Allgemeines DiskussionsforumLwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

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Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#1 Beitrag von Handrij » Montag 29. April 2013, 12:52

In Lwiw wurde am vergangenen Wochenende die Gründung der SS-Division Galizien/Halytschyna, eine 1943 gegründete Freiwilligeneinheit der Wehrmacht, gefeiert. Kann man vielleicht noch mitgehen damit, dass die UPA-Partisanen ihre Heimatdörfer verteidigt haben, gegen Sowjets, die Deutschen und die polnischen "Besatzer", so ist der freiwillige Beitritt zur Wehrmacht nur mit einer ideologischen Übereinstimmung mit den Zielen der Deutschen zu erklären. 1943 war jedem klar, dass die Deutschen nicht als Befreier kommen und die Ausrottung der Juden das oberste Ziel ist. Zudem schlossen sich nach dem Kessel von Brody 1944 Überreste der Division der UPA an. Die Einheit wurde gezielt zur Aufstandsbekämpfung eingesetzt und tat sich offenbar durch besondere Grausamkeiten gegenüber Juden und Polen hervor.

Laut der Komsomolskaja Prawda wurde nun am vorigen Wochenende im Rathaus von Lwiw eine Feier abgehalten. Dabei erhielten ein paar der überlebenden Greise irgendwelches Blech und natürlich Juri Mychaltschyschyn (Swoboda) und ein gewisser Oleh Pankewytsch (Swoboda) ebenso "symbolische" Orden.
http://kp.ua/daily/290413/391693/

Die Veteranen der SS Galizien erhalten (neben denen der UPA) auch von der Stadt Lwiw einen monatlichen Rentenaufschlag von 1.000 UAH (ca. 90 Euro). Es betrifft anscheinend zwar nur zwölf Leute, aber das ist ein symbolischer Schlag ins Gesicht der Veteranen der Roten Armee. Vorhersehbar nur auf Russisch erhältlich: http://www.unian.net/news/566483-vo-lvo ... ainyi.html

Zudem gab es einen Wyschywanka-Marsch von etwa 2.000 Leuten zu Ehren der Division Galizien am Sonntag durch Lwiw. Alles offiziell genehmigt, keine Proteste der örtlichen Bevölkerung.
Bilder sind hier zu sehen: http://galinfo.com.ua/news/132406.html
Scheinbar waren auch Kumpels aus Sankt-Petersburg angerückt.

So wie es keine Abgrenzung der Anhänger der UPA von denen der OUN und der SS Galizien und der nationalsozialistischen Ideologie gibt, so ist auch von den Gegnern keine Differenzierung zu erwarten. Wozu auch? Die Demonstrationsbilder sprechen für sich. Ich wüsste nicht, wo man da noch differenzieren soll. Faschisten und Nationalsozialisten und Blut und Boden und Führerprinzip, damals und heute.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#2 Beitrag von UkraineInteressierter » Montag 29. April 2013, 13:41

Absolut schrecklich.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#3 Beitrag von Handrij » Montag 29. April 2013, 14:59

Mehr Fotos der "Wyschywanka-Parade" bei UNIAN:
http://photo.unian.net/ukr/themes/39537/

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#4 Beitrag von eurojoseph » Montag 29. April 2013, 16:20

Sind schon schreckliche Bilder, keine Frage - aber hätte man füher die ganze Wahrheit zugelassen, dann hätten diese Nazis nicht so viel Zulauf bekommen - wetten ?
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#5 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Montag 29. April 2013, 17:04

Insgesamt ein schauerlicher Anblick. Mich ärgert nur, dass die Tracht der Ukrainer(Ruthenen) so missbraucht wird. So etwas ist keine Empfehlung für den Beitritt zur EU.
Ebenfalls beachtenswert ist die Anwesenheit russischer Nazis.
Kein Ruhmesblatt für die Kulturstadt Lemberg.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#6 Beitrag von Handrij » Montag 29. April 2013, 17:11

Was so ärgerlich an dem ganzen Kram ist, dass sie so unwidersprochen marschieren können. Bekloppte gibt es immer, aber denen sollte einfach etwas entgegengesetzt werden und das sollte nicht einfach diese Pseudo-Antifaschistische Front von Kolesnitschenko und Co. sein, sondern die normalen Lwiwer. In dieser Ablehnung der sowjetischen Okkupation 1939-41 und 1944-1991 und gleichzeitigen Verherrlichung aller antisowjetischen Kräfte hat sich die galizische Gesellschaft (wenn man es so bezeichnen darf) total verrannt.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#7 Beitrag von stefko » Montag 29. April 2013, 18:23

