Berichte und ReisetippsKorruption an der Grenze bei Charkiv

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Korruption an der Grenze bei Charkiv

#1 Beitrag von Pedro » Mittwoch 12. Juni 2019, 15:42

Hallo zusammen,

ich hab mich hier angemeldet um andere Reisende zu warnen.

Am vergangenen Freitag gegen 14:00 Uhr bin ich auf dem Weg nach Russland an o.a. Grenzübergang unmittelbar vor der Grennze von einem ukrainischen Polizisten kontrolliert worden. Der junge Mann sprach gebrochen Englisch und wollte zuallerst meinen Führerschein und die Autopapiere haben. Dann bat er mich ihm in das Dienstgebäude zu folgen. Er brachte mich in einen kleinen Raum. Wir waren dort alleine. Nun eröffente er mir, eine Alkoholkontrolle durchführen zu wollen. Meine Frage was das solle und der Hinweis, dass ich seit Tagen keinen Alkohol mehr getrunken hatte blieb unerwidert.
Schließlich blies ich in das Röhrchen und es kam was kommen musste: 0,23 Promille zeigte der Alkomat an.
Der Beamte meinte nun, dass das zwar sehr wenig sei, ich aber ein großes Problem hätte.
Er müsse mein Auto beschlagnahmen, einen Report an die Justiz schreiben und ich und meine Frau müßten so lange vor Ort warten.
Allerdings habe er auch eine Lösung parat, die mir helfen könnte. Auf meine Frage wie diese Lösung denn aussehe nahm er einen Taschenrechner und zeigte mir die Zahl 600. Auf meine entprechende Frage kam als Antwort: Euro.
Um es kurz zu machen. Ich habe mir letztlich meine Papier für 100 Dollar zurückgekauft!
Eine klug eingefädelte Masche mit einem offensichtlich manipulierten Messgerät die dich erst einmal hilflos macht, da du ja zur Weiterfahrt die Papiere benötigst.
Ich habe versucht mit der Antikorruptionsbehörde Kontakt aufzunehmen. Das Telefon dort scheint nicht besetzt zu sein und eine Mailadresse existiert nicht.
Aber vermutlich sind die dort genau so korrupt wie ihre Kollegen auf der Straße.

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Korruption an der Grenze bei Charkiv

#2 Beitrag von Vorkuta » Mittwoch 12. Juni 2019, 18:02

Guten Tag, Pedro, und herzlichen Dank f. Deinen Bericht. Ich erlebte das Gleiche im Jahre 1999 irgendwo in der Nähe con Cherson auf dem Wege zur Krim.
Genau das gleiche abgekartete, manipulierte Spielchen wurde damals schon praktiziert.-
Allerdings hätte ich etwas anders reagiert als gleich zu bezahlen - obwohl: Mit 100 $ bist Du noch gut davon gekommen.

Als erstes läßt man sich in einer solchen Situation den Vorgesetzten geben. zum Anderen haben, wenn es denn jetzt immer noch so ist, die Uniformierten außen an der Jacke eine Dienstnummer, die man sich abschreiben kann - über diese Nummer sind die Beamten leicht zu identifizieren.

Als nächstes habe ich immer alle Nummern der deutschen Botschaft, auch die Notrufnummer, in meiner tasche, in dem fall die von Kiew, evtll auch noch die vom Konsulat in Lvov, wenn denn dieses Konsulat noch existiert. Diese [Notruf-] Nummern kann man anrufen, die Situation schildern u. bei der Gelegenheit gleich die auf dem jacket befindliche Dienstnummer des Beamten durchgeben - auch KFZ-Kennzeichen der Beamtenautos sind aufschlußreich. - Das alles erfordert natürlich, daß man Zeit + Nerven besitzt und auch gewillt ist, diese Zeit + Nerven zu investieren - und, wenn Du dieses tust, wirst Du erleben, wie kleinlaut diese "Beamten" werden. Nicht umsonst hat er Dich in ein Dienstzimmer, wo Ihr beide alleine wart, mitgenommen - denn: Zeugen sind für solche Leute das größtmögliche Gift, was ihnen passieren kann. - Warum also solltest Du nicht in das Alk-Gerät am Kontrollpunkt vor Deinem PKW pusten?

Sicher, ich habe klug reden, ich spreche die Sprache, für die Sprache nicht sprechende und nicht verstehende wird das Ganze schwieriger.
ABER: So wie Dir der Beamte deutlich machte, daß er 600 € haben will - genau so hättest Du ihm deutlich machen können, daß Du erst einmal die Botschaft in Kiew anrufen wirst, und, um sicher zu gehen, auch gleich noch die ukrain. Botschaft in Berlin - was meinst Du, wie schnell Du Deine Papiere wieder gehabt hättest und weiterfahren dürftest - natürlich immer vorausgesetzt: Du hattest WIRKLICH nichts = o,oo getrunken, wovon ich jetzt mal ausgehe.-

Für Geschäftsreisende ist natürlich ein großer Zeitverlust durch solche korrupten Beamten oftmals nicht möglich - ABER: Man MUSS es einplanen, zum anderen kenne ich Leute, die mehr als 10 Std am Grenzübergang standen, auch diese Zeit MUSS man einplanen.

