Ukraine-Nachrichten.de„Manuskripte verbrennen nicht“: Paul Manafort auf der Schwarzgeld-Liste der Partei der Regionen

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„Manuskripte verbrennen nicht“: Paul Manafort auf der Schwarzgeld-Liste der Partei der Regionen

#1 Beitrag von RSS-Bot » Freitag 19. August 2016, 21:36

In der Buchführung der Partei der Regionen taucht der Name Paul Manafort 22 mal auf. Mit den Regionalen hat einer der führenden Leute der Wahlkampfkampagne Donald Trumps mehr als zehn Jahre zusammengearbeitet.
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Herkunft: „Manuskripte verbrennen nicht“: Paul Manafort auf der Schwarzgeld-Liste der Partei der Regionen

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wikna
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Re: „Manuskripte verbrennen nicht“: Paul Manafort auf der Schwarzgeld-Liste der Partei der Regionen

#2 Beitrag von wikna » Samstag 20. August 2016, 14:19

Sieh an, Frau Irina Kirsch auf einer bestimmten Lohnliste:

Frau Ina Kirsch,
Geschäftsführerin der Lobby-Vereinigung im Dienste der Partei der Regionen in Brüssel,
beschäftigt mit der Aufgabe:
über das politische Leben in der Ukraine zu informieren und auf politischer, geschäftlicher und kultureller Ebene Kontakte zwischen ukrainischen und europäischen Politikern herzustellen […]. Außerdem werde die Organisation auf Expertenebene politische und gesetzgebende Initiativen vorschlagen, die auf die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und der Europäischen Union abzielen“..
21. März 2012 // Serhij Leschtschenko Quelle: Ukrajinska Prawda
Herkunft: http://ukraine-nachrichten.de/br%C3%BCs ... n-analysen

Frau Kirsch im Interview – einfach mal näher betrachtet…
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Das Interview …nach Ansprache und Themen-Blöcken untergliedert:

1. Assoziierung – Zustandekommen
Zur Eingangsfrage der „Wiener Zeitung“, welche Probleme Russland mit einer EU-Integration habe, die Antwort:
„scheiternde“, „im Sande verlaufenden Bemühungen“ einer Annäherung EU – Russland, weil man sich nicht einmal auf technische Standards einigen (konnte)…
Putin sein Projekt (der Eur. Union) aber nur machen (kann), wenn die Ukraine mitmacht…
weil Russland nicht auf dem technischen Stand (ist), den es braucht, um einen neuen, konkurrenzfähigen Wirtschaftsraum aufbauen zu können…
Und dann spielt die Ukraine auch geostrategisch als Tor nach Asien eine wichtige Rolle…
Also eine Gemengelage von „mangelnder Standard“, etwas mit einer „neuen, konkurrenzfähigen Wirtschaft aufbauen zu können…“ IN RUSSLAND (!) als Erklärung .

2. Assoziierung – Rolle Janukowitschs
Zur Fragestellung, wieso das seit 2010 angestrebte Abkommen „die Ausmaße eines brandgefährlichen Ost-West-Konfliktes“ (angenommen hat) über die Rolle des damaligen Präsidenten Janukowitsch:
Er hat seit seinem Amtsantritt 2010 hin und her manövriert und gezögert….
vor allem zwei Leute, die die EU-Annäherung betrieben haben (Kljujew, Koshara)
Kljujew … in der Ostukraine diese großen Kampagnen organisiert, hat für die EU-Assoziierung geworben
Es waren also „die Anderen“: Kljujew und Koshara.
Kljujew
• Erster Stellvertretender Ministerpräsident (11. 03.2010 - 14.02.2012)
• Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (02 / 2012 – 01 / 2014),
• Leiter der Präsidialverwaltung 23.01.2014 - 22.02.2014 ….
Koshara
• Mitglied der außenpolitischen Kommission des UA-Parlaments seit 2006
• Außenpolitischen Berater Janukowitschs seit März 2010
• Präsident des „Europäischen Zentrums für eine Moderne Ukraine“ seit Januar 2012 - (einem Lobby-Dienst der Partei der Regionen in Brüssel
• Außenminister 24.12.2012 - 23.02.2014
Und diese Beiden haben –völlig losgelöst vom ukrainischen Präsidenten, der per Verfassung für die Außenpolitik zuständig ist, das Assoziierungskommen UA – EU eigenständig betrieben…(??)!
Janukowitsch hatte „eigentlich schon immer…“ und wenig (bis nix) damit zu tun… (!)