Handrij hat geschrieben:In Lwiw wurde am vergangenen Wochenende die Gründung der SS-Division Galizien/Halytschyna, eine 1943 gegründete Freiwilligeneinheit der Wehrmacht, gefeiert. Kann man vielleicht noch mitgehen damit, dass die UPA-Partisanen ihre Heimatdörfer verteidigt haben, gegen Sowjets, die Deutschen und die polnischen "Besatzer", so ist der freiwillige Beitritt zur Wehrmacht nur mit einer ideologischen Übereinstimmung mit den Zielen der Deutschen zu erklären. 1943 war jedem klar, dass die Deutschen nicht als Befreier kommen und die Ausrottung der Juden das oberste Ziel ist. Zudem schlossen sich nach dem Kessel von Brody 1944 Überreste der Division der UPA an. Die Einheit wurde gezielt zur Aufstandsbekämpfung eingesetzt und tat sich offenbar durch besondere Grausamkeiten gegenüber Juden und Polen hervor.
Und die Sowjets waren Befreier? Auch 43 kann man die Deutschen noch für das kleinere Übel gehalten haben. Die Gräueltaten der "1. Sowjets" waren ja auch noch nicht vergessen.

Übrigens gibt es auch eine Überlieferung der Geschichte, die besagt, dass diejenigen sich der Division Galizien anschlossen, die zwar gegen die sowjetischen Okkupanten kämpfen wollten, denen aber OUN-UPA zu radikal war.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#8 Beitrag von Handrij » Montag 29. April 2013, 19:00

Handrij hat geschrieben:Und die Sowjets waren Befreier? Auch 43 kann man die Deutschen noch für das kleinere Übel gehalten haben. Die Gräueltaten der "1. Sowjets" waren ja auch noch nicht vergessen.
Auf Adolf Hitler zu schwören und sich an der Aufstandsbekämpfung in den durch Hitlerdeutschland besetzten Gebieten zu beteiligen, ist keine Lösung. Wir reden hier nicht von Zwangsrekrutierung oder der Wahl "Verhungern im Gefangenenlager" vs. "Kämpfen in der Wlassow-Armee gegen Stalin". Die Leute sind aus Überzeugung reingegangen. Es gehen auch Legenden von der Anwerbung für die Waffen-SS durch die Griechisch-Katholische Kirche.

Die große Legitimationslegende für die UPA ist ja, dass sie gegen beide Seiten gekämpft hat. Irgendetwas passt hier nicht.
Handrij hat geschrieben:Übrigens gibt es auch eine Überlieferung der Geschichte, die besagt, dass diejenigen sich der Division Galizien anschlossen, die zwar gegen die sowjetischen Okkupanten kämpfen wollten, denen aber OUN-UPA zu radikal war.
Interessant. Siehe allgemeine Legitimation für die UPA. "Sie kämpften für die unabhängige Ukraine gegen alle Besatzer".

Die Waffen-SS ist eine verbrecherische Organisation gewesen. Wer sich da freiwillig eintrug, hat automatisch den Vernichtungskrieg akzeptiert, mitgetragen und wohl auch gewollt. "Tod den Juden, Tod dem jüdischen Bolschewismus". Sehr viele Deserteure scheint es ja da auch nicht gegeben zu haben. Wäre zumindest mal als Hypothese interessant: Wie viele der Freiwilligen, die an die Sprüche vom Kampf für Heim und Herd und die unabhängige Ukraine geglaubt haben, versuchten nach den ersten Vernichtungseinsätzen zu desertieren? Nach der Kesselschlacht von Brody wurden die neuaufgestellten Einheiten ja fern der ukrainischen Gebiete eingesetzt. Ein Hinweis auf Unzuverlässigkeit? Dann aber wozu diese Verherrlichung? Kann man nicht eingestehen, einen Fehler begangen zu haben?

Um es nochmal klar zu machen: Wenn betont wird, dass die UPA gegen alle Besatzungsmächte gekämpft hat, was legitim wäre, wieso wird dann gleichzeitig der Einsatz der SS-Division "Galizien" so verherrlicht? Das waren doch dann Verräter/Kollaborateure oder etwa nicht?

