Allgemeines Diskussionsforum | Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

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Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#1 Beitragvon stefko » Dienstag 21. Juni 2011, 23:22

Nachdem für morgen weitere Provokationen in Lemberg befürchtet werden, die noch schlimmer als die zum 9. Mai ausfallen sollen, hat sich eine Gegenbewegung formiert. Diese sieht als ihre Aufgabe die möglichen Zusammenstöße zu verhindern. Hierzu zwei Links Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... und Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ....

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#2 Beitragvon mbert » Dienstag 21. Juni 2011, 23:41

stefko hat geschrieben:Nachdem für morgen weitere Provokationen in Lemberg befürchtet werden, die noch schlimmer als die zum 9. Mai ausfallen sollen, hat sich eine Gegenbewegung formiert. Diese sieht als ihre Aufgabe die möglichen Zusammenstöße zu verhindern. Hierzu zwei Links Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... und Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ....


Sehr schöne Initiative. Ich fürchte, sie wird nicht verhindern können, dass wieder die Fetzen fliegen. Ich bin gespannt, ob diesmal die Polizei den Befehl bekommt einzuschreiten, allerdings nützen diese Konfrontationen der Regierung in Kyiv politisch viel zu sehr. Подивимось...
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#3 Beitragvon Robert » Mittwoch 22. Juni 2011, 02:11

Ja Marbert !

Es steht zu fürchten , daß wieder die Fetzen fliegen .... und ja es ist ausgesprochen zweifelhaft ob und wenn ja mit welchen konkreten Befehlen / Weisungen , die Polizei eingesetzt wird .

Sinnführend wäre eine geradezu rigiede ( um autoritär oder ähnliche Worte zu vermeiden .... ) Befehlslage .
Undzwar mit solchen Prämissen wie strengste Neutralität bei gleichzeitiger knallharter Bekämpfung/Unterdrückung (bereits im Ansatz) jeglicher Störacktionen/Randalen/Sachbeschädigungen usw.
(undzwar ... um es ausdrücklich zu sagen aus jeglicher politischer Richtung ! )
-
Allerdings ( und das sehe ich völlig ) ist das nicht gerade demokratisch und dürfte die Kritik aus allen politischen Lagern finden ....... die jeweils ihre " Rechte " bedroht sehen würden .

Es wird also vermutlich eine quasi wischiwaschi.. Auftragslage geben , nach dem schönen Motto die Ruhe und Ordnung zu gewährleisten ohne dabei aber jemandem weh zu tun ...
( Da das jedoch für Polizisten wie Militärs eine unmögliche Zwickmühle darstellt , neigen die dann ( schon aus Eigenschutz ) dazu .... nichts gesehen zu haben bzw. nichts machen zu können .

Ich jedenfalls möchte da nicht in Uniform zwischen den Fronten stehn ! mir reicht Baku für mehr als ein Leben diesbezüglich

Gruß ! Robert
Wo kämen wir hin ?
Gingen wir hin - um zu sehen wohin wir kämen

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#4 Beitragvon eurojoseph » Mittwoch 22. Juni 2011, 02:30

Robert hat geschrieben:Ja Marbert !

Es steht zu fürchten , daß wieder die Fetzen fliegen .... und ja es ist ausgesprochen zweifelhaft ob und wenn ja mit welchen konkreten Befehlen / Weisungen , die Polizei eingesetzt wird .

Sinnführend wäre eine geradezu rigiede ( um autoritär oder ähnliche Worte zu vermeiden .... ) Befehlslage .
Undzwar mit solchen Prämissen wie strengste Neutralität bei gleichzeitiger knallharter Bekämpfung/Unterdrückung (bereits im Ansatz) jeglicher Störacktionen/Randalen/Sachbeschädigungen usw.
(undzwar ... um es ausdrücklich zu sagen aus jeglicher politischer Richtung ! )
-
Allerdings ( und das sehe ich völlig ) ist das nicht gerade demokratisch und dürfte die Kritik aus allen politischen Lagern finden ....... die jeweils ihre " Rechte " bedroht sehen würden .

Es wird also vermutlich eine quasi wischiwaschi.. Auftragslage geben , nach dem schönen Motto die Ruhe und Ordnung zu gewährleisten ohne dabei aber jemandem weh zu tun ...
( Da das jedoch für Polizisten wie Militärs eine unmögliche Zwickmühle darstellt , neigen die dann ( schon aus Eigenschutz ) dazu .... nichts gesehen zu haben bzw. nichts machen zu können .

Ich jedenfalls möchte da nicht in Uniform zwischen den Fronten stehn ! mir reicht Baku für mehr als ein Leben diesbezüglich

Gruß ! Robert

Das die Polizei da eher die Arschkarte gezogen hat, keine Frage....aber es ist auch klar, da reisen welche NUR ZUR PROVOKATION AN ....einsperren, zurückschicken, was auch immer...
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#5 Beitragvon mbert » Mittwoch 22. Juni 2011, 09:17

Robert hat geschrieben:Sinnführend wäre eine geradezu rigiede ( um autoritär oder ähnliche Worte zu vermeiden .... ) Befehlslage .
Undzwar mit solchen Prämissen wie strengste Neutralität bei gleichzeitiger knallharter Bekämpfung/Unterdrückung (bereits im Ansatz) jeglicher Störacktionen/Randalen/Sachbeschädigungen usw.
(undzwar ... um es ausdrücklich zu sagen aus jeglicher politischer Richtung ! )
-
Allerdings ( und das sehe ich völlig ) ist das nicht gerade demokratisch und dürfte die Kritik aus allen politischen Lagern finden ....... die jeweils ihre " Rechte " bedroht sehen würden .


Naja, so wie ich das sehe, waren ja am 9. Mai auch die Aufmärsche eigentlich verboten worden. Nur durfte die Polizei diese Anordnung nicht durchsetzen, wie wir hinterher von ihrem Chef in Lviv erfuhren (der übrigens der PR angehört und nach dieser Aktion auch prompt aus dem Amt gemobbt wurde).

