Recht, Visa und DokumenteKurzarbeit in der Ukraine / Maschinenein- und Ausfuhr

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NMatthias
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Kurzarbeit in der Ukraine / Maschinenein- und Ausfuhr

#1 Beitrag von NMatthias » Donnerstag 14. Februar 2019, 23:06

Hallo,
folgende Situation:
Deutsches Unternehmen muss für einen Kunden in der Ukraine 4-5 Tage Uniformen nach Maß anpassen.
3 deutsche Schneiderinnen, angestellt beim deutschen Unternehmen.
Ist hier ein Visum nötig? Oder irgendwelche anderen Formular/Nachweise/Bestimmungen zu beachten?
Es wird vor Ort nichts verkauft, Rechnungsstellung erst später.

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Es müssen für diese Kurzarbeit 3 Nähmaschinen und Bügelautomaten hingesendet/mitgebracht werden.
Was ist hier der beste Weg.
Carnet ATA soll nicht sooo sicher sein - was muss ich als sichere Nachweise/Zollerklärung mitführen?
Kennt jemand eine erfahrene Spediton?

Bin für alle Tipps sehr dankbar.

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henry
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Re: Kurzarbeit in der Ukraine / Maschinenein- und Ausfuhr

#2 Beitrag von henry » Samstag 16. Februar 2019, 12:57

Hallo,

der offizielle Weg ist der des Visums zur Arbeitsaufnahme. Visa Typ D.
Dazu gibt es im Internet genügend Informationen.
Ein gutes kostenloses Merkblatt gibt es bei der IHK Hannover.
Dabei ist es "egal", ob 3 Tage oder 3 Monate gearbeitet wird. Arbeit ist Erwerbsarbeit.

Die Mitnahme von Maschinen, soweit nicht privater Natur, funktioniert über ein Carnet meist problemlos.
Die örtliche IHK hat alle Formulare und erklärt die Vorgehensweise.

Der Knackpunkt ist, dass bei der Einreise manchmal geprüft wird, wer denn die Maschinen benutzt und ob die Person oder Firma berechtigt ist.

Hilfestellung:

Es kann unglaubhaft sein, wenn 3 Schneiderinnen in die Ulraine fahren, um etwas anzupassen, also zu arbeiten.

Kann es nicht eine Messe, Vorstellung oder Präsentation sein, eine Hilfestellung für ander, ohne Entgelt?

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NMatthias
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Re: Kurzarbeit in der Ukraine / Maschinenein- und Ausfuhr

#3 Beitrag von NMatthias » Samstag 16. Februar 2019, 16:11

Vielen lieben Dank für die Antwort Henry!

Ja, genau das ist unsere Befürchtung, das bei Einreise jemand Prüfungsverfahren startet.
Da es sich um die Flusskreuzfahrt handelt, gibt es nur einen sehr engen Zeitplan innerhalb welchem unsere Schneiderinnen die Crew abgearbeitet haben müssen.

Die IHK hat mir ja die "Knackpunkte" genannt und darauf hingewiesen das im Zweifel eine Prüfung stattfindet, Strafen, Kaution fällig wird dessen Höhe man nicht einschätzen kann da Beamtenabhängig u.ä.

Wenn ich über eine Spedition vorausschicke, ca 4 Wochen vorher möglich, sollte es sicherer sein oder?

Ich habe einfach Sorge das unsere Damen Probleme vor Ort bekommen wenn irgendetwas Grund zur Prüfung geben würde.
Sie nähen ja auf einem Schiff im Hafen. Wer weiss was dort wie kontrolliert ist...
Das Arbeitsvisum sollte aber doch hier ebenfalls das sicherste sein, oder?