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#9 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Montag 29. April 2013, 20:12

Zwei Gedanken.
1. Zitat Eurojoseph:
Sind schon schreckliche Bilder, keine Frage - aber hätte man füher die ganze Wahrheit zugelassen, dann hätten diese Nazis nicht so viel Zulauf bekommen - wetten ?

Da hat er recht. Schweigen bringt keine Antworten und so sind die Ohren offen für die, die reden und ihre "Wahrheiten2 verbreiten.

2. Es gibt keine Zivilgesellschaft in der Ukraine. Keine Organisation traut sich gegen die Nazis, und das sind für mich eindeutig Nazis, auf die Straße.
Denkt an Dresden. Jedes Jahr zum 13. Februar steht die Stadt geschlossen gegen die Nazis. Aktion Kerze im Fenster oder weiße Rose und vieles andere mehr.
Dieses Fehlen jeder bürgerlichen Courage ist ein Erbe der "Rätedemokratie" .

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#10 Beitrag von Minuteman » Montag 29. April 2013, 20:48

Also ich kann die Argumentation von Handrij schon gut nachvollziehen, allerdings trifft es auf diesen "Haufen" nicht zu weil ich denen die da marschieren schlichtweg Unwissenheit unterstelle. Das mag jetzt überheblich klingen, aber ich denke in einer Fachdiskussion knickt der überwiegende Teil binnen kürzester Zeit ein, wenn auf Floskeln fundiertes Hintergrundwissen trifft.
Handrij hat geschrieben: Die Leute sind aus Überzeugung reingegangen. Es gehen auch Legenden von der Anwerbung für die Waffen-SS durch die Griechisch-Katholische Kirche.
Die große Legitimationslegende für die UPA ist ja, dass sie gegen beide Seiten gekämpft hat. Irgendetwas passt hier nicht.
Das größte Kontingent wurde ja vom Melnykflügel gestellt, und das sich OUN-M und OUN-B einiges an Differenzen hatten ist ja nix Neues. Dennoch, es stimmt schon, irgendwas passt hier nicht :)
Naja, und der Eintritt in die SS-Glizien aus nationalsozialistischer Überzeugung würde ich jetzt so nicht unterschreiben, einfach deswegen weil man es so genau nicht weiß.
Man sollte schliesslich nicht ausser acht lassen das auch die nicht-deutschen SS-Angehörigen den deutschen SS-Einheiten in Besoldung und Zuwendungen an deren angehörigen gleichgestellt wurden. Ich kenne jetzt die Besoldung und Sonderzulagen nicht, aber lukrativer dürfte es allemal gewesen sein als in der roten Armee oder irgendeiner Partisaneneinheit!

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#11 Beitrag von paracelsus » Dienstag 30. April 2013, 08:46

Minuteman hat geschrieben: Naja, und der Eintritt in die SS-Glizien aus nationalsozialistischer Überzeugung würde ich jetzt so nicht unterschreiben, einfach deswegen weil man es so genau nicht weiß.
Man sollte schliesslich nicht ausser acht lassen das auch die nicht-deutschen SS-Angehörigen den deutschen SS-Einheiten in Besoldung und Zuwendungen an deren angehörigen gleichgestellt wurden. Ich kenne jetzt die Besoldung und Sonderzulagen nicht, aber lukrativer dürfte es allemal gewesen sein als in der roten Armee oder irgendeiner Partisaneneinheit!
Das ist natürlich auch eine Deutung [smilie=dntknw.gif] ; dadurch würde sich natürlich auch der "Rentenaufschlag" durch die Stadt Lwiw erklären: Es wäre nichts anderes als ein Kaufkraftausgleich. NEA
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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#12 Beitrag von Handrij » Dienstag 30. April 2013, 10:28

Minuteman hat geschrieben:Naja, und der Eintritt in die SS-Glizien aus nationalsozialistischer Überzeugung würde ich jetzt so nicht unterschreiben, einfach deswegen weil man es so genau nicht weiß.
Zum Gründungszeitpunkt der SS Galizien war Stalingrad gerade gelaufen und in Galizien hat man wohl zu recht Angst vor der Rückkehr der Sowjets gehabt. Das könnte Stefkos Argument sein, doch wie sind dann die Reihen der Division nach der Kesselschlacht von Brody wieder aufgefüllt worden? Das war im September 1944. Allen war klar, die Hitlernummer ist gelaufen. Wenn man es so will, dann war der Kampf um die Unabhängigkeit der Ukraine, der Schutz der eigenen Dörfer wenn man so will, nur über die UPA möglich.

