Allgemeines DiskussionsforumLawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

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Optimist
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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#101 Beitrag von Optimist » Mittwoch 9. Februar 2011, 21:26

Gehen Sie doch nun mal auf die Kriegsführung der UdSSR und Russland der letzten 60 Jahre ein, welche Samthandschuh wurden denn z.B. in Afganistan und Tschetschenien oder Ungarn, Polen, CSSR u.s.w. getragen, wie hat man sein eigenes Volk umgebracht? Also wenn Sie hier die Verbrechen an der Menschheit unbedingt aufwiegen wollen, dann machen Sie es bitte nicht so einseitig.

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#102 Beitrag von retlaw » Mittwoch 9. Februar 2011, 22:24

Optimist hat geschrieben:Gehen Sie doch nun mal auf die Kriegsführung der UdSSR und Russland der letzten 60 Jahre ein, welche Samthandschuh wurden denn z.B. in Afganistan und Tschetschenien oder Ungarn, Polen, CSSR u.s.w. getragen, wie hat man sein eigenes Volk umgebracht? Also wenn Sie hier die Verbrechen an der Menschheit unbedingt aufwiegen wollen, dann machen Sie es bitte nicht so einseitig.

Diesen Part haben sie doch schon vorher übernommen. Ich erlaube mir nur ihre einseitigen Ansichte und die ihrer Politkumpane etwas aufzulockern...
Übrigens habe ich in keinem meiner Beiträge einseitig behauptet, die einen wären nur gut und die anderen nur Böse wie sie es tun...
Ekelhaft für mich ist, das die so genannte westliche Wertegemeinschaft sich sowas von menschenrechtlerisch darstellt und in ihren Hinterhöfen die schlimmsten Verbrechen nicht nur zulassen, sondern auch oftmals selbst ausüben.... es ist eine ekelhafte Heuchelei... Neustes Beispiel - Diktatur Agypten... In die Fernsehkameras werden von den Politikern der freiheitlichen, westlichen "Unwertegemeinschaft", dem ägyptischem Volk etwas von Demokratie und Freiheit vorgelogen und in der Realtät wird dieses Volk mit deutschen und US Waffen abgeknallt...
Ich habe nach der Beendigung des kalten Krieges, weder von den Russen, chinesen, Indern oder Brasilianern in dieser selbstumschleimenden Art gehört, sie seien das gewissen der Welt und hätten das Recht, jeden der nicht so will wie sie, auszubomben, abzumurksen, zu Foltern...

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#103 Beitrag von Optimist » Mittwoch 9. Februar 2011, 22:33

Irgendwie kommt mir Wortwahl und Akzent bekannt vor.. Erich... ja, Erich Mielke.. wenn ich nicht genau wüsste... ?

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#104 Beitrag von retlaw » Mittwoch 9. Februar 2011, 22:49

Optimist hat geschrieben:Irgendwie kommt mir Wortwahl und Akzent bekannt vor.. Erich... ja, Erich Mielke.. wenn ich nicht genau wüsste... ?

Das schreiben die Meisten, die mit Argumenten nicht mehr weiterkommen. Nu fehlt nur noch die Stasibeschuldigung und...
Das sind, wie gesagt, in der Regel die Argumente der "Bürgerechtler" die vermeinen die DDR allein gestürzt zu haben und in Wirklichkeit zu den allgemeinen DDR-Volksfeiglingen gehörten...

Ich nehme mal an, wenn se von von den Amis jelernt haben würden, wären sie wahrscheinlich, von ihrer Einstellung her, glatt weg in der Lage mit ner verbündeten Nutte, mir eine Vergewaltigung anzuhängen...nöch?? Sie Freiheitskämpfer...

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#105 Beitrag von paracelsus » Mittwoch 9. Februar 2011, 23:08

Optimist hat geschrieben:Gehen Sie doch nun mal auf die Kriegsführung der UdSSR und Russland der letzten 60 Jahre ein, welche Samthandschuh wurden denn z.B. in Afganistan und Tschetschenien oder Ungarn, Polen, CSSR u.s.w. getragen, wie hat man sein eigenes Volk umgebracht? Also wenn Sie hier die Verbrechen an der Menschheit unbedingt aufwiegen wollen, dann machen Sie es bitte nicht so einseitig.

Setzt du eigentlich die heutige Russische Föderation und die untergegangene UDSSR gleich? Existieren denn in deiner Sicht da keinerlei Unterschiede?

Bis auf die beiden Tschetschenienkriege waren das doch sowjetische Handlungen. Dies der heutigen russischen Führung anzulasten, erscheint zumindest mir, an den Haaren herbeigezogen zu sein.

Und zu den beiden Tschetschenienkriege wage ich anzumerken: Was würde die Welt zu einem Kaukasischen Kalifat sagen?
Dschihadisten sind doch nette Kerle?

Ach ja, es gab ja auch noch den Georgienkrieg......... [smilie=dash2.gif]
Optimist hat geschrieben:Irgendwie kommt mir Wortwahl und Akzent bekannt vor.. Erich... ja, Erich Mielke.. wenn ich nicht genau wüsste... ?
Zu solch einem Spruch fällt mir eigentlich nur etwas ein, was ich aber unter Rücksicht auf die Nettiquette nicht schreiben möchte. Na denn, Prost!
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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#106 Beitrag von Optimist » Donnerstag 10. Februar 2011, 08:00

Beispiel Tschernobyl und Atom U-Boot "Kursk". Das Ausland hat Moskau darauf hingewiesen, dass es einen Störfall gibt. Aus Moskau kommen am Anfang nur Lügen, dass sich die Balken biegen. Weiter wird internationale Hilfe abgelehnt... und die eigenen Leut lässt man elend verrecken. Ein Menschenlebend hat für die Sowjets nicht viel gezählt und heute auch nicht. Es gibt der Beispiele viele.

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#107 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 10. Februar 2011, 09:02

Tchernobyl liegt in der Ukraine. Hier haben Ukrainer gemauert und auch denen waren Menschenleben nichts wert. Sie hätten schneller Maßnahmen ergreifen können, ohne das eigene Leben zu riskieren.

