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die Lage für die Bevölkerung in die durch Separatisten besetzen Gebieten

#1 Beitrag von Freund » Samstag 13. Dezember 2014, 09:49

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von 0629 Mariupol Stadtseite

Der Bericht ist in russisch, ich kann soviel oder sowenig russisch wie die meisten hier.
Aber was ich mit google übersetze, reicht mir.

Es muss ein Traum sein, ein richtiger richtiger Alptraum
in diesen Gebieten leben zu müssen oder dürfen.
Das kommt wohl auf darauf an, auf welcher Seite man steht.

Steht man auf keiner Seite. Ist einfach nur Mensch.
Mensch, der in Ruhe leben will, steht man fassungslos daneben.

Was ist das Ziel der Seperatisten? Mord, Totschlag, Unterdrückung?

Was ist die Hoffnung der Menschen in den Gebieten?

Ausbeutung, Erniedrigung, ja fast schon Sklavenhaltung, Einschüchterung,
finanzielles Desaster.

Was ist aus dieser sogenannten Revolution nur geworden?
Ich erinnere mich noch so gut an das Referendum im Mai.
Die Freude den Menschen über den Sieg, die angebliche Freiheit.


Ich hätte sie Ihnen als Mensch so sehr gegönnt. Ich hab mich damals sogar
noch mit ihnen gefreut, weil ich sogar einwenig Verständnis für ihre Ziele hat.

Ich frage mich, was muss in diesen Menschen vorgehen, denen man binnen kürzester Zeit
alles, aber wirklich alles geraubt hat, was das Leben lebenwert macht.
Ich weiss nicht, was ich dazu noch sagen soll.

Ich bin einfach erschüttert über soviel Leid und Unheil.
Sind das die Ziele der Herren die jetzt das Zepter im Donbass führen?
Totale Unterdrückung und Ausbeutung der Bevölkerung?

So wird niemals ein eigenständiger Staat enstehen. Auf dieser Basis sicher nicht.

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Re: die Lage für die Bevölkerung in die durch Separatisten besetzen Gebieten

#2 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 13. Dezember 2014, 10:19

Es ging ja auch schon lange nicht mehr um einen eigenständigen Staat, sondern darum, in der Ukraine einen Konfliktherd geschaffen zu haben, den man an und ausschalten kann, wie es einem beliebt. Das mit dem eigenständigen Staat (Noworossia) hat ja (noch?) nicht geklappt, weil es zu viel Gegenwehr der gesamten Ukraine gab. Es ging den "Separatisten" und ihren Helfershelfern von Anfang an nicht um die Bevölkerung. Wer das geglaubt hat und immer noch glaubt, muss schon sehr naiv sein.

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Re: die Lage für die Bevölkerung in die durch Separatisten besetzen Gebieten

#3 Beitrag von Freund » Samstag 13. Dezember 2014, 11:32

Dann sag ich dir offen und ehrlich und ich bin sicher, da bin ich nicht alleine,

dann war ich sehr. Dann war ich anfangs wirklich naiv. [smilie=dash2.gif]

Aber man lernt ja dazu.

Deswegen packt trotzdem die Wut, wenn ich solche Dinge lese.

...---... [smilie=ukr_prapor] ...---...

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Re: die Lage für die Bevölkerung in die durch Separatisten besetzen Gebieten

#4 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 13. Dezember 2014, 11:39

Freund hat geschrieben:Dann sag ich dir offen und ehrlich und ich bin sicher, da bin ich nicht alleine,

dann war ich sehr. Dann war ich anfangs wirklich naiv. [smilie=dash2.gif]

Aber man lernt ja dazu.

Deswegen packt trotzdem die Wut, wenn ich solche Dinge lese.

...---... [smilie=ukr_prapor] ...---...
Die Betonung lag eigentlich auf "immer noch" !

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Re: die Lage für die Bevölkerung in die durch Separatisten besetzen Gebieten

#5 Beitrag von Malcolmix » Samstag 13. Dezember 2014, 15:20

Wenn man so will, könnte man paracelsus schon zustimmen. 1-2 Jahre Herrschaft von den Separatisten dürften ausreichen, um den Menschen jegliche Illusionen zu nehmen. Angesichts der Lage in der von den Separatisten bzw. irgendwelchen Kozakenverbände besetzten und verwalteten Gebiete ist das sicherlich auf der einen Seite ein verlockender Gedanke, auf der anderen Seite müssen halt Menschen die willkürliche Herrschaft der Separatisten ausbaden. Übersetzt: Taktisch sicherlich eine gute Idee, aber auf eine gewisse Art und Weise auch eine zynische Idee. Abgesehen davon indirekt auch eine teure Idee. Denn Flüchtlinge wird es vermutlich auch in der Zukunft geben.

Wobei ich mir gerade die Frage stelle: Welche Gesetze gelten denn da eigentlich in diesen "Volks"republiken? Und gibt es da überhaupt die Möglichkeit, Gerichte anzurufen? Es macht mir ein wenig den Eindruck, als ob die Separatisten eher das System der Feudalherrschaft bevorzugen...

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Gast
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Re: die Lage für die Bevölkerung in die durch Separatisten besetzen Gebieten

#6 Beitrag von Gast » Samstag 13. Dezember 2014, 20:25

@Freund
zum ersten Post: du bist und warst wirklich naiv.
Geht es den Menschen in der Ukraine fernab der Separatisten wirklich deutlich besser (zuletzt hatten wir manche Wahrheiten für 2015 hören und lesen können) ?
Malcolmix hat geschrieben:Wenn man so will, könnte man paracelsus schon zustimmen. 1-2 Jahre Herrschaft von den Separatisten dürften ausreichen, um den Menschen jegliche Illusionen zu nehmen. Angesichts der Lage in der von den Separatisten bzw. irgendwelchen Kozakenverbände besetzten und verwalteten Gebiete ist das sicherlich auf der einen Seite ein verlockender Gedanke, auf der anderen Seite müssen halt Menschen die willkürliche Herrschaft der Separatisten ausbaden. Übersetzt: Taktisch sicherlich eine gute Idee, aber auf eine gewisse Art und Weise auch eine zynische Idee. Abgesehen davon indirekt auch eine teure Idee. Denn Flüchtlinge wird es vermutlich auch in der Zukunft geben.

Wobei ich mir gerade die Frage stelle: Welche Gesetze gelten denn da eigentlich in diesen "Volks"republiken? Und gibt es da überhaupt die Möglichkeit, Gerichte anzurufen? Es macht mir ein wenig den Eindruck, als ob die Separatisten eher das System der Feudalherrschaft bevorzugen...
erfolgreiche Entstehung der Volksrepubliken, wenn sie überhaupt klappen sollte, wird mind. die genannten 1-2 Jahre dauern. Selbst mit einer neue Partei ist das nicht so einfach länger als paar Jahre erfolgreich zu sein. Viele Menschen im Donbass wollen mit den aktuellen Machthabern nichts zu tun haben. Und sie haben eine gute Startmöglichkeit, die Kohle. Würden sie erfolgreich die Kohle fördern und verkaufen (auch mit Russlands Hilfe), könnte es mit den Volksrepubliken klappen.

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