PolitikNach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

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Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#1 Beitrag von Handrij » Freitag 10. Juni 2011, 14:16

Der ukrainische Premier Nikolai Asarow muss um seinen Posten bangen, schreibt die Zeitung "Moskowskije Nowosti" unter Berufung auf ukrainische Medien am Freitag.

Dem ukrainischen Regierungschef ist es diese Woche in Moskau nicht gelungen, seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin zu einem niedrigeren Gaspreis zu bewegen.
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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#2 Beitrag von eurojoseph » Freitag 10. Juni 2011, 16:07

Handrij hat geschrieben:
Der ukrainische Premier Nikolai Asarow muss um seinen Posten bangen, schreibt die Zeitung "Moskowskije Nowosti" unter Berufung auf ukrainische Medien am Freitag.

Dem ukrainischen Regierungschef ist es diese Woche in Moskau nicht gelungen, seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin zu einem niedrigeren Gaspreis zu bewegen.
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Ach ja wer solche Freunde hat ??? Wieviel ist der Gaspreis für den Westen, und wieviel Transitgebühr fällt im Westen an ???
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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#3 Beitrag von Handrij » Freitag 10. Juni 2011, 16:09

Und wer hat den Vertrag mit Putin/Gasprom unterzeichnet?

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#4 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 10. Juni 2011, 18:54

eurojoseph hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:
Der ukrainische Premier Nikolai Asarow muss um seinen Posten bangen, schreibt die Zeitung "Moskowskije Nowosti" unter Berufung auf ukrainische Medien am Freitag.

Dem ukrainischen Regierungschef ist es diese Woche in Moskau nicht gelungen, seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin zu einem niedrigeren Gaspreis zu bewegen.
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Ach ja wer solche Freunde hat ??? Wieviel ist der Gaspreis für den Westen, und wieviel Transitgebühr fällt im Westen an ???
Der Gaspreis für "den Westen" wird der gleiche sein, wie für die Ukraine. Warum auch nicht. Man will doch die Marktwirtschaft und da bestimmt die Nachfrage den Preis.

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#5 Beitrag von Kolobok » Freitag 10. Juni 2011, 19:06

Sonnenblume hat geschrieben: Der Gaspreis für "den Westen" wird der gleiche sein, wie für die Ukraine. Warum auch nicht. Man will doch die Marktwirtschaft und da bestimmt die Nachfrage den Preis.
Weißt du das oder ist eine Vermutung von dir?

Ich habe aufgegeben da durchsehen zu wollen, wie der Gaspreis gebildet wird. Da gibt es so verschiedene Varianten und Möglichkeiten, dass ich den Eindruck habe, dass man sich hier nur den Anschein von Marktwirtschaft gibt. Aber eigentlich gehts da zu wie auf dem Basar. Der Westen, mit seinen EU-Spielregeln ist da ein viel stärkerer Verhandlungspartner als die arme Ukraine. Mit dem Westen werden Verträge schon mal neu verhandelt, was bei der UA kategorisch abgelehnt wird.

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#6 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 10. Juni 2011, 20:18

Kolobok hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben: Der Gaspreis für "den Westen" wird der gleiche sein, wie für die Ukraine. Warum auch nicht. Man will doch die Marktwirtschaft und da bestimmt die Nachfrage den Preis.
Weißt du das oder ist eine Vermutung von dir?
Hab es gerade irgendwo gelesen gehabt.
Und was die Armut der Ukraine betrifft, so sind die Reichtümer bloß ungerecht verteilt. Arm ist der Ukrainische Staat, Teile seiner Bevölkerung ganz sicher nicht. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#7 Beitrag von stefko » Freitag 10. Juni 2011, 20:25

Handrij hat geschrieben:Und wer hat den Vertrag mit Putin/Gasprom unterzeichnet?
Gab es da nicht irgendetwas bezüglich Verlängerung der Stationierung der Schwarzmeerflotte für einen günstigeren Gaspreis?