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#108 Beitrag von mbert » Donnerstag 10. Februar 2011, 10:33

Sonnenblume hat geschrieben:Tchernobyl liegt in der Ukraine. Hier haben Ukrainer gemauert und auch denen waren Menschenleben nichts wert. Sie hätten schneller Maßnahmen ergreifen können, ohne das eigene Leben zu riskieren.
Trotz der offiziell föderalen Struktur war die СССР doch letztlich ein zentralistisches Konstrukt. Was Du über diese Katastrophe schreibst, wirkt auf mich nicht wirklich fundiert. Ich hatte vor einer Weile mal die Gelegenheit, einen Vortrag des ukrainischen Journalisten Viktor Timtschenko zu seinem Buch "Ukraine - Einblicke in den neuen Osten Europas" zu hören. Das Buch enthält neben diversen mehr oder weniger witzigen Anekdoten ein Kapitel, in dem er beschreibt, wie er - damals in Kyiv lebend - den Vorfall erlebte. Das, was man da liest, steht im krassen Widerspruch zu dem, was Du hier schreibst. Das soll nicht heißen, dass die Ukrainer von Moskau schlechter behandelt wurden als andere (Menschenleben, egal wo, scheinien damals wirklich wenig wert gewesen zu sein), aber die Hauptverantwortung liegt m.E. eindeutig in Moskau.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#109 Beitrag von paracelsus » Donnerstag 10. Februar 2011, 11:57

mbert hat geschrieben: Trotz der offiziell föderalen Struktur war die СССР doch letztlich ein zentralistisches Konstrukt. Was Du über diese Katastrophe schreibst, wirkt auf mich nicht wirklich fundiert. Ich hatte vor einer Weile mal die Gelegenheit, einen Vortrag des ukrainischen Journalisten Viktor Timtschenko zu seinem Buch "Ukraine - Einblicke in den neuen Osten Europas" zu hören. Das Buch enthält neben diversen mehr oder weniger witzigen Anekdoten ein Kapitel, in dem er beschreibt, wie er - damals in Kyiv lebend - den Vorfall erlebte. Das, was man da liest, steht im krassen Widerspruch zu dem, was Du hier schreibst. Das soll nicht heißen, dass die Ukrainer von Moskau schlechter behandelt wurden als andere (Menschenleben, egal wo, scheinien damals wirklich wenig wert gewesen zu sein), aber die Hauptverantwortung liegt m.E. eindeutig in Moskau.
Klar war die Struktur der UdSSR nur offiziell föderalistisch. Politischer Taktgeber war die KPdSU mit ihren Gremien.

Aber um die UdSSR geht es in dieser Diskussion doch beileibe nicht. Dass die Sowjetunion von der großen Mehrheit der Bevölkerung in den Nachfolgerepubliken nicht zurückgewünscht wird, dürfte unbestritten sein.

Immer wieder werden - in dieser und anderen Diskussionen - die unbestrittenen Untaten der kommunistischen Führung der UdSSR dem Russland der heutigen Zeit angelastet. Als Folge wird Putin ständig latent mit Stalin und die RF mit der UdSSR gleichgesetzt. Dies verdient m.E weder Putin noch die RF.

Die UdSSR hat sich weitgehend friedlich – geschichtlich beinahe schon beispielhaft – selbst abgeschafft. Nicht zuletzt, weil die Menschen die Nase voll hatten. August-Putsch und Verfassungskrise spielten sich ebenfalls in Moskau ab.

Die RF ist halt einer der vielen Nachfolgestaaten der UdSSR, wie es ebenfalls die Ukraine, Weißrussland, Kasachstan, Usbekistan, Georgien...... usw. sind. Die RF ist allerdings aufgrund ihrer Größe und der vorhandenen Ressourcen eine Großmacht, die nun ihre Interessen verfolgt. Das die russische Führung Russische Interessen im Auge hat, sollte Jedem vollkommen normal erscheinen. Zumindest solange keine anderen Nationen überfallen, ausgebeutet oder anderweitig unterjocht werden.

Die Zeit des kalten Krieges sollte selbst in den Gedanken der "glühenden Patrioten" vorbei sein. Die Ökonomien sind heutzutage weitgehend globalisiert. Eine Nation wie Russland folgt dieser Maxime ebenfalls und verhökert ihre Bodenschätze weltweit nach marktwirtschaftlichen Aspekten. Ideologie und Nationalismus ist doch Schnee von gestern.
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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#110 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 10. Februar 2011, 12:23

mbert hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Tchernobyl liegt in der Ukraine. Hier haben Ukrainer gemauert und auch denen waren Menschenleben nichts wert. Sie hätten schneller Maßnahmen ergreifen können, ohne das eigene Leben zu riskieren.
Trotz der offiziell föderalen Struktur war die СССР doch letztlich ein zentralistisches Konstrukt. Was Du über diese Katastrophe schreibst, wirkt auf mich nicht wirklich fundiert. Ich hatte vor einer Weile mal die Gelegenheit, einen Vortrag des ukrainischen Journalisten Viktor Timtschenko zu seinem Buch "Ukraine - Einblicke in den neuen Osten Europas" zu hören. Das Buch enthält neben diversen mehr oder weniger witzigen Anekdoten ein Kapitel, in dem er beschreibt, wie er - damals in Kyiv lebend - den Vorfall erlebte. Das, was man da liest, steht im krassen Widerspruch zu dem, was Du hier schreibst. Das soll nicht heißen, dass die Ukrainer von Moskau schlechter behandelt wurden als andere (Menschenleben, egal wo, scheinien damals wirklich wenig wert gewesen zu sein), aber die Hauptverantwortung liegt m.E. eindeutig in Moskau.
Was ich schreibe, wirkt nicht fundiert, aber ein Buch, das einer geschrieben hat, der zu der Zeit in Kiew lebte, ist fundiert? Noch dazu von einem Journalisten, der Geld damit verdient, den Leuten zum Munde zu reden?
Optimist hatte geschrieben:"Das Ausland hat Moskau darauf hingewiesen, dass es einen Störfall gibt. Aus Moskau kommen am Anfang nur Lügen, dass sich die Balken biegen."
Was hat die Ukrainische Regierung oder zuerst den Werksleiter daran gehindert, sofort alles in Bewegung zu setzen, dass Schadensbegrenzung betrieben werden kann? Moskau kommt hier erst an 2. Stelle.