Wenn man der Wikipedia glauben darf:
Im Dezember 1943 betrug die Stärke der Division 12.634 Mann, im Juni 1944 bereits 15.299 Mann und im Dezember 1944 22.000 Mann. Sie wurde auf dem Balkan (Juni 1943 bis März 1944), an der Ostfront (März 1944 bis Juli 1944) und in Polen und der Tschechoslowakei (Juli 1944 bis Mai 1945) eingesetzt.
Da gab es also noch Zulauf. Woher kamen sie, welche Beweggründe hatten sie? In allen Äußerungen wird der freiwillige Charakter des Beitritts betont. Raus kam man natürlich nicht mehr so einfach. Die ideologische Übereinstimmung ist da für mich jedoch offensichtlich.
Minuteman hat geschrieben: Man sollte schliesslich nicht ausser acht lassen das auch die nicht-deutschen SS-Angehörigen den deutschen SS-Einheiten in Besoldung und Zuwendungen an deren angehörigen gleichgestellt wurden. Ich kenne jetzt die Besoldung und Sonderzulagen nicht, aber lukrativer dürfte es allemal gewesen sein als in der roten Armee oder irgendeiner Partisaneneinheit!
Söldner? Keine überzeugten Freiheitskämpfer?
Vielleicht am Anfang, als man noch die Hoffnung haben konnte, innerhalb des "siegreichen Deutschen Reiches" seinen Schnitt zu machen. Doch später? Galizien war komplett unter der Kontrolle der Sowjets, deinen Sold konntest du nicht zur Unterstützung deiner Familie verwenden.

Die bei der "Wyschywanka-Parade" anwesenden Jugendlichen werden wohl darauf auch keine Antworten liefern können. Andererseits sollten sie sich schon fragen, mit wem sie so gemeinsam demonstrieren. Im Gegensatz zu ihren Urgroßeltern geht es heute nicht um Leben und Tod. Zudem ist die Geschichte der SS-Division Galizien selbst bei oberflächlicher Betrachtung nicht mal ansatzweise in Richtung "Kampf um die Unabhängigkeit" verklärbar. Tschechoslowaken und Polen im Namen Hitlerdeutschlands zu töten, hat nichts mit der Ukraine zu tun.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#13 Beitrag von eurojoseph » Dienstag 30. April 2013, 11:30

Handrij hat geschrieben: Die bei der "Wyschywanka-Parade" anwesenden Jugendlichen werden wohl darauf auch keine Antworten liefern können. Andererseits sollten sie sich schon fragen, mit wem sie so gemeinsam demonstrieren. Im Gegensatz zu ihren Urgroßeltern geht es heute nicht um Leben und Tod. Zudem ist die Geschichte der SS-Division Galizien selbst bei oberflächlicher Betrachtung nicht mal ansatzweise in Richtung "Kampf um die Unabhängigkeit" verklärbar. Tschechoslowaken und Polen im Namen Hitlerdeutschlands zu töten, hat nichts mit der Ukraine zu tun.
da hast du völlig recht - ich versteh manches eben auch nicht oder nur durch die "Pendelschwung"-Theorie versuche ich mir das ansatzweise (ziemlich erfolglos) zu erklären....
ich glaube für manche Kids ist das "nur" Protest (Rebel with no cause) oder so...wie gesagt, glauben heisst nicht wissen :-(
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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#14 Beitrag von Minuteman » Dienstag 30. April 2013, 18:01

Handrij hat geschrieben:
Zum Gründungszeitpunkt der SS Galizien war Stalingrad gerade gelaufen und in Galizien hat man wohl zu recht Angst vor der Rückkehr der Sowjets gehabt. Das könnte Stefkos Argument sein, doch wie sind dann die Reihen der Division nach der Kesselschlacht von Brody wieder aufgefüllt worden?
Da gab es also noch Zulauf. Woher kamen sie, welche Beweggründe hatten sie? In allen Äußerungen wird der freiwillige Charakter des Beitritts betont. Raus kam man natürlich nicht mehr so einfach. Die ideologische Übereinstimmung ist da für mich jedoch offensichtlich.
Söldner? Keine überzeugten Freiheitskämpfer?
Vielleicht am Anfang, als man noch die Hoffnung haben konnte, innerhalb des "siegreichen Deutschen Reiches" seinen Schnitt zu machen. Doch später? Galizien war komplett unter der Kontrolle der Sowjets, deinen Sold konntest du nicht zur Unterstützung deiner Familie verwenden.
Die bei der "Wyschywanka-Parade" anwesenden Jugendlichen werden wohl darauf auch keine Antworten liefern können.
So viele Fragen :) Ich hab mir jetzt etwas "Bett-Lektüre" über die SS Galizien bestellt in der ich hoffe ein paar antworten zu finden, eventuell kommen da auch noch ein paar Zeitzeugen zu Wort. War eh schon überfällig, denn wenn man sich mit der OUN beschäftigt stolpert man sowieso zwangsweise öfters über die SS Division!