Also, Pedro, in Kürze fahre ich die gleiche Strecke wie Du [wahrscheinlich] gefahren bist; von CZ --> PL --> UA --> RUS - ABER: Ich garantiere Dir, jeden, der mich ungebührlich belästigt, der mich beleidigt, der mich verleumdet, werde ich AN's MESSER liefern - darauf kannst Du Dich verlassen.

Ich habe natürlich wie immer ALLE Tel.-Nummern der Botschaften dabei, und wenn sich niemand meldet, bleibe ich eben stehen, u. versuche es immer wieder.-

Auch auf der Seite der UA-Botschaft in Berlin habe ich entsprechende Nummern gefunden.


Головна / Публічна інформація / Запобігання та виявлення корупції
Запобігання та виявлення корупції
Інформація про структурний підрозділ МЗС, який здійснює заходи щодо запобігання та виявлення корупції в системі органів дипломатичної служби, та до якого можна звернутися із заявою (повідомленням) про корупцію в органах дипломатичної служби України:
Найменування підрозділу: Сектор з питань запобігання та виявлення крупоції
Поштова адреса: Михайлівська площа, 1, м.Київ, 01018, Україна
Електронна адреса: spk@mfa.gov.ua | Номери телефонів: (+38 044) 238-15-26, т/ф (+38 044) 238-15-87

Поштова скринька МЗС: знаходиться за адресою: під’їзд №3, пл.Михайлівська, 1, м.Київ
Посадові особи Сектору: Завідувач Сектору – Брескаленко Геннадій Семенович
Головний спеціаліст Сектору – Смирнов Кирило Вікторович | Головний спеціаліст Сектору - Шевченко Анастасія Олегівна


Vielleicht findet sich hier jemand im Forum, der mal die Quintessenz des Botschaftstextes herauskristallisieren kann, verbunden mit den entsprechenden Tel.-Nummern? Ganz so gut ist mein russisch auch wieder nicht. Vielen Dank, Vorkuta.

P.S.: Pedro, ich habe mir erlaubt, Deinen Beitrag auch in ein anderes UA-Forum zu stellen - möge es dort auch als Warnung an andere Reisende gelten.
Hier findest Du das andere UA-Forum mit Deinem Beitrag:

https://forum-ukraine.de/index.php/Thre ... post246785
Zuletzt geändert von Vorkuta am Mittwoch 12. Juni 2019, 18:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#3 Beitrag von Pedro » Mittwoch 12. Juni 2019, 18:17

Danke für die schnelle Antwort.
So kurz vor der Grenze will man einfach weiter....
Ich bin mir sicher, dass die gesamte Mannschaft dort eingeweiht ist und vermute, dass die "Beute" brüderlich geteilt wird.
Meine Lehre daraus: Einfach den Alkotest ablehnen und schauen was passiert.
Vieleicht komme ich bei der Heimreise (bin auf dem Weg in die Mongolei) in Kiev vorbei und besuche die Korruptionsbekämpfer. Ans Telefon scheinen sie ja nicht zu gehen.

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Korruption an der Grenze bei Charkiv

#4 Beitrag von Vorkuta » Mittwoch 12. Juni 2019, 18:24

Halte uns mal auf dem Laufenden, was alles so noch passiert. - Wie war denn die Granzpassage von UA nach RUS? Bist Du mit PKW - ich werde wahrscheinlich mit dem WoMo reisen. -
gab es an der RUS-Grenze auch Probleme? Wie hieß der Grenzübergang? Steht in dem roten russischen Ausreisestempel im Paß [ auf kyrillisch ].
Hast Du ein langes oder kurzes Visum? - Wir wollen evtll noch nach Sotschi u. dann weiter nach Tschetschenien / Dagestan - dort kannst Du unbesorgt reisen, da ist die Welt noch i.O., wir waren vorige Woche lange dort: Tschetschenien / Dagestan / Inguschetien / Nord-Ossetien.
Wie machst Du das mit der Registrierung in RUS ?

Hast Du einen Namen oder eine Nummer von dem UA-Beamten - kann ja sein, daß er uns auch anhält, da werde ich mir gleich Deine 100 $ zurück geben lassen - es wäre nicht der erste Grenzbeamte, den ich verprügele . . .