Mein Eindruck ist, dass man in Kyiv diese Konfrontation wollte, um politisch Kapital daraus zu ziehen.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#6 Beitragvon stefko » Mittwoch 22. Juni 2011, 10:23

mbert hat geschrieben:Naja, so wie ich das sehe, waren ja am 9. Mai auch die Aufmärsche eigentlich verboten worden. Nur durfte die Polizei diese Anordnung nicht durchsetzen, wie wir hinterher von ihrem Chef in Lviv erfuhren (der übrigens der PR angehört und nach dieser Aktion auch prompt aus dem Amt gemobbt wurde).

Mein Eindruck ist, dass man in Kyiv diese Konfrontation wollte, um politisch Kapital daraus zu ziehen.


Ja, das sehe ich auch so. Auch dieses Mal sollte die Lage recht klar sein - nur Janukowycz blieb wieder vage. Alle Veranstaltungen ausser den offiziellen sind untersagt. Die offiziellen Veranstaltungen sind unter dem Motto "Erinnerung ohne Aggression" und gedenken aller Opfer.

Hier noch eines der Plakate:
Bild

links: das Bild zeigt Menschen, die von den Sowjets vor dem Einmarsch der Deutschen umgebracht wurden. Die Deutschen haben dann die Gefängnisse geöffnet und die Bevölkerung zu den Opfern gelassen.

rechts: Hinrichtungen durch die Deutschen.

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#7 Beitragvon mbert » Mittwoch 22. Juni 2011, 11:50

stefko hat geschrieben:Hier noch eines der Plakate:
[ http://zaxid.net/images/misc/bord_22.png ]

links: das Bild zeigt Menschen, die von den Sowjets vor dem Einmarsch der Deutschen umgebracht wurden. Die Deutschen haben dann die Gefängnisse geöffnet und die Bevölkerung zu den Opfern gelassen.

rechts: Hinrichtungen durch die Deutschen.


Ja, das spricht mir dermaßen aus dem Herzen! Aber es gibt doch noch viel zu viele Menschen, die das als politisch nicht korrekt empfinden und versuchen, eine moralische Abstufung zwischen beiden dieser Bildern zu suchen...
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#8 Beitragvon eurojoseph » Mittwoch 22. Juni 2011, 12:23

mbert hat geschrieben:
stefko hat geschrieben:Hier noch eines der Plakate:
[ http://zaxid.net/images/misc/bord_22.png ]

links: das Bild zeigt Menschen, die von den Sowjets vor dem Einmarsch der Deutschen umgebracht wurden. Die Deutschen haben dann die Gefängnisse geöffnet und die Bevölkerung zu den Opfern gelassen.

rechts: Hinrichtungen durch die Deutschen.


Ja, das spricht mir dermaßen aus dem Herzen! Aber es gibt doch noch viel zu viele Menschen, die das als politisch nicht korrekt empfinden und versuchen, eine moralische Abstufung zwischen beiden dieser Bildern zu suchen...

Sie haben recht - und man darf sich da gar nicht drauf einlassen .......Mord bleibt Mord, Klassenhass gleich Rassenhass - zu guter Letzt ist es ganz egal ob Gaskammer bei den Nazis oder Vernichtung durch Arbeit im Gulag oder Genickschuss in der Ljubjanka....
wer das relativiert ist nicht besser als die Nazis und verhöhnt die Opfer wieder und wieder....
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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#9 Beitragvon Robert » Donnerstag 23. Juni 2011, 00:31

eurojoseph hat geschrieben:Sie haben recht - und man darf sich da gar nicht drauf einlassen .......Mord bleibt Mord, Klassenhass gleich Rassenhass - zu guter Letzt ist es ganz egal ob Gaskammer bei den Nazis oder Vernichtung durch Arbeit im Gulag oder Genickschuss in der Ljubjanka....
wer das relativiert ist nicht besser als die Nazis und verhöhnt die Opfer wieder und wieder....


Tja @Eurojoseph

Ich kann nicht wissen wie und wo Du aufgewachsen bist , sozialisiert und erzogen bist ... bis hin dazu , welche Grundansichten / Meinungen Du jetzt hegst .... insofern auch nicht , wie Du meine folgende Worte aufnehmen wirst ....
[Deshalb , nur einmal ( aber das gilt für alle Beiträge in allen Tread,s ) angesagt - ich will nicht belehren oder beeinflussen sondern nur meine Meinungs sagen .... mag man sie lesen und ignorieren oder aber möglicherweise denken , so habe ich das noch nie betrachtet .]

Ich bin in einem "linkem" Elternhaus aufgewachsen , allerdings nicht im Sinne von Funktionären sondern sogen. kleinen Leuten .... und verinnerlichte auch ein Stück weit die sowjetische Geschichtsschreibung ebenso wie die marxistische/Leninistische " Lehre "
....
War auch noch längere Zeit als Offizier , zumal die WDW ( in deutsch etwa als Fernaufklärer, Fallschirmjäger , Luftlandetruppen bekannt ) nunmal auch in politischer Hinsicht ausgewählte und " treue " Truppen waren , schon ein Stück weit indoktriniert ..... Afganistan brachte Zweifel die Kriesenregion Kaukasus ein Umdenken .

