PolitikNach Präsidentenschelte: Ukrainische Behörden schikanieren TV-Moderator

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Nach Präsidentenschelte: Ukrainische Behörden schikanieren TV-Moderator

#1 Beitrag von Handrij » Sonntag 1. Mai 2016, 10:58

"Wie Stalin, aber mit Offshore-Firmen": Polit-Talker Sawik Schuster attackierte den ukrainischen Präsidenten Poroschenko scharf. Nun droht ihm der Entzug der Arbeitserlaubnis.
Mehr beim Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

Schuster ist inzwischen vorerst beim Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... untergekommen. Freitags ab 20:30 Uhr. In dem Artikel fehlt unter anderem, dass Jewgeni Kisseljow, ebenfalls ein Exil-Russe, seinen Talkmaster-Job bei Inter live gekündigt hat.

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Re: Nach Präsidentenschelte: Ukrainische Behörden schikanieren TV-Moderator

#2 Beitrag von paracelsus » Montag 2. Mai 2016, 09:54

Handrij hat geschrieben: Mehr beim Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Schuster habe viel im Ausland auf seinem Diensthandy telefoniert, die Roaming-Gebühren aber nicht als geldwerten Vorteil versteuert,
Wenn dem so ist, ja dann könnte man glatt von einem "Panama-Handy" sprechen........... [smilie=kosak_2]
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mbert
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Re: Nach Präsidentenschelte: Ukrainische Behörden schikanieren TV-Moderator

#3 Beitrag von mbert » Montag 2. Mai 2016, 10:12

Apart ist auch die aktuelle Story über Ulrich Heyden, stramm moskautreuer "Osteuropa-Korrespondent" der Politik-"Fachzeitschrift" Telepolis aus dem Heise-Verlag.

Zunächst fährt er nach Jalta und besucht dort das "Jalta Internationale Wirtschaftsforum", um von dort zu berichten (Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...). Auf Anfrage eines mir Bekannten gibt Telepolis schließlich Auskunft, dass Heyden auf Einladung und auch Kosten jenes "Wirtschaftsforum" dorthin reiste (siehe Hinweis am Ende der o.g. Seite).

Wo er schon mal dort ist, interviewt er auch noch gleich den AfD-Politiker (Antifaschisten!!!) Markus Pretzell und unterhält sich mit ihm aus "neutraler Perspektive" darüber, wie schrecklich die Ukraine ist (Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...).

Kurze Zeit später will er ("neutral" natürlich!) auch von Odessa berichten, da ja heute der 2. Mai ist, mal sehen was da so stattfindet, und wundert sich nun öffentlich darüber, dass man ihn dort nicht einlässt (Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...), die Rede ist von "Abschiebung aus Odessa", lässt sich dabei darüber aus, dass niemand ihm Auskunft geben konnte, weshalb, findet (siehe ALL-CAPS-Schreibweise) es offenbar auch unangemessen, dass er nun FÜNF JAHRE Einreisesperre hat. Apart ist auch der Schlussatz: "Wie ich hörte, bin ich nicht der einzige Europäer, der in diesen Tagen in Odessa festgesetzt wurde und in die EU deportiert werden soll."

Das Geile ist, dass nun die üblichen Idioten aus ihren Löchern gekrochen kommen und das als Beleg für Zensur sehen. Die tatsächlich vorhandenen Ansätze von Zensur (siehe u.a. auch Schuster) finde ich verhängnisvoll und falsch, aber Heyden hat nun wirklich keinen Grund, sich zu beschweren. Er und sein Kumpel Rötzer sind zwar - was Ukraine betrifft - eher ein Negativbeispiel für deutschen Journalismus (ich wünschte, der Heise-Verlag würde das auch endlich mal kapieren), aber wer so dämlich ist, muss sich nun wirklich nicht beschweren. Oder ist er vielleicht doch nicht dämlich? Was wäre er dann?
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Nach Präsidentenschelte: Ukrainische Behörden schikanieren TV-Moderator

#4 Beitrag von Handrij » Montag 2. Mai 2016, 11:20

ja, Ullrich Heyden ist wirklich amüsant. Ich finde es zwar ziemlich dumm von Kiew, Journalisten den Weg auf die Krim so zu erschweren, sie müssten eigentlich gerade daran interessiert sein, dass möglichst viele Reporter hinfahren und vor Ort Informationen einholen. Andererseits wollen sie keinen Präzedenzfall für eine Ausnahme schaffen. Dennoch sind die Regeln nun mal so und allen bekannt. Wenn du bewusst dagegen verstößt, musst du auch mit den Konsequenzen leben.

im obigen Spiegel-Artikel ist auch lustig, dass Ex-SBU-Chef Naliwaitschenko, der übrigens Walentin heißt, als Kämpfer gegen Zensur/Korruption genannt wird. Gerade unter seiner Ägide sind die SBU-Falken gegen Westi vorgegangen, was erst aufhörte, als die Redaktion ausgewechselt wurde, weil Poro/Loschkin wohl einen Deal mit Klimenko in Moskau haben.

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