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#8 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 10. Juni 2011, 20:31

stefko hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:Und wer hat den Vertrag mit Putin/Gasprom unterzeichnet?
Gab es da nicht irgendetwas bezüglich Verlängerung der Stationierung der Schwarzmeerflotte für einen günstigeren Gaspreis?
Ja und? Das beantwortet die Frage nicht.

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#9 Beitrag von DevilsNeverCry » Freitag 10. Juni 2011, 21:34

Putin hat seit 1998 die ein oder andere Niederlage sowohl innenpolitisch - als auch außenpolitisch einstecken müssen -> aber hier hat er voll ins schwarze getroffen, dass muss man einfach respektvoll anerkennen. Das man in UA so blauäugig war und keine neue Preisformel aushandelte zeigt nur was für ein Apparat sich da in Kiew seid Janukowitschs Amtsantritt etabliert hat -> pech gehabt. Putin kann zufrieden sein, er hat die Krim auf dem Silbertablett serviert bekommen und kann nun die Gasspielchen von neuem einsetzen, mal sehen mit was er die Truppe in Kiew wieder über den Tisch ziehen kann. B-)

Was der Vergleich UA und EU angeht, der hinkt natürlich gewaltig. UA setzt überwiegend auf billige Energie, während Europa sich mehr und mehr auf erneuerbare Energie richtet und nur lokal bedingt von Russland abhängig ist (wobei hier anzumerken sei das selbst Polen, Slowakei und Tschechien nicht so abhängig vom rus. Gas sind wie die Ukraine).
Die Ukraine hat nun mal nicht die finanziellen Mitteel wie Europa und auch nicht die Technologie, sonst hätte man schon längst mit der Erschließung des Schiefergases begonnen wie es Polen tut (wobei man hier anmerken muss das die Rahmenbedingungen für Investitionen in UA auch ein Hindernis sind).
China z. B. kauft Gas für unter 200$ ein, aber weil es auch den Luxus hat das es mehrere Anbieter hat (Kasachstan, Turkmenistan, Iran etc.) und so bei den Preisverhandlungen mehr Spielraum gegenüber Russland hat als UA. Das ist übrigens auch eines der Gründe warum man in Russland der Nabucco Pipeline und dem so genannten Schierfgas Hype in Europa skeptisch gegenüber steht.
Angesichts der Tatsache das die aktuelle ukr. Regierung für ausl. Investoren keine passenden Rahmenbedingungen schafft, wird man mindestens für die nächsten 10 Jahren keine Verbesserungen im Energiesektor erreichen und weiterhin von einem Anbieter bzw. Monopolisten auf dem ukr. Gasmarkt die Preise diktiert bekommen, dass ist Marktwirtschaft.

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#10 Beitrag von Kolobok » Freitag 10. Juni 2011, 21:45

Sonnenblume hat geschrieben: Und was die Armut der Ukraine betrifft, so sind die Reichtümer bloß ungerecht verteilt. Arm ist der Ukrainische Staat, Teile seiner Bevölkerung ganz sicher nicht. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Selbst ein paar Superreiche ändern nichts daran, dass die Ukraine nicht zu den reichen Ländern gehört. Dümpelt so irgendwo im hinteren Mittelfeld rum.
Aber um aufs Gas zurückzukommen. Selbst wenn Achmetov einen Wohltätigkeitsanfall bekommen sollte, dann reicht sein Vermögen vielleicht aus um für 1 höchstens 2 Jahre Gas in Russland zu kaufen. Dann hätte sein Geld jemand anderes. Nur so um die Dimension der Gasfrage für die Ukraine mal deutlich zu machen.