Und spätestens seit Anfang 90ge Jahre wir blauen Barette immer wider hinein geschmissen wurden um zu trennen .... war das Problem akut .
In Baku errichteten wir quasi eine ( kurzzeitige nur aber immerhin ) Militärdiktatur um - so etwa lautete der wischiwaschi Auftrag - etnische Unruhen zu verhindern .
Die Unruhen waren bereits aus und die normalen staatlichen und ordnungs - Strukturen zusammen gebrochen .
Wir fanden uns in der Rolle wieder , die Armenier von den Aserbaishanern trennen zu müssen damit die sich nicht gegenseitig tot schlagen .
Wir griffen durch - setzten mit eiserner Gewalt die nächtliche Ausgangssperre durch , zwangen mit vorgehaltenen MP einmal die städtischen Betriebsarbeiter auch " für " die andere Etnie zu arbeiten , ein anderes Mal Sanitäter auch die Verletzten der anderen Etnie zu transportieren / behandeln .
Verteilten Wasser / Lebensmittel aus einem Revier konfiskiert im anderem , erzwangen die Reparatur von Stromsystemen durch die , welche dieselben vorher sabotiert hatten usw.

Wir haben ( davon bin ich überzeugt aus dem Augenschein ) vielen Menschen Gesundheit und auch Leben gerettet !
Und doch waren wir für alle die Feinde ! Niemand dankte - nein alle bekämpften uns

Heute denke ich darüber , man hat entschieden politische Fehler gemacht - politische Fehler aber müssen politisch gelöst werden .
....................................................................................................................................................
Und ...... ja !
Scheißegal welche Parole , welche Farbe der Fahne , welche ach so "edlen " Motive ....... man darf nicht [ und hier bin ich jetzt wider bei Lemberg und in unserem Tread ] Menschen aufeinander hetzen !

Gruß ! Robert
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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#10 Beitragvon eurojoseph » Donnerstag 23. Juni 2011, 11:08

Robert hat geschrieben:
eurojoseph hat geschrieben:Sie haben recht - und man darf sich da gar nicht drauf einlassen .......Mord bleibt Mord, Klassenhass gleich Rassenhass - zu guter Letzt ist es ganz egal ob Gaskammer bei den Nazis oder Vernichtung durch Arbeit im Gulag oder Genickschuss in der Ljubjanka....
wer das relativiert ist nicht besser als die Nazis und verhöhnt die Opfer wieder und wieder....


Tja @Eurojoseph

Ich kann nicht wissen wie und wo Du aufgewachsen bist , sozialisiert und erzogen bist ... bis hin dazu , welche Grundansichten / Meinungen Du jetzt hegst .... insofern auch nicht , wie Du meine folgende Worte aufnehmen wirst ....
[Deshalb , nur einmal ( aber das gilt für alle Beiträge in allen Tread,s ) angesagt - ich will nicht belehren oder beeinflussen sondern nur meine Meinungs sagen .... mag man sie lesen und ignorieren oder aber möglicherweise denken , so habe ich das noch nie betrachtet .]

Ich bin in einem "linkem" Elternhaus aufgewachsen , allerdings nicht im Sinne von Funktionären sondern sogen. kleinen Leuten .... und verinnerlichte auch ein Stück weit die sowjetische Geschichtsschreibung ebenso wie die marxistische/Leninistische " Lehre "
....
War auch noch längere Zeit als Offizier , zumal die WDW ( in deutsch etwa als Fernaufklärer, Fallschirmjäger , Luftlandetruppen bekannt ) nunmal auch in politischer Hinsicht ausgewählte und " treue " Truppen waren , schon ein Stück weit indoktriniert ..... Afganistan brachte Zweifel die Kriesenregion Kaukasus ein Umdenken .

Und spätestens seit Anfang 90ge Jahre wir blauen Barette immer wider hinein geschmissen wurden um zu trennen .... war das Problem akut .
In Baku errichteten wir quasi eine ( kurzzeitige nur aber immerhin ) Militärdiktatur um - so etwa lautete der wischiwaschi Auftrag - etnische Unruhen zu verhindern .
Die Unruhen waren bereits aus und die normalen staatlichen und ordnungs - Strukturen zusammen gebrochen .
Wir fanden uns in der Rolle wieder , die Armenier von den Aserbaishanern trennen zu müssen damit die sich nicht gegenseitig tot schlagen .
Wir griffen durch - setzten mit eiserner Gewalt die nächtliche Ausgangssperre durch , zwangen mit vorgehaltenen MP einmal die städtischen Betriebsarbeiter auch " für " die andere Etnie zu arbeiten , ein anderes Mal Sanitäter auch die Verletzten der anderen Etnie zu transportieren / behandeln .
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Wir haben ( davon bin ich überzeugt aus dem Augenschein ) vielen Menschen Gesundheit und auch Leben gerettet !
Und doch waren wir für alle die Feinde ! Niemand dankte - nein alle bekämpften uns

Heute denke ich darüber , man hat entschieden politische Fehler gemacht - politische Fehler aber müssen politisch gelöst werden .
....................................................................................................................................................
Und ...... ja !
Scheißegal welche Parole , welche Farbe der Fahne , welche ach so "edlen " Motive ....... man darf nicht [ und hier bin ich jetzt wider bei Lemberg und in unserem Tread ] Menschen aufeinander hetzen !