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#111 Beitrag von mbert » Donnerstag 10. Februar 2011, 12:30

Sonnenblume hat geschrieben: Was ich schreibe, wirkt nicht fundiert, aber ein Buch, das einer geschrieben hat, der zu der Zeit in Kiew lebte, ist fundiert? Noch dazu von einem Journalisten, der Geld damit verdient, den Leuten zum Munde zu reden?
Das "Leute zum Munde reden" ist eine Unterstellung. Fakt ist, dass der Mann den Unfall aus relativ großer Nähe miterlebt hat, Freunde durch die Folgen des Unfalls verlor und sehr anschaulich beschreibt, auf welche Art man sich damals Informationen "konstruierte", die es offiziell (noch) nicht gab. Diese Schilderungen sind darüberhinaus konsistent zu dem, was man aus anderen Quellen erfährt. Solange Du nur allgemeine Formulierungen bringst, wirkt Deine Darstellung auf mich tatsächlich nicht fundiert.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#112 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 10. Februar 2011, 12:42

mbert hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben: Was ich schreibe, wirkt nicht fundiert, aber ein Buch, das einer geschrieben hat, der zu der Zeit in Kiew lebte, ist fundiert? Noch dazu von einem Journalisten, der Geld damit verdient, den Leuten zum Munde zu reden?
Das "Leute zum Munde reden" ist eine Unterstellung. Fakt ist, dass der Mann den Unfall aus relativ großer Nähe miterlebt hat, Freunde durch die Folgen des Unfalls verlor und sehr anschaulich beschreibt, auf welche Art man sich damals Informationen "konstruierte", die es offiziell (noch) nicht gab. Diese Schilderungen sind darüberhinaus konsistent zu dem, was man aus anderen Quellen erfährt. Solange Du nur allgemeine Formulierungen bringst, wirkt Deine Darstellung auf mich tatsächlich nicht fundiert.
Wir sind uns ja einig, dass Informationen "konstruiert " wurden. Und deshalb nochmals:" Was hat die Ukrainische Regierung oder zuerst den Werksleiter daran gehindert, sofort alles in Bewegung zu setzen, dass Schadensbegrenzung betrieben werden kann? Moskau kommt hier erst an 2. Stelle."

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#113 Beitrag von mbert » Donnerstag 10. Februar 2011, 12:55

paracelsus hat geschrieben: Die Zeit des kalten Krieges sollte selbst in den Gedanken der "glühenden Patrioten" vorbei sein. Die Ökonomien sind heutzutage weitgehend globalisiert. Eine Nation wie Russland folgt dieser Maxime ebenfalls und verhökert ihre Bodenschätze weltweit nach marktwirtschaftlichen Aspekten. Ideologie und Nationalismus ist doch Schnee von gestern.
Ich stimme mit Dir in allem, was Du schreibst, überein. Die Führung der RF sollte mit den selben Maßstäben wie die anderer Länder gemessen werden.
Ich finde es auch legitim, dass Russland seine eigenen Interessen wahrt.

Darüberhinaus hat Russland wie jedes andere Land auch eine gewisse Verantwortung bezüglich seiner Geschichte. Damit meine ich nicht, dass ein Land bis in alle Ewigkeiten per se irgendwie "schuldig" ist, es gibt da noch eine andere Art der Verantwortung, die ich gern mal an ein paar unverfänglichen Beispielen festmachen möchte:

Die USA begründen ihre Existenz auf der gewaltsamen Eroberung ihres Territoriums und der weitgehenden Urbevölkerung. Diese Tatsache totzuschweigen oder zu beschönigen, ist in meinen Augen ein nicht verantwortungsvoller Umgang mit der Vergangenheit.

Deutschland hat im 20. Jh den schrecklichsten Krieg in der Geschichte angefangen und nebenher Verbrechen begangen, für die erst ein neues Wort erfunden werden musste - Genozid. Deutschland hat nach dem Krieg immerhin zu einem guten Teil (man kann darüber diskutieren, ob in einem ausreichenden Maße) versucht, einen Versöhnungsprozess mit den früheren Opfern anzustoßen und dabei klar Position zu beziehen, indem man sich zu demokratischen Werten bekannte und sich von den ideologischen (Un-) Werten und den Taten der Nazis distanzierte. Dass es dabei auch Defizite gab (Filbinger etc.), ist unbestritten, aber die Ausrichtung war schon grundsätzlich eine richtige.

Frankreich hat lange eine Geschichtsschreibung propagiert, nach der jeder Franzose per se ein Widerstandskämpfer war. Die Auseinandersetzung mit der Kollaboration kam reichlich spät und in manchen Köpfen überhaupt nicht an.

In Polen haben Intellektuelle bereits früh nach dem Krieg den Prozess einer Aufarbeitung der polnischen Geschichte begonnen, in der Polen sowohl Opfer als auch Täter (was viele eben nicht einsehen mochten) waren ("Wir vergeben und bitten um Vergebung").

Nun aber zu Russland:

In Russland wurde ein deartiger Prozess in den 90er Jahren begonnen, primär in Form einer Rückbesinnung zu den alten, vorrevolutionären, Werten, der sich in der Transformation in ein christlich und kapitalistisch geprägtes Land sowie durch Distanzierung von den Verbrechen Stalins aund anderer kommunistischer Führer manifestierte. Gut, die Eroberungskriege Russlands im 18. und 19. Jh wurde hier nicht thematisiert, aber lassen wir es mal bei der Phase der kommunistischen Herrschaft.

Meine Kritik an Russland (die hier eigentlich überhaupt kein Thema war, aber wo wir gerade dabei sind *g*) entzündet sich daran, dass genau dieser damals angefangene Aufarbeitungsprozess jetzt unter der derzeitigen Führung wieder zurückgedreht wird (dass es z.B. überhaupt gedultet wird, dass Stalin zu eine der größten Russen der Geschichte gewählt wird, ist in meinen Augen eine Ungeheuerlichkeit).