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Mawi
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Re: Kurzarbeit in der Ukraine / Maschinenein- und Ausfuhr

#4 Beitrag von Mawi » Samstag 16. Februar 2019, 21:02

Du hattest dazu schon in einem anderen Thema angefragt, aber meine Antwort oder besser mein Tipp ist verloren gegangen.
Deshalb noch einmal.
Du hast inzwischen erkannt, dass es sehr umständlich und aufwändig zu organisieren ist und Unwägbarkeiten bleiben.
Mir sind Lösungen am liebsten, wenn man Beamte, Kontrolleure und Genehmigungsverfahren umgeht, wenn es dem Anliegen nützlich ist und keine Rechtsverstöße beinhaltet.
Ich würde in einem polnischen Grenzort einen Raum suchen, der für die Arbeiten nutzbar ist. Die Näherinnen können dort problemlos arbeiten, alles EU.
Die Uniformen werden als Reisgepäck in geeigneten Mengen/Anzahl von Helfern in Ameisentaktik über die Grenze gebracht und dort genäht. Der Weg genauso zurück.
Für das Massabnehmen fährt eine Näherin zu der Auftragsfirma und nimmt dort an den Kunden Maß. Wenn es notwendig erscheint, dann fahren die Frauen eben mit einem Minbus in den polnischen Grenzort, sie haben einen Ausflug und da es inzwischen ohne Visa möglich ist, dann werden sie sich vielleicht sogar freuen, mal nach Polen zu fahren.
Der Aufwand, die Maschinen in die Ukraine zu bringen und wieder hinaus ist wesentlich größer und unsicherer, als der Aufwand die Näherinnen nach Polen zu bringen und Kunden dorthin.
Quartier brauchen die Näherinnen immer, egal wo sie nähen.
Ich würde diese Variante prüfen. Nach Przemysl fahren sogar Züge von der Ukraine.

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henry
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Re: Kurzarbeit in der Ukraine / Maschinenein- und Ausfuhr

#5 Beitrag von henry » Sonntag 17. Februar 2019, 08:41

Hallo,

ja, das Arbeitsvisum wäre der sicherste Weg.

Die Beantragung kann über den Auftraggeber in der Ukraine erfolgen, wenn er eine Firma ist oder ein Gewerbe betreibt.
Die Vorgehensweise ist ähnlich der in Deutschland vor 3 Jahren, etwas viel Aufwand, aber machbar.

Der Vorschlag von Mawi wäre auch machbar. Fachlich wäre es dann ein Veredlungsverker.
Da aber die Werte eher gering sind, könnte es privat machbar sein.

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NMatthias
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Re: Kurzarbeit in der Ukraine / Maschinenein- und Ausfuhr

#6 Beitrag von NMatthias » Sonntag 17. Februar 2019, 22:38

Ich dank euch wirklich sehr!!

Die Gedankengänge bzgl Polen sind klasse, und eine gute Idee.
Nur leider ist es nicht so einfach.
Die Crew deren Uniformen wir anpassen müssen ist nur zu bestimmten Tagen überhaupt vor Ort. Danach eben mit Flusskreuzfahrtschiff auf dem Wasser.
Reisegepäck... Ja... Wäre super. Aber die Kleidungsstücke werden per Container bereits zu Anfang März geholt.
1x Russland, der andere Container in die Ukraine. Darum kümmert sich der Kunde selber. Dieser ist ein Weltkonzern der aber bis dato auch noch keine Erfahrungen mit genau dieser Planung mit allen akuten Aspekten hat.

Alles sehr tricky und wir sind eindeutig zu blauäugig voran gegangen.
Jetzt hab ich keine andere Wahl mehr als schnellstens die sicherste Lösung zu finden.

Die Maschinen können nicht mit in den Container da es Arbeitsgeräte sind, die noch in Deutschland im Einsatz sind. Bis Anfang April.

Die Schneiderinnen fliegen nur für die Tage in die Ukraine, in welcher auch die Crew komplett vor Ort ist.
Die Maschinen sind auch zu gross und schwer um sie mitnehmen zu können.

Sicherlich würde ich auch die Lücken ohne Bürokratie nutzen wollen... Aber da wir auch die Fürsorgepflicht der Schneiderinnen sehr ernst nehmen... Muss der sicherste Weg her.

Arbeitsvisum durch den Kunden ist ein guter Punkt. Das werde ich nachhaken.

Puh... Was ist das alles komplex.

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