Gruß ! Robert


Ja Robert - du hast recht - man darf Menschen nicht aufeinander hetzen - wer hetzt will denken verhindern, will keine konstruktive Lösung ....aber die Hetzer sind doch im konkreten Fall die, welche von Odesa hierher gekarrt werden und mit ihren roten Fahnen wieder und wieder provozieren wollen - und dann noch etwas - es scheint wirklich so zu sein (sonst würd ja auch wirklich INHALTLICH was gegen die Swoboda Faschisten getan) das die Regionalny genau diesen Konflikt herbei arbeiten - und da kommt es mir gar nicht so absurd vor das an den Gerüchten das die Regionalny die Faschisten sogar finanziern ......
Wenn man wirklich Versöhnung wollte müsste man wohl eine Wahrheitskommission installieren, müsste den UPA-Partisanen auch Ehre und Pension angedeihen lassen, müsste Mediation betreiben - beide Seiten haben in diesem Kampf Dreck am Stecken - aber es müsste auch mal gewürdigt werden das die SU eine Okkupantenmacht war und Widerstand generell legitim
- damit meine ich NICHT irgendwelche Greueltaten, damit meine ich keine Pogrome oder Antisemitismus (der übrigens kein speziell ukrainisches Phänomen ist) - es würden dann vielleicht Provokationen von BEIDEN Seiten verunmöglicht - es würde vielleicht auch eine Andre, versöhnlichere Art des offiziellen Totengedenken und des Kriegsendes geben, anstatt die Auferstehung der Sovietlüge des grossen Vaterländischen Krieges würde man dann halt des 2.Weltkrieges gedenken, würde auch die Eigene Verantwortung (Hitler-Stalin-Pakt - Okkupation und Raubkrieg, Einmarsch im Baltikum, Ostpolen/Galizien, Bessarabien) thematisieren, dafür um Verzeihung bitten, die Russifizierung eingestehen und rückgängig machen, anstatt zu prolongieren etc. - aber genau das Gegenteil geschieht ....man müsste anerkennen, das es zu JEDEM Zeitpunkt legitim war sowohl gegen die Nazis wie auch die Soviets zu sein ...dann würde es keine Dshershinski-Strassen mehr geben, im Gegenteil - dann müssten diese Gedenkstätten zumindest relativiert werden wenn nicht gänzlich abgeschafft....dann würde wirklich ALLES auf den Tisch kommen, AUCH DIE UNTATEN des ukrainischen Widerstands, dann würden die positiven Seiten eines Banderas genauso gewürdigt, wie seine negativen verdammt....dann würde einfach in einem Aufwasch all dieses inhumane verfälschende von beiden Seiten enttarnt, man könnte sagen es war legitim sich zur Wehr zu setzen und nicht legitim dies und jenes getan zu haben - und ja genau, WAS KÖNNEN WIR JETZT GEMEINSAM tun, das sich selbiges nicht wiederholt in der einen oder anderen Form...ich möchte das niemand mehr auf die Idee kommen wird (ausser 5% Unverbesserliche) ein Denkmal für Bandera zu errichten, einfach weil es unnötig ist, weil die Unabhängigkeit, die Einzigartigkeit der Ukraine jedem (ausser den 5% auf beiden Seiten) SELBSTVERSTÄNDLICH und das Natürlichste auf der Welt ist ...ich hab mal in Zaporishshija ein "Weihnachtsspiel" von Jugendlichen gesehen, mit Snehulka und Ded Moroz - alles auf russisch,
aber zum Schluss wurde die Nationalhymne gesungen und Slava Ukraina gerufen - mir werden jetzt noch die Augen nass...
Es ist diese Unfähigkeit die EIGENEN Fehler der Vergangenheit einzugestehen - und da sind wir
(damit mein ich Westler und auch mich im Speziellen [smilie=dash2.gif] ) auch noch ein ganzes Stück weit zurück....darum wünsch ich mir nationales Gedenken und individuelle Aufarbeitung für jeden....Ich geb zu ich bin den Hetzern früher selber auf den Leim gegangen und hab mich provozieren lassen (seh aber immer noch gerne rote Fahnen brennen -ALLE roten Fahnen !! mit all den möglichen inneren Symbolen...) insofern ist ein Verbot bei Kundgebungen das Beste ...und Commies wie dezidierte Nazis (Ja auch Svoboda wenn es nachweislich ein verfassungsfeindliches Programm gibt) gleich mitverbieten...wow was für ein Sermon ! RABBI
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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#11 Beitragvon Sonnenblume » Donnerstag 23. Juni 2011, 11:54

eurojoseph hat geschrieben:....Ich geb zu ich bin den Hetzern früher selber auf den Leim gegangen und hab mich provozieren lassen (seh aber immer noch gerne rote Fahnen brennen -ALLE roten Fahnen !! mit all den möglichen inneren Symbolen...)

Soviel zum Thema "Erinnerung ohne Aggression"...

Du siehst also gern rote Fahnen brennen, mit allen möglichen inneren Symbolen?!
Ich weiß nicht, was die Bewohner der Türkei, Vietnams, Kirgistans, Chinas, Mayanmars, Montenegros, Norwegens,Dänemarks,
Albaniens und nicht zuletzt der Schweiz (usw.) davon halten würden.
Erst brannten Bücher und Fahnen, dann Menschen. Es gibt andere Wege, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Du hast selbst ein paar davon ganz richtig aufgezeigt. Denk nochmal drüber nach...

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#12 Beitragvon eurojoseph » Donnerstag 23. Juni 2011, 13:47

Sonnenblume hat geschrieben:
eurojoseph hat geschrieben:....Ich geb zu ich bin den Hetzern früher selber auf den Leim gegangen und hab mich provozieren lassen (seh aber immer noch gerne rote Fahnen brennen -ALLE roten Fahnen !! mit all den möglichen inneren Symbolen...)

Soviel zum Thema "Erinnerung ohne Aggression"...

Du siehst also gern rote Fahnen brennen, mit allen möglichen inneren Symbolen?!
Ich weiß nicht, was die Bewohner der Türkei, Vietnams, Kirgistans, Chinas, Mayanmars, Montenegros, Norwegens,Dänemarks,
Albaniens und nicht zuletzt der Schweiz (usw.) davon halten würden.
Erst brannten Bücher und Fahnen, dann Menschen. Es gibt andere Wege, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Du hast selbst ein paar davon ganz richtig aufgezeigt. Denk nochmal drüber nach...