Dass man jeglichen Bedarf, sich mit der gewaltsamen Unterdrückung z.B. der Ukraine oder des Baltikums (die Liste ist noch viel länger) zu befassen, abstreitet, fällt für mich in die Verantwortlichkeit der derzeitigen Regierung und ihrer Politik. Dass auch andere Länder da ihre Defizite haben, ist unbestritten, und ich kritisiere es bei ihnen genau so. Aber wer neben den Deutschen einen der beiden schlimmsten Massenmörder des 20. Jh in seiner Geschichte hat, hat aus meiner Sicht eine moralische Pflicht zu einem verantwortungsvollen Umgang damit.

Russland ist groß und stark genug, sich nicht für das Eingestehen einer Geschichte, die praktisch jeder außer ihnen selber anerkennt, nicht politisch erpressen zu lassen. Ich glaube aufgrund der Erfahrungen, die wir Deutschen nach WK 2 gemacht haben, dass dieser erste Schritt notwendige wenn auch nicht hinreichende Bedingung für eine Versöhung mit den früheren Opfern ist und gleichzeitig etwaigen dort vorhandenen Extremisten den Boden abgräbt.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#114 Beitrag von mbert » Donnerstag 10. Februar 2011, 13:05

Sonnenblume hat geschrieben: Wir sind uns ja einig, dass Informationen "konstruiert " wurden. Und deshalb nochmals:" Was hat die Ukrainische Regierung oder zuerst den Werksleiter daran gehindert, sofort alles in Bewegung zu setzen, dass Schadensbegrenzung betrieben werden kann? Moskau kommt hier erst an 2. Stelle."
Du setzt voraus, dass man in Kyiv nicht im Rahmen dessen, wozu sie authorisiert war, alles mögliche probiert hat, den Schaden zu begrenzen. Es gab damals überhaupt keine Infrastruktur, die geeignet gewesen wäre, mit einem derartigen Unfall technisch umzugehen. Weiterhin setzt Du voraus, dass der Einfluss einer lokalen Führung groß genug gewesen wäre, die Bevölkerung zu evakuieren oder Information über den Störfall nach außen dringen zu lassen.
Nach allem, was ich weiß (und das ist auch konsitent zu dem, was Timtschenko schreibt), war beides nicht der Fall. Wenn Du Belege für Deine Annahmen hast, solltest Du sie bringen. Andernfalls bleibe ich dabei, dass ich sie nicht fundiert finde.
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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#115 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 10. Februar 2011, 13:38

mbert hat geschrieben: Weiterhin setzt Du voraus, dass der Einfluss einer lokalen Führung groß genug gewesen wäre, die Bevölkerung zu evakuieren oder Information über den Störfall nach außen dringen zu lassen.
Ja, dazu hätte man Zivilcourage benötigt und nicht einen über alles stehenden vorauseilenden Gehorsam.
Es gibt einen guten Artikel in Wikipedia zu dem Unglück:Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Dort kannst du unter Anderem Folgendes nachlesen:
"26. April 1986, 04:30: Akimow meldet einem Mitglied der Kraftwerksleitung, Nikolai Formin, dass der Reaktor intakt geblieben sei. Obwohl augenscheinlich überall kontaminierte Bruchstücke des Brennstoffes sowie Graphitelemente verstreut lagen und die Situation bei Tageslicht offensichtlich war, wird seitens der Operatoren sowie der Kraftwerksleitung noch bis zum Abend des 26. April darauf beharrt, dass der Reaktor intakt sei und nur gekühlt werden müsse. Entsprechende Meldungen wurden nach Moskau übermittelt. Dieser Umstand ist nach Medwedew hauptursächlich für die späte Evakuierung der Stadt Prypjat."
Ich hatte nach der Verantwortung von Ukrainern gefragt...
Und ja, ich setze voraus, dass es in der Macht der Ukrainischen Regierung/Partei stand, die Leute zeitnah zu evakuieren und andere betroffene Länder zu informieren!

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#116 Beitrag von retlaw » Donnerstag 10. Februar 2011, 13:58

Optimist hat geschrieben:Es hackt doch keiner. Ich möcht nur sagen, dass es Russland allein nie gelungen wäre, auf die Beine zu kommen. Erst internationale Hilfe, auch die vom Erzfeind USA, haben die Lage in Russland stabilisiert( soviel zu den "Siegertypen!"). Und ich möchte jede Wette eingehen, dass in nicht all zu ferner Zukunft, dieses Drama sich wiederholt, und es wieder internationalen Hilfsleistungen bedarf, das Land wieder hochzupeppeln. Geht einfach darum, dass man auch als Diktator auf dem Teppich bleiben muss und man sich mit mieser Propaganda nur unbeliebt macht, um mehr nicht! Je mehr man alles kompliziert desto besser wird der Ruf von Putin auch nicht!
Ich würde Ihnen dringend von dieser Wette abraten. Bevor es soweit kommen sollte wie sie es hier schildern, ist dei USA nichteinmal der Weltmöchtegernoberbestimmer, sondern eine Macht unter ferner liefen...

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#117 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 10. Februar 2011, 14:24

retlaw hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:Es hackt doch keiner. Ich möcht nur sagen, dass es Russland allein nie gelungen wäre, auf die Beine zu kommen. Erst internationale Hilfe, auch die vom Erzfeind USA, haben die Lage in Russland stabilisiert( soviel zu den "Siegertypen!"). Und ich möchte jede Wette eingehen, dass in nicht all zu ferner Zukunft, dieses Drama sich wiederholt, und es wieder internationalen Hilfsleistungen bedarf, das Land wieder hochzupeppeln. Geht einfach darum, dass man auch als Diktator auf dem Teppich bleiben muss und man sich mit mieser Propaganda nur unbeliebt macht, um mehr nicht! Je mehr man alles kompliziert desto besser wird der Ruf von Putin auch nicht!
Ich würde Ihnen dringend von dieser Wette abraten. Bevor es soweit kommen sollte wie sie es hier schildern, ist dei USA nichteinmal der Weltmöchtegernoberbestimmer, sondern eine Macht unter ferner liefen...
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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#118 Beitrag von retlaw » Donnerstag 10. Februar 2011, 14:38