Melde Dich mal . . .
Zuletzt geändert von Vorkuta am Mittwoch 12. Juni 2019, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#5 Beitrag von Tilko » Mittwoch 12. Juni 2019, 20:20

Hallo Pedro,

früher hab ich meine Papiere auch immer auf Verlangen übergeben, seit 2 Jahren zeige ich meine Papiere und gebe sie nicht mehr aus der Hand. Voriges Jahr hat das ein Polizist am Ortseingang von Sarata versucht der wollte sich auch gleich meine Papier krallen. Der hat nicht schlecht geguckt als ich die fest gehalten und zurück gezogen hab, konnte aber nichts dagegen tun. Scheibe halb herunter lassen und die Papiere lesbar dagegen halten nicht übergeben. An der Grenze must du sie natürlich übergeben. Ich wuste das früher auch nicht aber der Cousin meiner Frau hat mir den Tip gegeben, der ist Anwalt in Kiev und ein absolutes Schlitzohr wen es um solche Sachen geht. Ob das in Russland auch so ist weiß ich aber nicht.

Gruß Tilko [smilie=ukr_prapor]

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Korruption an der Grenze bei Charkiv

#6 Beitrag von Vorkuta » Mittwoch 12. Juni 2019, 21:13

Interessant zu lesen, da werde ich jetzt mal paar Kopien anfertigen, müßte dann ja auch genügen. Und auf Kopien kann man ja immer verzichten.
Das Erste, was ich aber bei jedem Anhalten machen werde, ist die Dienstnummer von der Uniform abschreiben, das dürfte als Erstes genügen.
Und wenn der Beamte denkt, ich hab's eilig, dann täuscht er sich - ich hab' bestimmt mehr Zeit als er.

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Korruption an der Grenze bei Charkiv

#7 Beitrag von Vorkuta » Mittwoch 12. Juni 2019, 22:35

Guten Abend, Pedro, wollte Dir nur kurz mitteilen, daß Dein Beitrag hier, der von mir eigenmächtig in dem anderen Forum https://forum-ukraine.de/ eingestellt wurde, sofort von einem Moderator gelöscht wurde u. ich eine "Verwarnung" bekommen habe. - Meine Absicht war nur die, so viele wie möglich Touristen vor den dortigen mafiösen Machenschaften zu warnen - nicht mehr + nicht weniger.

Hier der Verwarnungstext des Moderators ICH - ist mir in einer PM mitgeteilt worden.

ICH hat Sie aus folgenden Gründen verwarnt:
nicht autorisierte Kopie aus anderem Forum - threat geschlossen und gelöscht


Es steht Dir selbstverständlich frei, dort einen Beitrag betreffs Deiner Erfahrungen in der UA zu veröffentlichen.
Gute Reise . . .

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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#8 Beitrag von Pedro » Mittwoch 12. Juni 2019, 22:51

Das verstehe wer da wolle.
Wahrscheinlich einfach Ängste.
Du hast meine ausdrückliche Zustimmung meinen Bericht wo immer du Zugang hast zu verlinken.
Ich bin auf Reisen.....

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Kolobok
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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#9 Beitrag von Kolobok » Samstag 15. Juni 2019, 23:50

Von so etwas habe ich ja schon lange nicht mehr gehört.
Für ukrainische Autofahrer gibt es folgende Handlungsanleitung:
https://avto.informator.ua/2019/01/16/p ... -bez-prav/
Meine Kurzzusammenfassung:
- die Promillegrenze liegt bei 0,2
- für das Gerät muss ein Zertifikat vorliegen und Mundstücke o.ä. müssen aus einer sterilen Verpackung kommen
- ist man mit dem Ergebnis nicht einverstanden, kann man verlangen zum Test in ein dafür vorgesehenes Krankenhaus gebracht zu werden.
- dort braucht es dann noch zwei unabhängige Zeugen bei der Probename
- erst danach wird das Protokoll erstellt
- sich ganz verweigern geht nicht, weil das einem Schuldgeständnis gleich kommt.

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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#10 Beitrag von Pedro » Sonntag 16. Juni 2019, 06:55

Danke für die Fakten.
Das ist alles so abgelaufen wie geschildert. Das Mundstück war verpackt und mir wurde das Display mit 0,00 Promille gezeigt.
Allerdings durfte ich das Gerät beim Hineinblasen nicht selbst halten, da es - so die Aussage des Beamten - sehr teuer sei und hinunterfallen könnte.
Es kann nur so sein, dass eine Voreinstellung besteht und diese dann aktiviert wird.