3. Abbruch Assoziierung – Begründung(en)
Laut Ina Kirsch hat Janukowitsch das eigenhändig paraphierte Vertragswerk dann doch nicht unterschrieben weil:
Im Herbst 2013, vor dem Gipfel in Vilnius, auf dem das Assoziierungsabkommen unterzeichnet werden sollte, zeichnete sich die Zahlungsunfähigkeit der Ukraine ab. Die Ukraine brauchte einen Kredit vom IWF….
Dennoch kam es beinahe zu einer Einigung. Aber eben nur beinahe. Der IWF stellte nämlich zusätzliche Forderungen, etwa das Einfrieren von Renten, oder dass die Stipendien nicht erhöht werden dürften und Ähnliches.
Zum Thema „plötzlich“ und „überraschend“ und Herbst 2013 hier ein erinnernder Blick auf Meldungen wie:
20. Februar 2013
Droht der Ukraine die Zahlungsunfähigkeit?
Das jüngste Beispiel ist die Prognose des Präsidenten der Assoziation der ukrainischen Banken, Alexandr Sugonjako. Seinen Worten nach könnte das Land, wenn es der Ukraine nicht gelingt sich auf den Erhalt eines neuen Kredites vom IWF zu einigen, in den Zustand der Zahlungsunfähigkeit geraten
…Insgesamt sieht die Situation äußerst besorgniserregend aus.
// Pawel Kuchta Quelle: Lewyj Bereg
[url]Herkunft: http://ukraine-nachrichten.de/droht-ukr ... wirtschaft[/url]

4. Maidan-Protest – Anlass, Wahrnehmung und „Wertung“
4.1 Anlass
Wiener Zeitung: Bei den prowestlichen Ukrainern wurde die Nichtunterzeichnung aber als Absage an Europa interpretiert.
I Kirsch: Ja, es gab eine extreme Enttäuschung. Die Leute wollten wirklich nach Europa, daran haben sie geglaubt. Die Regierung fährt eine Kampagne, erklärt mehr als ein Jahr, Europa ist unsere einzige Perspektive, unsere Zukunft, und dann zieht man den Leuten diese Vision komplett weg. Und so hat sich dann alles verschärft, in mehreren Wellen, bis zur totalen Eskalation im Februar.
Also extreme Enttäuschung nach einer Regierungs-Kampagne -lt. Frau Kirsch ohne den für Außenpolitik zuständigen Präsidenten - das Ganze länger als ein Jahr (Präsidenten-Unterschrift unter Entwurf bereits im März 2012, Verhandlungen seit seinem Amtsantritt 2010).
Und diese (unerwartete?) extreme Enttäuschung, die sich unglücklicher Weise dann in „mehreren Wellen“ von November 2013 bis Februar 2014 zur „totalen Eskalation“ (ausweitete) - von Regierungsseite völlig unbeeinflusst (??!!)….

4.2 Wahrnehmungen
Wiener Zeitung: Was sich auf dem Maidan vor einem Jahr abgespielt hat, ist bis heute nicht ganz ge
klärt. Erst kürzlich erschienen in der BBC und im "Spiegel" Berichte, die die offizielle Version, wonach allein Janukowitschs Spezialeinheit "Berkut" an dem Massaker schuld war, bezweifeln. Sie waren in dieser Zeit in Kiew. Wie haben Sie die dramatischen Tage erlebt?
I Kirsch: Ich bin am 18. Februar nach Kiew gereist. An dem Tag gab es einen Marsch aufs Parlament, die Lage eskalierte. Protestler warfen Brandsätze aufs Büro der regierenden Partei der Regionen, es gab dort zwei Tote. Die Demonstranten wurden auf den Maidan zurückgedrängt, es kam zu Schießereien und Toten.
Wiener Zeitung: Wie haben Sie den ominösen 20. Februar erlebt, den Tag, an dem das Blutbad stattfand, das zum Umsturz führte?
I Kirsch: Es war eine eigenartige Stimmung. Seit November waren immer Berkut-Leute vor unserem Hotel. Die waren am Morgen des 20. Februar plötzlich weg. Ich wollte dann ins Hotel "Ukraina" auf den Maidan hinunter und lief regelrecht in die Berkut-Polizisten hinein, die sich Schießgefechte mit den Maidan-Leuten lieferten.
Wiener Zeitung: Auf welcher Seite standen Sie?
I Kirsch: Ich kam aus der Richtung der Präsidialadministration, stand also auf der Seite der Berkut. Geschossen haben beide Seiten. Von wem es ausgegangen ist, konnte in diesem Moment niemand sagen. Auch die Polizisten von Berkut wussten nicht, woher die Schüsse kamen. Das geht aus deren Kommunikation hervor. Die mussten das erst einmal feststellen und suchten nach Scharfschützen. Andrij Schewtschenko, ein Abgeordneter der Partei Timoschenkos, der auf dem Maidan eine führende Rolle gespielt hat, hat sehr klar gesagt, die Polizisten seien damals zu ihm gekommen und hätten gesagt: Jemand schießt auf uns, mach doch was!
Wiener Zeitung: Wenn es so war, dass nicht allein Berkut verantwortlich war, sondern andere Scharf-schützen: Wer könnten diese Schützen gewesen sein?
I Kirsch: Es gibt einen Untersuchungsbericht. Der wird aber nicht veröffentlicht, weil darin Unangenehmes über Andrij Parubi, den nationalistischen Kommandanten des Maidan, stehen könnte. Das würde sich auch mit dem decken, was die BBC jetzt veröffentlicht hat: Dass nämlich die Schüsse aus dem Konservatorium und dem Hotel Ukraina gekommen sind. Das Konservatorium aber war unter vollständiger Kontrolle des Maidan. Und im Ukraina, das am 20. Februar zu einem Maidan-Lazarett wurde, nächtigten die westlichen Journalisten. Niemand kam ins Ukraina, ohne dass die Maidan-Leute das bemerkt hätten.
Wiener Zeitung: Soll das heißen, dass die Verantwortlichen für das Massaker nicht die Leute von Janukowitsch waren?
I Kirsch: Zumindest nicht am Beginn. In den Medien war nach den Ereignissen von Snipern der Janukowitsch-Regierung die Rede, die von der Nationalbank aus geschossen hätten. Das war auch der Fall, aber erst am Nachmittag. Die Schießereien gingen aber schon am frühen Vormittag los. Die Ukrainer fragen, wenn etwas passiert, immer nach dem möglichen Nutznießer einer Situation. Das war nicht Janukowitsch.
Wahrnehmung 1, 18.02.14
Frau Kirsch reist am 90. Tag der Proteste (!) an und nimmt wahr, dass es zu „Schießereien und Toten“ kam. Also der Tag, an dem die Berkut gegen die auf dem Maidan Versammelten vorgeht, das von Maidan-Aktivisten besetzte Konservatorium unter Feuer genommen wird, das Gewerkschaftshaus brennt, …..
Wahrnehmung 2, 19.02.14 ….(da passiert lt. Frau Kirsch nix…) Obwohl bereits 20 Tote zu beklagen sind!
Wahrnehmung 3, 20.02.14
Frau Kirsch stellt fest (nimmt als „wahr“ an), dass die „seit November immer vor ihrem Hotel stehenden Berkut-Leute plötzlich weg waren“, die Atmosphäre JETZT für sie schlagartig „eigenartig“ wurde, und dann an diesem Tag auch noch „Schießgefechte zwischen Berkut und Maidan-Leuten“ ….

