Allgemeines DiskussionsforumLwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

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Optimist
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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#26 Beitrag von Optimist » Sonntag 5. Mai 2013, 23:23

Familiäre und persönliche Erfahrungen eingeschlossen! Dieser Wahnsinn 2. Weltkrieg hätte für Europa Schule genug sein müssen, oder war das noch zu wenig an Opfer und Zerstörung?

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#27 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Sonntag 5. Mai 2013, 23:36

Hast Du manchmal mit Nachgeborenen zu tun? Nachgeboren im Sinne von nach dem Zerfall der komm. Regime.

Nimm´s mir nicht übel, aber Du darfst unsere Generation nicht mit der jetzigen vergleichen. Wir hatten noch Zeit Frösche aufzublasen, lernten aus Linealen Stinkbomben zu bauen und bastelten mangels und wegen Verboten Knaller aus Schlüsseln und Nägeln.
Wir wussten, dass die Guten Pakete aus dem Westen kommen usw.
Als ich im Oktober in der Klasse meines Sohnes eine Stoffeinheit zum Tag der Deutschen Einheit gab, hatte ich Gänsehaut.
Schüler einer Schule mit erweitertem Deutschunterricht konnten mit der Bezeichnung UdSSR nicht anfangen. Faktisch war alles was älter als drei Tage alt war schon gelöscht auf der Festplatte. Modefarben, killerspiele und sonstige "Wichtigkeiten" waren abrufbereit.
II.WK, Stalin und Hitler rangierten unter der Rubrik "Da war irgend etwas aber genaues kann ich nicht sagen."

Und in D soll es ja mit dem Wissen um jüngste deutsche Geschichte auch nicht weit her sein.

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Optimist
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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#28 Beitrag von Optimist » Montag 6. Mai 2013, 18:28

Ich gebe Dir da recht, halte es aber für wichtiger was unsere Nachkommen in der Zukunft erwartet. Wie viel sauberes Wasser, nichtverseuchte und nichtausgebeutete Erde bleiben für ein gesundes und angenehmes Leben erhalten? Wie können Kriege vermieden werden?
Da sollte der Schwerpunkt nach meiner Meinung liegen.
Geschichte wird jeweils nach Bedarf oder Sichtweise geändert.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#29 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Montag 6. Mai 2013, 22:13

"Wer nicht weiß woher er kommt,
weiß nicht wohin er gehen soll."

Irgendwann, wenn kein Beteiligter und Nachkomme mehr lebt und keiner mehr beleidigt sein kann, wird man die Geschichte auch richtig aufschreiben können.
Da muss allerdings viel Zeit vergehen, wenn man sich die russischen Neigungen zur Gewaltwahrheit anschaut.

Nehmen wir doch nur die Kiewer Rus. Das Geschehen heißt nicht ohne Grund Kiewer Rus, aber Moskau einverleibt sich den Hauptakt.
Das Moskauer Patriarchat nutzt seinen Einfluss und anerkennt gemeinsam mit Konstantinopel nicht die orthodoxe Kirche des Kiewer Patriarchats.

Da brauchen wir den Krieg und seine Grausamkeiten gar nicht erst bemühen.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#30 Beitrag von eurojoseph » Montag 6. Mai 2013, 22:38

galizier hat geschrieben:"Wer nicht weiß woher er kommt,
weiß nicht wohin er gehen soll."

Irgendwann, wenn kein Beteiligter und Nachkomme mehr lebt und keiner mehr beleidigt sein kann, wird man die Geschichte auch richtig aufschreiben können.
Da muss allerdings viel Zeit vergehen, wenn man sich die russischen Neigungen zur Gewaltwahrheit anschaut.

Nehmen wir doch nur die Kiewer Rus. Das Geschehen heißt nicht ohne Grund Kiewer Rus, aber Moskau einverleibt sich den Hauptakt.
Das Moskauer Patriarchat nutzt seinen Einfluss und anerkennt gemeinsam mit Konstantinopel nicht die orthodoxe Kirche des Kiewer Patriarchats.

Da brauchen wir den Krieg und seine Grausamkeiten gar nicht erst bemühen.
Ich finde das ist sehr gut so gesagt, und das Wort "Gewaltwahrheit" hat seine besondere Berechtigung
- noch dazu ist diese "Wahrheit" sehr selektiv -warum werden die Archive nicht geöffnet, wenn man nichts zu verbergen hat ??? Wieviele Jahre wurden die Zusatzprotokolle zum Hitler-Stalin-Pakt geleugnet, bzw auch Katyn ...? Was wird da für "Wahrheit" betrieben ???
So geht es halt nicht - und wenn man jetzt diese Halbwahrheiten sieht, mit denen die westukrainischen Entscheidungen aus Moskau kommentiert werden ...wieder nur Gewaltwahrheit...
Nein liebe Russkies - so geht es nicht - jedenfalls nicht jenseits eurer Grenzen (OK - in Belarus und Transnistrien, da geht sowas auch noch ...aber in Europa des 21.Jahrhunderts - DANKE NEIN !) NONO
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#31 Beitrag von Optimist » Montag 6. Mai 2013, 22:49

"Wer nicht weiß woher er kommt,
weiß nicht wohin er gehen soll."