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#15 Beitrag von lev » Mittwoch 1. Mai 2013, 15:37

Minuteman hat geschrieben: Naja, und der Eintritt in die SS-Glizien aus nationalsozialistischer Überzeugung würde ich jetzt so nicht unterschreiben, einfach deswegen weil man es so genau nicht weiß.
Man sollte schliesslich nicht ausser acht lassen das auch die nicht-deutschen SS-Angehörigen den deutschen SS-Einheiten in Besoldung und Zuwendungen an deren angehörigen gleichgestellt wurden. Ich kenne jetzt die Besoldung und Sonderzulagen nicht, aber lukrativer dürfte es allemal gewesen sein als in der roten Armee oder irgendeiner Partisaneneinheit!
Ich habe diesbezüglich mal bei meiner Schwiegermutter in Lemberg nachgefragt. Sie ist 81 Jahre und ihr älterer Bruder ist in die SS-Galizien eingetreten und im Alter von 23 Jahren erschossen worden.
Der Hauptgrund des Eintrittes, war ihrer Aussage nach vorrangig die gute Besoldung. Es war ein bunter "Haufen" verschiedener Nationalitäten die sich des Geldes wegen denen anschlossen. Viel mehr wollte sie zu diesem Thema nicht sagen.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#16 Beitrag von mbert » Mittwoch 1. Mai 2013, 16:04

Golczewski schreibt dazu, dass ein Grund auch die Möglichkeit war, eine reguläre militärische Ausbildung zu erhalten, was unter nationalistischen Ukrainern sehr hoch angesehen war.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#17 Beitrag von paracelsus » Freitag 3. Mai 2013, 10:33

mbert hat geschrieben:Golczewski schreibt dazu, dass ein Grund auch die Möglichkeit war, eine reguläre militärische Ausbildung zu erhalten, was unter nationalistischen Ukrainern sehr hoch angesehen war.

Das wäre natürlich ein hohes Gut gewesen [smilie=dash2.gif]. Die SS als Ausbildungsstätte, darauf muss man erst mal kommen :~(~~~

Wie hätte ein "freies Galizien" wohl ausgesehen? Hätten dann die Wyschywanka-Paradierer heute noch ihre militärische Ausbildung genießen können?
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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#18 Beitrag von mbert » Freitag 3. Mai 2013, 10:40

paracelsus hat geschrieben: Das wäre natürlich ein hohes Gut gewesen [smilie=dash2.gif]. Die SS als Ausbildungsstätte, darauf muss man erst mal kommen :~(~~~
Wohl gemerkt die Waffen-SS. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Menschen, die sich da meldeten, ideologisch eine große Übereinstimmung mit den Nazis verspürten. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass wir heute auch einfach mehr darüber wissen. Die Waffen-SS verkaufte sich selber ja als eine Art "arische Elite-Einheit", hatte die besten Waffen (und wurde am konsequentesten verheizt). Ich würde daher annehmen, dass die jungen Ukrainer, die sich da meldeten, in etwa vergleichbar waren mit den jungen Deutschen, für die die Waffen-SS so ziemlich das tollste war, was man erreichen konnte. Da ist sicher einiges an sowohl Täter- als auch Opfer-Rolle zu finden.
paracelsus hat geschrieben:Wie hätte ein "freies Galizien" wohl ausgesehen? Hätten dann die Wyschywanka-Paradierer heute noch ihre militärische Ausbildung genießen können?
Naja, es wäre wohl eine andere Art von mörderischer Diktatur gewesen als die, die sie nun ganz real stattdessen bekamen.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Minuteman
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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#19 Beitrag von Minuteman » Samstag 4. Mai 2013, 20:34

