von toto66 » Freitag 3. April 2015, 13:46

Ich werd das nicht weiter kommentieren, nur nochmal zusammenfassen: ohne Asylant oder Ausländer zu sein verlässt man im Falle einer Erkrankung deutsche Krankenhäuser entweder als Invalide oder tot. na klar...

Ansonsten empfehle ich hier zB nachzulesen:
Abrechnungsmodalitäten bei Asylbewerbern
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Re: Korruption, überall

#13 Beitrag von Petro » Freitag 3. April 2015, 14:41

toto66 hat geschrieben:Ich werd das nicht weiter kommentieren, nur nochmal zusammenfassen: ohne Asylant oder Ausländer zu sein verlässt man im Falle einer Erkrankung deutsche Krankenhäuser entweder als Invalide oder tot. na klar...
Das habe ich zu keiner Zeit behauptet. Ich bitte hier um genaues lesen des Beitrages.
toto66 hat geschrieben: Ansonsten empfehle ich hier zB nachzulesen:
Abrechnungsmodalitäten bei Asylbewerbern
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Vielen Dank für diesen Link. So sollte es auch sein. Gehandhabt wird es aber doch anderst.

Alle Menschen sind gleich. Ein paar wenige sind jedoch gleicher und werden gleicher behandelt. Egal in welcher Frage.

Deutschland versucht in vielen Bereichen ganz oben mit zumischen und seinen hohen Standart in der Welt zu zeigen. Das bringt sehr viel Geld ins Land. Von dieser Seite aus gesehen, finde ich es auch hochlöblich.

Weniger löblich finde ich das Verhalten zum eigenen Volk; wenn z.B. kostengünstige hochwertige Medikamente mit wenig Nebenwirkungen (welche in D produziert werden) nur im Ausland zu erhalten sind. Dabei einfache bzw relativ einfache Krankheiten falsch oder mit nicht ganz ausreichenden Medikamenten bekämpft werden. Patienten mit solchen schleppenden oder schlicht einfach falschen Therapien in chronische Zustände gebracht werden.

Das äusserst fleißige und brave deutsche Volk wird schlichtwegs auf der gesamten Linie verschauckelt.
Viele geistige Proletarier werden das natürlich genauso abstreiten, wie unsere Politiker, welche uns weis machen wollen; hier in Deutschland ist "alles Bestens".

Ja, wir Deutsche jammern auf hohen Niveau. Uns geht es doch recht gut. Wir haben genügend zum essen. Wir dürfen frei unsere Meinung sagen und reisen, wohin wir wollen. Wir haben ein Dach über dem Kopf und fast jeder besitzt ein Auto.

Alles ist Gut. Aber nur solange, wie wir jung und gesund sind. Werden wir alt und krank, sieht die Zukunft nicht mehr so rosig aus.
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Re: Korruption, überall

#14 Beitrag von toto66 » Freitag 3. April 2015, 15:20

Ich will mir nun doch die "Mühe" machen und dir, Petro, nahe bringen warum ich auf deine Sätze mit Schärfe reagiere:

1. ich kenne in Dresden eine Ärztin welche sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich oder wie immer man das nennen will um Asylbewerber kümmert. Die würde ob deiner Aussagen zu diesem Thema vermutlich Schreikrämpfe bekommen. Sie sind schlicht falsch. Aber das hättest du auch den Aussagen entnehmen können, die sich "meinem" Link folgend ergeben.

2. Nun les ich bei dir, in der Ukraine sei im Gesundheitssektor quasi alles super. Die Ausstattungen sind gut, die Ärzte die besten der Welt und auch sonst fehlt es an nix wenn man auch nur vergleichsweise wenig Geld hat.
Wenn das irgend einer liest den ich zukünftig oder in der Vergangenheit wegen Hilfe für die Ukraine ansprach oder ansprechen werde.... dann sagen die zu mir, wofür ? Die haben doch alles. Da ist doch alles noch besser als bei uns. Weshalb dann Binden, Krücken etc ?
Und andere Dumpfbacken werden das lesen und sagen, Moment, wieso holen wir Verwundete hier zu uns nach Deutschland und kümmern uns um Behandlung und Rehabilitation, verschleudern Steuergelder ? Die können das doch viel besser als wir. Schliesslich ist unsere Ärzteschaft ja komplett unfähig und die haben da die besten der Welt... und werden sich in der Öffentlichkeit dementsprechend "auskotzen" usw.