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#11 Beitrag von stefko » Freitag 10. Juni 2011, 22:48

Sonnenblume hat geschrieben:
stefko hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:Und wer hat den Vertrag mit Putin/Gasprom unterzeichnet?
Gab es da nicht irgendetwas bezüglich Verlängerung der Stationierung der Schwarzmeerflotte für einen günstigeren Gaspreis?
Ja und? Das beantwortet die Frage nicht.
Es ist schwer die Übersicht zu behalten, aber ich bilde mir, die letzte Vereinbarung wurde unter Janyk im Rahmen der Schwarzmeerflottenübereinkunft getroffen.

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#12 Beitrag von eurojoseph » Samstag 11. Juni 2011, 00:26

Handrij hat geschrieben:Und wer hat den Vertrag mit Putin/Gasprom unterzeichnet?
Na ja ich hab ihn jedenfalls nicht unterzeichnet - und ich schwafel auch nicht von den "besonderen Beziehungen, 1000 Jahren gemeinsamer Geschichte etc...." wer nicht sieht das die Ukraine von RU im besten Fall gegängelt wird - aber eher wie seit jeher unterdrückt wird, so gut es eben geht - der muss so "freundliche" Gegenfragen stellen ...soll die Ukraine am russischen Wesen "genesen" ??? Und egal wer den Vertrag unterzeichnet hat - die Russen könntne ihn aufkündigen, abändern - eine Speichelleckerregierung haben sie eh bekommen.......
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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#13 Beitrag von Handrij » Samstag 11. Juni 2011, 01:46

eurojoseph hat geschrieben: Ach ja wer solche Freunde hat ??? Wieviel ist der Gaspreis für den Westen, und wieviel Transitgebühr fällt im Westen an ???
Handrij hat geschrieben:Und wer hat den Vertrag mit Putin/Gasprom unterzeichnet?
Na ja ich hab ihn jedenfalls nicht unterzeichnet - und ich schwafel auch nicht von den "besonderen Beziehungen, 1000 Jahren gemeinsamer Geschichte etc...." wer nicht sieht das die Ukraine von RU im besten Fall gegängelt wird - aber eher wie seit jeher unterdrückt wird, so gut es eben geht - der muss so "freundliche" Gegenfragen stellen ...soll die Ukraine am russischen Wesen "genesen" ??? Und egal wer den Vertrag unterzeichnet hat - die Russen könntne ihn aufkündigen, abändern - eine Speichelleckerregierung haben sie eh bekommen.......
Ach, Herr eurojoseph, an der Realität war Ihnen ja noch nie viel gelegen. Auch wenn Sie die derzeitigen Machthaber nicht leiden können, dann müssen Sie die Tatsache anerkennen, dass die wahrhaft nationale Timoschenko-Regierung diese Verträge zur Gaslieferung und dem Transit nach eindeutigen Formeln unterzeichnet hat. Diese Verträge gelten bis zum 31.12.2019 und jede russische Regierung wird einen Teufel tun und dieses Timoschenko-Geschenk gehen lassen. Da können Janukowitsch und Co. - wie Sie es immer unterstellen - "Speichel lecken wie sie wollen" aus den Verträgen kommt die Ukraine nicht heraus. Einzig ein Beitritt zur Zollunion könnte da eine Änderung ergeben und so sehr "Russland ergeben" sind die Weißblauen nicht. Die haben den Laden übernommen und wollen ihn selbst verwalten bzw. "Geld zersägen". Das Modell "Janukowitsch als Gouverneur von Kleinrussland" spielt allenfalls bei Putin und in den Unterstellungen der Nationalen eine Rolle. Wir haben es hier mit business-as-usual zwischen zwei souveränen Staaten zu tun und die Ukraine ist nicht nur historisch bedingt in einer unvorteilhaften Position.