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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#11 Beitrag von Lfc » Sonntag 16. Juni 2019, 13:09

Hallo zusammen! Das gleiche ist mir vor zwei Jahren August auch passiert ! Ich hatte meine Frau und zwei kleine Kinder dabei. Hatte auch paar Tage nichts getrunken und hat 0,25 angezeigt Diese unmenschlichen Bastarde wollten 1200 Euro von mir ... Habe auch erst ermahnt das ich die Botschaft anrufen werde das war denen egal, die hatten ihre Beweise mit dem Alkoholtester. Meine Frau und Kinder haben geweint das war demjenigen egal er wollte das Geld... Konnte noch runterhandeln Also besser dieses Land mit dem Auto besser meiden

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Korruption an der Grenze bei Charkiv

#12 Beitrag von Vorkuta » Sonntag 16. Juni 2019, 13:39

Kolobok hat geschrieben:
Samstag 15. Juni 2019, 23:50
Von so etwas habe ich ja schon lange nicht mehr gehört.
Hallo, Kolobok, vielen Dank f. Deine Worte u. Hilfe, dachte schon, hier passiert nichts mehr an Info's.

Zu Deinem von mir zitierten Satz: Mir ist das vor ca. 20 Jahren zwischen Cherson auf dem Wege nach Yalta passiert, genau das gleiche Muster.

Also meine Frage: Wie verhält man sich jetzt am besten als Ausländer, auch, wenn man die Sprache nicht versteht?

Was passiert im Krankenhaus? Geht dort alles mit rechten Dingen zu?
Ist es ratsam, die deutsche Botschaft in Kiew anzurufen - kann man da Hilfe erwarten?

Vielen Dank, schönen Sonntag.

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Korruption an der Grenze bei Charkiv

#13 Beitrag von Vorkuta » Sonntag 16. Juni 2019, 14:25

Tilko hat geschrieben:
Mittwoch 12. Juni 2019, 20:20
Hallo Pedro, früher hab ich meine Papiere auch immer auf Verlangen übergeben, seit 2 Jahren zeige ich meine Papiere und gebe sie nicht mehr aus der Hand. Voriges Jahr hat das ein Polizist am Ortseingang von Sarata versucht der wollte sich auch gleich meine Papier krallen. Der hat nicht schlecht geguckt als ich die fest gehalten und zurück gezogen hab, konnte aber nichts dagegen tun. Scheibe halb herunter lassen und die Papiere lesbar dagegen halten, nicht übergeben ... Ich wußte das früher auch nicht, aber der Cousin meiner Frau hat mir den Tip gegeben, der ist Anwalt in Kiev und ein absolutes Schlitzohr wen es um solche Sachen geht...
Tach, Tilko, da möchte ich Dich doch noch etwas fragen, da es ja doch mehr vorkommt, als ich ursprünglich annahm.
Wäre es Dir möglich, mir einen Paragraphen oder ein Gesetz zu nennen, in dem steht, daß ich meine persönl. Papiere nicht aus der Hand zu geben brauche? [ im Grenzbereich = Paß- + Zollkontrolle ist etwas anderes ]
Vielleicht kannst Du mal den Cousin Deiner Frau fragen?

Bei der Gelegenheit gehe ich sogar so weit, daß ich es Dir bzw. dem Cousin Deiner Frau, dem RA, anbiete, ihn für mich zu engagieren zwecks einer Hilfestellung - selbstverständlich in Verbindung mit einem HONORAR. Wie denkst Du darüber? - Näheres evtll per PM.

Zum Beispiel: Im Falle einer "Notsituation" = die Polizei + ich: Ich rufe den Cousin Deiner Frau an u. schildere ihm den Fall; nochmals betone ich: In Verbindung mit einem Honorar.

Da ich nachts nicht fahre, also ausschließlich von 9 - 17 Uhr, kann also solch eine Notfallsituation auch nur in dieser Zeit eintreten.

Vielen Dank u. schönen Sonntag.
Zuletzt geändert von Vorkuta am Montag 17. Juni 2019, 10:29, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#14 Beitrag von Tilko » Sonntag 16. Juni 2019, 19:02

Hallo Vorkuta,

den oder die Paragraphen weiss ich jetzt so auch nicht kann mich nur nächsten Monat schlau machen wenn ich in der Ukraine bin. Werde versuchen selbst mit Ihm zu reden. Ist immer schwierig den Herrn Advokat zu erreichen. Mit dem Honorar das wird eher nichts das liegt jenseits von Gut und Böse, der verhandelt eigentlich nur noch Kontrakte und Verträge von recht bekannten Künstlern aus der Ukraine und Russland (aktuellen Stand mit RU weiss ich nicht). Da er immer recht flott NONO unterwegs ist kennt er sich aber mit solchen Sachen aus, ich denke mal auch persöhnliche Erlebnisse ..... Ich denke mal das da ein Anwalt für Verkehrsrecht die bessere Wahl ist, in D zumindest. In UA weiss ich nicht mal ob es da solche Spezialisierungen/Fachrichtungen gibt. Ich selbst brauchte noch nie einen Rechtsbeistand in UA ausser 2-3 mal Kollege $$$$.
Wie gesagt ich treffe ihn eher selten wenn ja dann auf Familienfeiern. Auf einer sollchen hatte ich ihm auch meine Erfahrungen mit der letzten Kontrolle erzählt. Darauf erklärte er mir das ich meine Fahrzeugpapiere nicht übergeben muss und auch warum aber ich weiss es einfach nicht mehr. Bin ja nun auch schon ein alter Sack von 54 Lenzen und der Kalk fängt an zu rieseln,war wohl eher der Alkohol.