Und abschliessend: ich war Gott sei Dank noch nie ernsthaft krank. Ich hab mir 2x die Gräten gebrochen (Sport ist Mord) und das hat die deutsche Medizin sehr gut repariert.
Eine Zeitlang habe ich, einfach aus Zeitgründen, Zahnärzte in Lviv genutzt. Davon bin ich wieder abgekommen. Durchschnittliche Zahnärzte hier können weder in Qualifikation noch Ausstattung mit ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen mithalten. Fortbildung und Technik, es mag Ausnahmen geben, sind halt doch ein paar Jahre hintendran.

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Re: Korruption, überall

#15 Beitrag von Petro » Freitag 3. April 2015, 17:12

Na dann bleiben wir doch mal bei der Wahrheit. Siehe zu Punkt 2.

Erstmals schreibe ich unter meinem richtigen Namen. Petro nennt mich meine Frau. Oder Petruscha. Manchmal auch Petruschka und andere liebe Namensveränderungen. In meiner Geburtsurkunde steht hochoffiziell Peter. ;-)

zu 1.
Mein Orthopäde sagt etwas anderes als deine Ärztin. Da steht mal Wort gegen Wort. Glaubt jeder mal an seinen Arzt.

zu 2.
Zu keiner Zeit habe ich etwas von dem behauptet oder geschrieben, was Du hier verdrehst. Diese Wortverdrehungen erinnern mich schon sehr an Cronos.
Außerdem solltest Du wirklich mal in eine der Lviver Privatklinken gehen. Diese sind nicht schlechter ausgestattet als hier in Deutschland und die in den privaten Kliniken herrschende Hygiene kann sich mehr als sehen lassen.

Mit keinem Wort habe ich ukrainische Ärzte zu den Besten der Welt gekürt, sondern ihr flexibles Denken gelobt. Was ist daran falsch?
Sicher sind auch diese Ärzte nicht unfehlbar.
Und mit keinem Wort habe ich alle unsere deutschen Ärzte als Unfähig dargestellt.
Und genauso wenig habe ich das Gesundheitssystem der Ukraine als das Non Plus Ultra bezeichnet.

Aber wie man es eben lesen will!

Und; die wenigsten Ärzte sind berufen, sondern wollen mit ihrer Arbeit Geld verdienen.
Das ist hier in Deutschland und dort in der Ukraine ebenso, wie in allen anderen Ländern der Welt. Die wenigen Ärzte, wie deine Dresdner Ärztin, welche ihre Arbeit als Dienst an den Kranken sehen, sind in ihrer Anzahl äußerst gering.

Warum Kriegsverletzte nach Deutschland und Krücken, Binden, Medikamente etc... nach der UA?
Weil sich dieses Land in einem ungerechten Krieg (wenn man von einem gerechten Krieg überhaupt schreiben kann) befindet und dieses Land diese Kosten nicht alleine schultern kann und weil es menschlich ist. Der Krieg kostet jeden Tag Millionen und die UA ist praktisch Bankrott. Diese um die Freiheit des Landes kämpfende Soldaten werden nicht nur getötet, sondern auch verletzt und dafür benötigen sie das ganze medizinische Material. Der einzelne Bürger kann sich noch eher um seine medizinische Versorgung kümmern. Der oft sehr schwer verletzte Soldat nicht. Normale ukrainische Staatsbürger krebsen meist eh schon am Existenzminimum und können die Soldaten kaum mitversorgen.

Ich kann dir in Ivano-Frankivsk einen noch recht jungen und sehr begabten Zahnarzt empfehlen. Der junge Herr ist nicht nur ein absolut ausgezeichneter Zahnarzt, sondern auch ein ausgezeichneter Zahntechniker. Er kann beides bestens synchronisieren.
Meine Zähne haben weder hier Zuhause noch in Lviv einen besseren Zahnarzt erfahren.
Freunde empfinden aber den Weg nach Ivano-Frankivsk und wegen der elendig schlechten Straße dorthin als zu weit und besuchen einen ebenfalls sehr guten aber auch sehr teuren Zahnarzt in Lviv gegenüber dem Park bei der Universität. Ein weiterer recht guter Zahnarzt hat seine Praxis ganz in der Nähe von Adam-Mickiewicz-Denkmal in Lemberg.

