Allgemeines Diskussionsforum | Motyl: Analyse der Holodomor-Evolution Janukovytschs

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Motyl: Analyse der Holodomor-Evolution Janukovytschs

#1 Beitragvon mbert » Freitag 30. November 2012, 00:16

In seinen aktuellen Blog-Post vergleicht Motyl die drei Ansprachen Janukovytschs zum Holodomor seit seiner Amtseinführung.
Interessant ist hier tatsächlich die Verschiebung der Prioritäten und die zunehmend abnehmende Angst, das Wort "Verbrechen" in den Mund zu nehmen:
Every November Ukraine commemorates the Holodomor, the famine and genocide of 1932 and 1933. Since 2010, President Viktor Yanukovych has marked the occasion with a formal address to the people. Read in isolation, none of them is terribly interesting. A comparative look at all three speeches, however, reveals some interesting shifts in tone and content that may illuminate Yanukovych’s own evolving thinking about the genocide and his regime.

But first a striking continuity. Yanukovych has never called the Holodomor a genocide. He’s called it a crime, a tragedy, and an Armageddon, but not genocide. Ironically, he does use the term Holodomor, which means “killing by means of hunger” and, in that sense, is virtually a synonym for genocide. There are indications that this reluctance to call a spade a spade may change.

Back in 2010, during his first encounter with Holodomor remembrance day, Yanukovych stated (this and subsequent citations are the translations provided on his Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...):

I bow to the memory of those innocently killed by the Holodomor.

Even now, the tragedy of 1932–1933 is difficult to comprehend. It was a real Armageddon, when people were loosing [sic] their human essence because of hunger.

Therefore, this national tragedy that has devoured millions of innocent people, is no subject to oblivion.

Note the reference to “a real Armageddon” and the “millions of innocent people.” Note as well, however, that Yanukovych treats the Holodomor almost as if it were a natural catastrophe that somehow befell Ukraine.
[...]
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Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die holprigen Formulierungen sowie die Rechtschreibfehler ("loosing" heist "lösen", er meint aber "losing", was "verlieren" heißt), was mich immer wieder erstaunt - man möchte doch meinen, dass die Jungs dort sowohl das Geld als auch die Absicht haben sollten, sich nicht durch so offensichtlichen Dilettantismus im Ausland lächerlich zu machen...
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Motyl: Analyse der Holodomor-Evolution Janukovytschs

#2 Beitragvon Sonnenblume » Freitag 30. November 2012, 09:30

mbert hat geschrieben:Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die holprigen Formulierungen sowie die Rechtschreibfehler ("loosing" heist "lösen", er meint aber "losing", was "verlieren" heißt), was mich immer wieder erstaunt - man möchte doch meinen, dass die Jungs dort sowohl das Geld als auch die Absicht haben sollten, sich nicht durch so offensichtlichen Dilettantismus im Ausland lächerlich zu machen...

Vielleicht ist das eine von den Folgen, wenn man die Mitarbeiter nach anderen Merkmalen als Können aussucht. Und wenn man dann nicht selbst in der Lage und auch nicht Willens ist, ihre Arbeit zu kontrollieren, kommt eben das dabei raus.

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Re: Motyl: Analyse der Holodomor-Evolution Janukovytschs

#3 Beitragvon Handrij » Freitag 30. November 2012, 17:48

But first a striking continuity. Yanukovych has never called the Holodomor a genocide. He’s called it a crime, a tragedy, and an Armageddon, but not genocide. Ironically, he does use the term Holodomor, which means “killing by means of hunger” and, in that sense, is virtually a synonym for genocide. There are indications that this reluctance to call a spade a spade may change.


Weiß nicht, wenn ich das lese, kann ich den Rest nicht ernst nehmen.
Holodomor heißt doch "massenhafter Tod durch Hunger" und nicht Ermordung ...

und wieso bezieht er sich nicht auf das Original, wenn die Übersetzungen so mies sind?

Here’s a tentative prediction. If the regime continues to decay at its current rate and if the economy tanks, as it’s very likely to do, Yanukovych will—hold on to your seats!—utter the word genocide in his Holodomor commemorative address of 2013. If he does, you’ll know that he knows his days in power are numbered.

Wunschdenken ...

Vielleicht sollte sich Motyl mehr Gedanken über die Evolution bzw. den Wechsel der Redenschreiber als über Janukowitschs Evolution machen ....

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