Ich glaube aber da war auch mal was im Internet wo man in Textform aber auch mit Bilder erläuterte wie man sich im Falle einer Kontrolle verhalten sollte. War sogar was offizielles von saatlicher Seite, der Typ bei meiner Kontrolle im letzten Jahr hat auch garnicht erst versucht meine Papiere noch in die Finger zu kriegen. war nur erstaunt das ich als Ausländer das wusste.
Ich werde aber trotzdem fragen. Vieleicht weiss Arends da was genaues der ist doch vor Ort.

Gruß Tilko [smilie=ukr_prapor]

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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#15 Beitrag von Pedro » Sonntag 16. Juni 2019, 20:49

Servus zusammen,
Ich werde diese Sache nicht auf sich beruhen lassen.
Auf der Heimreise werde ich persönlich die Anti-Korruptionsbehörde aufsuchen und dort Anzeige gegen den Polizisten erstatten. Nötigenfalls werde ich mir auch die Zeit nehmen ihn vor Ort zu identifizieren.
Mal sehen was passiert.
Ich werde hier berichten.

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Korruption an der Grenze bei Charkiv

#16 Beitrag von Vorkuta » Montag 17. Juni 2019, 11:02

Guten Morgen, Pedro, oder besser "Ahoj", wie wir in der CZ sagen, ich biete Dir in Deinem Sinne "die Sache nicht auf sich beruhen lassen" meine volle Unterstützung u. Hilfe an. - Habe mir Deinen Anfangspost noch einige Male durchgelesen; dazu meine Fragen:

- War der Polizist alleine?
- War er mit einem KFZ? Wichtig für mich später wegen des Kennzeichens !
- Hatte der Polizist eine DIENSTNUMMER an der Uniform = GANZ wichtig zur späteren Identifizierung!
- Weißt Du noch den Ort, wo das passiert ist? War dort ein Polizeigebäude, Ortsschild oder Ähnliches ?

Du schreibst, er bat Dich in ein Gebäude - in diesem falle werde ich nicht in das Geböude gehen - warum auch, was will der Polizist in dem Gebäude tun, was er draußen NICHT tun kann? Außerdem lasse ich mein KFT, Wohnmobil von sehr hohem Wert, nicht alleine da stehen.

Ich werde ja in Kürze, schätze mal, im August in der UA länger sein, und natürlich werde ich vom Beginn meines Aufenthaltes in der UA KEINEN Tropfen Alk trinken - zumindest nicht, wenn ich am nächsten Tag Auto fahren muß.

Habe auf der Botschaftsseite eine Tel.-Nr. gefunden, die bezeichnet sich selber als GORJACHAJA LINIA = HEISSE LINIE oder besser HOTLINE - vielleicht ist das schon mal 'ne Nummer, die man dann anrufen kann:

Hier habe ich noch etwas gefunden, was etwas mit KORRUPTION zu tun hat - vielleicht kann das jemand, der die Sprache spricht, mal übersetzen - evtll wären ja auch die hier angegebenen Tel.-Nummern hilfreich:

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Auf alle Fälle werde ich die hier genannten Tel.-Nr. mal anrufen, um mal herauszubekommen, wer sich dahinter verbirgt.
Auch werde ich eine Mail an die angegebene mail-Adresse senden, mal sehen, wie man da reagiert.

Pedro, Du kannst auf mich zählen.

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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#17 Beitrag von Vorkuta » Montag 17. Juni 2019, 11:20

@ Tilko in # 14: Danke f. Deine Zeilen. Übrigens, mit 54 bist Du im Gegensatz zu mir noch kein "alter Sack" - was soll ich denn sagen?

Wäre schön, wenn Du noch paar Info's hast, kann auch später sein, ich bleibe am Ball u. werde diese Angelegenheit genauestens verfolgen.
Im anderen UA-Forum hat man mich ja gesperrt, weil ich diesen Thread hier dort verlinkt habe - trotz ausdrücklicher Genehmigung Pedro's; weiß nicht, was das soll u. was man da für Gründe hat?