Hier sind die Standorte der Zahnarztpraxen in Lviv mit einem Sternchen markiert. Der Standort bei der Uni stimmt fast genau und der andere so in etwa Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

In Ivano-Frankivsk. Das kleine Häuschen mit dem Sternchen gleich neben der Schule mein Zahnarzt Tarras: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Tarras ist ein Perfektionist und noch nicht so teuer wie die Ärzte in Lviv.

Im Mai fahre ich mit meiner Frau (sollte sie gesund sein!) wieder nach der Ukraine in den Urlaub.
Gerne sind wir im Wiener Kaffee-Haus in der Nähe der Oper oder etwas seltener im Luxuskaffee+Konditorei neben dem Staatsanwaltschaftsgebäude Lviv, Shevchenka Ave.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir gemeinsam das recht gute Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... Bier trinken und uns dabei unterhalten könnten.
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Re: Korruption, überall

#16 Beitrag von toto66 » Freitag 3. April 2015, 18:03

Mal davon abgesehen das ich mich lieber in Lokalitäten aufhalte wo sich auch "normale Menschen" jeden Tag hinbewegen können wir das gern machen. 1715 ist mein Lieblingsbier geworden. Anfang, Mitte Mai bin ich dann auch wieder in Lviv.

Die "Asylanten-Frage" würde ich dir empfehlen einfach mal vor Ort zu recherchieren. Die Möglichkeit gibts doch sicher auch in der Nähe deines Wohnortes. Diese Krankenversorgung würdest du dir sicher nicht wünschen.

Zur Frage der ärztlichen Behandlung reden wir offensichtlich von verschiedenen Dingen. Du sprichst von Privatkliniken, ich von staatlichen Krankenhäusern. Dort bittet man mich Handtücher zu besorgen....
Ich kann auch deiner Argumentation nicht folgen. Warum sollte sich, egal ob "normaler kranker Bürger" oder Kriegsverletzter jemand um seine Versorgung kümmern müssen ? ( Mal abgesehen davon das viele der Kriegsverletzten sich über eine "öffentliche Aufmerksamkeit" freuen können die der einzelne "normal erkrankte" nicht hat.)
Das System ist offiziell kostenfrei und wird aus Beiträgen und Steuermitteln finanziert. Wenn es praktisch im Alltag anders ist soll man es auch theoretisch und praktisch anders machen und richtig benennen.
Das System ist chronisch unterfinanziert und wie Sonnenblume richtig schrieb so angelegt das stirbt wer es sich nicht leisten kann. Wie sollen bei ukrainischen Einkommen Leute Rücklagen bilden die sie für Erkrankungen wie Diabetes absichern können ?

Ich hab, wie gesagt, einige Zahnärzte in Lviv "ausprobiert". Für allerdings immer vollkommen unkomplizierte und harmlose Sachen. Ich will nicht sagen das sie schlecht waren, weiss Gott nicht. Danke für die Tipps, aber ich ziehe meinen Dresdner Zahnarzt vor. Der ist richtig gut und eine Praxis wie seine habe ich ausstattungstechnisch in der Ukraine noch nicht gefunden. Mag vielleicht auch daran liegen das ich um die "Zahnärzte für Reiche" einen Bogen mache. "Reich" bin ich nämlich nicht.....
Letztendlich geht es ja bei der Debatte auch nicht um persönliche Präferenzen sondern um die Lage der Allgemeinheit. Und auch um die besonderer Gruppen. Denke man nur an die Lage der Tschernobyl-Kinder.

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Re: Korruption, überall

#17 Beitrag von Petro » Freitag 3. April 2015, 20:06

Dann will ich es doch mal so sagen: Ein normaler ukrainischer Bürger hat die Qual der Wahl.
Er kann sich je nach seinem Budget und eventuell auch nach dem Budget seiner Verwandschaft seine Behandlung aussuchen. Ich weis durch meine Frau, welches Krankenversorgungssystem die UA hat. Entsprechend wird der Bürger behandelt. Mit seinen mehr oder weniger guten finanziellen Möglichkeiten kann er sich entsprechend versorgen lassen oder nicht.