Nu, ich hab mich da jetzt mal ein bisschen eingelesen. In dem Buch von Rolf Michaelis „ Ukrainer in der Waffen SS“ kommen auch Mitglieder zu Wort und deren Beweggründe zum Eintritt in die „SS Freiwilligen-Division Galizien“. Wobei „freiwillig“ oftmals nicht passend ist, sondern als Alternative gesehen werden kann.
So zeigt sich das einige nicht zum Baudienst oder als Arbeitskraft in der Rüstungsindustrie in Deutschland herangezogen werden wollten und ihnen dann der Eintritt in die SS nahegelegt wurde.
Viele entschieden sich zwar für den Arbeitsdienst weil sie die Rache der Russen fürchteten und möglichst weit weg wollten, einige allerdings auch zum Kampf und somit zur Waffen SS.
Auch die UPA ermunterte zum Eintritt in die SS Division weil sie weder über Waffen, noch über die Ausbilder verfügte. Die ausgebildeten SS Angehörigen sollten dann bei nächster Gelegenheit zur UPA mit „Know how“ und Waffen überlaufen. Das erklärt auch warum nach der Niederlage bei Brody Einheiten sich der UPA anschlossen.
Interessanterweise befanden sich auch ehemalige ukrainische Rotarmisten aus der Ostukraine in den Reihen der Division, welche aus deutscher Gefangenschaft in die Division eintraten.
Sicherlich mag auch eine gewisse Abenteuerlust und Patriotismus eine Rolle gespielt haben, was aber in den Erinnerungen nicht erwähnt wird. Eher lassen sich ganz pragmatische Gründe wie Besoldung und vor allem die Angst vor der roten Armee herauslesen.
Zur Ergänzung ein Auszug zu den Erinnerungen des Waffen-Grenadiers Ostap Hladkiwskji:
„Ich wurde am 15.Mai 1926 in Galizien geboren. Unter polnischer Herrschaft hatten die Ukrainer sehr zu leiden. So mußte mein Vater, der beim polnischen Staat angestellt war, vom griechisch-katholische Glaube zum römisch-katholischen Glauben konvertieren, um seine Arbeit nicht zu verlieren. Als die Sowjets kamen wurden zudem noch viele ukrainische Nationalisten verhaftet. So wurde die deutsche Wehrmacht als wirklicher Befreier mit Blumen begrüßt. Als sich die Zustände jedoch nicht änderten - unter den Sowjets waren die Geschäfte leer.....und unter den Deutschen blieben sie es. …..
Junge Ukrainer wurden zunächst für zwei Jahre zum Baudienst eingezogen. Schlechtes Essen und harte Arbeit führten zu steigendem Widerwillen. Schliesslich begann die Schutzpolizei Schüler aus Schulen oder einfach junge Leute am Bahnhof wegzuschnappen und nach Deutschland zu deportieren. So begann man die Deutschen zu hassen.
1943 kam auf einmal der Slogan auf, in einer SS-Freiwilligen Division für ein neues Europa zu kämpfen. Werbeplakate mit jungen SS Angehörigen und schönen Mädchen wirkten auch auf mich.
Im Februar 1944 stiessen die Russen auf unser Dorf vor, konnten aber von den Deutschen zurückgeworfen werden. Wir jungen Leute aus dem Dorf unterhielten uns nun, der division beizutreten. Im Juni 1944 wurden alle 16 bis 36 jährigen Männer erfasst. Beim Arbeitsamt konnte man entscheiden, ob man zur arbeit nach Deutschland oder mit der Waffe in der Hand kämpfen wollte. Um möglichst weit weg von den Russen zu kommen gingen viele nach Deutschland. Ich, mit etwa 30 weiteren meldete mich zur SS........

Quelle: Rolf Michaelis „Ukrainer in der Waffen SS“

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#20 Beitrag von Optimist » Samstag 4. Mai 2013, 22:25

Ja auch die "lieber tot als rot- Strategie" findet ihr jähes Ende wenn die Entscheidung nicht mehr vertagt werden kann. Heldentum war es nicht, es war eine reine Überlebensfrage, nicht nur für Ukrainer.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#21 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Sonntag 5. Mai 2013, 13:39

Auch hier war es gut sich der Thematik mal aus verschiedenen Sichten zu nähern um eine einigermaßen gerechte Bewertung zu treffen. Wir können die damaligen Entscheidungen der Menschen in einem Krieg nicht bewerten, das steht uns nicht an. Sie standen damals allein und auf sich gestellt vor lebenswichtigen Fragen und haben sich so und nicht anders entschieden.
Bewerten sollten wir aber die Entartungen und den Missbrauch dieser Entscheidungen in heutiger Zeit.
Ich komme aber auch immer mehr zu dem Entschluss, dass die Nachfolgegesellschaften totalitärer Regime in ihren prekären Schichten anfälliger für extremistische Einflüsse sind.
Damit meine ich die RF genauso wie Ungarn, die UA aber auch den Osten Deutschlands.

