PolitikNach dem Majdan: Die Revolution frisst ihre Financiers

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Handrij
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Nach dem Majdan: Die Revolution frisst ihre Financiers

#1 Beitrag von Handrij » Mittwoch 25. März 2015, 10:21

Auf Druck des Westens kündigen die Erben des Majdans ihr Bündnis mit den Oligarchen auf. Einer der reichsten Männer der Ukraine, der Milliardär Ihor Kolomojskij, wehrt sich mit Waffen und Kraftausdrücken gegen den Machtverlust.
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Poroschenko setzt mächtigen Oligarchen ab

Der ukrainische Präsident Poroschenko hat nach einem Überfall auf die Büroräume einer staatlichen Ölfirma einen Oligarchen als Gouverneur in der Ost-Ukraine seines Amtes enthoben.
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das Video zur Entlassung:
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dem ging unter anderem das hier voraus:

und das:

und auch diese Episode mit den drei Pässen:


Kolomoiski droht dem Chef von Naftohas Ukrajiny mit seinen Bataillonen:


oder auch das:



bleibt also nur abzuwarten und zu schauen, wie es weitergeht im "Südosten" [smilie=popcorm1.gif] ...

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Re: Nach dem Majdan: Die Revolution frisst ihre Financiers

#2 Beitrag von Anuleb » Mittwoch 25. März 2015, 10:59

Kiev bleibt doch gar nichts anderes übrig, ausser die Oligarchen sukzessive zurück zu drängen, und ihrer politischen Macht zu berauben. Ansonsten wird sich die Ukraine weiterhin im Kreise drehen. Und das unabhängig davon, ob es Druck vom Westen gibt oder nicht. Es ist halt auch nur eine von den vielen, vielen Baustellen, welche die Ukraine noch zu vollenden hat.

Wobei, keine Frage, mir bei dieser Aktion wohler wäre, wenn Poroschenko nicht auch glaichzeitig an die seinen gedacht hätte, und z. B. seinen Sohn mit attraktiven Posten und Pöstchen versehen hätte. Genau dieses sollte es nämlich eigentlich auch nicht geben.

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Re: Nach dem Majdan: Die Revolution frisst ihre Financiers

#3 Beitrag von Gast » Mittwoch 25. März 2015, 11:18

ich hoffe zwar nicht, aber ich denke nach dem Rücktritt vom Kolomojski wird noch Nachspiel geben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so einer einfach so vom Spielfeld verschwindet

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Re: Nach dem Majdan: Die Revolution frisst ihre Financiers

#4 Beitrag von paracelsus » Mittwoch 25. März 2015, 15:18

Handrij hat geschrieben:
bleibt also nur abzuwarten und zu schauen, wie es weitergeht im "Südosten" [smilie=popcorm1.gif] ...
ich hatte mich schon ziemlich gewundert (aber nicht wirklich), denn in den *atlantischen* Medien war bis gestern nichts über die jüngsten Besetzungen durch die Kolomoiski-Brigaden zu lesen gewesen...... .

Aber bei dieser - nun abgesetzten - großen "Stütze" der Ukraine-Demokratisierung wird es, so bedauernswert es ist, wohl kaum ruhig bleiben. .....ist Kolomoiski doch nicht nur Finanzier einiger Freiwiligenverbände und des rechten Sektors gewesen; er hat seine Leute in den Fraktionen der Rada; er besitzt Medien zur Meinungsgestaltung sowie Banken und letztendlich nicht wenig Einfluss auf heutige Regierungsparteien.

Vielleicht wird er ja schon im Mai der nächste Finanzier des Maidan 3.0 (ausgestattet mit amerikanischer und europäischen Waffenhilfe?).

Also ich glaube nicht, dass er so schnell zurück an sein Domizil am Genfer See will......... . Vielleicht bekommen ihn ja auch die Russen - die haben ja einen Haftbefehl gegen ihn - zu fassen. Das wäre dann die beste Lösung für die Ukraine... [smilie=pardon.gif]
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Re: Nach dem Majdan: Die Revolution frisst ihre Financiers

#5 Beitrag von paracelsus » Donnerstag 26. März 2015, 10:14

Kommentar in der SZ:
......Was aber am Dienstag wie ein Burgfrieden aussah, bereitet den Verantwortlichen in Kiew große Sorgen. Aus der Präsidialverwaltung ist zu hören, Kolomojskij habe ein "massives Risiko" dargestellt und mit seinen Unternehmen quasi-mafiöse Strukturen aufgebaut. Er habe riesige Profite aus Staatsunternehmen abgeschöpft und große Teile der besonders korruptionsanfälligen Energiebranche kontrolliert.

............. Aus Protest gegen den Umgang mit dem Oligarchen traten mehrere Abgeordnete aus der Regierungskoalition aus, die in der Rada offensichtlich die Interessen des potenten Unternehmers aus Dnjepropetrowsk wahrgenommen hatten.
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Re: Nach dem Majdan: Die Revolution frisst ihre Financiers

#6 Beitrag von gunny » Donnerstag 26. März 2015, 10:59

paracelsus hat geschrieben:............. Aus Protest gegen den Umgang mit dem Oligarchen traten mehrere Abgeordnete aus der Regierungskoalition aus, die in der Rada offensichtlich die Interessen des potenten Unternehmers aus Dnjepropetrowsk wahrgenommen hatten.
Dazu: "Natürlich soll dieses Land endlich nicht von Oligarchen, sondern vom Recht regiert werden", sagt ein hochrangiger Beamter in Kiew.

Darum geht`s doch - um Reformen und um einen Umbau des Staates. Und das das nicht ohne Reibereien ablaufen kann dürfte auch klar sein.

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Re: Nach dem Majdan: Die Revolution frisst ihre Financiers

#7 Beitrag von Anuleb » Donnerstag 26. März 2015, 12:00

Ausserdem scheint es so so zu sein, dass die vielen, vielen Freiwilligenbataillone keinesfalls die Interessen der Ukraine, sondern die der Oligarchen verteidigen. Solange beide das gleiche Ziel verfolgen, ist ja alles gut. Nur offensichtlich verteidigen die Freiwilligenbataillone primär die "Gelddruckmaschinen" und mafiösen Strukturen der Oligarchen, welche durch die getarnte Invasion der Russen in Gefahr geraten sind oder geraten können. Kiev ist also gut beraten, hart durchzugreifen, auch auf die Gefahr hin, dass die Oligarchen anfangen, mit den Russen zu kooperieren oder gar die Kiever Regierung mit Waffengewalt zu bedrohen. Man darf dabei auch nicht ausser Acht lassen, dass ebenfalls die Oligarchen an der momentanen desaströsen Lage der Ukraine ihre Mitschuld tragen.

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