Ist da jetzt Adam und Eva gemeint?

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#32 Beitrag von Sonnenblume » Montag 6. Mai 2013, 22:57

eurojoseph hat geschrieben:
Ich finde das ist sehr gut so gesagt, und das Wort "Gewaltwahrheit" hat seine besondere Berechtigung
- noch dazu ist diese "Wahrheit" sehr selektiv -warum werden die Archive nicht geöffnet, wenn man nichts zu verbergen hat ??? Wieviele Jahre wurden die Zusatzprotokolle zum Hitler-Stalin-Pakt geleugnet, bzw auch Katyn ...? Was wird da für "Wahrheit" betrieben ???
So geht es halt nicht - und wenn man jetzt diese Halbwahrheiten sieht, mit denen die westukrainischen Entscheidungen aus Moskau kommentiert werden ...wieder nur Gewaltwahrheit...
Nein liebe Russkies - so geht es nicht - jedenfalls nicht jenseits eurer Grenzen (OK - in Belarus und Transnistrien, da geht sowas auch noch ...aber in Europa des 21.Jahrhunderts - DANKE NEIN !) NONO
Da lob ich mir meine wahrheitsliebenden Ukrainer ...

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#33 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Dienstag 7. Mai 2013, 11:04

Lieber Optimist,
soweit brauchen wir nicht zurückgehen. Aber ein bisschen Kenntnis zur eigenen Geschichte gehört schon dazu.
Das gilt hier in der Ukraine genauso wie in Deutschland. Die Bestrebungen zu einem deutschen Nationalstaat gehen von den Lützowern, über das Hambacher Fest bis zur Weißen Rose, und die Widerstandskämpfer der SPD und der KPD gehören auch dazu.
Eine solche Kette gibt es auch in der Ukraine, nur wenn einer die alleinige Wahrheit für sich okkupiert und anderes nicht gelten lässt, wird es eskalieren.
Tja Sonnenblume, es ist eben so, dass sich hier Schmerz nicht mit Schmerz austreiben lässt. So schmerzlich das auch ist. Hier wäre die große Geste aus Moskau das Fanal, das Dämme niederreißen könnte und dem Image Moskaus würde es nicht schaden.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#34 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 7. Mai 2013, 16:43

galizier hat geschrieben: Hier wäre die große Geste aus Moskau das Fanal, das Dämme niederreißen könnte und dem Image Moskaus würde es nicht schaden.
Da hätte ich auch nichts dagegen, ich wäre eher sehr dafür.
Nur glaub mir, auch dann würden sich bestimmte Leute immer wieder und wieder nur über die Verbrechen der Russen auslassen.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#35 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Dienstag 7. Mai 2013, 21:32

Ich glaube eher, dass das Ende des Hasses einläuten würde.
Denk mal an die Geschehnisse um die Auflösung der Stasi und die danach angestrebten Täter-Opfer- Ausgleiche oder Begegnungen.
Das hat in vielen Fällen zu einem Verständnis- und Ruhezustand geführt.
Niemand kann sich von seiner Schuld freikaufen, aber auch Vergebung kann man nicht erzwingen.
Schuld muss man eingestehen können, dazu gehört Größe und Mut - dann kann auch über Vergebung reden und erwarten.
Auf beiden Seiten. Ein bloßes Aufrechnen der Totenlisten ist keine Aufarbeitung.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Divi

#36 Beitrag von mbert » Dienstag 7. Mai 2013, 21:55

Galizier, Du hast es 100% auf den Punkt gebracht, um nichts anderes geht es!
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#37 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 7. Mai 2013, 22:03

galizier hat geschrieben:Ich glaube eher, dass das Ende des Hasses einläuten würde.
Denk mal an die Geschehnisse um die Auflösung der Stasi und die danach angestrebten Täter-Opfer- Ausgleiche oder Begegnungen.
Das hat in vielen Fällen zu einem Verständnis- und Ruhezustand geführt.
Niemand kann sich von seiner Schuld freikaufen, aber auch Vergebung kann man nicht erzwingen.
Schuld muss man eingestehen können, dazu gehört Größe und Mut - dann kann auch über Vergebung reden und erwarten.
Auf beiden Seiten. Ein bloßes Aufrechnen der Totenlisten ist keine Aufarbeitung.
Wo habe ich mich mißverständlich ausgedrückt?
galizier hat geschrieben: Hier wäre die große Geste aus Moskau das Fanal, das Dämme niederreißen könnte und dem Image Moskaus würde es nicht schaden.
Sonnenblume hat geschrieben:Da hätte ich auch nichts dagegen, ich wäre eher sehr dafür.