Der Gaspreis für die Ukraine richtet sich nach dem Durchschnittspreis der letzten drei Quartale bei Gasoil (veröffentlicht bei Platt´s Oilgram) beim Basispreis von 450$ pro tausend Kubikmeter. Die genaue Formel ist den dank einer Indiskretion den bei der Ukrajinska Prawda (22. Januar 2009) veröffentlichten Verträgen zu entnehmen. Die Gasverträge sollten eigentlich geheim bleiben. Auch wenn Timoschenko & Co. jetzt behaupten, dass damals alles "transparent und offen" stattfand.
Btw. das ganze Trara um Timoschenko (ohne den Prozess würde sich kein Schwein mehr für sie interessieren) und die Anklage wegen Überschreitung der Vollmachten bei der Unterzeichnung der Gasverträge ist als ein direkter Angriff auf Putin zu verstehen und er hat es auch begriffen. Nutzen wird es der Ukraine nicht viel, daher wohl auch die Flucht in die EU-Assoziierung. Anders verstehe ich die Erklärung von Asarow gerade nicht: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

Aber wahrscheinlich hat eurojoseph ja recht und wir werden in Kürze einen Beitritt der Ukraine zur Zollunion und eine Übergabe von Naftohas an Gasprom sehen. Muss ja so sein, bei diesen sklavischen Kleinrussen.

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#14 Beitrag von DevilsNeverCry » Samstag 11. Juni 2011, 02:08

@Handrij: Es besteht keinen Zweifel das Timoschenko mit diesem Vertrag die nationalen Interessen der Ukraine verkauft hat, ich denke darüber sind wir uns hier alle einig. Ich finde man kann aber nicht alles an der alten Regierung haften lassen, dass ist zu einfach -> auch wenn Timoschenko die größte Schuld trifft, so hatten Janukowitsch und Asarow die Möglichkeit gehabt mit dem Pachtvertrag die Preisformel zu ändern, Spielraum war definitiv genug da. Jeder weiß wie sehr der Kreml auf Sewastopol schielte und das hat man kaum ausgenutzt.

Ich meine reden wir die Sache doch nicht schön, dadurch das der Gaspreis wieder steigt und die Gasverhandlungen wieder von vorne beginnen hat UA einfach die A-Karte gezogen und für mich sieht es so aus als hätte Asraow hier sein Gesicht verloren.

Die Frage die sich doch stellt ist eher, was hat UA sonst noch zu bieten? Wenn wir das Pipelinenetz an Russland übergeben, wird Europa tara machen und das können wir auch nicht gebrauchen.
Es besteht zwar die Möglichkeit verstärkt auf die Kohleindustrie zurückzugreifen, aber dass wird langfristig ein teures unterfangen und von den ökologischen Folgen will erst gar nicht sprechen.

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#15 Beitrag von Handrij » Samstag 11. Juni 2011, 14:08

DevilsNeverCry hat geschrieben:@Handrij: Es besteht keinen Zweifel das Timoschenko mit diesem Vertrag die nationalen Interessen der Ukraine verkauft hat, ich denke darüber sind wir uns hier alle einig. Ich finde man kann aber nicht alles an der alten Regierung haften lassen, dass ist zu einfach -> auch wenn Timoschenko die größte Schuld trifft, so hatten Janukowitsch und Asarow die Möglichkeit gehabt mit dem Pachtvertrag die Preisformel zu ändern, Spielraum war definitiv genug da. Jeder weiß wie sehr der Kreml auf Sewastopol schielte und das hat man kaum ausgenutzt.
Vermutlich saßen ihnen im Mai ihre Geldgeber im Nacken, die schnelle Ergebnisse sehen wollten. Demnach wieder ein Fall von typischem ukrainischen kurzfristigem Denken. Vermutlich haben sie auch mit konstanten oder eher sinkenden Ölpreisen gerechnet. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie wirklich so naiv kalkuliert haben. Also eher wieder dieses kurzfristige Denken ....
DevilsNeverCry hat geschrieben: Die Frage die sich doch stellt ist eher, was hat UA sonst noch zu bieten? Wenn wir das Pipelinenetz an Russland übergeben, wird Europa tara machen und das können wir auch nicht gebrauchen.
Es besteht zwar die Möglichkeit verstärkt auf die Kohleindustrie zurückzugreifen, aber dass wird langfristig ein teures unterfangen und von den ökologischen Folgen will erst gar nicht sprechen.
Die Ukraine hat Russland für eine Änderung der Formel nichts mehr zu bieten, außer eine teilweise Abgabe der Hoheitsrechte an Russland/die Zollunion. Einzelne Industriebetriebe werden da nichts bringen ... das Odessaer Hafenwerk wird wohl eh Firtasch bekommen, doch steht er, wenn seine 12,1 Mrd. Kubikmeter aufgebraucht sind, vor dem gleichen Problem wie der Rest der Gasverbraucher in der Ukraine: sie sind bei steigenden Gaspreisen immer weniger konkurrenzfähig. Die Telekom hat sich wohl der Janukowitsch-Clan gesichert und ansonsten gab es keine großen Industriebetriebe mehr zu veräußern, oder?