Also ich meine ganz explizit mit inneren Symbolen Hakenkreuz, Hammer und Sichel und andere kommunistische und Nazisymbole (z.B. Südafrika 3 Haken, als kein Kreuz) bei Vietnam weiss ich nicht ob es eine Kommunistenfahne ist bei Mianmar weiss ich das dies eine mörderische Diktatur ist, Türkei, Schweiz, Montenegro, Kirgistan, Albanien, Schweiz etc hab ich sicher nicht gemeint - und ja uach die sehr von mir verehrten USA haben rot in der Fahne und mein Heimatland Österreich auch .....Wenn man Antifaschist ist, ist man auch Antikommunist und ja - ich seh diese Dinge mit Abscheu - deswegen will ich noch lange keine Bücher verbrennen, aber brennende Nazi- und Commifahnen - das wärmt mich, innen wie aussen....Ich hab keine Ahnung warum Sie mir unterstellen ich hätte etwas gegen die aufgeführten Länder und deren Bevölkerung, ich hab was gegen gewisse Ideologien - ich denke ich hab mich da auch ziemlich klar ausgedrückt....Und wenn Sie jetzt auf meine bekennende Russophobie anspielen wollen, JA zu der ich mich bekenne - da gehts auch nur gegen die grossrussische Ideologie - und nicht gegen die Menschen - ich habe grossen, liebevollen Respekt für Herrn Sacharov, Frau Bonner RIP, beide und z.B. auch für Herrn Gorbatschow (und auch noch viele andre...) und ich wünschte mir ein Russland im Geiste derer, das könnte ich dann auch achten und ehren...jetzt seh ich nur ein RU eines Dugins, Putins, Medvedievs und Shirinowskies - wobei ich da zumindest Medvediev noch ein bissl weniger schlimm find (obwohl die Einmischung in den ukrainischen Wahlkampf stellt in eh in die Reihe mit den andren....) ansonsten bitte mir nicht unterstellen ich sei Schweizfeindlich etc...ich glaub das ist unter ihrem Niveau...
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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#13 Beitragvon Sonnenblume » Donnerstag 23. Juni 2011, 16:12

eurojoseph hat geschrieben:Und wenn Sie jetzt auf meine bekennende Russophobie anspielen wollen, JA zu der ich mich bekenne - da gehts auch nur gegen die grossrussische Ideologie - und nicht gegen die Menschen - ich habe grossen, liebevollen Respekt für Herrn Sacharov, Frau Bonner RIP, beide und z.B. auch für Herrn Gorbatschow (und auch noch viele andre...) und ich wünschte mir ein Russland im Geiste derer, das könnte ich dann auch achten und ehren...jetzt seh ich nur ein RU eines Dugins, Putins, Medvedievs und Shirinowskies - wobei ich da zumindest Medvediev noch ein bissl weniger schlimm find (obwohl die Einmischung in den ukrainischen Wahlkampf stellt in eh in die Reihe mit den andren....) ansonsten bitte mir nicht unterstellen ich sei Schweizfeindlich etc...ich glaub das ist unter ihrem Niveau...

Ich will auf gar nichts anspielen und Russland ist nicht mein Land, ich wohne da nur. Ich würde mir in vielen Ländern eine andere Politik wünschen, aber ich würde niemals Fahnen verbrennen, egal wer sie mißbraucht hat. Sie gehören zur Gechichte dieser Länder und wenn ihre Zeit vorbei ist, kann man sie ja im Museum aufs Altenteil schicken. Ich habe Dir auch nicht unterstelllt, du wärst z.Bsp. schweizfeindlich, ich habe dich nur gebeten, nochmal darüber nachzudenken, ob das Verbrennen von Fahnen der richtige Weg ist. Wenn man heute friedlich zusammenarbeiten will, sollte man den Gegenüber auf Augenhöhe begegnen und ihm nicht erstmal einen Tritt in die Magengrube geben. Im Privaten klappt das doch ganz gut, warum eigentlich nicht auch auf "höherer" Ebene? Wahrscheinlich, weil da Oben immer einer der Boss sein will :(

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#14 Beitragvon stefko » Samstag 25. Juni 2011, 09:56

Robert hat geschrieben:
Scheißegal welche Parole , welche Farbe der Fahne , welche ach so "edlen " Motive ....... man darf nicht [ und hier bin ich jetzt wider bei Lemberg und in unserem Tread ] Menschen aufeinander hetzen !


Das es am 22. Juni zu keinen Ausschreitungen kam ist wohl vielen zu verdanken. Das beginnt mit dem Verband der jüdischen Organisationen, der die geplante Provokation zweier (angeblich) jüdischer Organisationen aus Odesa verurteilte, der Stadtregierung von Lemberg und den Sicherheitskräften, die die Provokatoren gar nicht erst in die Stadt ließen. Es haben also wirklich viele Seiten versucht deeskalierend zu wirken und Hetze verhindern.

Nur der russische Generalkonsul in Lemberg versuchte mit Aussagen wie "welche Opfer des Kommunismus?" Öl ins Feuer zu giessen ...

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#15 Beitragvon eurojoseph » Samstag 25. Juni 2011, 11:19

stefko hat geschrieben:
Robert hat geschrieben:
Scheißegal welche Parole , welche Farbe der Fahne , welche ach so "edlen " Motive ....... man darf nicht [ und hier bin ich jetzt wider bei Lemberg und in unserem Tread ] Menschen aufeinander hetzen !


Das es am 22. Juni zu keinen Ausschreitungen kam ist wohl vielen zu verdanken. Das beginnt mit dem Verband der jüdischen Organisationen, der die geplante Provokation zweier (angeblich) jüdischer Organisationen aus Odesa verurteilte, der Stadtregierung von Lemberg und den Sicherheitskräften, die die Provokatoren gar nicht erst in die Stadt ließen. Es haben also wirklich viele Seiten versucht deeskalierend zu wirken und Hetze verhindern.

Nur der russische Generalkonsul in Lemberg versuchte mit Aussagen wie "welche Opfer des Kommunismus?" Öl ins Feuer zu giessen ...