Tilko hat geschrieben:@ retlaw,

habe mir den Artikel durchgelesen und wenn ich mir die Formulierungen so ansehe weiss ich auch wo die Autoren solcher Artikel sitzen.
Als Bsp.:Diesen Plan durchkreuzte Putin in buchstäblich letztem Augenblick. Er schlug die Amerikaner mit ihren eigenen kapitalistischen Waffen., den amerikanisch-israelischen Intriganten usw. usw.. Klingt für mich wie zu Zeiten des kalten Krieges. Ich komme mir vor wie beim Schwarzen Kanal mit Karl-Eduard von Schnitzler.
Schönes Propagandamärchen und am Ende reitet Putin auf seinem Schimmel in den Kremel und rettete Mütterchen Russland. ROFL

"auf die beruft sich Putin gegenüber seinen Kritikern aus dem Westen und findet damit Zustimmung von Millionen Russen, die an der Armutsgrenze leben müssen, während sich ein paar Oligarchen schamlos bereichern, Steuern hinterziehen und betrügen konnten. Intrigen und Machenschaften - Big Business"
Man sollte vieleicht den Millionen Russen mal erklären wo und vor allem wie Herr Putin zu seinen Milliarden gekommen ist. Aber das ist ja auch Gerede, bei der Steuer hat er ja bloß 2 alte Autos und Barvermögen in Höhe von 150.000 Dollar, eine kleine Wohnung sowie ein kleines Stück Land angegeben (von Sachalin bis Smolensk). [smilie=dance3.gif]

Tilko alias Lieschen Müller ~~~c___

Schämen sie sich eigentlich nicht ihrer primitive Nichtargumentation? Ihre primitiven Hohlphrasendrescherei statt Argumente??
Übrigens war das eine typische Form der Diskussion der Stalinisten und Honeckeristen. Wenn objektive Argumente fehlten wurde diffamiert und ideologisch-propagandistisch reagiert...
Es müsste doch für sie ein Leichtes sein, wenn ich ihren obigen Beitrag so lese, mein „schönes Propagandamärchen“ ala Schnitzler mit glasklaren Argumenten, stück für Stück, auszuhebeln.
Sie können es nicht...! Da bin ich mir sicher.
Wer so etwas wie sie in seinem Beitrag schreibt, muß sich doch im Klaren sein, dass man ihn, für seine ohne Beweise hingeschriebene Phrasendrescherei, zurecht einem Lügner nennen darf.
Also rehabilitieren sie sich.
Beweise und keine Phrasendreschereien! Mister Tilko.

Im Übrigen, mich interessiert nicht, ob Putin Millionen/ Milliarden hat, ob er mit einem weißen Pferd oder Byke bewegt...
Für mich war wichtig zu zeigen, dass mit Hilfe von Chodorowski, die Unabhängigkeit Russlands auf dem Spiel stand und nicht nur, wie sie glauben machen suchten, ein paar niedliche, kleine Aktien von Chodorowski an die USA verscherbelt werden sollten??

Und was einen großen Teil der Oligarchen betrifft, den sie benennen sitzt in der westlichen, freiheitlich-demokratischen Wertegemeinschaft, wird von diesen ach so edlen Nationen wie England, Israel usw. geschützt, damit Abramowitsch und Co. schamlos die Russen an der Armutsgrenze weiter kräftig auspowern können, und ganz verschämt natürlich, verdienen die "Schutznationen" kräftig mit... (~)3

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#119 Beitrag von UAFRIEND » Donnerstag 10. Februar 2011, 15:10

Du bist nicht weniger größenwahnsinnig als WWP, wie kommst du auf die Idee das sich hier irgend jemand dir gegenüber rechtfertigen muss?Wach mal auf aus deinem Hammer und Sichel Traum :DWenn du wirklich glaubst WWP besässe nur das von Ihm "angegebene Vermögen" , so nenn ich dich einen Träumer, nein einen Spinner.

Bevor ich es vergesse, gut das im heutigen Russland keine Reporter mehr verschwinden, es keinerlei Korruption gibt, und das hochheilige Russland in seiner nicht all zu fernen Vergangenheit etliche Völker Unterdrückt , und Regimegegner mit einem Fingerschnippen verschwinden lassen konnte.

Und was die "DDR Feiglinge" angeht, so haette ich Sie in derren Situatiuon gerne erlebt, davon ab das dieser Planwirtschaftliche Schwachsinnsstaat nur durch die Unterstützung von Moskau überleben konnte, ich erinnere nur an die Aufstände wo die Sowjetpanzer durch die Strassen fuhren.Ein auflehnen war genau so wenig möglich wie in Warschau, Prag oder Kiev, weil die Sowjetführung alle Widerstände brutal brach, und jeden einkerkerte der Ihnen in die Finger kam.

Davon ab denke ich das das Thema nun so ziemlich durch ist, gehen Sie doch einfach wieder ins "WWp Fanclubforum" , und verschonen Sie uns hier.

Ach ja, hatte ich schon erwähnt das die SU ohne Hilfe untergegangenb wäre? :-D

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#120 Beitrag von retlaw » Donnerstag 10. Februar 2011, 17:05

UAFRIEND hat geschrieben:Du bist nicht weniger größenwahnsinnig als WWP, wie kommst du auf die Idee das sich hier irgend jemand dir gegenüber rechtfertigen muss?Wach mal auf aus deinem Hammer und Sichel Traum :DWenn du wirklich glaubst WWP besässe nur das von Ihm "angegebene Vermögen" , so nenn ich dich einen Träumer, nein einen Spinner.

Bevor ich es vergesse, gut das im heutigen Russland keine Reporter mehr verschwinden, es keinerlei Korruption gibt, und das hochheilige Russland in seiner nicht all zu fernen Vergangenheit etliche Völker Unterdrückt , und Regimegegner mit einem Fingerschnippen verschwinden lassen konnte.