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#16 Beitrag von Kolobok » Samstag 11. Juni 2011, 17:44

Handrij hat geschrieben:Diese Verträge gelten bis zum 31.12.2019 und jede russische Regierung wird einen Teufel tun und dieses Timoschenko-Geschenk gehen lassen. Da können Janukowitsch und Co. - wie Sie es immer unterstellen - "Speichel lecken wie sie wollen" aus den Verträgen kommt die Ukraine nicht heraus. Einzig ein Beitritt zur Zollunion könnte ...
Deutsche und andere westeuropäische Firmen haben im letzten und diesem Jahr auch langfristige Lieferverträge erfolgreich nachverhandelt.
Bloß hier steht die arme Ukraine halt alleine da. Das wird in einer Zollunion auch nicht besser werden. Eher im Gegenteil. Eventuelle kurzfristige Vorteile werden schnell verschwunden sein. Weißrussland ist da gerade ein Paradebeispiel.

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Re: Nach Abfuhr von Putin: Stolpert ukrainischer Regierungschef über Gaspreis? - "Moskowskije Nowosti"

#17 Beitrag von eurojoseph » Dienstag 14. Juni 2011, 03:47

Na ja....ich glaub nicht das der Speichellecker soviel Spielraum hat....er kann sich nicht ganz in den russischen Anus reinschieben .....sonst wird er zwischen den Backen des Tandems erdrückt - und so hofft er auf die privilegierte Partnerschaft mit der EU - und ich hoff das gelingt auch ...vielleicht ist ja sogar Visafreiheit drin...am Wichtigsten ist sicher das die Ukrainischen Oligarchen berechtigterweise mehr Angst haben vor Moskowitischer Raubritterei denn vor westlichem Leider-auch-Turbokapitalismus - aber wenigstens rechtstaatlich, was ja auf russisch nicht mal zu übersetzen geht :-D ...wovon man in RU ja nicht mal zu träumen wagt.....Janu hin Janu her - er laviert - und das muss er auch, sonst bricht die UA auseinander und die östlich/südlichen Oblaste und die Krim werden absorbiert und dann hat er auch nix mehr zu sagen, das weiss er genau, der Janu ...im Westen is er nix und in RU wär er ein Provinzheini auf Abruf .....insofern alles Liebe....auch wenn sie es nicht glauben können - Handrij - die Abneigung ist nicht reziprok ...weil ich RU für eine der biblischen Plagen halte (für die UA, für Europa und für die Einwohner der RF selber auch...von den anderen Nachbarn gar nicht zu reden....) heisst das nicht das ich das Gleiche von Ihnen denke....ich seh zwar das Sie hin- und hergerissen sind zwischen RU und der Ukraine - aber immerhin sind Sie ja Mastermind des Ukraine- und nicht des Kleinrussischen Forums....also ein unzynisches HabedieEhre an Sie.....
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