Kannst Du mir bei der Gelegenheit noch sagen, welche SIM Karte die beste ist zum Telefonieren? Inet brauche ich nicht so dringend. Vielen Dank.

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Korruption an der Grenze bei Charkiv

#18 Beitrag von Vorkuta » Montag 17. Juni 2019, 16:25

Ich bin's noch mal. Habe diese ganze Geschichte einem Deutschen mit ständigem Wohnsitz i. d. UA mitgeteilt und gefragt, wie man sich doch in einem solchen Falle am Besten verhält? Seine Antwort schreibe ich hier mal unkommentiert herein:

[ ... ] Wenn ich schon lese, "auf dem Weg nach Russland" - dann ist bei mir alles klar. Diese "Geschichte" und vor allem diesen sogenannten "Petro" nehme ich nicht ernst, das riecht doch sehr nach Russentroll. Und die Ukraineforen  meide ich schon seit Jahren. Fakt ist, dass man kaum noch Polizei auf den Straßen sieht und zumindest dieses Problem der Korruption so gut wie der Vergangenheit angehört. Und sollte wirklich so etwas passieren, einfach auf einen richtigen Alkoholtest bestehen und die Telefonnummer der deutschen Botschaft und ihrer 24h-Hotine sollte man immer parat haben. Zu finden auf deren Seite. Wer heute noch (ungerechtfertigt) bezahlt ist selber schuld.

Quelle: Mein E-Mail-Postfach-Eingang vom 17.06. d.J., 14.57 Uhr

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Pedro
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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#19 Beitrag von Pedro » Montag 17. Juni 2019, 21:23

Servus,
man kann sich das Leben schon einfach machen und alles was einem nicht gefällt oder nicht in den engen Horizont paßt in die "Troll-Ecke" stellen.
Eigentlich eine ziemliche Respektlosigkeit!
Welchen Sinn sollte es denn machen sich eine solche Geschichte aus den Fingern zu saugen und sie hier zum Besten zu geben?
Mag ja sein, daß die "alten Füchse" hier vor so etwas gefeit sind. Für jemanden wie mich, der Landessprache nicht mächtig und vom Vorgehen vollkommen überrascht sieht das etwas anders aus......
Aber vielleicht haben ja einige der Schlaumeier die hier ihre wenig hilfreichen Kommentare abgeben mein Eingangsposting nicht gelesen oder nicht verstanden.
Der Vorgang hat sich direkt an der Grenze im dortigen Polizeiposten der ukrainischen Polizei abgespielt.
Ich wünsche "fast"allen, daß sie nie in eine solche Situation kommen.

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Kolobok
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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#20 Beitrag von Kolobok » Montag 17. Juni 2019, 22:41

Vorkuta hat geschrieben:
Sonntag 16. Juni 2019, 13:39
Kolobok hat geschrieben:
Samstag 15. Juni 2019, 23:50
Von so etwas habe ich ja schon lange nicht mehr gehört.
Hallo, Kolobok, vielen Dank f. Deine Worte u. Hilfe, dachte schon, hier passiert nichts mehr an Info's.

Zu Deinem von mir zitierten Satz: Mir ist das vor ca. 20 Jahren zwischen Cherson auf dem Wege nach Yalta passiert, genau das gleiche Muster.

Also meine Frage: Wie verhält man sich jetzt am besten als Ausländer, auch, wenn man die Sprache nicht versteht?
Das mit den vor 20 Jahren trifft es wahrscheinlich ganz gut, wenn ich sage, dass ich so etwas schon lange nicht mehr gehört oder erlebt habe und eigentlich war mein erster Gedanke wie der deines deutschen Bekannten in der Ukraine. Aber andererseits ist der Link mit den Informationen, den ich gebracht habe, doch relativ aktuell von Anfang dieses Jahres. Wer weiß, eventuell gibt es ja noch das eine oder andere schwarze Schaf ...
Da ich die Sprache ganz gut beherrschen, kann ich bei vermuteter Abzocke viel entspannter reagieren. Bin da also ein schlechter Ratgeber. Meine Strategie wäre in solcher Situation, wenn man die Nerven dazu hat, auf Zeit spielen. Zeit ist Geld und so ein Alkoholtest im Krankenhaus muss innerhalb von 2h erfolgen. Die wichtigen Sachen nur im Beisein von Zeugen machen. Soviel zur Theorie :)
Aber man sollte auch ehrlich zu sich sein. Als ich noch jünger war und die Polizeidichte wesentlich höher, da waren die Jungs zu 99% im Recht, wenn sie mir eine Strafe aufbrummten.
Von der deutschen Botschaft hätte ich in den ganzen Jahren ein Mal Hilfe gebraucht. Da aber gerade Freitagabend war, konnte da auch niemand helfen. Da war meine ukrainische Verwandtschaft viel rühriger. Aber das ist viele Jahre her und ich weiß nicht wie es heute ist.