Und was die "DDR Feiglinge" angeht, so haette ich Sie in derren Situatiuon gerne erlebt, davon ab das dieser Planwirtschaftliche Schwachsinnsstaat nur durch die Unterstützung von Moskau überleben konnte, ich erinnere nur an die Aufstände wo die Sowjetpanzer durch die Strassen fuhren.Ein auflehnen war genau so wenig möglich wie in Warschau, Prag oder Kiev, weil die Sowjetführung alle Widerstände brutal brach, und jeden einkerkerte der Ihnen in die Finger kam.

Davon ab denke ich das das Thema nun so ziemlich durch ist, gehen Sie doch einfach wieder ins "WWp Fanclubforum" , und verschonen Sie uns hier.

Ach ja, hatte ich schon erwähnt das die SU ohne Hilfe untergegangenb wäre? :-D
Ich habe das Gefühl, daß sie Inhalte von Beiträgen nicht so richtig erfassen können.
Wo habe ich Rechtfertigungen eigefordert??

Außer den DDR-Feiglingen gab es noch Bürgerrechtler die gemeinsam mit ähnlichen Bewegungen in den anderen SU-Satellitenstaaten, ohne die SU zu fragen, die Befreiung der DDR 1989 geschafft haben. Diese Bürger gehörten garantiert nicht zu den Feiglingen...

Ihre Formulierung:
"Ach ja, hatte ich schon erwähnt das die SU ohne Hilfe untergegangenb wäre? :-D[/quote]"
verstehe ich nicht ganz, weil hier am Board hundertemale drauf hingewiesen worden ist, saß die SU/ Russen ohne USA nichts zustande bringen würden?? :-D

Aber was schreib ich ihnen und belaste mich mit ihren inhaltlosen bla bla Beiträgen...
Ach so...
Sie haben doch sicher Kontoauszüge von Putin, um ihre Behauptungen zu beweisen??? Ansonsten auch wieder nur bla, bla...

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#121 Beitrag von retlaw » Donnerstag 10. Februar 2011, 18:44

mbert hat geschrieben:
paracelsus hat geschrieben: Die Zeit des kalten Krieges sollte selbst in den Gedanken der "glühenden Patrioten" vorbei sein. Die Ökonomien sind heutzutage weitgehend globalisiert. Eine Nation wie Russland folgt dieser Maxime ebenfalls und verhökert ihre Bodenschätze weltweit nach marktwirtschaftlichen Aspekten. Ideologie und Nationalismus ist doch Schnee von gestern.
Ich stimme mit Dir in allem, was Du schreibst, überein. Die Führung der RF sollte mit den selben Maßstäben wie die anderer Länder gemessen werden.
Ich finde es auch legitim, dass Russland seine eigenen Interessen wahrt.

Darüberhinaus hat Russland wie jedes andere Land auch eine gewisse Verantwortung bezüglich seiner Geschichte. Damit meine ich nicht, dass ein Land bis in alle Ewigkeiten per se irgendwie "schuldig" ist, es gibt da noch eine andere Art der Verantwortung, die ich gern mal an ein paar unverfänglichen Beispielen festmachen möchte:

Die USA begründen ihre Existenz auf der gewaltsamen Eroberung ihres Territoriums und der weitgehenden Urbevölkerung. Diese Tatsache totzuschweigen oder zu beschönigen, ist in meinen Augen ein nicht verantwortungsvoller Umgang mit der Vergangenheit.

Deutschland hat im 20. Jh den schrecklichsten Krieg in der Geschichte angefangen und nebenher Verbrechen begangen, für die erst ein neues Wort erfunden werden musste - Genozid. Deutschland hat nach dem Krieg immerhin zu einem guten Teil (man kann darüber diskutieren, ob in einem ausreichenden Maße) versucht, einen Versöhnungsprozess mit den früheren Opfern anzustoßen und dabei klar Position zu beziehen, indem man sich zu demokratischen Werten bekannte und sich von den ideologischen (Un-) Werten und den Taten der Nazis distanzierte. Dass es dabei auch Defizite gab (Filbinger etc.), ist unbestritten, aber die Ausrichtung war schon grundsätzlich eine richtige.

Frankreich hat lange eine Geschichtsschreibung propagiert, nach der jeder Franzose per se ein Widerstandskämpfer war. Die Auseinandersetzung mit der Kollaboration kam reichlich spät und in manchen Köpfen überhaupt nicht an.

In Polen haben Intellektuelle bereits früh nach dem Krieg den Prozess einer Aufarbeitung der polnischen Geschichte begonnen, in der Polen sowohl Opfer als auch Täter (was viele eben nicht einsehen mochten) waren ("Wir vergeben und bitten um Vergebung").

Nun aber zu Russland:

In Russland wurde ein deartiger Prozess in den 90er Jahren begonnen, primär in Form einer Rückbesinnung zu den alten, vorrevolutionären, Werten, der sich in der Transformation in ein christlich und kapitalistisch geprägtes Land sowie durch Distanzierung von den Verbrechen Stalins aund anderer kommunistischer Führer manifestierte. Gut, die Eroberungskriege Russlands im 18. und 19. Jh wurde hier nicht thematisiert, aber lassen wir es mal bei der Phase der kommunistischen Herrschaft.

Meine Kritik an Russland (die hier eigentlich überhaupt kein Thema war, aber wo wir gerade dabei sind *g*) entzündet sich daran, dass genau dieser damals angefangene Aufarbeitungsprozess jetzt unter der derzeitigen Führung wieder zurückgedreht wird (dass es z.B. überhaupt gedultet wird, dass Stalin zu eine der größten Russen der Geschichte gewählt wird, ist in meinen Augen eine Ungeheuerlichkeit).

Dass man jeglichen Bedarf, sich mit der gewaltsamen Unterdrückung z.B. der Ukraine oder des Baltikums (die Liste ist noch viel länger) zu befassen, abstreitet, fällt für mich in die Verantwortlichkeit der derzeitigen Regierung und ihrer Politik. Dass auch andere Länder da ihre Defizite haben, ist unbestritten, und ich kritisiere es bei ihnen genau so. Aber wer neben den Deutschen einen der beiden schlimmsten Massenmörder des 20. Jh in seiner Geschichte hat, hat aus meiner Sicht eine moralische Pflicht zu einem verantwortungsvollen Umgang damit.