Wie EU-Joseph es treffend beschrieben hat, es ist das Verschweigen der Wahrheiten, vor allem der Unbequemen.
Das gilt auch die die Überlebenshilfe für die braune Pest in den Nachkriegsjahren in BRD und RÖ.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#22 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 5. Mai 2013, 14:55

galizier hat geschrieben: Ich komme aber auch immer mehr zu dem Entschluss, dass die Nachfolgegesellschaften totalitärer Regime in ihren prekären Schichten anfälliger für extremistische Einflüsse sind.
Damit meine ich die RF genauso wie Ungarn, die UA aber auch den Osten Deutschlands.
Das Problem des Extremismus wäre also gar nicht erst entstanden, wenn die Nachfolgestaaten alles dafür getan hätten, dass gar keine prekären Schichten erst entstehen?

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#23 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Sonntag 5. Mai 2013, 16:53

Klar ist, dass die benachteiligten Schichten in jeder Gesellschaft für "Heilsbotschaften" und populistische Propaganda sehr empfänglich sind, auch für solche Botschaften, die einen dritten Schuldigen benennen.
Die Hauptursache aber liegt in den intoleranten Wahrheiten der vorherigen totalitären Gesellschaft.
In Petersburg skandieren russische Nazis vaterländische Parolen und gehen auf sichtbar nichtrussische Menschen los.
In Ungarn beschneidet man den Zigeunern die Menschenrechte. In Deutschland schreien sie "Ausländer raus".
Könnte man fortsetzen.
Wann aber gab es in diesen Ländern gelebten und offen praktizierten Internationalismus(neudeutsch: Multikulti).
Wo und wie konnte man die anderen Nationalitäten kennen lernen?

Lebensnormen waren in Parteiprogrammen fixiert und wer dagegen verstieß war asozial.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#24 Beitrag von Optimist » Sonntag 5. Mai 2013, 22:14

"Das Problem des Extremismus wäre also gar nicht erst entstanden, wenn die Nachfolgestaaten alles dafür getan hätten, dass gar keine prekären Schichten erst entstehen?"

Extremismus gibt es wohl schon immer. Wenn die Schuldsuche bei uns selbst endet, wir es aber nicht wahrhaben wollen, suchen wir Menschen oder die Menschen die uns regieren eine Gruppe von Schuldigen. Auf diese prügeln wir dann ein, ohne unsere eigenen Probleme zu lösen. Das geht bis zum Völkermord, danach entschuldigen wir uns oder auch nicht, dann beginnt für die junge Generationen das "Spiel" von neuem. Aber alle wurden über die Geschichte geschult und unterrichtet. Propaganda ist halt Gift, wäre schön wenn sich Menschen aus aller Länder öfter die Hände reichen würden und mehr Verständnis als persönlicher Egoismus den Alltag prägen würde. Ich wünsche dies unserem Planeten von ganzen Herzen. Und einmal ganz ehrlich, was kann so schwer sein Menschen in der Ostukraine, Westukraine, Russland oder sonst wo zu verstehen?
Extremismus ist für mich Dummheit in Gewalt gewandelt, mehr nicht! Egal um welchen Extremismus es sich handelt!
Extremismus zu verhindern ist ein internationales Problem ( auch eine Art der Geschichtsbewältigung ) und wird nur schwer zu lösen sein.

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Re: Lwiw ehrt SS-Division Galizien/Halytschyna - 70 Jahre 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1)

#25 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Sonntag 5. Mai 2013, 22:28

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Aber alle wurden über die Geschichte geschult und unterrichtet.

Wirklich alle?
Wenn ich Dir mal den Geschichtslehrplan der US-Schulen bis zur 11. Klasse aufschreiben würde, würdest Du deinen Beitrag umschreiben und das Zitat streichen.
UA-Geschichte des Letzten JH fällt dabei unter den Tisch.

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