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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#21 Beitrag von Kolobok » Montag 17. Juni 2019, 23:03

Die Frage, ob man die Fahrzeugpapiere aushändigen muss oder nicht, hat mich veranlasst mal etwas im Internet rumzustöbern. Jetzt tun mir die ukrainischen Polizisten schon fast leid, da sie ja fast gar nichts mehr dürfen.
Die Kurzfassung ist, dass wenn man nichts angestellt hat, man auch seine Papiere nicht aushändigen muss.
Entscheidung des obersten Gerichts vom 15.3.2019
https://ru.tsn.ua/auto/news/ukrayina/ve ... 15038.html

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Korruption an der Grenze bei Charkiv

#22 Beitrag von Vorkuta » Dienstag 18. Juni 2019, 11:28

Tilko hat geschrieben:
Sonntag 16. Juni 2019, 19:02
. . . Hallo Vorkuta, Ich werde aber trotzdem fragen. Vieleicht weiss Arends da was genaues der ist doch vor Ort.
Guten Morgen, Tilko, weil Du den Namen ARENDS hier erwähnst, habe gerade eine Mail von einem gewissen ARENS aus Kiew bekommen, vielleicht ist es ja der Gleiche? Hier der Text:

"Hallo Herr . . . , darauf gibt es keine pauschale Antwort.
An sich ist so etwas Heutzutage sehr selten und mir ist so etwas seit über 10 Jahren nicht mehr zu Ohren gekommen.
Notfalls rufen Sie die Polizei an. Das Ihnen sowas passiert ist aber sehr unwahrscheinlich. MfG. Peter Ahrens. "


Meine Anfrage an dieses Rechtsanwaltsbüro lautete so:

" Guten Tag und viele Grüße aus weiter Ferne, ich möchte mich mit einer speziellen Bitte u. Frage an Sie wenden.
Mehreren Bekannten ist es passiert, daß sie auf der Straße mit einem KFZ fahrend, von der ukrain. Polizei angehalten wurden, und es wurde ein Alkoholtest mit einem Blas-Gerät durchgeführt.- Trotz dessen, daß diese Leute nachweislich mehrere Tage keinen Alkohol zu sich genommen hatten, zeigte das Meßgerät immer mehr als 0,2 promille, meist 0,25 promille an.
Darauf sagten die Polizisten, sie müßten ein "Strafverfahren" eröffnen, könnten aber "ausnahmsweise" darauf verzichten, wenn der Kraftfahrer, hier also der Beschuldigte, gewillt u. in der Lage sei, ein "Bußgeld" zu zahlen; es wurde die Höhe des Bußgeldes zwischen 600 und 1200 € angegeben.

Meine Frage: Wie soll man sich hier als normaler Tourist verhalten?

Ich fand Ihre Adresse auf der Webseite des Ukraine-Forums: https://forum.ukraine-nachrichten.de/

Die genaue Beschreibung des Tatvorganges findet man hier: korruption-an-grenze-charkiv-t100943.html#p140498
Könnten Sie mir eventuell einige Tel.-Nummern nennen, die man in einem solchen Falle anrufen kann u. bei denen man dann auch Hilfe bekommt? "



Quelle: Mein E-Mail-Postfach, heute, 05.42 Uhr

Na ja, schauen wir mal, wie sich alles entwickelt . . .

Oder meintest Du den "Arends" aus dem anderen UA-Forum ? ...https://forum-ukraine.de/ https://forum-ukraine.de/
Da brauchst Du ja nicht zu fragen, die haben mich gesperrt, weil ich diesen Thread dort hin verlinkt habe - vielleicht paßt es ihnen dort nicht, wenn ich andere normale Touristen vor der UA - Polizei warnen will . . . ? Das läßt ja tiefgründige Schlüsse zu . . .

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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#23 Beitrag von Vorkuta » Mittwoch 19. Juni 2019, 14:41

Moin, Kolobok, und, vielen, vielen Dank f. all Deine Hilfen, ohne Dich wüßte ich ja nur die Hälfte.