Russland ist groß und stark genug, sich nicht für das Eingestehen einer Geschichte, die praktisch jeder außer ihnen selber anerkennt, nicht politisch erpressen zu lassen. Ich glaube aufgrund der Erfahrungen, die wir Deutschen nach WK 2 gemacht haben, dass dieser erste Schritt notwendige wenn auch nicht hinreichende Bedingung für eine Versöhung mit den früheren Opfern ist und gleichzeitig etwaigen dort vorhandenen Extremisten den Boden abgräbt.


Einige Bemerkungen zur die Aufarbeitung der Nazizeit in Deutschland und die des Stalinismus in Russland.
Für beide Länder gab es völlig unterschiedliche Ausgangsbedingungen.
Deutschland wurde vor allem von äußeren Kräften gezwungen, den (die Wege) Weg zu gehen den es gegangen ist.
Ich beziehe mich im weiteren vor allem auf Westdeutschland, dass als einziges Land für sich in Anspruch nimmt, den Nazismus und die Folgen dieses verbrecherischen Systems ordentlich aufgearbeitet zu haben??
Mittlerer Weile sind ca. 65 Jahre vergangen.

Was war nun die Realität
Die total absolute Mehrheit der Verbrecher des Naziregimes in Westdeutschland konnten sich, ohne oder mit geringfügigster Bestrafung, hoher und fetter Renten sowie Wirtschafts- und Politposten bis zu ihrem himmlischen Lebensabend erfreuen.
Ganze Naziministerien und Nazisicherheitskräfte wurden in den Staatsdienst Westdeutschlands, der Bundesrepublik übernommen. Davon Generalitäten, die hundertemillionen, ich wiederhole hundertemillionen Kriegstote zu verantworten hatten..
Kriegsgewinne und der Arbeitslohn von X-Millionen Fremdarbeiter wurden ins Ausland transferiert (von Flick, Krupp bis...., statt es als Wiedergutmachung für die Opfer zu verwenden wurde das Blutgeld dann unter Aufsicht und mit Unterstützung der Westalliierten zum Aufbau der vielgepriesenen freiheitlich, demokratischen Ordnung ... genutzt...
Brutalste Kriegsverbrecher wurden wohlwollend gedeckt, mit Fluchtpapieren ausgestattet oder anderweitig unterstützt.
Der Peiniger meiner Familie SS-Mann und Ortsbauernführer Herr von H... ging, kurz vor Beginn der Berliner Operation der Sowjets, stiften. Wohin wohl?? Natürlich nach Westdeutschland, wo er unbehelligt und in Saus und Braus lebte, , und in den
80- iger Jahren friedlich, freiheitlich-demokratisch starb und seinen Nachkommen ein beträchtliches, zusammengeraubtes Vermögen hinterließ... Mehrerer Versuche seiner ehemaligen Kriegssklaven ihn zur Rechenschaft ziehen zu lassen, scheiterten an den stabilen naziseilschaften, die sich mittlerseits gebildet hatten, gescheitert.

Die Wiedergutmachung für Ostarbeiter wurde erst gar nicht in Betracht gezogen... Das durfte die Ostzone mit Uranlieferungen übernehmen.

Erst als die biologische Lösung (d. h. der Tod mit seiner Sense so richtig und allseitig bei Opfern und Tätern zugeschlagen hatte) begann, in peinlichster Weise und zögerlich die so genannte „ehrlichen“ Aufarbeitung.... Mann hat sogar ein paar Märker an ehemalige ukrainische, russische u. a. Fremdarbeiter/Innen ausgeschüttet....
Der Ehrlichkeit halber sei gesagt es gab auch Kräfte, die ehrlich bemüht waren, aufzuarbeiten. Sie hatten bei dem Nazidurchsetzten Staatsapparat kaum Chancen..
Die 68-ger Bewegung (Erst 23 Jahre nach Kriegsende hat da wohl das erste mal ernsthafter an die Tür der Aufarbeitung geklopft.)
Die Lächerlichkeit der so genannten Nazi – Aufarbeitung erkennt man an folgendem
Beispielen:
Scheinaufarbeitung nach 1945:
General F. Foertsch, Nazigeneral, mitverantwortlich für den 800 tausendfachen grausamen Tod von Leningrader Männern, Frauen und Kindern, in der SU verurteilt als Kriegsverbrecher, schaffte es, sage und schreibe zum Höchsten General der Bundeswehr der BRD.
Wehrmachtsgeheimdienstgeneral Ost Gehlen brache es zum Geheimdienstchef der BRD

Echte Aufarbeitung nach der Wende 1989
Putzfrauen, die bei der Stasi tätig waren, wurden absolut nicht in Staatsdienste aufgenommen... noch Fragen???
Staatsnahe Funktionäre der DDR wurden mit berufsverbotsähnlichen Zuständen belegt....
Berufskader und IM der Stasi wurden geächtet.
Sie wurden, entsprechend den gesellschaftlichen Forderungen bestraft.
99,999999% (symbolisch) hatten kein Blut anderer Menschen an den Händen kleben.
Sie wurden in ehrlicher Aufarbeitung bestraft!!!
Warum tat man das mit den Naziverbrechern nicht???
Und noch verlogener... stellt sich heutzutage aus die großen „Aufarbeiter“ hin..
Heuchlerischer geht’s nicht mehr, so finde ich...

Und da führen sie verniedlichender Weise einen Namen so ganz nebenbei an. Filbinger... der war mit das kleinste Licht... Entweder sie wissen es nicht besser(was ich annehme), dann ist es traurig ob ihrer Geschichtskenntnisse oder sie wissen es besser, dann hab ich keine Fragen mehr....