Der verletzte Soldat hat diese Wahlmöglichkeiten vermutlich nicht. Er muß vermutlich "froh" sein, wenn er kein Invalide bleibt und irgendwann auf einer Straßenkreuzung für seinen Unterhalt betteln muß. Egal, über welche Aufmerksamkeiten er sich "zur Zeit erfreuen kann". Laß diesen Krieg mal 10 Jahre vergangen sein, dann ist er für die Gesellschaft nur noch eine Belastung.
Noch wird für die Helden und auch für die Hinterbliebenen der Gefallenen gesammelt und wir beteiligen uns gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten. Noch fließt ein wenig Geld. Aber wenn der Krieg beendet ist und es den Menschen in der UA besser geht, sind diese ehemaligen Schwer/stverletzten nur noch Heldenreliquien, die man nicht mehr so gerne in den Augen hat.




Wir fahren am 16. oder 17. Mai nach der UA.
Wir gehören leider auch nicht zu der reichen Kaste.
Meine Frau (wir sind inzwischen beide 54 Jahre jung) gehörte einmal zu den besten und bekanntesten Buchhalterinnen in Lviv und arbeitet auch in Deutschland für ein nahmhaftes Unternehmen (welches auch in den osteuropäischen Ländern sehr bekannt ist) als Buchhalterin.
Wir verdienen beide relativ gut. Davon müssen wir unser Häuschen bezahlen und die Ausbildung unserer 3 Jungs finanzieren.
Nur wenn wir in der UA im Urlaub sind, leisten wir uns etwas mehr. Dann gehen wir auch mal schick zum Essen und am liebsten in diese urige Grillhütten.
Koleba oder so ähnlich heisen die, glaube ich.

Hier in D erlauben wir uns das nur sehr selten.
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Re: Korruption, überall

#18 Beitrag von toto66 » Freitag 3. April 2015, 21:01

Nun ja, um das jetzt mal abzuschliessen : es wäre ja schön wenn der Durchschnittsukrainer diese Qual der Wahl hätte. Die meisten haben die nicht. Die müssen sich überlegen ob sie sich ein normales staatliches Krankenhaus leisten können oder eben gar nichts.
Meine Frau ist nun heute schon eingerückt, ging nicht mehr. In so ein normales Krankenhaus. Ich bin eben noch mal hingefahren und hab ihr neben anderem eine Bettdecke gebracht. A..kalt dort. In Lviv lag heute morgen eine geschlossene Schneedecke. Das Wetter ist ungemütlich. April eben. Durch die Fenster dort pfeift es.
Den Preis gabs auf einem kleinen Zettel über den Tisch geschoben.... es ist noch bisschen "teurer" geworden. Ansonsten kann man nichts sagen, die Leute sind nett, der Arzt macht nen guten Eindruck. Die können nichts für den baulichen und sonstigen Zustand.

Mai sieht bei mir so aus das ich voraussichtlich vom 9. bis zum 16.5. abends, 17.05 früh in Lviv bin.

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Re: Korruption, überall

#19 Beitrag von Petro » Freitag 3. April 2015, 21:08

Alles Gute für euch beide!
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Re: Korruption, überall

#20 Beitrag von lev » Samstag 4. April 2015, 17:35

Habe gerade euren ( Petro und toto66 ) „Schlagabtausch“, zu dem von mir eingestellten Thread gelesen. Es ist kein einfaches Thema. Vor allem wegen den unterschiedlichen Verhältnissen der Leute. Der eine, findet für sich das eine System besser, der nächste das andere.

Eure Auseinandersetzung ( die zum Teil ganz schön heftig war ), fand ich super, da letztliche das gegenseitige Verständnis siegte und dann sogar zum gemeinsamen Bier eingeladen wurde. Hut ab, feine Sache. GOOD So ein Umgang, sollte Schule machen.

Wünsche euch und allen Forumianer (die es diese Woche feiern) ein frohes Osterfest

Gruß lev

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