Na ja, warum wohl....um für RT wieder Bilder einer zu recht aufgebrachten lviver Menge zu generieren (ich mag Lemberg auch in einem deutschen Text nicht schreibem, schreibt ja auch keiner mehr Pressburger in Wien, aber das ist was persönliches, komisch was - ich schreib Brno aber Brünner, Prag und Prager, Milano und Milaneser, Ljubljana aber Laibacher weil das andre wär mir zu schwer - und Agram würd ich auch nie schreiben :-D )
Ich finde dieser Sager des Honorar(losen)Konsul sollte man ihm nicht durchgehen alssen, muss ja nicht gleich persona non grata werden....(na ja - warum eigentlich nicht ??? - wahrscheinlich weil Honorarkonsuln meist ukrainische Pässe haben - leider - [smilie=kosak_5]
aber auf gut Wienerisch muss ich den Herrn schon als Kretzn bezeichnen...)
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#16 Beitragvon Robert » Samstag 25. Juni 2011, 21:27

stefko hat geschrieben:Das es am 22. Juni zu keinen Ausschreitungen kam ist wohl vielen zu verdanken. Das beginnt mit dem Verband der jüdischen Organisationen, der die geplante Provokation zweier (angeblich) jüdischer Organisationen aus Odesa verurteilte, der Stadtregierung von Lemberg und den Sicherheitskräften, die die Provokatoren gar nicht erst in die Stadt ließen. Es haben also wirklich viele Seiten versucht deeskalierend zu wirken und Hetze verhindern.

Nur der russische Generalkonsul in Lemberg versuchte mit Aussagen wie "welche Opfer des Kommunismus?" Öl ins Feuer zu giessen ...


Gut wenn es ohne Randalen ab gegangen ist !

Es wird noch eine gehörige Zeit dauern ... aber ich denke , die jungen Ukrainer werden ihren Teil dazu tuen ... aber sie wird sich einkriegen . Sie wird früher oder später endlich zu einer selbstbewußten Ruhe und wenigstens grundlegenden Ordnung finden , die Ukraine .
Sie wird es einfach müssen !

Gruß ! Robert
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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#17 Beitragvon eurojoseph » Sonntag 26. Juni 2011, 09:42

Robert hat geschrieben:
stefko hat geschrieben:Das es am 22. Juni zu keinen Ausschreitungen kam ist wohl vielen zu verdanken. Das beginnt mit dem Verband der jüdischen Organisationen, der die geplante Provokation zweier (angeblich) jüdischer Organisationen aus Odesa verurteilte, der Stadtregierung von Lemberg und den Sicherheitskräften, die die Provokatoren gar nicht erst in die Stadt ließen. Es haben also wirklich viele Seiten versucht deeskalierend zu wirken und Hetze verhindern.

Nur der russische Generalkonsul in Lemberg versuchte mit Aussagen wie "welche Opfer des Kommunismus?" Öl ins Feuer zu giessen ...


Gut wenn es ohne Randalen ab gegangen ist !

Es wird noch eine gehörige Zeit dauern ... aber ich denke , die jungen Ukrainer werden ihren Teil dazu tuen ... aber sie wird sich einkriegen . Sie wird früher oder später endlich zu einer selbstbewußten Ruhe und wenigstens grundlegenden Ordnung finden , die Ukraine .
Sie wird es einfach müssen !

Gruß ! Robert

Dein Wort in Gottes Ohr !!!! GOOD
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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#18 Beitragvon Sonnenblume » Sonntag 26. Juni 2011, 10:58

eurojoseph hat geschrieben:Djakuju tobi,shcho ja ne moskal (politisch mein ich das, nicht genetisch - OK ???)SLAVA UKRAINA !!!!

Danke, dass ich kein Ukrainer bin (ich meine das politisch und nicht genetisch - OK ???!) ;)

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#19 Beitragvon eurojoseph » Montag 27. Juni 2011, 01:23

Sonnenblume hat geschrieben:
eurojoseph hat geschrieben:Djakuju tobi,shcho ja ne moskal (politisch mein ich das, nicht genetisch - OK ???)SLAVA UKRAINA !!!!

Danke, dass ich kein Ukrainer bin (ich meine das politisch und nicht genetisch - OK ???!) ;)

GOOD
Sieht aus, als wären Sie keine Spassbremse !
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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#20 Beitragvon Robert » Montag 27. Juni 2011, 02:18

eurojoseph hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:
eurojoseph hat geschrieben:Djakuju tobi,shcho ja ne moskal (politisch mein ich das, nicht genetisch - OK ???)SLAVA UKRAINA !!!!

Danke, dass ich kein Ukrainer bin (ich meine das politisch und nicht genetisch - OK ???!) ;)

GOOD
Sieht aus, als wären Sie keine Spassbremse !


Nun Ihr beiden (nicht-)Spaßbremsen ...... versucht Euch mal ( und bis vor wenigen Jahren lebten alle Benannten noch - und trafen sich zu unseren Familientreffen - die wir gern unsere " Parteitage" nannten ) hier rein zu versetzen

Großvater väterlicherseits aus dem Memelland , glühender Volksdeutscher und erbitterter kämpfeer gegen die Rote Armee
Großvater mütterlicherseits Wehrmachtsfallschirmjäger , Kreta/MonteCassino Kämpfer .... Sympathisant des kreisauer Kreises und nach dem 20 Juli erschossen .
Vater , strammer Hitlerjunge bis 5 nach 12 kämpfend um in Mecklenburg den Endsieg noch zu erringen ..
Mutter , linke Gefühls-antifaschistin
-
Meine erste Frau , Tatarin und Fliegerärztin der sowjet. Besatzungstruppen in der autonomen Sowjetrepublik östlich der Elbe
Deren Vater , als Rußlanddeutscher interniert , verbannt und unter KZ ähnlichen Bedingungen in der Trud-armee ackernd jahrelang
deren Mutter , als minderjährige quasi von der Wolga wegg "gefangen" .. weil sie schoß wie ein Wilddieb - Veteranin der roten Armee und Komandeurin eine Scharfschützen - Batallion
-
Meine jetzige Frau Ukrainerin russ. Nationalität von der Ukraine , den dortigen Verhältnissen von Land und Leuten desillusioniert
-
Mein ältester Sohn , Russe lebt mit Frau und Kind an der Wolga ... diente in den WDW der russ. Förderation , machte den 2 Tschetschenischen Krieg mit und stand länger in Moldawien
Mein mittlerer Sohn , Deutscher lebt mit Frau und Kind in D , weigerte sich mit der bunten Wehr nach Afganistan zu gehn
Meine Jüngste , studiert in St. Petersburg Medizin und ist als Mitglied der Frauen - Nationalmanschaft Rus II , gestellt vom ZSKA , quasi im Dienstverhältnis der russ. Armee .