Nun zu Russland:
Wer soll in Russland (Das trifft auch auf die anderen Postsowjetischen Staaten zu) aufarbeiten? Opfer und Täter gieren gemeinsam nach Macht und Reichtum... Ausländische Kräfte gieren nach den Naturreichtümern dieser Länder unter den heuchlerischen und verlogenen Losungen von Freiheit, Demokratie...
Damit meinen sie vor allem die Freiheit und Diktatur des $ und des € ...
Wenn ich Pi mal Daumen schaue, alles hohe und höchste ehemalige Partei-, Komsomol- und Wirtschaftsbosse, die an hohen und höchsten Positionen schalten und walten..., so ziemlich in allen Postsowjetischen Staaten. Ich nehme mal an, außer die Baltikumländern, da hat sich dass Nazitum wieder gestärkt...

Ich glaube hier muß erst mal die biologische Lösung so richtig zuschlagen.... und das Bürgerwissen enorm anwachsen..

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Optimist
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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#122 Beitrag von Optimist » Donnerstag 10. Februar 2011, 20:53

Nun erzählen Sie doch mal von den Leuten die in der DDR verfolgt wurden und gelitten haben... oder gar umgebracht wurden! Besonders darüber - wofür? Oder war das nur alles antisozialistische Propaganda? Der Kommunismus war keine schlechte Idee, leider haben die Kommunisten diese Gesellschaftsordnung durch ihre Menschenverachtung selbst auf dem Gewissen.

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#123 Beitrag von retlaw » Donnerstag 10. Februar 2011, 21:03

Optimist hat geschrieben:Nun erzählen Sie doch mal von den Leuten die in der DDR verfolgt wurden und gelitten haben... oder gar umgebracht wurden! Besonders darüber - wofür? Oder war das nur alles antisozialistische Propaganda? Der Kommunismus war keine schlechte Idee, leider haben die Kommunisten diese Gesellschaftsordnung durch ihre Menschenverachtung selbst auf dem Gewissen.
Was wollen sie mir unterstellen??? Hier geht es um Beispiele verlogener und echter Aufarbeitung. Um nicht mehr und nicht weniger....
ich schreib ihnen das auch mit doppelt großen Buchstaben, wenn sie es denn wollen, damit auch sie mein Anliegen verstehen... aber ich nehme an, sie sind ideologisch so verknöchert, daß sie es nicht verstehen wollen...

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#124 Beitrag von mbert » Donnerstag 10. Februar 2011, 21:29

Sonnenblume hat geschrieben:
mbert hat geschrieben: Weiterhin setzt Du voraus, dass der Einfluss einer lokalen Führung groß genug gewesen wäre, die Bevölkerung zu evakuieren oder Information über den Störfall nach außen dringen zu lassen.
Ja, dazu hätte man Zivilcourage benötigt und nicht einen über alles stehenden vorauseilenden Gehorsam.
Es gibt einen guten Artikel in Wikipedia zu dem Unglück:Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Danke für den Link. In Timtschenko's Buch hört sich das etwas anders an (die von mir zitierten Abschnitte sind in google books zu finden, wenn man in google nach der Phrase "Er telefonierte persönlich mit Kernphysiker" - mit Anführungszeichen - sucht):
[...]
Sie wussten nicht, dass noch weitere hundert Tonnen radioaktive Brennelemente und hoch verstrahltes Graphit in die nähere Umgebung geschleudert wurden und dass die Radioaktivität der Brennstäbe an die kaum vorstellbare Größe von 20000 Röntgen pro Stunde reichte. [...] Das wusste nur die Parteispitze, das wusste Gorbatschow. Er telefonierte persönlich mit Kernphysiker Akademiemitglied Walerij Legassow, der vor Ort war und der ihm dies alles berichtete. Das hinterließ der Wissenschaftler minutiös in seinen Memoiren, bevor er starb.
Hier noch der passende Abschnitt zum Thema Informationspolitik (Du hattest Dich auf die Äußerung bezogen, dass alle Welt schon bescheid wusste, aber aus Moskau immer noch Lügen kamen):
Es war der 3. Mai 1986, als Serhij mich anrief, der achte Tag nach der Explosion. Die ganze Welt wusste Bescheid, die aufgeschreckten Schweden hatten schon - um dem durch Radioaktivität verursachten Schilddrüsenkrebs vorzubeugen - Jodtabletten an die eigene Bevölkerung verteilt. Doch bis zu diesem Tag gab es in der Ukraine keine einzige offizielle Information über das Geschehen. Mehr noch: die sowjetische wie die ukrainische Regierung haben die Katastrophe bis zu diesem Tag geleugnet.
Timtschenko war nach eigenen Angaben selber mehrmals in dem Kernkraftwerk - vor dem "schwarzen Samstag" und auch kurz danach. Sein bester Freund starb später an den Folgen der Strahlung.

Alle diese Information, sowohl das, was in dem von Dir genannten Wiki-Artikel als auch was in diesem Buch steht, ist natürlich subjektiv. Ich überlasse jedem, sich selber eine Meinung zu bilden. Allerdings kann ich nach dem, was ich weiß, die damalige zentrale Regierung nicht entlasten und sehe dort auch die Hauptverantwortung.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Lawrow widerspricht Putin:" Der Sieg im 2. Weltkrieg war ein gemeinsamer Sieg der Völker der ehemaligen CCCP"

#125 Beitrag von Tilko » Donnerstag 10. Februar 2011, 21:52

retlaw hat geschrieben:Hier geht es um Beispiele verlogener und echter Aufarbeitung. Um nicht mehr und nicht weniger....
ich schreib ihnen das auch mit doppelt großen Buchstaben, wenn sie es denn wollen, damit auch sie mein Anliegen verstehen... aber ich nehme an, sie sind ideologisch so verknöchert, daß sie es nicht verstehen wollen...
:->
Das sagt gerade der Richtige. [smilie=dash2.gif]
retlaw hat geschrieben:Es müsste doch für sie ein Leichtes sein, wenn ich ihren obigen Beitrag so lese, mein „schönes Propagandamärchen“ ala Schnitzler mit glasklaren Argumenten, stück für Stück, auszuhebeln.
Sie können es nicht...! Da bin ich mir sicher.
Das brauche ich doch gar nicht das machst du schon ganz von alleine. [smilie=crazy.gif]

Träum einfach weiter oder noch besser geh ins Russland-Forum dort kriegst den Leninorden in Holz verliehen.

Tilko [smilie=ukr_prapor]

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