Wenn ich es irgendwie technisch auf die Reihe bekomme, werde ich mir Deine verlinkten Seiten ausdrucken und mir in's Wohnmobil bereit legen.
Desweiteren werde ich alle Dokumente, wie: Reisepaß - KFZ-Schein mit Grüner Karte - fotografierte Visums-Seiten des Passes - all diese Dokumente werde ich vielfach kopieren u. sie auf Nachfrage der Polizisten aushändigen - die Original-Dokumente behalte ich an meinem Körper.
Sollte die Polizei Theater machen, wähle ich die NOTRUFNUMMER und fordere Hilfe an. - Selbstverständlich werde ich mir die Dienstnummern, die meist an der linken Brusttasche der Uniform zu sehen ist, aber auch das KFZ-Kennzeichen aufschreiben, wenn nicht der Einfachheit halber fotografieren, dann habe ich schon mal Belege.-
Sollte das alles immer noch nicht zur Befriedung der Situation beitragen, werde ich die Notrufnummer der Deutschen Botschaft in Kiew anrufen.
Dann folgt die Wartezeit, wobei es mich sehr interesssieren würde, wer mehr Zeit hat? Die Polizisten, die nach hause zu Muttern wollen Abendbrot essen oder ich als der Tourist, der 365 Tg / Jahr Urlaub hat.-
Selbstverständlich wird mein Riesenkühlschrank gut bis sehr gut bestückt sein, so daß ich während der Wartezeit nicht verhungern werde.

So weit zur Planung der ca 1000 km von der West- zur Ostgrenze der Ukraine.

Für weitere Hinweise + Ratschläge bin ich sehr dankbar.

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Re: Korruption an der Grenze bei Charkiv

#24 Beitrag von Tilko » Sonntag 30. Juni 2019, 00:06

Hallo Vorkuta,

hab leider erst jetzt ins Forum geschaut,da ich Nachtschicht und dann Mittagschicht hatte. Zu deinen Fragen, ja das ist der Peter Arends und hatte früher mal sein Büro direkt neben der deutschen Botschaft in Kiev.
Deine Papiere brauchst du nicht unbedingt am Körper zu tragen halt sie einfach gut lesbar an die halb geöffnete Autoscheibe deiner verriegelten Tür und lass Ihn/Sie in ruhe lesen und stecke sie dann wieder ein. Ich hab die selbst als wir in ihren Polizeiposten gegange sind nicht rausgerückt da war der eine schon recht sauer weil es mit der Kohle nicht so lief wie geplant. Der wollte mir ein Vorfahrt-Verstoß an die Backe nagel aber ich hatte eine funktionierende Dashcam im Auto von der er nichts wusste und zu guter letzt meinen Schwiegervater der Oberst im Ministerium für Zollangelegenheiten (weiss jetzt nicht ob das wirklich so heist wird aber häufig so bezeichnet) ist im Auto sitzen, natürlich in Zivil. Ich hatte jede menge Zeit .... am Ende konnte ich fahren ohne die geforderten 150,-€. Mir ging es nicht um das Geld sonder ums Prinzip. Habe dann im Anschluss demonstrativ dem Polizisten dem das ganze offensichtlich peinlich war 10,-€ in die Hand gedrückt und mich bei ihm bedankt. Das Gesicht von dem kleinen Giftzwerg [smilie=ireful2.gif] der mich abzocken wollte, dafür hätte ich dem anderen 100,- geben müssen und es wäre jeden Cent wert gewesen. Für den brach eine Welt zusammen und bei uns sorgt die Storry regelmäßig für Gelächter bei Familienfeiern.

Wenn ich genaueres zu der rechtlichen Grundlage mit den Fahrzeugpapieren erfahren sollte werde ich das hier bei meiner Rückkehr mitteilen.

Gruß Tilko [smilie=ukr_prapor]

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Korruption an der Grenze bei Charkiv

#25 Beitrag von Vorkuta » Sonntag 30. Juni 2019, 10:53

Vielen Dank, Tilko, für all Deine Mühen u. Hilfen, diesbezüglich steht man [fast] alleine auf weiter Flur.
Für diesen Satz von Dir: " Wenn ich genaueres zu der rechtlichen Grundlage mit den Fahrzeugpapieren erfahren sollte werde ich das hier bei meiner Rückkehr mitteilen." danke ich Dir ganz besonders.
Ich werde schon immer mal paar Kopien von allen relevanten Dokumenten machen lassen, die kann ich ja dann gerne den Polizisten geben, können sie sogar behalten.

Weißt Du, ob es wirklich so ist, daß jeder Polizist eine DIENSTNUMMER außen an seiner Uniform tragen muß?
Und ja, weißt Du, ob ich den von mir verlangten DIENSTAUSWEIS mit meinem Handy abfotographieren kann?

Und hier meine für heute letzte Frage:
Sind das die Tel.-Nummern der ANTIKORRUPTIONSBEHÖRDE in Kiew:
Номери тел.: (+38 044) 238-15-26, т/ф (+38 044) 238-15-87 | Поштова скринька МЗС: знаходиться за адресою: під’їзд №3, пл.Михайлівська 1 м.Київ.
Solltest Du in der UA sein, kannst Du das ja mal für mich herausfinden, möchte nicht von mir zu Hause da Gespräche führen, wenn überhaupt möglich.

Vielen Dank + schönen Sonntag! [smilie=sun_bespectacled.gif]

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