......................

Was also - fragt man so ( respektive schreibt man so ..... ich bin froh kein "-----------" ) soll ich sagen ?

Ich sage euch was ich denke :
Ich habe eine tolle Familie ! , voller geradlieniger und nicht feiger toller Menschen ....... solcher , die unter dne Umständen denen sie unterlegen waren jeweils , versucht haben nach ihrem Gewissen und [damaligem] Wissensstand - das richtige zu tun .
-
Wir haben im Übrigem unseren Vorfahren einschließlich der Veteranen des Großen Krieges stets gedacht .......
Und es war nicht leicht für meine Vater/Großvater mit zu kommen , nach Stalingrad und in das Häuschen meiner tat./deu Schwiegereltern an der Wolga .
wie für die , vor allem die ehem. Scharfschützin , mit nach Deutschland reisen ( was wenn eine alte Frau dort fragt ? - warum ich ihren Vater / Mann erschoß ? ... war ihre große Sorge)
Wir haben auch stets den 9.Mai gefeiert , als Tag des Sieges ......


Lange Rede kurzer Sinn :

Man muß , jeder bei sich selbst beginnen ...... dann kann es Verstehen geben oder auch Verzeihen und dann bleibt kein Raum mehr für Haß !

Menschen können sich ändern und sie können dazu lernen ! - wenn sie es wollen

Gruß ! Robert
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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#21 Beitragvon Sonnenblume » Montag 27. Juni 2011, 09:20

Robert hat geschrieben:Nun Ihr beiden (nicht-)Spaßbremsen ...... versucht Euch mal ( und bis vor wenigen Jahren lebten alle Benannten noch - und trafen sich zu unseren Familientreffen - die wir gern unsere " Parteitage" nannten ) hier rein zu versetzen

Großvater väterlicherseits aus dem Memelland , glühender Volksdeutscher und erbitterter kämpfeer gegen die Rote Armee
Großvater mütterlicherseits Wehrmachtsfallschirmjäger , Kreta/MonteCassino Kämpfer .... Sympathisant des kreisauer Kreises und nach dem 20 Juli erschossen .
Vater , strammer Hitlerjunge bis 5 nach 12 kämpfend um in Mecklenburg den Endsieg noch zu erringen ..
Mutter , linke Gefühls-antifaschistin
-
Meine erste Frau , Tatarin und Fliegerärztin der sowjet. Besatzungstruppen in der autonomen Sowjetrepublik östlich der Elbe
Deren Vater , als Rußlanddeutscher interniert , verbannt und unter KZ ähnlichen Bedingungen in der Trud-armee ackernd jahrelang
deren Mutter , als minderjährige quasi von der Wolga wegg "gefangen" .. weil sie schoß wie ein Wilddieb - Veteranin der roten Armee und Komandeurin eine Scharfschützen - Batallion
-
Meine jetzige Frau Ukrainerin russ. Nationalität von der Ukraine , den dortigen Verhältnissen von Land und Leuten desillusioniert
-
Mein ältester Sohn , Russe lebt mit Frau und Kind an der Wolga ... diente in den WDW der russ. Förderation , machte den 2 Tschetschenischen Krieg mit und stand länger in Moldawien
Mein mittlerer Sohn , Deutscher lebt mit Frau und Kind in D , weigerte sich mit der bunten Wehr nach Afganistan zu gehn
Meine Jüngste , studiert in St. Petersburg Medizin und ist als Mitglied der Frauen - Nationalmanschaft Rus II , gestellt vom ZSKA , quasi im Dienstverhältnis der russ. Armee .

......................

Was also - fragt man so ( respektive schreibt man so ..... ich bin froh kein "-----------" ) soll ich sagen ?

Ich sage euch was ich denke :
Ich habe eine tolle Familie ! , voller geradlieniger und nicht feiger toller Menschen ....... solcher , die unter dne Umständen denen sie unterlegen waren jeweils , versucht haben nach ihrem Gewissen und [damaligem] Wissensstand - das richtige zu tun .
-
Wir haben im Übrigem unseren Vorfahren einschließlich der Veteranen des Großen Krieges stets gedacht .......
Und es war nicht leicht für meine Vater/Großvater mit zu kommen , nach Stalingrad und in das Häuschen meiner tat./deu Schwiegereltern an der Wolga .
wie für die , vor allem die ehem. Scharfschützin , mit nach Deutschland reisen ( was wenn eine alte Frau dort fragt ? - warum ich ihren Vater / Mann erschoß ? ... war ihre große Sorge)
Wir haben auch stets den 9.Mai gefeiert , als Tag des Sieges ......


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Gruß ! Robert

Alles richtig und ich finde deine Familiengeschichte bemerkenswert. Aber woher nimmst du die Annahme, dass ich Probleme mit irgendeiner Nation hätte? War meine Ironie zu schwer zu erkennen?