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rudnyky
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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#38 Beitrag von rudnyky » Dienstag 11. Juni 2013, 14:29

:-|| Moin moin,
erschütternt diese NEO-Naz..., ich distanziere mich vom "alten" braunem Pack und natürlich vor allem von diesen Neo-Idioten.
Mich betrübt aber auch Eure vielen gut gemeinten Ansichten oder Erkenntnisse, die leider viele von Euch "nur" durch lesen oder hören(kein Zeitzeuge) sich angeeignet haben.
Wer von Euch hat einen realen Bezug zu dieser Zeit, durch Familie oder Freunde (Zeitzeugen)?

Mein Vater ist aktiver UPA-Kämpfer gewesen, zusammen mit seinen Cousins, Onkel und Tanten aus seinem Heimatdorf in der Region Ternopil, mit 14 Jahren!!!
Er besuchte ein deutschsprachiges Gymnasium(nicht von der NSDAP sondern noch aus der Ku.K-Zeit der Ukraine).
Die Landbevölkerung hatte die vielen Toten des Holocoust 32/33 an der ukrainischen Bevölkerung nicht vergessen. Sie alle starben durch Ermordung/Hungerstod weil dickbäuchige Moskauer mit Waffengewalt sie ausplünderten.
Aber, keiner der Landbevölkerung kannte etwas von Deutschland(3.Reich und/oder Nazis) oder von den geheimen Abmachungen der Nazis mit dem Ukrainischen-Schatten-Kabinett einer möglichen "freien" Ukraine.
Sie wollten sich dieses Mal gegen neue Gewalt auflehnen und um ihre Familien/ Heimat kämpfen.
Im Juli 43 war die Deutsche Wehrmacht(bereits auf "Heimreise") vor der anrückenden Roten-Armee im Heimatdorf meiner Familie, väterlicher Seite(Mutter deutsch).
Alle "Männer" ab 16 wurden zwangsweise rekrutiert zum "dienen" in der Deutschen Armee. Die UPA-Kämpfer waren da ein gefundenes Fressen für die deutsche Propaganda. Mit SS-Runen und Galizien-Wappen wurden ihre UPA-Uniformen "verziert" und im September 43 in der Provinzhaupstadt Lwiw wie ausgestopfte Pfingstochsen als "Freiwillige" der 14.SS-Grenadier Division Galizien der Öffentlichkeit zur Schau gestellt.
Die Kesselschlacht um Brody ging an meinem Vater zum Glück vorbei. Nach der Zeremonie in Lwiw mußten sie ihre Uniformen ausziehen und in alten, weissen Landser-Lumpen als HIWIs bei der Deutschen Flak "dienen".
Über das Sudetenland, Jugoslawien, Austria per endlosen Viehwaggons-Zugfahrten nach Norddeutschland gebracht.
Das Kriegsende hat er bei Hamburg erlebt (mit einem Granitsplitter hinterm Ohr).
Er hat weder seine Heimat noch seine Familie je wieder gesehen(bei der Zwangsrekrutierung war er noch keine 16).
Meine Oma hatte um ihren Sohn bei dem deutschen Kommandeur gekämpft, aber ohne Erfolg. Sie hätte sich lieber von 100 Soldaten vergewaltigen lassen als ihren Sohn zu verlieren an die Deutschen.
Mein Opa hat sich sofort bei der einrückenden Roten-Armee verpflichtet "freiwillig" zum Schutz seiner Frau und Familie(vor Vergewaltigung und/oder Erschlagung) seinem Hof und Feldern (vor Raub und Zerstörung).
Wer das alles dennoch überlebte durfte am Todestreck nach Sibirien teinehmen "freiwillig"!
Mein Opa und mein Vater haben sich auf den Schlachtfeldern gegenseitig umbringen dürfen "freiwillig", der eine bei den Deutschen und der andere bei den Russen!
Und heute, mein Opa und mein Vater sind immer noch "Mörder", Staatsfeinde, Verräter und nicht achtenswert, je nach dem auf welcher Seite der "Hasser" steht.
Kann sich auch nur einer von Euch vorstellen, was ich denke und fühle wenn ich unsachliche Diskussionen über dieses Thema höre oder lesen muß.
mfG
rudnyky
[smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] слава Україна [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor]
rudnyky

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stefko
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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#39 Beitrag von stefko » Dienstag 11. Juni 2013, 21:50

rudnyky hat geschrieben::-|| Moin moin,
erschütternt diese NEO-Naz..., ich distanziere mich vom "alten" braunem Pack und natürlich vor allem von diesen Neo-Idioten.
Mich betrübt aber auch Eure vielen gut gemeinten Ansichten oder Erkenntnisse, die leider viele von Euch "nur" durch lesen oder hören(kein Zeitzeuge) sich angeeignet haben.
Wer von Euch hat einen realen Bezug zu dieser Zeit, durch Familie oder Freunde (Zeitzeugen)?
Ich habe diesen familiären Bezug. Leider wurde früher kaum über diese Zeit geredet. Wahrscheinlich wollte man dein Kindern bzw. Enkelkindern diese Geschichten ersparen, oder sich selber nicht daran erinnern. Vielleicht war man auch einfach noch zu klein. Nichtsdestotrotz einiges hab ich doch noch aus erster Hand überliefert bekommen.

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