4.3 Wertungen (oder: „Ihre Moral und unsere“ - Trotzki 1938!)
Wichtig für Frau Kirsch - wer am 20.02.14 wann zuerst auf wen geschossen hat!
Unwichtig - wer und wenn überhaupt am 18 /19.02.14 zu Tode kam![/b]
Demnach gibt es lt. Frau Ina Kirsch "wichtige" und "unwichtige Tote".....
Ebenso unwichtig
• Die Ursache dieser „extremen Enttäuschung“, die ihrer Meinung nach den Maidas mit veranlasste
• die „aus dem System heraus nicht denkbaren“ und nicht erfolgten DEESKALATION(en)
• die Unfähigkeit, in der (Moral-)Kategorie einer „Verpflichtung zur solchen Deeskalationen“ überhaupt zu denken….
Bei aller Kritik:
Die Vorgänge des 20.02.14 sind in der Tat DIE OFFENE WUNDE DES MAIDANS - auch zwei Jahre nach den Geschehnissen gibt es relativ wenige offizielle (glaubwürdige) Untersuchungsergebnisse.


5. Die „Kirsch’sche Moral“ des Maidans
Frau Kirsch gibt sich durch ihre Art und die Ausrichtung ihrer Argumentation allergrößte Mühe die Entstehung sowie Berechtigung des Maidan-Protestes bewusst zu verdrängen, zu bagatellisieren.
Diese bewusste Ausblendung blitzt in der Sprache wieder auf, wenn sie postuliert:
…..gibt allerdings Leute wie den US-Milliardär George Soros, die Revolutionen finanzieren.
…..was allerdings nicht heißt, dass der Maidan als Ganzer gekauft war,
…..die Empörung nach der Nichtunterzeichnung des Assoziierungsabkommens war natürlich echt
…..aber man soll sich da nichts vormachen
…..Ich kenne Leute, die haben morgens auf dem Antimaidan bei der Gegendemo abkassiert
…..Das ist in der Ukraine ja nichts Ungewöhnliches.
Hierin drückt sich ihre Kriminalisierung des Protestes und blanke Verachtung (ist in der Ukraine ja nichts Ungewöhnliches....) der Maidan-Protestierenden aus:
Die pittoresken alten Frauen, die immer für Julia Timoschenko demonstriert haben, hatte man ja auch erst kurz vor der Demonstration an einem Treffpunkt eingesammelt, ausstaffiert und losgeschickt. Jedenfalls: Es wurde, wie es aussieht, eine Revolution wie aus dem Bilderbuch gemacht. Und eine echte Revolution gibt es, wie Maidan-Aktivist Mustafa Najem sagte, nur mit Blut.
Was die Schlussfolgerung nahelegt, dass… nur die Maidan-Leute als erstes geschossen haben (können).

Alles Handeln wird „von „Beweggründen bestimmt“, die einer „ihnen innewohnenden Moral unterliegen“…. !
(„Ihre Moral und unsere“ - Trotzki 1938!)
Frau Ina Kirsch, die Kronzeugin des Maidans - auf der Lohnliste von ...

Na denn,es muss wohl schön gemacht haben!

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