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Re: Lemberg: 22. Juni - Aktion "Erinnerung ohne Aggression"

#22 Beitragvon eurojoseph » Montag 27. Juni 2011, 11:29

Sonnenblume hat geschrieben:
Robert hat geschrieben:Nun Ihr beiden (nicht-)Spaßbremsen ...... versucht Euch mal ( und bis vor wenigen Jahren lebten alle Benannten noch - und trafen sich zu unseren Familientreffen - die wir gern unsere " Parteitage" nannten ) hier rein zu versetzen

Großvater väterlicherseits aus dem Memelland , glühender Volksdeutscher und erbitterter kämpfeer gegen die Rote Armee
Großvater mütterlicherseits Wehrmachtsfallschirmjäger , Kreta/MonteCassino Kämpfer .... Sympathisant des kreisauer Kreises und nach dem 20 Juli erschossen .
Vater , strammer Hitlerjunge bis 5 nach 12 kämpfend um in Mecklenburg den Endsieg noch zu erringen ..
Mutter , linke Gefühls-antifaschistin
-
Meine erste Frau , Tatarin und Fliegerärztin der sowjet. Besatzungstruppen in der autonomen Sowjetrepublik östlich der Elbe
Deren Vater , als Rußlanddeutscher interniert , verbannt und unter KZ ähnlichen Bedingungen in der Trud-armee ackernd jahrelang
deren Mutter , als minderjährige quasi von der Wolga wegg "gefangen" .. weil sie schoß wie ein Wilddieb - Veteranin der roten Armee und Komandeurin eine Scharfschützen - Batallion
-
Meine jetzige Frau Ukrainerin russ. Nationalität von der Ukraine , den dortigen Verhältnissen von Land und Leuten desillusioniert
-
Mein ältester Sohn , Russe lebt mit Frau und Kind an der Wolga ... diente in den WDW der russ. Förderation , machte den 2 Tschetschenischen Krieg mit und stand länger in Moldawien
Mein mittlerer Sohn , Deutscher lebt mit Frau und Kind in D , weigerte sich mit der bunten Wehr nach Afganistan zu gehn
Meine Jüngste , studiert in St. Petersburg Medizin und ist als Mitglied der Frauen - Nationalmanschaft Rus II , gestellt vom ZSKA , quasi im Dienstverhältnis der russ. Armee .

......................

Was also - fragt man so ( respektive schreibt man so ..... ich bin froh kein "-----------" ) soll ich sagen ?

Ich sage euch was ich denke :
Ich habe eine tolle Familie ! , voller geradlieniger und nicht feiger toller Menschen ....... solcher , die unter dne Umständen denen sie unterlegen waren jeweils , versucht haben nach ihrem Gewissen und [damaligem] Wissensstand - das richtige zu tun .
-
Wir haben im Übrigem unseren Vorfahren einschließlich der Veteranen des Großen Krieges stets gedacht .......
Und es war nicht leicht für meine Vater/Großvater mit zu kommen , nach Stalingrad und in das Häuschen meiner tat./deu Schwiegereltern an der Wolga .
wie für die , vor allem die ehem. Scharfschützin , mit nach Deutschland reisen ( was wenn eine alte Frau dort fragt ? - warum ich ihren Vater / Mann erschoß ? ... war ihre große Sorge)
Wir haben auch stets den 9.Mai gefeiert , als Tag des Sieges ......


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Man muß , jeder bei sich selbst beginnen ...... dann kann es Verstehen geben oder auch Verzeihen und dann bleibt kein Raum mehr für Haß !

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Gruß ! Robert

Lieber Robert , Danke - und danke, das du auch so viel von deiner wunderbaren Familie preisgibst, ja wirklich - das IST eine wunderbare Familie, und auch ein gutes Beispiel wie es sein soll (bin ja selber für multiethnische Staaten, eine Monarchie KuK in der alle Menschen/Nationen GLEICHWERTIG gewesen wären [mit einer Lingua Franca die niemand bevorzugt hätte - z.B. simplifiziertes Latein] dafür hätt ich mich - und könnt mich heut noch begeistern, aber die EU tuts IMHO auch))- ein Mensch - so wie ich das verstehe, politisch mein ich - also egal russischstämmig oder nicht (das wär ethnisch - aber wie gesagt das mein ich nicht) und auch nicht auf Ukrainer russischer Abstammung bezogen, die sich sehr wohl zu einer freien und unabhängigen UA bekennt - das kann kein Moskal sein - Moskal NUR politisch gesehen - hab ich ja extra dazugeschrieben ist ein grossrussisch,russoimperialistischer Mensch, egal ob Commie oder Weisser (Dankin z.B.) ein Ukrainer russischer Muttersprache ist für mich KEIN Moskal, absolut nicht - erst wenn er mir erzählen will das russisch eh viel besser ist und oder eigentlich Ru,By und die UA eine Einheit sind, wenn er mir erzählen will das der Westen der Feind ist, etc, etc....dann ist es für mich ein Moskal (geschlechtsneutral übrigens...) - ich glaub nicht an das Blut, gar nicht - ich glaub nur an die Kultur - entweder eine Kultur die Gleichwertigkeit und Freiheit vertritt - oder eine, die Unterwerfung verlangt...wie gesagt meine Frau ist selbst eine halbe Russin und ihr Ukrainisch fast so schlecht wie meines (na ich übertreib - wie üblich ... <=-O ) - und bei uns zuhause hatten wir sehr viel russisch bevor sie halbwegs deutsch konnte ....jetzt nur mehr um besser deutsch zu verstehen/lernen - na und wenn Gäste kommen ....straschne...aber so is es halt :-D
Für mich ist auch Hr. Gorbatschow kein Moskal, war das von mir besonders verehrte Paar Sacharov/ Bonner keine Moskali ganz im Gegenteil - ich glaube die US-Amerikaner haben einen treffenden Ausdruck was Moskal bei ihnen/auf sie umgelegt bedeutet "Jingoist"
- und es gibt bei denen auch genug davon - leider....na ja und bei uns in Ö :-( ...aber DAS ist eine ganz andre Geschichte, und dafür haben wir 1918 auch ganz ordentlich die Rechnung bekommen ....was richtig so war....
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